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Krise und Widerstand
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Finanzmarktkrise -
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Mindestlohn,
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Massenstreikdebatte 1910:
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Frauen
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von Hannes Hohn - www.arbeitermacht.de
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12.08.2010
- bisherige Aufrufe: 359
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Aschenputtels Arbeit
Der Haushalt ist immer noch Frauensache. Lt. Statistischem Bundesamt
wenden Frauen in der BRD etwa 20 Stunden pro Woche für Hausarbeit auf,
Männer nur 7.
Alle bedeutenden SozialistInnen haben betont, dass die Hausarbeit ein
wesentliches Element der sozialen Unterdrückung der Frau ist. Sie alle
forderten daher, dass die Hausarbeit vergesellschaftet werden soll. Das
war für sie eine wesentliche Voraussetzung der Befreiung der Frau.
Viele werden sagen: „Was ist so schlimm an Hausarbeit, es gibt ja genug
Technik, welche die Arbeit erleichtert." Das stimmt natürlich
hinsichtlich der Erleichterung vieler häuslicher Arbeiten - allerdings
verfügen Milliarden Frauen weltweit auch heute noch nicht über diese
Möglichkeiten. Sie verrichten die Hausarbeit oft noch so wie vor hundert
Jahren, als z.B. das Wäschewaschen von Hand erfolgte - stundenlang und
mindestens einmal die Woche.
In den entwickelteren Ländern hat sich v.a. nach 1945 viel an der
Situation von Frauen geändert. Mit dem langen Boom nach 1945 erhöhte
sich über einige Jahrzehnte auch der materielle Lebensstandard der
Mehrheit der Arbeiterklasse. Die Arbeitslosigkeit sank, Frauen wurden
stärker in die Arbeitswelt integriert. Die rechtliche Gleichstellung
nahm zu, bestimmte diskriminierende Regelungen (z.B. zur Abtreibung)
wurden gelockert oder gar abgeschafft. Der Bildungsstand von Frauen und
Männern glich sich immer mehr an.
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Letzte Aktualisierung ( 12.08.2010 )
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von Justus Leicht - www.wsws.org
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10.03.2010
- bisherige Aufrufe: 1181
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In einer hysterischen Tirade in der Frankfurter Rundschau (FR)
hat Deutschlands bekannteste Vertreterin des bürgerlichen Feminismus,
Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer, am internationalen Frauentag, dem 8.
März, für dessen Abschaffung plädiert.
Über nahezu eine halbe Seite wütet Schwarzer in der SPD-nahen FR
gegen den Tag, an dem seit mittlerweile vielen Jahren daran erinnert
wird, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau jedenfalls in der
gesellschaftlichen Wirklichkeit noch lange nicht durchgesetzt ist. In
Deutschland etwa liegt das Einkommen von Frauen laut Statistischem
Bundesamt immer noch fast ein Viertel niedriger als das von Männern, der
Lohnabstand ist in den letzten Jahren sogar gewachsen. Eine staatliche
Kinderbetreuung ist für viele Frauen in Deutschland kaum erschwinglich,
alleinerziehende Mütter sind häufig unerträglichen Schikanen der
Jobcenter ausgesetzt.
Da verwundert Schwarzers Forderung auf den ersten Blick, gilt sie
doch zumindest der schon etwas älteren Generation als so etwas wie die
Personifizierung des Kampfs für Frauenrechte. Tatsächlich ist sie eine
Vertreterin des Feminismus. Dass Kampf für Frauenrechte und Feminismus
durchaus nicht dasselbe sind, das hat Schwarzer selbst nun mehr als
deutlich gemacht.
Was stört Alice Schwarzer am Frauentag? In ihrer Kolumne erklärt sie
es ganz offen: Er sei "eine sozialistische Erfindung, die auf einen
Streik von tapferen Textilarbeiterinnen zurück geht und 1910 auf der 2.
Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen in aller Form beschlossen
wurde.,Genossinnen! Arbeitende Frauen und Mädchen!‘ schrieb Clara Zetkin
1911 in der Gleichheit, ‚der 19. März (der später zum 8. März wurde,
Anm. d. FR) ist euer Tag. Er gilt eurem Recht!‘"
Schwarzer hätte noch hinzufügen können, dass die Datumsverlegung im
Jahr 1921 erfolgte, als die Kommunisten die Rolle der Frauen ehren
wollten, die 1917 an jenem Tag in der russischen Februarrevolution beim
Sturz des Zarenregimes eine entscheidende Rolle gespielt hatten.
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Letzte Aktualisierung ( 10.03.2010 )
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von Anne Moll - www.arbeitermacht.de
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08.03.2010
- bisherige Aufrufe: 974
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Heute ist der 8. März in vielen kapitalistischen Ländern kein Kampftag mehr; er ist zu einem gegenseitigen Schulterklopfen über die erreichte Gleichberechtigung oder zu Saalveranstaltungen von Gewerkschaften verkommen.
Sie zeigen zwar die Ungleichbehandlung der Frauen in der Lohnarbeit auf und nehmen den 8. März jährlich zum Anlass, besonders auf die Belange von Frauen aufmerksam zu machen, doch dass sie weit davon entfernt sind, ihn zu einem Kampftag für die Forderungen der Frauen zu machen, zeigt sich nicht nur in ihren Aufrufen und an den fehlenden Straßenaktionen, sondern auch an der Folgenlosigkeit des jährlichen Anprangerns der mangelnde Gleichberechtigung.
Welch Kontrast zu vielen anderen Ländern! Weltweit kämpfen Frauen am 8. März. In der Türkei, in Kurdistan, im Iran, in Indien oder Bangladesch gehen zehntausende Frauen auf die Strasse, um gegen Unterdrückung und Repression zu kämpfen.
Dabei gibt es auch hier keinen Grund zum Feiern und erst recht keinen, im Kampf für die Frauenbefreiung nachzulassen.
Wie der Artikel „Frauen und Krise" von Christine Schneider zeigt, droht sich die Lage der Frauen aus der Arbeiterklasse - ob nun „vollbeschäftigt", prekär arbeitend oder arbeitslos, ob in der Familie oder alleinerziehend - dramatisch zu verschlechtern. Die Frage lautet also: Wie können wir eine Frauenbewegung schaffen, die auch hier mit Kundgebungen, Veranstaltungen, Aktionen, Streiks gegen die Abwälzung der Krisenkosten auf die Arbeiterinnen und für die Befreiung der Frau von Ausbeutung und Unterdrückung kämpft? Wir können dabei sowohl aus der Geschichte der proletarischen und sozialistischen Frauenbewegung, die ja auch den 8. März als internationalen Kampftag ins Leben gerufen hat, wie auch von den Frauen aus den Ländern der „Dritten Welt" lernen.
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Letzte Aktualisierung ( 08.03.2010 )
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von Christine Schneider - www.arbeitermacht.de
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03.03.2010
- bisherige Aufrufe: 799
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Täglich berichten die Medien von den Problemen in der Automobilindustrie, der Elektro- oder Stahlbranche. Dass es hunderttausende KurzarbeiterInnen gibt, dass die Arbeitslosenzahlen steigen, ist bekannt.
Doch die Bevölkerungsgruppe, die - neben ImmigrantInnen - am meisten von der Krise betroffen ist, sind - Frauen. Sie waren die ersten, die ihre Jobs als befristete oder LeiharbeiterInnen verloren, weil sie 70% der Beschäftigten des Niedriglohnsektors stellen.
Die Finanzkrise in den Kommunen trifft vor allem die lohnabhängigen Frauen, wenn Kitas geschlossen oder Gebühren erhöht werden oder wenn Jugendfreizeiteinrichtungen Dicht machen.
Aspekte der Benachteiligung
Die Benachteiligung von Frauen im kapitalistischen Lohnarbeitssystem hat verschiedene Facetten. Grundsätzlich wird die Frage, wie viele Frauen zu welchen Bedingungen in den Arbeitsprozess integriert sind, vom krisenhaften Auf und Ab der Wirtschaft beeinflusst.
Dabei ist es aber nicht unbedingt so, dass in Zeiten, wenn die Arbeitslosigkeit allgemein steigt, auch die Erwerbslosigkeit von Frauen unbedingt zunehmen muss. Oft genug sind die Kapitalisten gerade dann daran interessiert, „Normal-Arbeitsplätze" abzubauen und durch prekäre Teilzeitjobs und Billigarbeit zu ersetzen. Ein anderer Trend ist aber natürlich auch, teilzeitarbeitende Frauen (die oft nicht tariflich gesichert sind) zuerst rauszuschmeißen.
Grundsätzlich ist die Stellung der Frau im Kapitalismus von Widersprüchen geprägt. Einerseits wurden Frauen im letzten Jahrhundert vermehrt zu Lohnarbeiterinnen. Phasenweise wurden sie aus dem Produktionsprozess gedrängt. Immer jedoch waren sie systematisch schlechter gestellt als die Männer, was sich schlechteren Arbeitsverhältnissen und geringeren Löhnen und Gehältern ausdrückt.
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Letzte Aktualisierung ( 03.03.2010 )
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von Bernd Kudanek - http://freies-politikforum.carookee.com
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09.03.2009
- bisherige Aufrufe: 1746
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Gestern, am Sonntag, den 8.März, dem Internationalen Weltfrauentag, veranstaltete ein Bündnis verschiedener Frauen-Organisationen ab 14 Uhr eine antimilitaristische 8.-März-Demo auf dem Pariser Platz in Berlin.
Das Haupt-Thema der mit Engagement und viel Fantasie gefertigten Plakate, Transpis und Flyer war, Militarismus und Krieg als eine Form von patriarchaler Unterdrückung anzuprangern. Gerade die Bundeswehr versucht ja verstärkt, die Perspektivlosigkeit der Jugend auszunützen und durch perfide Werbeveranstaltungen in Arbeitsämtern, Unis, Schulen und anderen Jugend-Einrichtungen RekrutInnen zu ködern. Sogar in Kinder-Hilfsprojekten wie z.B. der Arche in Berlin-Hellersdorf werden seit Anfang März bereits kleine Kinder an die Bundeswehr gewöhnt, weil diese in vermeintlicher Hilfbereitschaft mit BW-Feldküchen für die wegen Sanierungsarbeiten geschlossene Arche-Küche einspringt. Die örtliche Antifa scheint's nicht zu kümmern.
Wie auch immer, der Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor war gestern nachmittags fest in der Hand von Antimilitaristinnen. Aber auch feministische Organisationen und Frauen-Projekte wie Wildwasser e.V. waren vertreten und machten auf Plakaten darauf aufmerksam, daß ihre und andere Frauen-Hilfsprojekte durch die rigorose Rotstiftpolitik des rotroten Senats in ihrer Existenz bedroht sind. Kein Ruhmesblatt für den Wirtschafts- und Frauensenator Wolf und seiner Partei DIE LINKE.
Trotz des bald einsetzenden Niesel-Dauerregens ließ das Engagement der Kundgebungs-Teilnehmerinnen nicht nach. Eine Trommlerinnen-Band begeisterte durch gekonnte Darbietungen sowohl Demonstrantinnen wie auch die vielen Touries und flanierenden Passanten. Später marschierte die Bundeswehr persiflierend eine schneidige "Rekrutinnen-Kampftruppe" in fantasievoller Tarnmontur zum Lauti und gab so den Auftakt zu verschiedenen Redebeiträgen, beginnend mit einem Bericht einer Frauengruppe aus dem Iran.
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Letzte Aktualisierung ( 09.03.2009 )
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