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Jugend
Kampf gegen Bologna muss Widerstand gegen Kapitalismus heißen! PDF Drucken E-Mail
von http://arbeiterinnenstandpunkt.net    12.03.2010 - bisherige Aufrufe: 906

bologna burns.jpgAm 11./12. März 2010 werden sich die europäischen BildungsministerInnen in Budapest und Wien treffen, um das 10-Jährige Bestehen des Bologna-Prozesses zu feiern. Während die Herrschenden der Europäischen Union ihre Feierlichkeiten begehen, werden tausende Studierende auf die Straße gehen, um ihre Stimme gegen die Verschlechterungen im universitären Bereich zu erheben.

Die BildungsministerInnen werden sich nicht nur versammeln, um das 10-Jährige Jubiläum des Bologna-Prozesses zu feiern. Auf dem offiziell als „Bologna Ministerial Anniversary Conference" bezeichneten Kongress werden auch weitere Angriffe auf das europäische Bildungssystem geplant werden. Unser Ziel ist klar: Wir wollen diese Konferenz verhindern, denn sie repräsentiert jene kapitalistische Bildungspolitik, die sich klar gegen die Interessen der Studierenden und Lehrenden richtet. Unsere Methoden zur Erreichung dieses Ziels sind Massendemonstrationen, Streiks und Blockaden.

Die LSR und die Jugendorganisation REVOLUTION werden sich deshalb an der Vorbereitung und Durchführung dieser Proteste beteiligen und rufen alle fortschrittlichen Organisationen und Einzelpersonen aus bildungs- und gesellschaftspolitischem Bereich auf, die Proteste zu unterstützen und sich ebenfalls aktiv daran zu beteiligen.

Bologna = kapitalistische Bildungspolitik


Der Bologna-Prozess, vorbereitet durch die Sorbonne-Erklärung 1998 und offiziell gestartet durch die Bologna-Erklärung von 1999, steht für eine systematische Anpassung des europäischen Hochschulsystems an die Anforderungen der kapitalistischen Wirtschaft der Europäischen Union. Die offiziellen Ziele des Bologna-Prozesses nach Minderung der sozialen Selektion und Erhöhung der Mobilität der Studierenden waren und sind dabei lediglich positiv klingende Feigenblätter für permanente Angriffe auf die Studienbedingungen.
Letzte Aktualisierung ( 12.03.2010 )
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Polizeigewalt auf Demonstrationen in Deutschland PDF Drucken E-Mail
von David Grunwald - Freiburger Schülerzeitung    31.12.2009 - bisherige Aufrufe: 1406

polizeiterror.jpgAm Rande einer Demokratie...

Man kann in den Medien oft von „Kravallen" und Auseinandersetzungen mit der Polizei bei linksextremen Veranstaltungen hören. Bei Demonstrationen gehören Verhaftungen quasi schon dazu. Dabei hört es sich dann oft so an, als hätte die Polizei ganz legitim für Recht und Ordnung gesorgt, und damit das Volk vor den gefährlichen „Kravallmachern" geschützt. Was das eigentlich genau heißt wird dabei meist nicht näher beleuchtet. Nämlich, dass die Polizisten oft rücksichtslos und brutal sind. Und davon sind dann nicht nur gewalttätige „Kravallmacher" betroffen.

Ein Beispiel - die Antifa-Demo in Freiburg am 14.11.09.:

Um zum Treffpunkt zu gelangen müssen wir erst einmal durch eine Straße, die links und rechts mit Polizisten ausgefüllt ist. Alle tagen massive Schutzpanzerungen und Schlagstöcke. Man fühlt sich direkt irgendwie bedroht und unterlegen. Das ist die erste Form der Schikanierung des Tages.

Schließlich setzt sich der Demozug in Bewegung, wird aber schon nach ca. 10 Metern von der Polizei blockiert. Der Grund: Einige der Demonstranten tragen Vermummungen. Dies soll zum Schutz zur Erkennung durch gefährliche rechte Aktivisten dienen. Es verstößt aber gegen das in Deutschland geltende „Vermummungsverbot", welches die Maskierung oder Vermummung bei Demonstrationen verbietet.

Der Demozug wird von beiden Seiten von der Polizei blockiert, also eingekesselt. Und so bleibt es auch den ganzen Tag.

Die Polizei macht immer wieder Lautsprecherdurchsagen. Erst heißt es, dass man wäre nicht verhandlungsbereit solange noch irgendein Demonstrant vermummt ist. Dann heißt es irgendwann die Demo darf sich doch fortbewegen. Allerdings nicht in die Stadt, sondern raus ins Grüne.

Letzte Aktualisierung ( 31.12.2009 )
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Jugendoffiziere raus aus Schulen! PDF Drucken E-Mail
von Jonna Schürkes - www.imi-online.de    16.12.2009 - bisherige Aufrufe: 1508

jugendoffizier.jpgZur neuen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kultusministerium Baden-Württembergs und der Bundeswehr

Bereits im Jahresbericht der Jugendoffiziere 2008 wurde die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Kultusministerien der Länder gelobt. Anfang Dezember 2009 hat nun das Kultusministerium Baden-Württembergs einen Kooperationsvertrag mit der Bundeswehr geschlossen, der einer Intensivierung dieser Zusammenarbeit dienen soll. Die 94 hauptamtlichen und ca. 300 ehrenamtlichen Jugendoffiziere sollen vorrangig in Schulen - aber auch an Universitäten und anderen Orten, wo Jugendliche und mit Jugendarbeit betraute Erwachsene anzutreffen sind - die Sichtweise der Bundesregierung und der Bundeswehr zur Außen- und Sicherheitspolitik Deutschlands vermitteln.

Als die Institution „Jugendoffizier" 1958 gegründet wurde, hatte sie die Aufgabe, die Bevölkerung in Deutschland, die einem Beitritt zur NATO und der Wiederbewaffnung Deutschlands überwiegend kritisch gegenüberstand, von der Notwendigkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen. Heute sollen sie dafür sorgen, dass es in der Bevölkerung die notwendige Zustimmung zu den zunehmenden Auslandseinsätzen - vor allem dem Afghanistan-Einsatz - gibt. Dies ist aus Sicht der Bundesregierung auch dringend notwendig: Einer Umfrage vom 3.12.2009 zufolge wollen 69 Prozent der Bürger, dass die Bundeswehr Afghanistan so schnell wie möglichst verlässt (Spiegel Online 4.12.09). Auch wenn am gleichen Tag der Bundestag mit großer Mehrheit der Verlängerung des ISAF-Mandats in Afghanistan zustimmte, ist eine ablehnende Haltung innerhalb der Bevölkerung für die Parteien und die Abgeordneten, die sich für ihr Abstimmungsverhalten gegenüber ihren Wählern rechtfertigen müssen, sehr lästig.
Letzte Aktualisierung ( 16.12.2009 )
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Aufruf zum 17.11 - Internationaler Aktionstag der Bildungsbewegung! PDF Drucken E-Mail
von www.onesolutionrevolution.de    31.10.2009 - bisherige Aufrufe: 1222

bildung fuer alle.jpgWir von der internationalen kommunistischen Jugendorganisation REVOLUTION unterstützen den internationalen Protesttag am 17.11, welcher innerhalb der „Global Week of Action- Education is Not for Sale" stattfindet. Neben dem Aufruf des „International Students Movement"(ISM) haben auch die letzten Bildungskonferenzen in Bonn und Leipzig den 17.11 unterstützt - wir wollen mit allen unterstützenden Gruppen und Bündnissen den Bildungsstreik weiterführen, sowie neue kämpferische Kräfte auffordern gemeinsam mit uns zu kämpfen! 

Gerade weil der 17.6 mit mehr als 270 000 TeilnehmerInnen in Deutschland ein erfolgreicher Bildungsstreik war und ein breites Bündnis von SchülerInnen und StudentInnen dafür mobilisierte, ist es wichtig den Protest weiterzuführen. Besonders die Tatsache, dass der 17.11 ein internationaler Protesttag ist und bisherige Proteste der ISM, AktivistInnen aus über 20 Staaten, verteilt über alle 5 Kontinente zusammen brachte, ist eine neue Perspektive der Bildungsbewegung.

Gerade in Deutschland wird dieser Termin wichtig. Bis zum 17.11 werden wir eine neue Schwarz-gelbe Bundesregierung haben, welche die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Jugend, die ArbeitnehmerInnen und die Arbeitslosen abwälzen wird. Ein Bestandteil dieser Politik wird eine weitere Welle von Privatisierung im öffentlichen Bereich sein. Gerade im Schul -und Ausbildungsbereich sind weitere Kürzungen zu erwarten, der 17.11 bietet uns die Möglichkeit der neuen Bundesregierung unseren Widerstand auf der Straße zu zeigen.

In der Bildungsbewegung ist es wichtig, dass wir die internationale Vernetzung und Aktion ausbauen, dass wir gemeinsame Proteste veranstalten und Strukturen für unsere Ziele aufbauen. Dafür wird es wichtig sein, dass die Bildungsbewegung sich aktiv in die Anti-Krisenproteste einbringt, gemeinsam mit den Beschäftigten und Arbeitslosen müssen wir uns gegen die Auswirkungen der Krise wehren.

Letzte Aktualisierung ( 31.10.2009 )
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Eltern unterstützen Bildungsstreik PDF Drucken E-Mail
von Ursel Beck    07.05.2009 - bisherige Aufrufe: 1712

bildungsstreik-17-6-9.jpgBildung und Zukunft für unsere Kinder

Eltern, SchülerInnen, Studis, Erzieherinnen, Lehrerinnen und alle im Bildungsbereich Beschäftigten gemeinsam auf die Straße am 17. Juni

Wir Eltern sind in großer Sorge um unsere Kinder und ihre Zukunft.

Das mehrgliedrige Schulsystem bedeutet Leistungs-, Noten- und Konkurrenzdruck von der Grundschule an. Klassengrößen von 30 und mehr Schülern erzeugen ein Klima der Anonymität und das Gefühl von Überflüssigkeit des Einzelnen. Zwischen  LehrerInnen und SchülerInnen kann keine persönliche und dem Lernen und Leben förderliche Beziehung entstehen. Angst, Neid, Mobbing sind die Folgen. Und selbst die Beziehung von Eltern und Kindern bzw. das Familienklima leidet durch die Schule. Schlechte Noten führen zu  Demotivation, zur Blockade- oder sogar zur Verweigerungshaltung. Lernen in Bewegung  wird durch stundenlanges Stillsitzen und erzwungene Konzentration im Frontalunterricht verhindert. Kinder, die das stundenlange Stillsitzen nicht aushalten, werden diszipliniert oder sogar für krank erklärt.

Wenn  Kinder in der Schule nicht respektvoll behandelt werden, wenn nur Noten zählen und es an Anerkennung ihrer Persönlichkeit fehlt, dann leidet das Selbstwertgefühl. Und Gewaltausbrüche von SchülerInnen - welche Form sie auch immer annehmen - haben mit einem stark angeschlagenen Selbstwertgefühl, mit Versagensgefühlen zu tun. Die steigende Massenarbeitslosigkeit verschärft die Perspektivlosigkeit der Jugend und erhöht den Konkurrenzdruck auf Kinder und Eltern.

Letzte Aktualisierung ( 07.05.2009 )
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