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Inland -
Militärpolitik
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von Martin Suchanek - www.arbeitermacht
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03.02.2012
- bisherige Aufrufe: 133
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Der Bundestag hat am 26. Januar wieder einmal mit überwältigender
Mehrheit den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan verlängert. Seit mehr
als 10 Jahren befinden sich damit NATO und Bundeswehr im Krieg. Trotz
gebetsmühlenartig vorgetragener „Abzugspläne" und den viel beschworenen
„zivilen" Lösungen widerspricht die reale Entwicklung diesen politischen
Nebelkerzen.
Von 2001 bis heute
Im Oktober 2001 begann der Afghanistankrieg, unterstützt von der
„Koalition der Willigen", an der sich damals praktisch alle wichtigen
Mächte der Welt beteiligten. Im Dezember 2001 wurde erstmals der „Sieg"
verkündet, Kabul war von der Nordallianz eingenommen und eine
„provisorische Regierung" eingesetzt worden.
Damals wurde ein Großteil des westlichen Kampfeinsatzes von der
US-geführten Operation „enduring freedom" geleistet. Die endgültige
Niederschlagung der vertriebenen Taliban-Regierung und ihrer
KämpferInnen wurde als nur relativ kurzfristige Angelegenheit
hingestellt. Der Afghanistan-Einsatz sollte als Modell für zukünftige
Kriege zur Neuordnung der Welt herhalten, als glorreicher Auftakt einer
längeren Reihe rasch und erfolgreich geführter „Kriege gegen den
Terror".
Von diesen neo-konservativen Phantasien ist nach dem Irak-Krieg und nach
über 10 Jahren Krieg und Besatzung in Afghanistan wenig geblieben. Eine
grundlegende Änderung der Kriegspolitik hat es aber auch unter Obama
nicht gegeben.
Im Gegenteil! Im September 2011 hatte die NATO 130.670 SoldatInnen in
Afghanistan stationiert. Davon entfielen 90.000 auf die USA (die
außerdem noch 10.000 durch „enduring freedom" und 18.000 „private
Sicherheitskräfte" im Land hat). Deutschland stellte mit 4.998 Männern
und Frauen das drittgrößte Kontingent (nach 9.500 aus Britannien).
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Letzte Aktualisierung ( 03.02.2012 )
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Inland -
Außenpolitik
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von Jürgen Wagner - www.imi-online.de
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03.02.2012
- bisherige Aufrufe: 155
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Spätestens seit dem Ausbrauch der Eurokrise
beansprucht Deutschland ganz offen die Vormachtstellung in der
Europäischen Union - und reißt damit im Handstreich einen der Eckpfeiler
ein, der das Staatenbündnis bis dato zusammenhielt.
So schreibt etwa
der Nachrichtendienst Strategic Forecast: „Das Paradigma, das zur
Gründung der Europäischen Union führte - dass Deutschland angeleint und
eingedämmt würde - verändert sich. Deutschland hat nicht nur seine
Stimme wiedergefunden, es beginnt damit, seine nationalen Interessen zu
formulieren und an ihnen festzuhalten. [...] In Deutschland hat sich ein
Konsens herausgebildet, dass es an Deutschland sei, die Regeln der
Eurozone neu zu gestalten. Als Ankermitglied der Europäischen Union hat
Deutschland hierfür gute Argumente. Aber das war nicht die ‚Union‘, der
sich der Rest Europas verschrieben hat."[1] Europa steht inzwischen ganz
offen unter „deutscher Fuchtel", wie auch Stephan Kaufmann kürzlich in
den Blättern für deutsche und internationale Politik kritisierte.[2]
Kaum verwunderlich ist es, dass dieser Dominanzanspruch keineswegs in
allen EU-Hauptstädten auf ungeteilte Begeisterung stößt. Der Ärger über
die nassforsche Art ist teils erheblich. „Großbritannien wird niemals
eine deutsche Führungsrolle akzeptieren", so etwa ein Artikel der „Group
on Grand Strategy", ein Zusammenschluss europäischer Geopolitiker.[3]
Auch Mark Leonard, Chef des einflussreichen „European Council on Foreign
Relations", machte unlängst seinem Ärger überdeutlich Luft[4], während
Romano Prodi, ehemaliger italienischer Ministerpräsident und
Ex-EU-Kommissionschef, die neue europäische Hackordnung folgendermaßen
beschreibt: „Früher war es so, dass Frankreich die politische und
Deutschland die ökonomische Führung innehatte. Jetzt entscheidet die
Dame (Kanzlerin Angela Merkel) und (der französische Präsident) Sarkozy
hält eine Pressekonferenz, um ihre Entscheidungen zu erklären."[5]
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Letzte Aktualisierung ( 03.02.2012 )
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Inland -
Militärpolitik
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von John Vandiver - www.luftpost-kl.de
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03.02.2012
- bisherige Aufrufe: 106
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Die rotierenden Einheiten, die zwei aus der Bundesrepublik Deutschland abziehende US Brigaden ersetzten sollen, könnten aus den USA auch direkt zu Truppenübungsplätzen in Osteuropa oder zu Einsätzen in Afrika beordert werden.
STUTTGART, Deutschland - Die Truppenübungsplätze in Bulgarien sind jetzt leer; rotierende US-Einheiten, die im Lauf des Jahres dort eintreffen sollen, um mit den Verbündeten zu üben, werden aber veränderte Trainingsmöglichkeiten vorfinden.
"Wenn sie im Sommer dort auftauchen, werden wir auch Zielscheiben für sie haben," sagte Will Alston, der Chef eines Expeditionsteams der Regional Training Support Division (der Unterstützungsabteilung für ausgelagertes Training) in Gra fenwöhr, Deutschland. "Wir sind jetzt bestens vorbereitet."
Die Erfahrung dieser aus sechs bis acht Soldaten bestehenden Teams wird immer wichtiger, weil die Army mit aus den USA nach Europa rotierenden Einheiten die beiden noch hier stationierten Brigaden ersetzen will, die das Pentagon wegen der Haushaltskürzungen abziehen wird.
Im Rahmen der Neuorganisation der Struktur der US-Streitkräfte in Europa sollen weiter hin hier stationierte Unterstützungseinheiten dafür sorgen, dass die aus den USA nach Europa rotierenden Einheiten hier ausgebildet und trainiert werden können. Das bedeutet auch eine Herausforderung für die US-Kommandeure in Europa, die über weniger Soldaten verfügen werden und einen Weg finden müssen, mit rotierenden Einheiten ihre bisherigen Aufgaben erfüllen zu können.
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Letzte Aktualisierung ( 03.02.2012 )
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Ausland -
Europa
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von Eugen Hardt
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02.02.2012
- bisherige Aufrufe: 481
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Der deutsche Imperialismus versucht, die Schuldenkrise Europas mit der offenen Errichtung einer Fiskaldiktatur zu lösen. Merkels Forderung eines Sparkommissars für Griechenland war nur ein Ablenkungsmanöver vom Ermächtigungsgesetz ESM-Vertrag, den der EU-Gipfel beschloss.
Dieser Vertrag lässt die bürgerlich-demokratische Maske fallen und errichtet offen ein diktatorisches Regime der Ausplünderung Europas zur Sicherstellung der Forderungen von „Gläubigern" „Investoren" und zur Wiederherstellung des Vertrauens der „Märkte".
Selbiges war verloren gegangen nach der Forderung nach einem Schuldenschnitt im Falle Griechenlands, die die „Märkte" mit Zinserhöhungen für Spanien und Italien sowie Abstufungen im Bonitätsranking beantworteten. Die Botschaft wurde verstanden. Jetzt lautet die unmissverständliche Ansage an alle Staaten: Zuerst sind von den Staatseinnahmen die Schulden zu bedienen und was dann noch übrig bleibt kann für Löhne und andere Staatsausgaben ausgegeben werden.
Um diese Vorgabe umzusetzen müssen nationale Verfassungen, parlamentarische und juristische Instanzen abgeschafft bzw. entmachtet werden. Insbesondere muss die Kontrolle über die nationalen Haushalte zentralisiert und jedweder demokratischen Kontrolle entzogen werden.
Bei Schulden hört die Demokratie auf ! Wo kämen wir hin, wenn ein Parlament beschlösse, Schulden nicht oder nur teilweise zu bedienen ?
Der gerade von 25 Ländern der EU beschlossene ESM-Vertrag stellt das Ermächtigungsgesetz dar zur Abschaffung nationaler Souveränität und jedweder demokratischen und juristischen Kontrolle
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Letzte Aktualisierung ( 02.02.2012 )
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Ausland -
Europa
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von Aug und Ohr Gegeninformationsinitiative
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02.02.2012
- bisherige Aufrufe: 346
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Die neue Entwicklung hin zu einem Führerstaat hat sich seit längerer Zeit angezeigt
(auf der Propagandaebene unter anderem seit Jahren unbeanstandet mit der systematischen Verbreitung der Materialien, id est geschichtlichen Erfahrungen des Horthy-Faschismus, des Klerikalfaschismus, der ungarischen Rassenideologien, des Nazifaschismus), und es ist durchaus möglich, daß der einigende Faktor des „Orbánismus" keine Eintagsfliege bleibt, sondern ein interessantes Modell abgibt für künftige autoritär-rechtsradikal-faschistische Experimente anderswo - deren Aufgabe immer auch darin besteht, die kapitalistische Ordnung zu befestigen. Die Kontakte zur Haider-Strache-Partei sind ungebrochen und sind von mir an einem Beispiel dokumentiert worden (1)
Rebellionserfahrung wird zum Herrschaftswissen
Es gibt keine ehemalige Protestpartei, die so eine Kehrtwende gemacht hat wie die Fidesz - die ursprünglich, zum Teil, aus der - zunächst zaghaft gegen umweltfeindliche Megaprojekte aufbegehrenden - Jugend der wohlbehüteten Nomenklatura hervorgegangen ist.
Die Integrationskraft des kapitalistischen Systems kennen wir ja schon von anderen Phänomenen wie etwa den Grünen - die in einigen Ländern zu einer schmierigen kleinbürgerlichen Fratze des Systems verkommen sind. Aber allein mit den „fetten Posten" kann man die enorme Rechtsradikalisierung der Fidesz nicht erklären, es kommen zwei weitere Momente hinzu, die für das Verständnis wesentlich sind.
Das eine ist ein ideologischer Faktor: Orbán hat eine antiimperialistische Rhetorik entfaltet, die der Linken eine Reihe von Wortmarken entlehnt und die den Widerstand eines unbeugsamen Volkes gegen die großen Imperialismen simuliert. Das entspricht aber einem realen Bedürfnis.
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Letzte Aktualisierung ( 02.02.2012 )
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Ausland -
Ostasien
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von www.junge-linke.org
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02.02.2012
- bisherige Aufrufe: 374
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„Wenn wir Reis haben, können wir alles haben" 1
1. Die Roten Khmer sind heute ein Synonym für den Terror „des" Kommunismus geworden. Wo immer jemand heute für eine andere Gesellschaft plädiert, ist neben Stasi &Mauer, Stalin & Gulag auch Pol Pot und sein angeblicher „Steinzeitkommunismus" als Gegen"argument" im Gebrauch, das zeigen soll, was passiert, wenn Leute radikale Gesellschaftsveränderung anstreben. Das „Demokratische Kampuchea"2 scheint wie gemacht dafür: Eine Gruppe von linken Studenten, die in Paris den Marxismus (bzw. was man damals so dafür hielt) kennen lernen, später in die KP eintreten, in ihr Heimatland heimkehren, dort nach einigen Reformversuchen in den Untergrund gehen, mit einer Guerilla-Armee die Macht erobern, und dann eine Terrorherrschaft aufrichten:
Alle Städter werden aufs Land vertrieben, das Geld wird abgeschafft, gefolgt vom Verbot des Privateigentums, Verpflichtung zur einheitlichen Kleidung, der Bildung von Volkskommunen mit gemeinsamen Essen, Arbeiten und Wohnen. So hat sich der bürgerliche Alltagsverstand schon immer den Kommunismus ausgemalt, entsprechend groß ist die Empörung, entsprechend gering, das Interesse daran, zu klären, warum die Roten Khmer denn nun gemacht haben, was sie taten.
2. Und damit da keine Missverständnisse aufkommen: Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Kommunistische Partei Kampucheas Millionen von Menschen auf dem Gewissen hat, sei es durch Erschießungen und Massenhinrichtungen mit Hacke und Stab, durch Folter und durch die Hungersnöte, die sie herbeiführte. Auch klar ist, dass die Roten Khmer ein Leben in Volkskommunen durchsetzten, das mit einer „freien Assoziation freier Produzenten" nichts zu tun, mit einem Arbeitslager mit Einheitskleidung, Mangelernährung und wechselseitiger Kontrolle, Einschränkung und Bespitzelung hingegen verteufelt viel Ähnlichkeit hat. Und so ziemlich das Gegenteil von dem ist, was mensch sich so für die eigene Zukunft wünscht.
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Letzte Aktualisierung ( 02.02.2012 )
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Ausland -
Welt
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von www.luftpost-kl.de
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01.02.2012
- bisherige Aufrufe: 905
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Ein insgeheim vorbereitetes Zensurinstrument könnte das Internet total verändern
Wenn das insgeheim ausgehandelte ACTA-Abkommen 2013 tatsächlich in Kraft tritt, wird ein freier Informationsaustausch im Internet nicht mehr möglich sein.
Während die Internet-Gemeinde ihre Aufmerksamkeit auf die SOPA- und PIPA-Gesetzentwürfe in den USA richtete (s. http://netzpolitik.org/2012/sopapipa-proteste-strohfeuer-oder-politikwechsel/ und http://www.sueddeutsche.de/digital/protest-gegen-us-anti-piraterie-gesetze-wikipedia-ist-offline-1.1260662 ), wurde das in aller Stille ausgehandelte Anti-Counterfeiting Trade Agreement / ACTA (das so genannte Anti-Piraterie-Abkommen), das die Freiheit im Internet wohl am stärksten bedroht, bereits von vielen Staaten unterzeichnet oder ratifiziert. (Allgemeine Informationen über das Abkommen sind nachzulesen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement ;Text in Englisch verfügbar unter http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2010/decembe/tradoc_147079.pdf .)
ACTA ist - offiziell - seit 2008 in Arbeit und wurde 2011 von den USA, Australien, Kanada, Japan, Marokko, Neuseeland, Singapur und Südkorea unterzeichnet. Alle Verhandlungen darüber wurden hinter verschlossenen Türen geführt, und es ist hauptsächlich das Verdienst von Hacker-Gruppen wie Anonymous, dass Informationen über den möglichen Schaden, den ACTA anrichten könnte, in die Öffentlichkeit gelangt sind.
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Letzte Aktualisierung ( 01.02.2012 )
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Inland -
Betrieb und Gewerkschaft
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von Martin Suchanek - www.arbeitermacht
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01.02.2012
- bisherige Aufrufe: 336
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Am 7. Februar entscheidet der Vorstand der IG Metall
über die Tarifforderung 2012. Zwei Tage später wird die
Bundestarifkommission von ver.di die Forderungen für Bund und Kommunen
festlegen.
Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit findet derzeit die
Diskussion in den Gewerkschaften statt. In Baden-Württemberg hat die
Tarifkommission für die Metall-und Elektroindustrie ihre Empfehlung am
25. Januar beschlossen. Sie lautet etwas seltsam „maximal (!) 6,5 %",
auch wenn sie als Forderung nach 6,5 % durch die Medien ging und für die
Bosse „natürlich" allemal zu viel ist.
Dabei hatten die VertreterInnen einiger Betriebe deutlich mehr
gefordert: Porsche plus 9,5 %, Mahle 7,5 bis 8, Daimler Untertürkheim
plus 8.
Aber der Bürokratie gelang es, eine deutliche Mehrheit für ihren
Vorschlag zu erhalten - bei dem mit dem Wort „maximal" auch schon der
Wille zum Nachgeben eingerechnet ist.
Dafür gibt es keinen Grund. Das letzte Jahrzehnt war für die
Lohnabhängigen ein verlorenes Jahrzehnt. Laut ILO (Internationale
Arbeitsorganisation) gingen die Reallöhne seit 2000 im Durchschnitt um
4,5 Prozent zurück. Bei den unteren Einkommen, nicht-tariflich und
prekär Beschäftigen ist diese Entwicklung noch weit schlechter als im
Durchschnitt. Die Armutsquote erreichte dafür satte 15,5 % - was nur
wenig unter dem EU-Durchschnitt von 16,3 % liegt.
Dabei haben die Tarifrunden 2012 weit über die mehr als berechtigten
Forderungen nach höheren Einkommen und Übernahme von Auszubildenden
hinaus Bedeutung. Sie stellen auch ein wichtiges
gesamtgesellschaftlichen Kräftemessen dar gegen eine Regierung und
Unternehmerschaft, die die Kosten der Krise der Arbeiterklasse aufhalsen
will. Eine kampfkräftige Tarifbewegung und Mobilisierung kann daher zu
einer wichtigen Sammlung der Kräfte, für die Erprobung neuer
KämpferInnen werden.
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Letzte Aktualisierung ( 01.02.2012 )
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Ausland -
Ostasien
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von Joseph Santolan - www.wsws.org
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01.02.2012
- bisherige Aufrufe: 275
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Die
bilateralen Gespräche zwischen Washington und Manila am 26. und 27.
Januar, bei denen es um eine Vergrößerung der amerikanischen
Militärpräsenz und die Entsendung von amerikanischen Kriegsschiffen und
Überwachungsflugzeugen auf die Philippinen geht, sind ein weiterer
Schritt der Obama-Regierung in ihrer Strategie, China einzukreisen.
Diskutiert
wurde über eine größere Nutzung von Militärbasen auch zur Aufnahme
amerikanischer Kriegsschiffe und die Stationierung weiterer
amerikanischer Truppen auf den Philippinen. Eine endgültige Einigung
wird erst im März erwartet, aber das Grundgerüst erinnert an ein
Abkommen, das im letzten November mit Canberra getroffen wurde, durch
das US-Marines in Nordaustralien stationiert werden und das
amerikanischem Militär Zugang zu australischen Luftwaffen- und
Marinebasen verschaffen soll.
Amerikanische und philippinische
Stellen wissen, dass die amerikanische Militärpräsenz von der
Bevölkerung weitgehend abgelehnt wird und haben die Gespräche deswegen
heruntergespielt. Dennoch bestätigte der philippinische Außenminister
Albert Del Rosario am Freitag, dass die beiden Länder über eine
„schneller und häufiger wechselnde Präsenz“ des US-Militärs nachdenken.
Die USA waren gezwungen, die große Marinebasis Subic Bay aufzugeben,
nachdem der philippinische Senat im Jahr 1991 aufgrund starken
Widerstandes der Bevölkerung entschieden hatte, den Pachtvertrag nicht
zu verlängern.
Die Washington Post berichtete letzte Woche nicht
nur von den Gesprächen zwischen den USA und den Philippinen, sondern
auch, dass die Obama-Regierung „die Fühler in andere Staaten
Südostasiens, wie Vietnam und Thailand ausgestreckt hat, um zu erfahren,
ob militärische Partnerschaften verstärkt werden können.“ Die
Vereinigten Staaten verstärken zurzeit ihre Bündnisse und strategischen
Beziehungen in ganz Asien, auch mit Japan und Südkorea, liefern Waffen
an Taiwan, stationieren neue Küsten-Kriegsschiffe in Singapur und
schließen eine wichtige strategische Partnerschaft mit Indien.
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Letzte Aktualisierung ( 01.02.2012 )
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Ausland -
Europa
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von Stefan Steinberg - www.wsws.org
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31.01.2012
- bisherige Aufrufe: 355
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Die
Merkel-Regierung schlägt im Interesse der deutschen und internationalen
Banken eine direkte Kontrolle der Europäischen Union über den
griechischen Haushalt vor. Der Vorschlag der auf dem europäischen Gipfel
am Montag diskutiert wurde, würde der EU buchstäblich diktatorische
Vollmachten über die griechische Wirtschaft verleihen.
Das würde
bedeuten, dass die Banken jederzeit durch einen Administrator, den die
Finanzminister der Eurozone ernennen, die Gehaltsauszahlungen im
öffentlichen Dienst, die Rentenzahlung oder andere „Primärausgaben“ des
griechischen Staates einstellen könnten.
Nach dem deutschen Plan,
von dem Reuters und die Financial Times am Wochenende Einzelheiten
veröffentlichten, würde Griechenland verpflichtet, der Bedienung seiner
Schuldverpflichtungen an die Banken „allerhöchste“ Priorität
einzuräumen. Der Plan sieht vor, dass Griechenland, falls eine Tranche
des versprochenen Rettungspaktes nicht ausbezahlt würde, seinen
Gläubigern nicht mit dem Staatsbankrott drohen könnte. Es würde
„stattdessen als einzig mögliche Konsequenz eines Zahlungsausfalls
weitere Kürzungen seiner Primärausgaben zu akzeptieren haben.“
Der
neue Haushaltskommissar würde die Macht haben, ein Veto gegen
Finanzentscheidungen der griechischen Regierung einzulegen, wenn
derartige Entscheidungen mit den Rückzahlungsverpflichtungen an die
Finanzmärkte in Konflikt geraten würden, die die „Troika“, d.h. die
Europäische Union (EU), der Internationale Währungsfonds (IWF) und die
Europäische Zentralbank (EZB) erzwungen haben.
Der griechische
Finanzminister Evangelos Venizelos lehnte den Plan am Sonntag ab, was
erneut eine Konfrontation zwischen Athen und seinen Gläubigern
heraufbeschwört.
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Letzte Aktualisierung ( 31.01.2012 )
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Ausland -
Nordamerika
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von Paul Craig Roberts - www.luftpost-kl.de
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31.01.2012
- bisherige Aufrufe: 381
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Der US-Publizist und Wirtschaftswissenschaftler Paul Craig Roberts geißelt die Doppelmoral und Heuchelei der Regierungen der USA und ihrer NATO-Marionettenstaaten.
Die US-Regierung ist so selbstgerecht, dass sie eine treffende Karikatur für Heuchelei ab -
gibt. Leon Panetta, ein ehemaliger Kongressabgeordneter, den Obama erst zum CIA-Di -
rektor und vor Kurzem zum Pentagon-Chef ernannte, hat gerade vor den Matrosen des Flugzeugträgers "USS Enterprise" verkündet, die USA bräuchten eine Flotte von elf Flug -
zeugträgern, um den Iran von See her in Schach zu halten, "damit dieser Staat einsieht, dass er im Umgang mit den USA besser auf Diplomatie setzen sollte". [Bericht unter
http://ap.stripes.com/dynamic/stories/U/US_PANETTA_AIRCRAFT_CARRIER?SITE=DC-SAS&SECTION=HOME&TEMPLATE=DEFAULT&CTIME=2012-01-21-19-22-34 ]
Wenn Panetta schon elf Flugzeugträger braucht, um den Iran zu zügeln, wie viele (dieser Riesenschiffe) benötigt er dann, um es mit Russland und China aufnehmen zu können? Und was sein Hauptargument (mit der Diplomatie) angeht, der Iran hat doch immer wieder versucht, sich "auf diplomatischem Weg" mit den USA zu verständigen. Washington hat aber nur mit Kriegsdrohungen und der unbegründeten und verantwortungslosen Anschuldigung reagiert, der Iran strebe nach Atomwaffen, und Sanktionen und ein Ölembargo gegen ihn verhängt. Washington hat sich den (haltlosen) Beschuldigungen Israels angeschlossen, obwohl diese von seinen eigenen Geheimdiensten und der International Atomic Energy Agency / IAEA widerlegt wurden. Warum hat Washington nicht in angemessener diplomatischer Weise auf die Angebote des Irans reagiert? Welcher der beiden Staaten ist in Wirklichkeit die größte Bedrohung für den Frieden?
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Letzte Aktualisierung ( 31.01.2012 )
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Kultur -
Kultur
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von Anton Holberg
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31.01.2012
- bisherige Aufrufe: 222
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Der Rock 'n' Roll-Hit "Willie And The Handjive"
von 1958 mit seinem von Bo Diddley popularisierten aber schon aus
den 30er Jahren stammenden 'shave and a haircut'-Rhythmus ist
möglicherweise das, was einem breiteren Publikum beim Namen Johnny
Otis am ehesten einfällt.
Die wirkliche Bedeutung von Johnny Otis,
der am 18.Januar 2012 im Alter von 90 Jahren in Altadena/Calif.
verstorben ist, liegt aber eher woanders. Die weit verbreitete
Bezeichnung "Godfather of Rhythm 'n' Blues" deutet darauf hin,
wird der Person aber nicht ganz gerecht. Johnny Otis war derart
vielseitig, dass er in einem Nachruf auf www.allmusic.com
von Bill Dahl wie folgt charakterisiert wurde: „Wenn der Blues in
seinen Rängen jemals die Existenz eines 'Renaissancemenschen' für
sich beanspruchte, dann hat ganz sicher Johnny Otis diese Rolle
ausgefüllt."
Johnny
Otis,
am 28.1.1921 mit dem Namen John Veliotes in Vellejo/Calif. als
Sohn erst kürzlich in die USA eingewanderter Eltern geboren,
gehörte offensichtlich zur Gruppe jener europäischer Einwanderer,
die sich gegenüber den in den USA herrschenden White Anglo-Saxon
Protestants (WASPs) in jeder Hinsicht in einer Minderheitslage
befanden. Wie die türkischen Gründer des New Yorker Jazz- und
Soul-Labels 'Altantic' oder polnische Juden wie die New Yorker
Komponisten Doc Pomus und Mort Shuman oder die Brüder Chess in
Chicago und die Komponisten Jerry Leiber und Mike Stoller, die
alle eine gewaltige Rolle für die unter dem Namen 'R&B'
bekannte Populärmusik der US-amerikanischen Schwarzen gespielt
haben, scheint diese soziale Lage auch Johnny Otis zu einer - in
seinem Fall fast übermäßigen - Identifikation mit der schwarzen
Minderheit in den USA bewegt zu haben.
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Letzte Aktualisierung ( 31.01.2012 )
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Ausland -
Naher Osten
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von Peter Symonds - www.wsws.org
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30.01.2012
- bisherige Aufrufe: 2230
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In
der New York Times erschien diese Woche ein längerer Artikel mit dem
Titel „Wird Israel den Iran angreifen?“ Darin wird bestätigt, dass
Israel Vorbereitungen für Militärschläge gegen den Iran trifft, und dass
diese weit fortgeschritten sind.
Der Autor – Ronen Bergman, ein
politischer Analyst der israelischen Zeitung Yedioth Ahronoth mit guten
Beziehungen – kam zu dem Schluss: „Nachdem ich mit mehreren hochrangigen
israelischen Führern und den Chefs von Militär und Geheimdiensten
gesprochen habe, bin ich zu der Ansicht gekommen, dass Israel noch im
Jahr 2012 gegen den Iran losschlagen wird.“
Zum Beweis führte
Bergman frühere Artikel in der israelischen Presse an, laut denen
Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Ehud Barak
das Sicherheitskabinett des Landes dazu gedrängt haben, einen Angriff
auf Israel zu genehmigen. Von Vizepremierminister Moshe Ya’alon erfuhr
Bergman letzte Woche: „Es ist nur eine Frage von Monaten bis die Iraner
in der Lage sein werden, Kernwaffen zu bauen… Wir sind bereit, uns auf
jede Art zu verteidigen, die wir als angemessen erachten.“
Die
Behauptungen, der Iran stehe kurz davor, eine Kernwaffe zu bauen, werden
nicht von Tatsachen gestützt. Der letzte Bericht der Internationalen
Atomenergiebehörde (IAEA) – ein politisches Dokument, das mit dem
Hintergedanken verfasst wurde, die jüngsten amerikanischen und
europäischen Sanktionen gegen Irans Ölexporte zu rechtfertigen –
lieferte kaum Hinweise auf iranische Forschungen, deren Ziel der Bau
einer Kernwaffe ist. Ein Großteil der „Beweise“ kam von amerikanischen,
europäischen und israelischen Geheimdiensten. Die meisten
Forschungsprojekte wurden im Jahr 2003 eingestellt und der Iran leugnet,
den Bau von Kernwaffen zu planen.
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Letzte Aktualisierung ( 30.01.2012 )
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Linke Zeitung Berlin -
Linke Zeitung Berlin
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von Bernd Kudanek - http://freies-politikforum.carookee.com
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30.01.2012
- bisherige Aufrufe: 207
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Das Versprechen
In Gedenken an die Opfer des Naziregimes:
Aufstehen gegen Rassismus und Ausgrenzung!
Aufstehen gegen Nationalismus, Fanatismus und Faschismus!
Aufstehen gegen Militarismus, Besatzung und Krieg!
Für Freitag, den 27. Januar, hatten über 26 Organisationen in Berlin zu
einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung an die Opfer des Naziregimes
aufgerufen. Die Veranstaltung war von 16:30 bis 17:30 Uhr vor dem
Deutschen Historischen Museum (früher Zeughaus) Unter den Linden 2
angesetzt. Im gemeinsamen Aufruf heißt es u. a.: "Wir wollen, jeder und
jede vor dem Deutschen Historischen Museum das Versprechen schweigend
auf einem Pappschild vor uns haltend in möglichst vielen Sprachen
demonstrieren, dass wir entschlossen sind, es zu verwirklichen. Jede
Organisation könnte zudem namentlich sichtbar das (siehe oben, Einschub
bjk) Versprechen unterschreiben."
Der 27. Januar ist erst seit 1996, also nach dem 50. Jahrestag der
Befreiung des größten Vernichtungslagers des Naziregimes
Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee, in der BRD ein gesetzlicher
Gedenktag. In Israel wird dieser Tag bereits seit 1959 begangen. Die
Vereinten Nationen haben diesen 27. Januar am 1. November 2005 zum
internationalen Holocaustgedenktag erklärt. In der BRD wird seither
aller Opfer des Nationalsozialismus gedacht und an die grauenhafte
industrieelle Massenvernichtung von Menschen im Naziregime erinnert,
also an „Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung,
Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des
Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene
und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiter und an
die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden."
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_Gedenkens_an_die_Opfer_des_Nationalsozialismus )
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Letzte Aktualisierung ( 30.01.2012 )
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Kultur -
Kultur
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von Felix Wolkenfuss - www.arbeitermacht.de
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30.01.2012
- bisherige Aufrufe: 351
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Seit dem 29. Dezember läuft er in allen Kinos. Er hat
unzählige Preise erhalten und wird von der Presse hochgelobt. Die Rede
ist von Icíar Bollaíns neuem Film.
Die mexikanisch-spanisch-französische Koproduktion „Und dann der
Regen" erzählt von dem jungen Regisseur Sébastien und seinem Produzenten
Costa, die 2000 nach Bolivien fahren, um dort einen Film über Columbus'
Eroberung der neuen Welt zu drehen.
Das hat zwar mit dem realen Schauplatz von Columbus' Ankunft in
Amerika herzlich wenig zu tun, aber schließlich muss auch auf das Budget
geachtet werden und die Indios in Cochabamba sind nun mal wesentlich
billiger ...
Das Desaster
Zur gleichen Zeit wird auf Drängen des Internationalen Währungsfonds
in Cochabamba das Wasser privatisiert und an ein internationales
Konsortium aus Großkonzernen verhökert. Die Wasserpreise steigen
plötzlich um das Dreifache, und es brechen soziale Unruhen aus. Keine
besonders günstigen Umstände, um einen Film zu drehen, erst recht nicht,
wenn der als indianischer Hauptdarsteller engagierte Daniel Anführer
des Widerstands ist.
Denn ziemlich schnell gerät die Situation außer Kontrolle. Daniel
wird von der Polizei zusammengeschlagen und verhaftet, woraufhin der
Produzent Costa den Polizeichef bestechen muss, um ihn für den Film
wieder frei zu kriegen.
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