|
von Paul Craig Roberts - www.informationclearinghouse.info - www.luftpost-kl.de
|
24.08.2010
- bisherige Aufrufe: 713
|
|
Realitätsverlust im
Imperium
Den
USA bleibt nicht mehr viel Zeit, um ihren Haushalt und ihre Handelsdefizite
unter Kontrolle zu bringen. Trotz der Dringlichkeit der Situation wurde das Jahr
2010 mit viel Wirbel um eine nicht existierende Erholung (der Wirtschaft)
vergeudet. Noch am 2. August hat (US-)Finanzminister Timothy F. Geithner
für die NEW YORK TIMES eine Kolumne mit dem Titel "Wil lkommen
Aufschwung!" verfasst (s. http://www.nytimes.com/2010/08/03/opinion/03geithner.html ).
Wie John Williams (s. http://www.shadowstats.com/ ) schon häufig erklärt hat, wurde der Anschein eines Aufschwungs durch übertriebene
Zuwachsraten bei der Beschäftigung und eine
untertriebene Inflationsrate erweckt. Die Warnungen von Williams, Gerald
Celente (s. http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=4822 ) und mir selbst blieben unbeachtet, haben aber
kürzlich Echos bei Professor Laurence Kotlikoff von der Boston University (s. http://ww-w.bloomberg.com/news/2010-08-11/u-s-is-bankrupt-and-we-don-t-even-know-commenta‑
ry-by-laurence-kotlikoff.html
)
und bei David Stockman hervorgerufen; letzterer hat der Republikanischen
Partei vorgeworfen, so verschwenderisch wie die Demokraten geworden zu sein (s. http://www.nytimes.com/2010/08/01/opinion/01stockman.html? r= 1 &pagewanted= 1 &sq=david%20stockman&st=cse&scp=
1 ).
Es
ist tröstlich, wenn jetzt auch andere erkennen, dass Washington die
US-Wirtschaft diesmal nicht durch Erhöhung der Ausgaben aus der
Rezession holen kann. Die Defizite sind bereits so groß, dass der Dollar nicht als Reservewährung
überleben wird, und mit zusätzlichen Ausgaben, welche die Defizite nur
vergrößern, können die ins Ausland verlagerten
Jobs, die (arbeitslose) Amerikaner dringend bräuchten, nicht zurückgeholt
werden.
|
|
Letzte Aktualisierung ( 24.08.2010 )
|
|
Weiterlesen …
|
|
|
von Patrick Martin - www.wsws.org
|
22.08.2010
- bisherige Aufrufe: 274
|
|
Autoarbeiter
im Presswerk von General Motors (GM) in Indianapolis führen einen
mutigen Kampf gegen den gemeinsamen Versuch des Konzerns und ihrer
Gewerkschaft United Auto Workers (UAW), eine 50prozentige Lohnsenkung
durchzusetzen. Bei einer Belegschaftsversammlung am Sonntag schrien sie
Funktionäre aus der UAW-Zentrale in Detroit nieder und jagten sie aus
ihrer Versammlung.
Die Feindschaft gegen die hoch bezahlten
Gewerkschaftsfunktionäre zeigt einen gesunden Klasseninstinkt. Die
Arbeiter im Presswerk erkennen, dass sie mit den Funktionären, die für
ihre Lakaiendienste am Unternehmen sechsstellige Gehälter beziehen,
nichts gemein haben.
Am Dienstag versuchte die Unternehmerseite
erneut, die Arbeiter dahin zu prügeln, dass sie einer Senkung der Löhne
zustimmen. JD Norman, die Firma, die das Presswerk von GM übernehmen
will, schaltete eine ganzseitige Anzeige im Indianapolis Star.
JD Norman will das Werk in eine Billiglohnklitsche verwandeln und die
Löhne von 29 Dollar die Stunde auf 15,50 Dollar reduzieren.
Sowohl
Firmenbesitzer Justin D. Norman, ein 34jähriger Börsenmakler und heute
ein Parasit an der Autoindustrie, als auch der UAW-Funktionär Maurice
Davison berufen sich darauf, dass die Arbeiter, die am Sonntag auf der
Versammlung waren, nicht die Mehrheit in der Fabrik repräsentierten.
In
Normans Anzeige heißt es: "Ich bin nicht der Meinung, dass einige
Schreihälse das Schicksal dieser großartigen Fabrik besiegeln sollten."
Im gleichen Tonfall sagte Davison dem Indianapolis Star:
„Von den sechshundert Beschäftigten haben nur zweihundert diese Meinung
vertreten [eine Abstimmung zu verweigern]. Ich frage mich, warum die
übrigen 400 nicht zu der Versammlung kamen."
|
|
Weiterlesen …
|
|
|
von www.washingtonsblog.com - www.luftpost-kl.de
|
04.08.2010
- bisherige Aufrufe: 1758
|
|
Der Chef der größten
Kredit-Ratingagentur Chinas erklärte, die USA seien zahlungsunfähig und
stünden vor dem Staatsbankrott.
China hat den Bluff durchschaut: "Die USA sind zahlungsunfähig
und stehen als größte Schuldner-Nation vor dem Bankrott;
trotzdem werden sie von den US-Ratingagenturen immer noch als äußerst kreditwürdig eingestuft."
China,
Amerikas größter Gläubiger, hat unseren Bluff durchschaut.
Wie
die FINANCIAL TIMES berichtete, hat der Chef der größten Kredit-Ratingagentur Chinas
gesagt, die USA seien zahlungsunfähig, und die Einstufung ihrer Kreditwürdigkeit
sei ein Witz. (Artikel s. http://www.ft.com/cms/s/0/5632a0b8-94b7-11df-b90e00144feab49a.html )
Gleichzeitig hat er
seine Kollegen im Westen beschuldigt, die globale Finanzkrise verursacht zu
haben, und gefordert, China müsse als größte Gläubiger-Nation der Welt größeren Einfluss auf die Einstufung der
Kreditwürdigkeit von Regierungen und die Schätzung der Höhe ihrer
tatsächlichen Verschuldung erhalten.
"Die westlichen
Ratingagenturen stufen vor allem nach politischen und ideologischen Vorgaben ein und halten sich nicht an objektive
Kriterien," sagte Guan Jianzhong, der Vorsitzende der Dagong Global
Credit Rating in einem Interview mit der FINANCIAL TIMES. (s. auch http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:hochgradig-ideologisch-chinasratingagentur-aetzt-gegen-us-rivalen/50 147453. html )
|
|
Letzte Aktualisierung ( 04.08.2010 )
|
|
Weiterlesen …
|
|
|
von www.npr.org - www.luftpost-kl.de
|
02.08.2010
- bisherige Aufrufe: 633
|
|
Nach
am Freitag veröffentlichten neuen Schätzungen des Weißen Hauses wird das Haushaltsdefizit in diesem Jahr die
Rekordhöhe von 1,47 Billionen Dollar erreichen. Die Regierung muss sich für
jeden Dollar, den sie ausgibt, 41 Cent leihen.
Das
Defizit ist etwas kleiner, als die Regierung im Februar befürchtet hat.
Die
neuen Schätzungen zeichnen auch ein düsteres Bild von der zu erwartenden Arbeitslosigkeit,
weil trotz der Erholung der Wirtschaft relativ wenig neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die
Arbeitslosenquote, die gegenwärtig (nach offiziellen Angaben) bei durchschnittlich 9,5 Prozent liegt, soll nach den neuen
Schätzungen auch im nächsten Jahr noch durchschnittlich 9 Prozent
betragen.
Die
Schätzung des Office of Management and Budget (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Office_of_Management_and_Budget ) enthält auch
schlechte Nachrichten für das Jahr 2012, in dem Präsident Barack Obama sich zur
Wiederwahl stellen müsste; auch dann soll die Arbeitslosenquote noch 8,1 Prozent betragen. Normalerweise
liegt die Arbeitslosenquote näher bei 5,5
als bei 6 Prozent. Private Wirtschaftswissenschaftler erwarten, dass sie
erst Mitte bis Ende der gerade angebrochenen Dekade wieder auf dieses Niveau
absinkt.
Die
Wähler sind über das klaffende Defizit zunehmend besorgt. Deshalb legen Obama und seine
demokratische Mehrheit im Kongress auch großen Wert darauf, es schon in diesem Jahr zu verringern; sie hoffen
auf entsprechende Empfehlungen der von Obama berufenen Defizit-Kommission.
|
|
Letzte Aktualisierung ( 02.08.2010 )
|
|
Weiterlesen …
|
|
|
von Barry Grey - www.wsws.org
|
01.07.2010
- bisherige Aufrufe: 567
|
Reaktionen im amerikanischen Establishment auf die Entlassung von
General Stanley McChrystal weisen darauf hin, dass die abschätzigen
Bemerkungen McChrystals und seiner Berater über Präsident Obama und
andere hohe Zivilisten, die im Magazin Rolling Stone
veröffentlicht wurden, nicht der Hauptgrund für seine Entlassung waren.
Vielmehr trieb der Artikel eine Krise auf die Spitze, die ihre
Ursache darin hat, dass das amerikanische Militär nicht mehr in der Lage
ist, den Widerstand der Bevölkerung Afghanistans gegen den
Kolonialkrieg zu unterdrücken. Seit dem Scheitern der Offensive vom
Februar in Mardschah wurde die Obama-Regierung immer unzufriedener mit
McChrystals Führung. Die Entscheidung von Anfang des Monats, den Angriff
auf Kandahar um mindestens drei Monate zu verschieben, wurde gemeinhin
als peinlicher Rückschlag empfunden.
McChrystals Ruf als rücksichtsloser Aufstandsbekämpfer, der für den
Tod Tausender Iraker verantwortlich ist, bewahrte ihn nicht davor, in
letzter Zeit zum Zielobjekt wachsender Kritik zu werden. Ihm wird
vorgeworfen, seine überzogene Sorge um zivile Opfer beeinträchtige die
Effektivität der Operation in Afghanistan.
Dabei hat McChrystals Anliegen nichts mit humanitären Überlegungen zu
tun. Er geht vielmehr von der kühlen Kalkulation aus - der Artikel in Rolling
Stone spricht von McChrystals "Aufstandsmathematik -, dass jede
unschuldig getötete Person den Taliban zehn neue Anhänger in die Arme
treibt.
|
|
Letzte Aktualisierung ( 01.07.2010 )
|
|
Weiterlesen …
|
|
|