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Linke Zeitung Düsseldorf
Dortmund stellt sich quer! Sie werden nicht durchkommen! PDF Drucken E-Mail
von http://dortmundquer.blogsport.de    02.09.2010 - bisherige Aufrufe: 118

Zum 6. Mal in Folge wollen Neofaschisten anlässlich des Antikriegstages durch Dortmund marschieren. Für den 4. September mobilisieren sie europaweit in die Ruhrgebietsmetropole. Nach dem erfolgreich verhinderten Großaufmarsch der Neonazis in Dresden gilt der so genannte „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund als wichtigste Nagelprobe der so genannten „Autonomen Nationalisten“ bundesweit.

Dortmund hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Hochburg militanter Neonazis entwickelt. Brutale Übergriffe auf MigrantInnen und linke Jugendliche, auf alternative Buchläden und Zentren, Parteibüros und Privatwohnungen von Antifaschistinnen und Antifaschisten häufen sich. Am 1. Mai 2009 griffen Neofaschisten die 1. Mai-Demo des DGB an.

Die Nazis sagen, Dortmund sei ihre Stadt. Wir sagen: Niemals!

Polizei und Politik haben das Problem seit Jahren verharmlost. Dadurch tragen sie Verantwortung für das Erstarken der Neofaschisten in Dortmund. Sie haben verharmlost, obwohl seit dem Jahr 2000 vier Morde auf das Konto der Neonazis gehen: drei Polizisten wurden von dem Neonazi Michael Berger erschossen, der Punk Thomas Schulz von einem jugendlichen Neofaschisten erstochen. Aber die Polizei bleibt ihrer Linie treu: Antifaschistisches Engagement wird immer wieder behindert, Neonazis können nahezu ungestört agieren.

Der Antikriegstag erinnert an den faschistischen Überfall der Nazis am 1. September 1939 auf Polen, der Beginn eines Raub- und Vernichtungskrieges, der die Welt in Brand steckte und über 50 Millionen Tote hinterließ. Bereits in den letzten Jahren zogen Neonazis mit der Losung “Nie wieder Krieg!” durch Dortmunds Straßen. Sie fügten hinzu: “Nach unserem Sieg!” – also dem Sieg des “Nationalen Sozialismus”, des Nationalsozialismus.

Infotelefon: 01578 / 8055466
Twitter-Ticker: twitter.com/DortmundQuer
WAP-Ticker: ticker.dortmundquergestellt.de

Letzte Aktualisierung ( 02.09.2010 )
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Gewaltätiger antideutscher Übergriff auf SDAJler in Dortmund PDF Drucken E-Mail
von SDAJ Dortmund    04.08.2010 - bisherige Aufrufe: 1002

dusollstnicht.jpgIn der Nacht von Mittwoch, dem 28. Juli, auf Donnerstag, den 29. Juli 2010, kam es zu Provokationen und physischen Angriffen auf Mitglieder der Dortmunder SDAJ-Gruppe seitens einer Gruppe von Leuten, die teilweise der antideutschen Szene, teils der Gruppierung „Gegenstandpunkt" bzw. „illoyal" zuzuordnen sind.

In der besagten Nacht begab sich eine Gruppe von 4 SDAJ-Mitgliedern um ca. 1h zum Szenetreff rund um die Kneipe „Hirsch-Q" in der Dortmunder Brückstraße. Dort waren zwischen 50-100 Leute aus dem alternativen und linken Spektrum versammelt.

Bereits unmittelbar nach ihrer Ankunft kam es zu Provokationen gegenüber einzelnen Personen, die als Mitglieder der SDAJ erkannt wurden (so wurden beispielsweise Kronkorken und ähnliches geworfen). Es folgten Beschimpfungen z.B. als Antisemiten, die die Situation weiter anheizten. Mittlerweile hatte sich eine ca. 15 Personen starke Gruppe gebildet, die die SDAJ-Mitglieder bedrängte und aus deren Reihen es zu einer ersten physischen Aggression gegenüber einem SDAJler kam, was die Situation weiter eskalieren ließ. Nach weiteren Beleidigungen („NSDAJ") und verbalen Provokationen sowie dem Überschütten mit Bier folgte erneut eine handgreifliche Auseinandersetzung, in deren Folge ein SDAJler zu Boden geworfen und auf den am Boden liegenden daraufhin eingetreten wurde.

Nur das beherzte Eingreifen der übrigen SDAJ-Mitglieder und anderer in der Nähe befindlicher Personen konnte Schlimmeres verhindern.
Letzte Aktualisierung ( 04.08.2010 )
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Loveparade-Katastrophe: "Kein Unglück, sondern ein Verbrechen" PDF Drucken E-Mail
von Ulrich Rippert - www.wsws.org    28.07.2010 - bisherige Aufrufe: 459

loveparade2010.jpg"Das war kein tragisches Unglück, sonder ein Verbrechen." Mit diesen Worten hat Marek Lieberberg, einer der führenden und erfahrensten Konzertveranstalter Deutschlands gegenüber der Süddeutschen Zeitung die Katastrophe von Duisburg gekennzeichnet. Er warf den Duisburger Organisatoren der Technoparty Loveparade "Profitgier und Unvermögen" vor.

Vier Tage nachdem bei der Loveparade zwanzig überwiegend jugendliche Teilnehmer ums Leben kamen, über 500 teilweise schwer verletzt wurden und weitere Zehntausende Todesängste ausstanden, kann es keinen Zweifel mehr geben, dass die Katastrophe nicht nur vorhersehbar, sondern gewissermaßen vorprogrammiert war.

Unzählige Zeugenaussagen belegen, dass sich die Veranstalter und die politisch Verantwortlichen skrupellos über die Bedenken und Warnungen von Fachleuten hinwegsetzten. Sie zeigen einen Veranstalter, der eine Großveranstaltung mit hunderttausenden Menschen ausschließlich von der Werbewirksamkeit und dem Profitinteresse des eigenen Unternehmens, der Fitness-Kette McFit betrachtet, und eine Stadtverwaltung, die sich mit bürokratischer Arroganz über Gesetze, Sicherheitsstandards und eindringliche Warnungen hinwegsetzt, weil sie die Mega-Veranstaltung als Imageprojekt betrachtet, um "junge Leute ins Revier zu locken und Geld in die Kassen der klammen Kommunen zu spülen" (Der Spiegel).

Die Verantwortungslosigkeit beschränkt sich nicht auf die technische Vorbereitung - die Auswahl eines rundum umzäunten Veranstaltungsgeländes, das lediglich 250.000 statt der erwarteten über eine Million Besucher fasste; die Zusammenlegung des einzigen Zu- und Abgangs in einem 120 Meter langer Tunnel, in dem noch nicht einmal die Eingangs- und Ausgangsrichtung getrennt waren; der Verzicht auf elementare Sicherheitsvorkehrungen wie Fluchtwege in vorgeschriebener Breite und Feuerwehrpläne aus Kostengründen.

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Love-Parade-Katastrophe: Demonstration am Donnerstag (29.07.) um 10 Uhr vor dem Duisburger Rathaus PDF Drucken E-Mail
von Detlef Hertz    28.07.2010 - bisherige Aufrufe: 583

verantwortliche.jpgAugen zu und durch: so lief die Pressekonferenz nach der Duisburger Love-Parade-Tragödie mit 20 Toten und ca. 500 Verletzten. Die Beteiligten der Pressekonferenz:

  • Der ansonsten stets hemdsärmelig auftretende Oberbürgermeister Adolf Sauerland (ganz rechts), Hauptakteur bei der Anwerbung und Genehmigung der Duisburger Love-Parade unter Missachtung schwerer Sicherheitsbeden ken im Vorfeld, die ihm laut Aussagen von Polizei und Feuerwehr bekannt waren
  • Rainer Schaller (2. von rechts), Veranstalter dieser Love-Parade, der ein erweitertes Sicherheitskonzept aus Kostengründen ablehnte; Prototyp des amerikanischen Traums „vom Tellerwäscher zum Millionär", vom Edeka-Verkäufer zum Inhaber der mitgliederstärksten Fitness-Kette „Mc Fit" mit niedrigen Kampfpreisen bei Abwicklung der Fitnesskunden im Flie&bandtempo
  • Detlef von Schmeling (2. von links), stellvertretender Polizeipräsident von Duisburg, mit ungewisser Verantwortung und der Aussage, das Unglück sei vor allem durch das Fehlverhalten Einzelner (die Flucht nach oben über Treppe und Container mit anschlie&endem Herunterfallen) verursacht worden: eine eklatante Fehleinschätzung hinsichtlich menschlichem Überlebenstrieb in einer Massenpanik
Letzte Aktualisierung ( 28.07.2010 )
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Loveparade Duisburg: 19 Tote und rund 350 Verletzte PDF Drucken E-Mail
von Dietmar Henning - www.wsws.org    26.07.2010 - bisherige Aufrufe: 558

loveparade2010.jpgDie Loveparade in Duisburg hat am Samstag 19 Tote und rund 350 zum Teil schwer Verletzte gefordert. Diese Tragödie ist von den verantwortlichen Organisatoren bewusst in Kauf genommen worden.

Sowohl die Stadt Duisburg als auch der Loveparade-Veranstalter, die Fitness-Studio-Kette McFit, haben sich über alle Warnungen von Polizei, Feuerwehr, Bewohnern und Loveparade-Besuchern aus wirtschaftlichen Gründen hinweggesetzt.

Die 19 meist weiblichen Opfer im Alter von 20 bis 40 Jahren starben, als der einzige Zu- und Abgang des Festivalgeländes wegen großen Andrangs gegen 17 Uhr gesperrt wurde. Unter den Toten befinden sich auch Besucher aus den Niederlanden, Italien, Chinas und Australien.

Ort der diesjährigen Loveparade war das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs südlich des Duisburger Stadtzentrums und in der Nähe des Hauptbahnhofs. Das Gelände war hastig hergerichtet worden. Im Westen ist es durch die Stadtautobahn A 59 begrenzt, im Osten bilden die viel befahrenen Gleistrecken der Bahn die Begrenzung. Während alle bisherigen Loveparades zuvor in Berlin und 2007 in Essen und 2008 in Dortmund die ganze Stadt einnahmen und es aufgrund weiter Reserveflächen und keinerlei Zäunen oder Sperren kaum zu ernsten Zwischenfällen gekommen war, fand die Loveparade in Duisburg zum ersten Mal auf einem abgegrenzten Platz statt. Die Stadt Bochum hatte im letzten Jahr die Loveparade abgesagt, weil sie die Sicherheit der Menschen nicht gewährleisten konnte. In Duisburg wollte man von diesen Bedenken nichts wissen.

Letzte Aktualisierung ( 26.07.2010 )
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