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Strategie und Taktik
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von www.onsolutionrevolution.de
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02.07.2010
- bisherige Aufrufe: 439
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Für alle jugendlichen Arbeiter_innen und Azubis sind Gewerkschaften
von elementarer Bedeutung, wenn es um das Erkämpfen von Rechten,
Streiken für mehr Lohn oder die Einhaltung von Arbeitsschutzbestimmungen
geht. Gewerkschaften dienen der Arbeiterklasse als Kampforgane gegen
die Kapitalisten für ihre gemeinsamen Interessen.
Doch tun sie das tatsächlich?
Leider sind die heutigen Gewerkschaften weit davon entfernt, so etwas
wie Kampforgane zu sein. Allzu oft kungeln sie zusammen mit den
Unternehmern Tarifverträge aus, die die Belegschaften spalten und mehr
den Interessen der Kapitalisten dienen, als den Interessen der
Beschäftigten. Dabei vertreten sie eine Politik, die meist an die SPD
angelehnt ist oder aktuell sogar Hoffnungen auf die CDU/CSU setzt –
diese Gewerkschaften betreiben keinen Klassenkampf, diese Gewerkschaften
sind „Sozialpartner“ des Kapitals.
Bei den letzten Tarifverträgen von IG Metall und Verdi haben die
Gewerkschaftsbosse alles dafür getan, dass diese Sozialpartnerschaft mit
dem Kapital erhalten bleibt – sie forderten erst gar keine
Lohnerhöhungen, sondern hofften auf den guten Willen des Kapitals. Für
die heutigen Gewerkschaften ist es in erster Linie wichtig, dass die gut
verdienenden Mitglieder ihre Jobs behalten. Schließlich finanzieren
diese mit ihren Beiträgen auch den ganzen Apparat. Dieser Apparat
„ernährt“ eine gut verdienende Funktionärsschicht, denen ihre soziale
Stellung wichtiger ist, als sich mit dem Kapital anzulegen. Beschäftigte
in prekären Arbeitsverhältnissen fallen dabei völlig vom Tisch, obwohl
gerade sie die Hilfe am meisten brauchen! Für Jugendliche werden
Gewerkschaften auch nicht attraktiver. Meist ziehen sie mit
Trillerpfeifen durch die Gegend und ihre Demos erinnern eher an
Volksfeste als an entschlossene Aktionen.
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Letzte Aktualisierung ( 02.07.2010 )
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Wirtschaftstheorie
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von Norbert Nelte
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30.06.2010
- bisherige Aufrufe: 541
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Digitaler Wegweiser durch die Finanzkrise
Für die Arbeiter wurde in den USA das Geld immer knapper. Bei General Motors wurden im April 2008 die Löhne von 70 Dollar auf einen Schlag um 80% auf 14 Dollar gekürzt, 9,36 €uro, bald wie in Mexiko. Krankenkosten soll nun die Gewerkschaft zahlen. Dafür bekommt sie Aktien von GM. Im Dezember 2007 schon sanken die Staatseinnahmen von Kalifornien um 40%. 16% der Amerikaner, das sind 47 Millionen Menschen, fast soviel, wie in Italien, mussten damals schon ohne Krankenversicherung leben. Bei der am weitesten in die Finanzkrise verstrickten Großbank Countrywide wurden 12.000 Kollegen auf die Straße gesetzt. Bei Harley-Davidson wurden 5.400 entlassen werden. Ford, Chrysler und GM arbeiten alle mit Milliarden Verlusten, einfach, weil sie Jahrzehnte gewohnt waren, mit billigen Krediten aus aller Welt zu arbeiten, aber damit war abrupt Schluss.
Die amerikanischen Kollegen konnten ihr Häuschen nicht mehr bezahlen. Vor 2007 haben die Banken kaum nach dem Einkommen des Kreditnehmers gefragt und sich danach erkundigt, ob er den Kredit überhaupt zurückzahlen könne. Die Zinsen waren so billig, weil Amerika jeden Tag von der ganzen Welt 2 Milliarden Dollar geliehen bekommen haben. Mit Amerikas Schwierigkeiten wurde das immer weniger.
1,35 Millionen Häuser wurden in 2007 zwangsvollstreckt. 2008 wurden es 1,44 Millionen. Neue Ein-Familien-Häuser wurden kaum mehr gekauft und alle wollten verkaufen. In Detroit wurden Häuser für 100 Dollar angeboten.
Da das Häuschen im Preis sank, sank auch die Sicherheit, die der Schuldner der Bank gegeben hatte. Das beschleunigte das Platzen der billigen Immobilien-Kredite noch mehr. Das bedeutete, dass die Banken mit der Zwangsvollstreckung immer weniger die noch offenen Schulden eintreiben konnten. Eine Bank nach der andere machte pleite, 2009 wurden es über 130, 2010 sind es schon 86 und 200 werden es wahrscheinlich.
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Letzte Aktualisierung ( 23.07.2010 )
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Wirtschaftstheorie
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von Norbert Nelte
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21.06.2010
- bisherige Aufrufe: 758
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Im Wesentlichen sahen die revolutionären Linken in den 70ern die Profitrate anfangs des neuen Jahrtausends gegen Null tendieren und damit auch das langsame Ende des kapitalistischen Systems.
Die Herrschenden wollten dem entgegentreten und so wuchs die Kaufkraft der Löhne schon in den 70er der USA nicht mehr weiter. In Deutschland setzte dieser Angriff auf die Arbeiter mit Kohl 1982 ein. Seither ist der Warenkorb des Durchschnittslöhners gleich geblieben.
1995 wurde das Internet eingeführt und somit konnte in Sekunden ein weltweiter Preisvergleich durchgeführt werden. Die Transportcontainer waren schon 1959 eingeführt worden, mit denen die Frachtraten um 90% und mehr fielen. Zusammen ergab das die Globalisierung, den weltweite Warenaustausch. 1995 wurden in China auch 3 kapitalistische Sonderzonen eingeführt. Sie wurden sehr schnell auf viele große Städte übertragen, so dass schon 1999 der KFZ-Bestand in China sich verfünffachte. 2001 trat China dem IWF bei, was der Wirtschaftsleistung Chinas noch einmal einen Schub versetzte.
2002 exportierte China in die USA schon mehr als das Fünffache dessen, was die USA nach China exportierte (siehe Grafik oben). Das sind die von Bucherin so hoch gepriesenen „gewaltigen Möglichkeiten der kapitalistischen Ausbreitung in den nichtkapitalistischen Raum" Je mehr nämlich die Metropolen in den nichtkapitalistischen Raum exportieren, umso schneller exportieren diese dann auch in die kapitalistischen Länder zurück, und zwar zu Dumpingpreisen. So wurden in China bis zu 30% Profite in der Produktion erwirtschaftet. Inzwischen sind das aber auch schon weniger.
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Letzte Aktualisierung ( 21.06.2010 )
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Wirtschaftstheorie
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von Norbert Nelte
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16.06.2010
- bisherige Aufrufe: 824
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Der Kapitalismus ist davon abhängig, dass er sich ständig ausweitet. Die Produktionsweise mit der Konkurrenz zwingt die einzelnen Betriebe dazu, permanent zu rationalisieren, halten sie einmal damit inne, werden die Konkurrenzbetriebe sie überholen und zu guter Letzt vom Markt werfen.
Wenn aber mit einer Maschine rationalisiert wird, werden auch Arbeiter entlassen, damit die Maschine sich bezahlt macht; oder der Absatz ausgeweitet, damit die freiwerden Arbeiter beschäftigt werden können. Es wird weltweit jedes Jahr um 3,3% rationalisiert. Deshalb müsste der Absatz auch um 3,3% ausgeweitet werden, sollte es nicht mehr Arbeitslose geben. Deshalb spricht der IWF auch bei einem Land von einer Schrumpfung, wenn das Wirtschaftswachstum unter 3,3% bleibt. Ein wirkliches Wirtschaftswachstum fängt demnach erst bei 3,3% an.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten, wie der Absatzmarkt sich ausweiten kann, den inneren und den äußeren Markt.
Die innere Marktausweitung wird durch neue Massenwaren erreicht. Als nach dem 2. Weltkrieg die Arbeiter sich Kühlschrank und Waschmaschine zulegten, gab es soviel Beschäftigung, dass die Arbeiter sich auch das Auto anschaffen konnten. Mit der zusätzlichen Nachfrage konnte 1950 eine Zuwachsrate von fast 10% erreicht werden. Der Koreakrieg 1953 hat dann durch die zusätzliche Nachfrage in den vereinigten Staaten die Zuwachsrate auf 12,0 hochgetrieben, die dortige war mit der Waffenproduktion beschäftigt. Das brachte schon immer bessere Profite.
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Letzte Aktualisierung ( 16.06.2010 )
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Wirtschaftstheorie
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von Norbert Nelte
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11.06.2010
- bisherige Aufrufe: 537
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Während die Gewinne seit 1982 bis 2004 um 235% gestiegen sind, sind die Löhne, lässt man den Sprung von DDR zu Westlöhnen außer acht, nahezu gleichgeblieben. Die Arbeiter hatten also seit 1982 in ihrem Warenkorb die gleiche Anzahl, während die Reichen ihr Einkommen mehr als Verdoppelten.
2005 beschleunigte sich noch diese Entwicklung. Die Löhne fielen sogar bis 2009 um 6.2%, während die Gewinne kräftig weiter stiegen. Dies wurde vom Staat, egal ob SPD oder CDU, kräftig flankiert indem er die Steuern für die Arbeiter von 1969 bis 2004 von 37,5 auf 76,5 verdoppelte und für die Reichen in dieser Zeit um gut 20% senkte.
Die Kapitalisten konnten also fett wie die Made im Speck leben, trotzdem jammern die fetten Maden kräftig weiter. Das Kapital setzt nämlich die Gewinne in das Verhältnis zum eingesetzten Kapital und da sieht es nicht mehr so gut aus, nicht, weil sie da weniger hätten, sondern im Gegenteil, weil sie inzwischen zu viel davon haben, es hat sich noch mehr Vermögen angehäuft als der Profit gestiegen ist, das Vermögen wird dadurch immer weniger verzinst. Schon 1993 ist die Profitrate nach Robert Brenner im verarbeitenden Gewerbe auf 3,5% gefallen, und davon will die Bank auch noch ihre Zinsen haben, da bleibt ja nichts mehr für den Aktionär übrig.
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Letzte Aktualisierung ( 14.06.2010 )
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