|
von Bill Van Auken - www.wsws.org
|
02.09.2010
- bisherige Aufrufe: 167
|
 Die Obama-Regierung eröffnet im Jemen eine neue Front für das von der CIA mit Drohnen betriebene Programm „gezielter Tötungen". Damit stärkt die Regierung Schritt für Schritt die Rolle des Geheimdienstes und geheimer militärischer Sonderoperationen als einer globalen Mordfirma.
Um den Druck auf die al-Qaida Zelle im Jemen zu erhöhen, überlegt das Weiße Haus, die bewaffneten Predator-Drohnen in den Kampf zu werfen, berichtete Associated Press am Donnerstag unter Berufung auf hochrangige Vertreter Washingtons.
Die amerikanischen Sondereinheiten und
die CIA haben Aufklärungstechnik, Drohnen und Personal im Jemen, in
Dschibuti, Kenia und Äthiopien als Vorbereitung für ihre Mordkampagne
stationiert, berichtete das Wall Street Journal am Mittwoch.
Die Washington Post
zitierte Geheimdienstsprecher mit den Worten, dass die CIA al-Qaida auf
der Arabischen Halbinsel als eine “unmittelbarere” Bedrohung betrachte,
als in Pakistan.
Der Jemen wird, wie vorher Afghanistan und der
Irak, nicht ins Visier genommen, um den Terrorismus auszutrocknen. Das
Töten von Zivilisten mit Cruise Missiles und Drohnen wird dem
Terrorismus nur weitere Rekruten in die Arme treiben. Der Grund ist
seine strategische Lage an der Grenze zu Saudi-Arabien, dem größten
Ölexporteur der Welt, und an der wichtigen Straße von Bab al- Mandab,
durch die jeden Tag drei Millionen Barrel Öl transportiert werden.
“Sie
stehen noch nicht so unter Feuer, wie ihre Freunde in den
Stammesgebieten Pakistans“, sagte ein Sprecher am Mittwoch zu Reuters.
„Auf unserer Seite verstehen alle die Notwendigkeit, dass sich das
ändern muss.“
|
|
Letzte Aktualisierung ( 02.09.2010 )
|
|
Weiterlesen …
|
|
|
von Felix Fischer - www.sozialismus.net
|
02.09.2010
- bisherige Aufrufe: 141
|
Die so genannte „Sicherheitsoffensive“ des französischen
Präsidenten Sarkozy hat zu internationalem Aufsehen geführt.. Sein
„nationale Krieg gegen Kriminelle“ ist dabei in erster Linie eine
rassistische Stimmungsmache gegen ImmigrantInnen im Allgemeinen und die
Minderheit der Roma im Besonderen.
Präsident Nicolas Sarkozy und seine konservative französische
Regierung stehen seit Tagen in der Kritik von MenschenrechtlerInnen
sowie linken Parteien/Organisationen und sogar EU- und
UNO-PolitikerInnen zeigen sich öffentlich besorgt über die Vorgänge in
Frankreich. Der Grund dafür ist die von Sarkozy und seinem Innenminister
Brice Hortefeux ausgerufene „Sicherheitsoffensive“.
Vorgehen der Staatsmacht
Die
ausgerufene „Sicherheitsoffensive“ begann vor wenigen Wochen mit der
Räumung von „illigalen“ Romasiedlungen in ganz Frankreich. Insgesamt
gibt es über 600 dieser Siedlungen, in denen oftmals viele hundert oder
gar tausend Menschen unter extrem schlechten Bedingungen leben müssen.
Über 60 Siedlungen, in denen es meist nicht einmal eine Kanalisation
gibt, wurden seither schon durch die französische Staatsmacht geräumt.
Dabei ging die Polizei wie so oft enorm brutal vor, stürmte die
Siedlungen in martialischen Kampfmonturen und trennte Eltern und Kinder
von einander, um den Druck auf die Roma-Familien zu erhöhen, einer
„freiwilligen“ Ausreise zuzustimmen. Das harte Vorgehen der
französischen Polizei gegen Roma ist dabei nichts Neues: Anfang dieses
Sommers hatten Polizisten einen 22-jährigen Mann bei einer
Verkehrskontrolle erschossen und den darauf folgenden wütenden Protest
der Roma, bei dem Autos in Flammen aufgingen und auch eine
Polizeistation angegriffen wurde, brutal unterdrückt. Diese
Auseinandersetzungen mit der Polizei im Norden Frankreichs dienten
Sarkozy dann als Vorlage im Kampf gegen die „kriminellen Roma“. So meint
der französische Präsident zu wissen, dass die Ausschreitungen „die
Probleme, die das Verhalten von manchen fahrenden Leuten und Roma
verursacht“, verdeutlichen. Mit dieser Einschätzung steht der Präsident
in seiner Regierung aber nicht alleine da.
|
|
Letzte Aktualisierung ( 02.09.2010 )
|
|
Weiterlesen …
|
|
|
von www.tlaxcala-int.org
|
02.09.2010
- bisherige Aufrufe: 138
|
Non à la politique du pilori
-
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!
Demos in ganz
Frankreich am 4. September
Ein gemeinsamer Aufruf von fünfzig Organisationen
Eine Sturzflut von Debatten und provokativen Ansagen hat sich
seit mehreren Tagen über unser Land ergossen. Man hört Vorschläge selbst
von Allerhöchster Spitze, die bislang zum Gepäck der extremen Rechten
gehörten. Der Präsident der Republik zeigt persönlich mit dem Finger auf
Gemeinden und ganze soziale Gruppen, stigmatisiert die Roma, das
reisende Volk, Ausländer, Franzosen, die nicht „Ur-Franzosen“ sind,
Eltern von delinquenten Kindern usw.
Darüber hinaus tut er nichts gegen die Kriminalität, die jedermann
ablehnt, unabhängig von der Nationalität oder Herkunft: er setzt bewusst
die Prinzipien aufs Spiel, auf denen die republikanische Gleichheit
beruht, während bereits eine soziale und wirtschaftliche Krise von
extremen Ausmaßen den Zusammenhalt der gesamten Gesellschaft bedroht.
Innerhalb weniger Tage sind die höchsten Autoritäten des Staates
von der Ausbeutung von Vorurteilen gegen die Roma übergegangen zur
offiziell verkündeten Verbindung zwischen Immigration und Kriminalität,
dann zur in-Fragestellung der französischen Staatsbürgerschaft in
Ausdrücken, wie sie seit 1945 nicht mehr gehört wurden. Was bei diesen
Schritten am Werk ist, verdankt sich einer Logik sozialer Spaltung, was
mit ernsten Gefahren verbunden ist.
|
|
Letzte Aktualisierung ( 02.09.2010 )
|
|
Weiterlesen …
|
|
|
von Theo Tiger - www.arbeitermacht.de
|
30.08.2010
- bisherige Aufrufe: 266
|
Rechte auf dem Vormarsch - kann sie die Arbeiterbewegung stoppen?
Anfang April gewann die rechtskonservative FIDESZ (Bund junger
Demokraten) deutlich mit über 52 % die Parlamentswahlen in Ungarn, auch
die Abspaltung der FIDESZ, die rechtsextreme Jobbik konnte mit 16 % ein
Rekordergebnis einfahren. Dieser Wahlerfolg ging vor allem auf Kosten
der ehemaligen Regierungspartei, der sozialdemokratischen MSZP, die mit
ihrem Ergebnis von 19% mehr als die Hälfte ihrer Stimmen verlor.
Dieses Erstarken der rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien
setzte sich dann im Juni in Belgien und den Niederlanden fort. In
Belgien gewann in Flandern die rechtpopulistische und separatistische
Allianz N-VA über 30% und ist damit stärkste Partei im belgischen
Parlament, obwohl sie im französischsprachigen Wallonien über keine
Schwesterpartei verfügt. In Flandern trat auch der rechtsextreme Vlaams
Belang an (ehemalig Vlaams Blok), welcher zwar durch den Antritt der
N-VA Stimmenverluste ein fuhr, aber immer noch 12% der Stimmen bekam.
In den Niederlanden wurde dann die dortige große Koalition aus
Christdemokraten (CDA) und den Sozialdemokraten (PvdA) abgewählt -
Gewinner der Wahlen waren die Rechtsliberalen VVD, die neue stärkste
Partei im Parlament sind und die rechtspopulistische PVV des Rassisten
Wilders, die jetzt drittstärkste Kraft sind (hinter der PvdA).
|
|
Letzte Aktualisierung ( 30.08.2010 )
|
|
Weiterlesen …
|
|
|
von Stefan Steinberg - ww.wsws.org
|
18.08.2010
- bisherige Aufrufe: 361
|
|
Im
zweiten Quartal diesen Jahres versank die griechische Wirtschaft noch
tiefer in der Rezession. Nach den jüngsten Zahlen des griechischen Amtes
für Statistik schrumpfte die Wirtschaft von April bis Juni im Vergleich
zum ersten Quartal um 1,5 Prozent. Auch von Januar bis März war das
griechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) schon gefallen.
Im Vergleich zur Vorjahresperiode schrumpfte die griechische Wirtschaft im zweiten Quartal um 3,5 Prozent.
Das
Amt für Statistik bestätigte, dass der Rückgang des BIP hauptsächlich
durch die Sparpolitik verursacht worden sei. Sie wird vom IWF und der
Europäischen Union diktiert und von der sozialdemokratischen
PASOK-Regierung durchgesetzt. Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat
die Löhne im öffentlichen Dienst gesenkt und die Mehrwertsteuer auf
Rekordniveau geschraubt. Das Ergebnis war ein Einbruch der privaten
Nachfrage, und gleichzeitig kollabierte die Bauindustrie. Auch die
Tourismusindustrie ging stark zurück.
Die Krise führt auch zu
neuen Rekordmarken bei der Arbeitslosigkeit. Die offizielle
Arbeitslosigkeit beträgt jetzt zwölf Prozent, eine Zunahme um 43 Prozent
gegenüber dem letzten Jahr.
Am stärksten sind junge Arbeiter
betroffen. 32,5 Prozent der fünfzehn bis 24-jährigen Arbeiter waren im
Mai arbeitslos. Selbst diese Zahlen verschleiern das wirkliche Ausmaß
der Arbeitsplatzkrise, weil sie weder die Teilzeitarbeiter
berücksichtigen, die volle Stellen suchen, noch jene Arbeiter, die schon
aufgegeben haben, nach Arbeit zu suchen.
|
|
Letzte Aktualisierung ( 18.08.2010 )
|
|
Weiterlesen …
|
|
|