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Ausland -
Afrika
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von Eugen Hardt
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03.09.2010
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Da infolge der internationalen Spekulation die Preise für Grundnahrungsmittel extrem angestiegen sind kam es in den letzten zwei Tagen zu einem Hungeraufstand in Maputo, der Hauptstadt von Mozambique.
Tausende Menschen errichteten Barrikaden und stürmten Lebensmittelgeschäfte. Bei dem folgenden Einsatz der Armee wurden 7 Menschen - darunter zwei Kinder - getötet und 280 verletzt als die Soldaten in die wütende Menge feuerten.
Die Regierung erklärte, daß die Preiserhöhungen unabänderlich seien und forderte die Menschen zu Ruhe und Ordnung auf. „Wir verdammen Gewalttätigkeit und rufen die Bewohner zu Ruhe auf“ sagte Regierungssprecher Nkutumula. Innenminister Jose Pacheco sagte, die Regierung bemühe sich darum die Organisation zu zerschlagen, die in Flugblättern zu den Protesten aufgerufen hatte.
Es handelt sich um die ersten Hungeraufstände seit 2008. In den letzten Wochen sind die staatlich festgesetzten Brotpreise in Mozambique, einem der ärmsten Länder der Welt, um 30% gestiegen. Die offizielle Arbeitslosenrate beträgt 54% und das durchschnittliche Monatseinkommen eines Arbeiters 28 €.
Heute waren in Maputo die meisten Geschäfte geschlossen. Vor den wenigen offenen Brotläden bildeten sich lange Schlangen.
„Die Regierung unterschätzt die Situation und will oder kann nicht verstehen, daß es sich um einen Protest gegen die hohen Lebenshaltungskosten handelt“ sagte Alice Mabota von der Mozambiquekanischen Menschenrechtsvereinigung. In den letzten Wochen war es bereits in Ägypten zu Protesten gegen die Preissteigerungen für Grundnahrungsmittel gekommen.
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Letzte Aktualisierung ( 03.09.2010 )
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Linke Zeitung Düsseldorf -
Aktionen
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von http://dortmundquer.blogsport.de
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02.09.2010
- bisherige Aufrufe: 118
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Zum 6. Mal in Folge wollen Neofaschisten anlässlich des
Antikriegstages durch Dortmund marschieren. Für den 4. September
mobilisieren sie europaweit in die Ruhrgebietsmetropole. Nach dem
erfolgreich verhinderten Großaufmarsch der Neonazis in Dresden gilt der
so genannte „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund als wichtigste
Nagelprobe der so genannten „Autonomen Nationalisten“ bundesweit.
Dortmund hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Hochburg
militanter Neonazis entwickelt. Brutale Übergriffe auf MigrantInnen und
linke Jugendliche, auf alternative Buchläden und Zentren, Parteibüros
und Privatwohnungen von Antifaschistinnen und Antifaschisten häufen
sich. Am 1. Mai 2009 griffen Neofaschisten die 1. Mai-Demo des DGB an.
Die Nazis sagen, Dortmund sei ihre Stadt. Wir sagen: Niemals!
Polizei und Politik haben das Problem seit Jahren verharmlost.
Dadurch tragen sie Verantwortung für das Erstarken der Neofaschisten in
Dortmund. Sie haben verharmlost, obwohl seit dem Jahr 2000 vier Morde
auf das Konto der Neonazis gehen: drei Polizisten wurden von dem Neonazi
Michael Berger erschossen, der Punk Thomas Schulz von einem
jugendlichen Neofaschisten erstochen. Aber die Polizei bleibt ihrer
Linie treu: Antifaschistisches Engagement wird immer wieder behindert,
Neonazis können nahezu ungestört agieren.
Der Antikriegstag erinnert an den faschistischen Überfall der Nazis
am 1. September 1939 auf Polen, der Beginn eines Raub- und
Vernichtungskrieges, der die Welt in Brand steckte und über 50 Millionen
Tote hinterließ. Bereits in den letzten Jahren zogen Neonazis mit der
Losung “Nie wieder Krieg!” durch Dortmunds Straßen. Sie fügten hinzu:
“Nach unserem Sieg!” – also dem Sieg des “Nationalen Sozialismus”, des
Nationalsozialismus.
Infotelefon: 01578 / 8055466
Twitter-Ticker: twitter.com/DortmundQuer
WAP-Ticker: ticker.dortmundquergestellt.de
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Letzte Aktualisierung ( 02.09.2010 )
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Ausland -
Naher Osten
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von Chris Marsden - www.wsws.org
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03.09.2010
- bisherige Aufrufe: 135
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Die
Gespräche vom Donnerstag in Washington zwischen dem israelischen
Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem Präsidenten der
Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmoud Abbas sind ein Mittel,
mit dem die Vereinigten Staaten versuchen, ihre räuberischen Interessen
im Nahen Osten durchzusetzen.
Die Obama-Regierung hat Abbas stark
unter Druck gesetzt, an den Verhandlungen teilzunehmen und zumindest
faktisch den Standpunkt der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA)
aufzugeben, dass es Gespräche nur geben könne, wenn der israelische
Siedlungsbau eingestellt werde.
Ein zehnmonatiger Baustopp auf
der Westbank läuft am 26. September aus und Netanjahu hat seiner Partei
und den Koalitionspartnern seiner Regierung versichert, dass er nicht
erneuert wird. Die Palästinenser drohten, es werde keine Verhandlungen
geben, wenn dies passiere und baten Washington um Unterstützung.
Das
Nahost Quartett – die USA, Europäische Union, Vereinten Nationen und
Russland – lehnt den Siedlungsbau formell ab. Aber die USA stellten
Israel keine Bedingungen und betonten vielmehr, dass die Gespräche „ohne
Vorbedingungen“ stattfinden müssten, wie Israel es verlangt.
Der
Chef der Verhandlungsdelegation der Palästinensischen
Befreiungsorganisation, Mean Raschid Erekat wurde von der israelischen
Zeitung Ha’aretz direkt gefragt, ob die Palästinenser unter
Druck gesetzt worden seien, ihre Forderung nach einer Verlängerung des
israelischen Baustopps aufzugeben. Er antwortete ausweichend, dass er
das nicht „als Druck bezeichnen würde“.
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Letzte Aktualisierung ( 03.09.2010 )
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Inland -
Demos und Aktionen
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von Anne Moll - www.arbeitermacht.de
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03.09.2010
- bisherige Aufrufe: 94
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27. August, 19.00 Uhr: Der Platz vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof am
Nordflügel reicht nicht aus für die über 50.000 DemonstrantInnen. Immer
mehr Menschen strömen auf die Straßen am Bahnhof, um ihren Widerstand
deutlich zu machen.
Seit Mittwoch halten sich Hunderte von ihnen durchgehend am Nordflügel
auf, seit mit dem Abriss des alten Bahnhofs begonnen wurde. Jeden Abend
waren es mehrere Tausend.
Am Grundprinzip des friedlichen Protests, an der Hoffnung, dass die
Vernunft siegt und die Menge als solches überzeugen wird, hält die Masse
fest. Das betonen auch die führenden Köpfen des Bündnisses K21 auch
immer wieder.
Bemerkenswert ist aber, dass das zeitweilige Verhindern der
Abrissarbeiten durch die Besetzung des Daches genauso einhellig begrüßt
wurde wie die Spontanaktionen einiger hundert DemonstrantInnen. So wurde
Oberbürgermeister Schuster bei der Weinfesteröffnung einen Besuch
abgestattet und diese gestört. So fanden Gleis- und Straßenbesetzungen
statt, welche Zugabfahrten bis zu einer Stunde verzögerten. Am Mittwoch
war der Verkehr in der Innenstadt lahmgelegt.
All das hat die Bewegung nicht gespalten. Im Gegenteil: Wenn auch sehr
zögerlich, so sind doch zunehmend die ProtestlerInnen der Meinung, dass
die Bewegung radikaler werden muss. "Wenn wir nur brav am Bauzaun
stehen, interessiert das Schuster, Mappus und Grube nicht. Wir müssen
schon deutlicher werden." Das Motto „Wir lassen uns nicht spalten" ist
in aller Munde. Diese Radikalisierung liegt auch daran, dass sich die
Massen völlig im Recht fühlen: „Lügenpack" heißt es ständig, die
Sprechchöre für den Rücktritt von Oberbürgermeister Schuster werden
zahlreicher.
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Letzte Aktualisierung ( 03.09.2010 )
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Inland -
Faschisten
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von Norbert Nele
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02.09.2010
- bisherige Aufrufe: 596
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Thilo Sarrazin, Mitglied im Vorstand der Bundesbank, betreibt mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab" und seinen Sprüchen eine gefährliche Spaltung der Lohnabhängigen und erreicht damit nur deren noch weitere Schwächung im Abwehrkampf gegen die Krisenfolgen.Inhaltlich ist das Buch geradezu eine Volksverhetzung, verwechselt bewusst Ursache und Wirkung und vergleicht Äpfel mit Birnen.
Der Vorwurf, dass die Moslems mehr Sozialleistungen in Anspruch nehmen würden als die Deutschen, ist eine unverschämte Frechheit und Lüge. Er behauptet, dass 40% der Moslems von Transferleistungen leben würden. Erst sorgen die Anhänger von Sarrazin mit ihrem Rassismus und ihre Hetze dafür, dass die Mehrheit der moslemischen Jugendlichen keine Arbeit mehr finden, und dann wird sich darüber beschwert, dass sie Sozialleistungen nehmen. Sollen sie vielleicht nach Sarrazin hungern? Natürlich, über so eine kaltschnäuzige Unverfrorenheit wächst nur die Wut und bei uns in Köln-Mülheim haben schon seit 2 Monaten 15 Autos gebrannt und nach dem Buch werden es 99 oder es entwickelt sich endlich mal eine große massive Gegenbewegung.
Die Mülheimer SSM (Sozialistische Selbsthilfe Mühlheim e.V.) schreiben in ihrem Flugblatt:„Seit Jahren erreichen die Arbeitslosenzahlen auch bei jungen Menschen im Rechtsrheinischen schwindelerregende Höhen. Immer mehr fallen aus den sozialen Bezügen, haben keine Arbeit und keine Perspektive." Ob die Zahlen in Sarrazins Hetzpamphlet stimmen oder nicht, ist letztlich angesichts dieser Unverfrorenheit müßig, aber hier hat die Politikwissenschaftlerin Dr. Naika Foroutan bei Beckmann ganz andere Zahlen. Nach ihr leben 80% der Moslems vom eigenem Einkommen oder Lohn.
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Letzte Aktualisierung ( 03.09.2010 )
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Ausland -
Europa
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von www.tlaxcala-int.org
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02.09.2010
- bisherige Aufrufe: 139
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Non à la politique du pilori
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Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!
Demos in ganz
Frankreich am 4. September
Ein gemeinsamer Aufruf von fünfzig Organisationen
Eine Sturzflut von Debatten und provokativen Ansagen hat sich
seit mehreren Tagen über unser Land ergossen. Man hört Vorschläge selbst
von Allerhöchster Spitze, die bislang zum Gepäck der extremen Rechten
gehörten. Der Präsident der Republik zeigt persönlich mit dem Finger auf
Gemeinden und ganze soziale Gruppen, stigmatisiert die Roma, das
reisende Volk, Ausländer, Franzosen, die nicht „Ur-Franzosen“ sind,
Eltern von delinquenten Kindern usw.
Darüber hinaus tut er nichts gegen die Kriminalität, die jedermann
ablehnt, unabhängig von der Nationalität oder Herkunft: er setzt bewusst
die Prinzipien aufs Spiel, auf denen die republikanische Gleichheit
beruht, während bereits eine soziale und wirtschaftliche Krise von
extremen Ausmaßen den Zusammenhalt der gesamten Gesellschaft bedroht.
Innerhalb weniger Tage sind die höchsten Autoritäten des Staates
von der Ausbeutung von Vorurteilen gegen die Roma übergegangen zur
offiziell verkündeten Verbindung zwischen Immigration und Kriminalität,
dann zur in-Fragestellung der französischen Staatsbürgerschaft in
Ausdrücken, wie sie seit 1945 nicht mehr gehört wurden. Was bei diesen
Schritten am Werk ist, verdankt sich einer Logik sozialer Spaltung, was
mit ernsten Gefahren verbunden ist.
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Letzte Aktualisierung ( 02.09.2010 )
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Ausland -
Europa
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von Felix Fischer - www.sozialismus.net
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02.09.2010
- bisherige Aufrufe: 141
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Die so genannte „Sicherheitsoffensive“ des französischen
Präsidenten Sarkozy hat zu internationalem Aufsehen geführt.. Sein
„nationale Krieg gegen Kriminelle“ ist dabei in erster Linie eine
rassistische Stimmungsmache gegen ImmigrantInnen im Allgemeinen und die
Minderheit der Roma im Besonderen.
Präsident Nicolas Sarkozy und seine konservative französische
Regierung stehen seit Tagen in der Kritik von MenschenrechtlerInnen
sowie linken Parteien/Organisationen und sogar EU- und
UNO-PolitikerInnen zeigen sich öffentlich besorgt über die Vorgänge in
Frankreich. Der Grund dafür ist die von Sarkozy und seinem Innenminister
Brice Hortefeux ausgerufene „Sicherheitsoffensive“.
Vorgehen der Staatsmacht
Die
ausgerufene „Sicherheitsoffensive“ begann vor wenigen Wochen mit der
Räumung von „illigalen“ Romasiedlungen in ganz Frankreich. Insgesamt
gibt es über 600 dieser Siedlungen, in denen oftmals viele hundert oder
gar tausend Menschen unter extrem schlechten Bedingungen leben müssen.
Über 60 Siedlungen, in denen es meist nicht einmal eine Kanalisation
gibt, wurden seither schon durch die französische Staatsmacht geräumt.
Dabei ging die Polizei wie so oft enorm brutal vor, stürmte die
Siedlungen in martialischen Kampfmonturen und trennte Eltern und Kinder
von einander, um den Druck auf die Roma-Familien zu erhöhen, einer
„freiwilligen“ Ausreise zuzustimmen. Das harte Vorgehen der
französischen Polizei gegen Roma ist dabei nichts Neues: Anfang dieses
Sommers hatten Polizisten einen 22-jährigen Mann bei einer
Verkehrskontrolle erschossen und den darauf folgenden wütenden Protest
der Roma, bei dem Autos in Flammen aufgingen und auch eine
Polizeistation angegriffen wurde, brutal unterdrückt. Diese
Auseinandersetzungen mit der Polizei im Norden Frankreichs dienten
Sarkozy dann als Vorlage im Kampf gegen die „kriminellen Roma“. So meint
der französische Präsident zu wissen, dass die Ausschreitungen „die
Probleme, die das Verhalten von manchen fahrenden Leuten und Roma
verursacht“, verdeutlichen. Mit dieser Einschätzung steht der Präsident
in seiner Regierung aber nicht alleine da.
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Letzte Aktualisierung ( 02.09.2010 )
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Ausland -
Europa
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von Bill Van Auken - www.wsws.org
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02.09.2010
- bisherige Aufrufe: 167
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 Die Obama-Regierung eröffnet im Jemen eine neue Front für das von der CIA mit Drohnen betriebene Programm „gezielter Tötungen". Damit stärkt die Regierung Schritt für Schritt die Rolle des Geheimdienstes und geheimer militärischer Sonderoperationen als einer globalen Mordfirma.
Um den Druck auf die al-Qaida Zelle im Jemen zu erhöhen, überlegt das Weiße Haus, die bewaffneten Predator-Drohnen in den Kampf zu werfen, berichtete Associated Press am Donnerstag unter Berufung auf hochrangige Vertreter Washingtons.
Die amerikanischen Sondereinheiten und
die CIA haben Aufklärungstechnik, Drohnen und Personal im Jemen, in
Dschibuti, Kenia und Äthiopien als Vorbereitung für ihre Mordkampagne
stationiert, berichtete das Wall Street Journal am Mittwoch.
Die Washington Post
zitierte Geheimdienstsprecher mit den Worten, dass die CIA al-Qaida auf
der Arabischen Halbinsel als eine “unmittelbarere” Bedrohung betrachte,
als in Pakistan.
Der Jemen wird, wie vorher Afghanistan und der
Irak, nicht ins Visier genommen, um den Terrorismus auszutrocknen. Das
Töten von Zivilisten mit Cruise Missiles und Drohnen wird dem
Terrorismus nur weitere Rekruten in die Arme treiben. Der Grund ist
seine strategische Lage an der Grenze zu Saudi-Arabien, dem größten
Ölexporteur der Welt, und an der wichtigen Straße von Bab al- Mandab,
durch die jeden Tag drei Millionen Barrel Öl transportiert werden.
“Sie
stehen noch nicht so unter Feuer, wie ihre Freunde in den
Stammesgebieten Pakistans“, sagte ein Sprecher am Mittwoch zu Reuters.
„Auf unserer Seite verstehen alle die Notwendigkeit, dass sich das
ändern muss.“
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Letzte Aktualisierung ( 02.09.2010 )
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Inland -
SPD
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von Martin Suchanek, www.arbeitermacht
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01.09.2010
- bisherige Aufrufe: 452
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Es bedarf des Salärs eines Bundesbankers, um sein Hobby zum
Beruf zu machen. So kann der Freizeit-Autor Sarrazin mit „Deutschland schafft
sich ab" das Gesamtwerk seiner rassistischen Hetze medienwirksam anpreisen -
samt der endloser „Klärung" angeblich „missverständlicher" Äußerungen. Jeder
pseudowissenschaftliche Ausflug Sarrazins wie seine vorgeblich „neuesten"
Thesen zur Genetik sind das Ticket in die nächste Talkshow.
Dabei scheint die Schar seiner Kritiker so groß wie noch
nie. Selbst die Bundesbank und die SPD wollen jetzt Konsequenzen ziehen. Warum
erst jetzt? Hat Sarrazin etwas Neues gesagt? Nein! Seit Jahren hetzt er und
fordert eine drastische Verschärfung des staatlichen Rassismus und des
Zwangsregimes gegenüber den „Unterschichten" bis hin zur gezielten Repression
„nichtintegrationswilliger" MigrantInnen oder von Hartz IV-BeziehrInnen, welche
die „Arbeit verweigern".
Neu sind auch die Entgegnungen seiner KritikerInnen nicht. Freilich
verraten ihre „Entgegnungen" oft unfreiwillig mehr über sie als über Sarrazin.
„Argumente"
1. Sarrazin beschädige das Ansehen Deutschlands und den
sozialen Frieden. So - sinngemäß - die Kanzlerin. Nicht der Inhalt, nicht die
Forderungen von Sarrazin sind das Problem, sondern dass sie „unserem" Ansehen,
also den wirtschaftlichen und politischen Ambitionen des deutschen
Imperialismus schaden. Und auch der soziale Frieden, der infolge der
Weltwirtschaftskrise ohnedies global brüchig geworden ist, solle doch bewahrt
werden. Schließlich bedeutet das Fehlen von „sozialem Frieden" Klassenkampf
nicht nur von oben, sondern auch von unten. Ebenso übrigens auch der Vorwurf an
Sarrazin, er spalte die Gesellschaft. Diesen Vorwurf erhebt nur, wer die reale
Spaltung der Gesellschaft verschleiern will.
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Letzte Aktualisierung ( 01.09.2010 )
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Ausland -
Naher Osten
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von Uri Avnery - www.uri-avnery.de
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01.09.2010
- bisherige Aufrufe: 213
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VOR DEM Sieg des Feminismus gab es ein populäres
israelisches Lied, in dem der Junge das Mädchen fragt: „Was meinst du damit,
wenn du nein sagst?" Diese Frage ist schon beantwortet worden. Nun bin ich
versucht, weiter zu fragen: „Wenn du von Zionismus redest, was meinst du
damit?"
Das ist auch meine Antwort an jene, die mich fragen, ob
ich Zionist sei.
Wenn du Zionist sagt, was meinst du damit?
IN LETZTER ZEIT tauchen Verbände zur Verteidigung des
Zionismus auf wie Pilze nach dem Regen. Giftpilze.
Alle Arten amerikanisch-jüdischer Multimillionäre - viele
von ihnen Casino-Könige, Bordell-Mogule, Geldwäscher und Steuerhinterzieher -
finanzieren „patriotische" israelische Gruppen in Israel, um den heiligen Krieg
für den „Zionismus" zu kämpfen.
Der Angriff
findet an allen Fronten statt.
Jüdische Organisationen haben vor, die Universitäten von Post-Zionisten zu
säubern. Sie drohen damit, andere
Spender zu veranlassen, ihre Spenden zurückhalten, sie terrorisieren die
Präsidenten und Rektoren und machen Professoren und Studenten Angst.
Amerikaner mögen an die Ära des Terrors eines Senators
Joseph McCarthy erinnert werden, der das Leben von Tausenden Intellektueller
und Künstler zur Hölle machte, viele von ihnen ins Exil oder in den
Selbstmord trieb. Europäer mögen an die
Tage erinnert werden, als „arische" Professoren über Kollegen, denen man Verrat vorwarf, informierten und Studenten in Braunhemden
ihre jüdischen Kollegen aus dem Fenster warfen.
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Letzte Aktualisierung ( 01.09.2010 )
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Inland -
Sozialpolitik
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von www.erwerbslosenforum.de
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01.09.2010
- bisherige Aufrufe: 318
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Berlin/Bonn
- Das Bundeskabinett berät heute über das Haushaltsbegleitgesetz 2011. Damit
werden unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wichtige
Teile des „Sparpakets" auf den Weg gebracht, die bis 2014 gut
80 Milliarden Euro einsparen sollen.
Mit 37 Prozent des sogenannten
"Sparpakets" gibt es bei den Sozialausgaben die tiefsten Einschnitte.
Für das Erwerbslosen Forum Deutschland ist das Vorhaben eine Kürzungsorgie zu
Lasten von armen Menschen. Auch das Wort Sparpaket ist für die Initiative ein
Euphemismus, der kaum „noch zu toppen ist". Gespartes
Geld hätten die Betroffenen nicht übrig, sondern dafür aber deutlich
weniger auf dem Teller. So sollen das Elterngeld, die Rentenversicherungsbeiträge,
der Zuschlag vom Arbeitslosengeld I auf ALG II bei Hartz IV gestrichen werden.
Zudem fallen zahlreiche dringend notwendige berufliche Weiterbildungen weg. Bei
Wohngeldbeziehern wird der Heizkostenzuschuss gestrichen.
„Neben
dem angekündigten „heißen Herbst" der Gewerkschaften müssen sich
Bundesregierung und die sie unterstützenden Profiteure der Wirtschaftskrise
dafür nun auf Widerstandsformen des zivilen Ungehorsams einrichten, die sie so
noch nicht kennt. Zum einen wird es eine bundesweite andere
Demonstration, Krachschlagen statt Kohldampf schieben von Erwerbslose am 10
Oktober im niedersächsischen Oldenburg geben. Ziel ist der
gesellschaftlichen Druck auf die völlig unzureichenden Hartz IV-Eckregelsätze
zu machen. Nur für die Ernährung fehlen monatlich 80 Euro. Zum
anderen rufen wir mit dazu auf, am 18. Oktober 2010 sich an den Aktionen der
Aktionsgruppe Georg Büchner in Frankfurt am Main zu beteiligen. Dazu soll
massenhaft, entschieden und in vielfältigen Aktionen ein Knotenpunkt der
Finanzwelt in Frankfurt am Main blockiert werden.
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Inland -
Ostdeutschland
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von Susan Bonath - www.susanbonathkunst.de.tl
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31.08.2010
- bisherige Aufrufe: 211
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Haldensleben / Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt). Der
Haldensleber Kantinenbetreiber Ulrich Michael schaffte es im Frühjahr bereits
bis in die ARD-Sendung „Report Mainz". Das Thema jedoch war bedenklich: „Arbeit
zum Dumpinglohn - Firmen als „Sozialschmarotzer". „Die Frau bekommt ja noch
Hartz-IV, und davon leben die Leute hier ja nicht schlecht", posaunte der
Inhaber der Firma „Uli´s Partyservice" in die Kamera.
K. (Name geändert) war laut Arbeitsvertrag wochentäglich 14,5 Stunden für ganze 165 Euro monatlich in der Kantine, die als Fremdfirma im Landratsamt Haldensleben agiert, beschäftigt. Dazu kamen jeden Monat rund 20 unbezahlte Überstunden. Aus Angst vor Sanktionen durch das Jobcenter Börde, mit denen ihr gedroht wurde, hatte die 39-Jährige ihren Ex-Chef erst im September vergangenen Jahres, 9 Monate nach Beginn ihrer Arbeit, verklagt.
Nun muss ihr Ex-Chef erst mal in die Tasche greifen, ihr einigen ausstehenden Lohn nachzahlen. Für den Richter war der Tatbestand eindeutig: Sittenwidrigkeit. Die Dramatik: Auch heute noch sorgen zwei Mitarbeiterinnen in der Amtskantine für das leibliche Wohl der Angestellten und das laut bisherigen Recherchen zu ähnlichem Dumpinglohn. Doch Landrat Thomas Webel lässt das kalt.
Die Kantine, in der K. von Januar bis September 2009 verschiedenste anfallende Tätigkeiten verrichtete, angefangen bei der Zubereitung von unterschiedlichen Speisen über den Verkauf, die Kassierung und die täglichen Neubestellungen von Lebensmitteln bis hin zum Spülen und Säubern der Räumlichkeiten, dient vorrangig den Angestellten des Landratsamtes zur Frühstücks- und Mittagsspeisung. Für die ist es günstig: Sie müssen das Haus nicht verlassen und bekommen eine warme Mahlzeit auch noch zum Vorzugspreis. Letzteres lässt zudem auf eine zusätzliche Förderung des Kantinenbetriebes schließen.
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Letzte Aktualisierung ( 31.08.2010 )
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Ausland -
Ostasien
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von Braun, Eisenberg und Jansen
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31.08.2010
- bisherige Aufrufe: 247
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Der folgende Bericht gibt eine Übersicht über den aktuellen Stand der kämpferischen Bewegung in Japan. Alle Organisationen,
Ereignisse und Themen werden hier in zusammengefasster Form präsentiert,
wohlwissend, dass sich zu jedem einzelnen Punkt jeweils eigene ausführliche
Artikel schreiben ließen.
Der Bericht basiert auf Informationen aus Reden
kämpferischer Japaner und aus Gesprächen mit Mitgliedern der lokalen
Eisenbahner-Gewerkschaft Doro Chiba, der Japanischen Revolutionären
Kommunistischen Liga (JRCL) und des Alljapanischen Allgemeinen Verbandes
der studentischen Selbstverwaltungen (Zengakuren), bei denen wir im August
2010 zu Gast sein durften.
Politische Theorie - Die drei Grundpfeiler der JRCL
Die JRCL entstand im Jahre 1957 in dem Vesuch, anstelle der KPJ eine
wahrhaft revolutionaere Partei aufzubauen . Die Geschichte der japanischen
Arbeiterbewegung seit dem 2. Weltkrieg war geprägt von Auflösungen, Spaltungen
und Neugründungen von Gewerkschaften, Parteien und Studentenverbänden.
Der hartnäckige Kampf der japanischen Arbeiter seit den 1980er Jahren gegen
die Aufteilung und Privatisierung der japanischen Staatsbahn beweisst abermals
die Notwendigkeit einer revolutionären Partei, die die Arbeiterbewegung
kämpferisch und damit siegreich anzuführen in der Lage ist.
Vor allem im jahrelangen Kampf um die Wiedereinstellung der 1047 entlassen
Arbeiter der japanischen Staatsbahn, in der Unterstützung der Sanrizuka-Bauern
gegen die Erweiterung des Narita Flughafens und im Widerstand gegen die
US-Militärbasen auf der japanischen Insel Okinawa zeigten sich v. a. die
Organisationen Doro Chiba und Zengakuren als wahre kämpferische
Alternative zu den systemfreundlichen Organisationen.
In ihren Flugblättern, Reden und Aktionen zeigt sich die Orientierung
dieser beiden Organisationen an den drei Grundpfeilern der JRCL. Die Liga stützt
sich auf die Punkte Epochenerkenntnis, politische Linie und Danketsu.
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Letzte Aktualisierung ( 01.09.2010 )
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Ausland -
Europa
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von Theo Tiger - www.arbeitermacht.de
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30.08.2010
- bisherige Aufrufe: 266
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Rechte auf dem Vormarsch - kann sie die Arbeiterbewegung stoppen?
Anfang April gewann die rechtskonservative FIDESZ (Bund junger
Demokraten) deutlich mit über 52 % die Parlamentswahlen in Ungarn, auch
die Abspaltung der FIDESZ, die rechtsextreme Jobbik konnte mit 16 % ein
Rekordergebnis einfahren. Dieser Wahlerfolg ging vor allem auf Kosten
der ehemaligen Regierungspartei, der sozialdemokratischen MSZP, die mit
ihrem Ergebnis von 19% mehr als die Hälfte ihrer Stimmen verlor.
Dieses Erstarken der rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien
setzte sich dann im Juni in Belgien und den Niederlanden fort. In
Belgien gewann in Flandern die rechtpopulistische und separatistische
Allianz N-VA über 30% und ist damit stärkste Partei im belgischen
Parlament, obwohl sie im französischsprachigen Wallonien über keine
Schwesterpartei verfügt. In Flandern trat auch der rechtsextreme Vlaams
Belang an (ehemalig Vlaams Blok), welcher zwar durch den Antritt der
N-VA Stimmenverluste ein fuhr, aber immer noch 12% der Stimmen bekam.
In den Niederlanden wurde dann die dortige große Koalition aus
Christdemokraten (CDA) und den Sozialdemokraten (PvdA) abgewählt -
Gewinner der Wahlen waren die Rechtsliberalen VVD, die neue stärkste
Partei im Parlament sind und die rechtspopulistische PVV des Rassisten
Wilders, die jetzt drittstärkste Kraft sind (hinter der PvdA).
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Letzte Aktualisierung ( 30.08.2010 )
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Wirtschaft -
Kapitalisten
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von Kristin Jankowski - www.elma7rosa.net
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30.08.2010
- bisherige Aufrufe: 433
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"Mir wurde ein Stueck von der Klitoris
abgeschnitten", sagte mir Mona. "Es waren zwei Maenner. Sie haben eine
Rasierklinge benutzt." Mona lachte kurz auf: "Mir wurde gesagt, dass diese Operation sehr wichtig fuer
mich sei,
weil ich danach schneller wachse und eine richtige Frau werde."
Mona
schuettelte den Kopf: " Natuerlich weiss ich jetzt, dass das eine gemeine Luege
war. Aber damals hatte ich es geglaubt. Ich war ja erst neun Jahre alt."
Wir machten einen Nachtspaziergang mit
unseren Freunden in einem alten Stadtteil von Cairo. Es war Ramadan. Die
Moschee war mit bunten Lampen behaengt, arabische Musik war in der Ferne zu
hoeren. Waehrend des Ramadans wird in Cairo die Nacht zum Tag. -
zahlreiche Menschen gingen durch die Strassen.
Es roch nach suesser Wasserpfeiffe,
schwarzer Tee mit Pfefferminze wurde in den Cafes getrunken.
"Mein Vater war nach der Operation sehr
wuetend, weil die beiden Maenner nicht genug abgeschnitten haben", so die 35
jaehrige. Ich griff nach ihrer Hand. Mein Koerper zog sich zusammen. Ich
versuchte die Bilder aufzuhalten, die durch meinen Kopf rauschten. "Aber das
war ja nicht die einzige Operation, die ich machen musste', erinnerte sich
Mona. "Als ich aelter war, erfuhr mein Vater von irgendwem, dass ich keine Jungfrau mehr war. Er wollte mich zu einem Arzt schicken um meine
Jungfraeulichkeit zu ueberpruefen."
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Letzte Aktualisierung ( 30.08.2010 )
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