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Beiträge
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von Einar Schlereth - www.tlaxcala-int.org
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21.08.2010
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Ein
Gespenst rumort wieder in allen Ecken und rundumher. Verkleidet in den
verschlissenen Rasistenmantel und die Schlafmütze der Überlegenheit. Als
die Scheinwerfer der Aufklärung Licht und Verstand verbreiteten, damit
das Volk sich in harten Kämpfen befreien konnte, da verscwand das
Gespenst - obwohl nicht richtig, es versteckte sich und ging in den
Untergrund, um seine Zeit abzuwarten.
Und die Zeit kam auch wie das Amen in der Kirche.
Um zu verstehen, wie das Gespenst in regelmäßigen Abständen wieder
auftauchen kann, muß man begreifen, daß es die Bürger sind, die die
Stellung halten, wenn das Gespenst sich verstecken muß. Und deren
Werkzeuge sind allumfassend und effektiv. In erster Linie haben sie die
Kirche und die Schulen und das Militär und dann haben sie alle Medien.
Damit halten sie den Geist des Gespenstes am Leben. Auf Sparflamme
gewissermaßen. Ist der Widerstand des Volkes stark, hält man den Deckel
drauf; ist er schwach, dann hebt man den Deckel vorsichtig und bei
passender Gelegenheit läßt es man es wieder frei.
Es ist nicht so, daß die Bürger das Gespenst besonders lieben - die
rümpfen die Nase, denn es ist ungebildet und vulgär - aber es ist gut,
es in Reserve zu haben. Wenn ihre Positionen, ihre Privilegien, ihre
Börsengeschäftchen und ihre Macht in Gefahr sind. Dann darf das Gespenst
verleumden und trakassieren und drohen und gelegentlich auch Menschen
morden. Und oft muß man ihm leider auch völlig freie Zügel lassen wie
jetzt in Kossovo, Irak, Haiti, Afghanistan, Pakistan, Jemen, Somalia und
seit 60 Jahren in Palästina. Da sieht man dann sein wahres Gesicht, das
eigentlich niemand sehen will - nicht einmal die Bürger. Und deshalb
dürfen wir auch nicht die Opfer der Bombardements, der Attacken, der
Folter, der Vergewaltigungen, der Verstümmelungen sehen. Sieht man sie
nicht, gibt es sie nicht. Wie Pinter sagte: Es geschieht nichts. Es ist
nicht geschehen. Es ist nie geschehen.
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Internationales
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von Nick Beams - www.wsws.org
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15.08.2010
- bisherige Aufrufe: 406
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Dies ist eine Ergänzung zum Vortrag "Der Imperialismus und die
politische Ökonomie des Holocaust", den Nick Beams am 29. April an der
San Diego State University gehalten hat.
Der Zusammenbruch der osteuropäischen stalinistischen Regimes und die
Liquidierung der Sowjetunion zu Beginn der 1990er Jahre schickten Wellen
des Triumphes durch politische und akademische Kreise des Bürgertums.
Dies wurde als das Ende des Sozialismus, der Tod des Marxismus, ja, gar
als das Ende der Geschichte selbst gesehen. Dabei spielte es keine
Rolle, dass diese Regimes gar nicht sozialistisch waren, dass die
stalinistische Bürokratie in der UdSSR ihre Macht - in viel größerem
Umfang als Hitler - durch den Massenmord an der marxistischen
Intelligenz gefestigt hatte und dass die Marxisten, allen voran Leo
Trotzki, in den 1930er Jahren vorausgesagt hatten, dass die Stalinisten
den Kapitalismus in Russland restaurieren würden, wenn die
Arbeiterklasse sie nicht stürzte.
Dieser ignorante Jubel erfasste auch „linke" akademische und
marxistische Kreise, besonders jene, die sich einer Untersuchung des
Holocaust widmeten. Der Marxismus, so hieß es, könne keine Erklärung für
diese Katastrophe liefern. Da es sich bei ihm um eine aufklärerische
Sichtweise des menschlichen Fortschritts handle, sei der Marxismus
außerstande, den systematischen Massenmord an europäischen Juden
begreifbar zu machen. Wie in aller Welt sollte er eine materialistische
Analyse dieser historischen Katastrophe liefern? Wo war die zugrunde
liegende ökonomische Motivation - selbst als „letztendliches Motiv"? Es
sei unmöglich, den Holocaust mit den Begriffen der Klassenanalyse zu
erklären. Etwas viel Grundlegenderes, eine Untersuchung der menschlichen
Natur und ihres Hangs zum Bösen - sei vonnöten und der Marxismus konnte
sie nicht liefern.
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Letzte Aktualisierung ( 12.08.2010 )
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von Dieter Carstensen -
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13.08.2010
- bisherige Aufrufe: 457
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Die Spatzen pfeifen es von den den Dächern: Der Afghanistankrieg kann nicht gewonnen werden, aber ist er deswegen für die USA sinnlos?
Ich halte es für wichtig, Gegenöffentlichkeit gegen die Kriegsbefürworter aus CDU/CSU, SPD, Grünen und der unsäglichen FDP zu schaffen, da sie gegen den Willen der absoluten Mehrheit des Volkes handeln und sich nun, nach 9 Jahren Krieg in Afghanistan die Lage nicht etwa verbessert, sondern verschlimmert hat.
Sinnlos verrecken, so sieht "gefallen" in Wahrheit aus, deutsche Soldaten in einem aberwitzigen Blutbad, was zudem im Jahr 2009 ca. 3000 unschuldige Zivilisten umbrachte.
Es ist KRIEG, Deutschland befindet sich im KRIEG, alle anderen Bezeichnungen dafür sind pure Heuchelei und Lüge. Fast 4 Milliarden Euro hat uns der Irrsinn bisher gekostet ohne irgendeinen erkennbaren Nutzen. Die Taliban werden täglich stärker, der größte Teil Afghanistans befindet sich unter ihrer Kontrolle. Erfolge? Wo? Eine korrupte Regierung Karsai, die nur durch Wahlbetrug an der Macht blieb, mit Drogenbaronen und lokalen Kriegsfürsten in Mafiamanier paktiert, als Vorbild einer Demokratisierung? Ein paar von den westlichen Kriegstruppen als Alibi für einen "humanitären" Einsatz gebaute Schulen, Straßen und Brunnen, die schneller in die Luft gesprengt als aufgebaut werden, als Beispiel für °humanitäre" Hilfe?
Bereits am 26.4.10 bemerkte dazu Florian Rötzer in der Internetzeitung Telepolis unter dem Titel: "In Afghanistan wird für jeden von uns gekämpft und gestorben" - Zitat: "Während Bundeskanzlerin Merkel oder Verteidigungsminister Guttenberg weiterhin versichern, dass die Bundeswehr in Afghanistan Deutschland verteidigen, erhöht der Militäreinsatz allerdings eher die Gefährdung." Link zum Artikel: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32518/1.html
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Letzte Aktualisierung ( 12.08.2010 )
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von Holdger Platta
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03.08.2010
- bisherige Aufrufe: 454
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Analyse
eines neoliberalen Propagandabegriffs
Geben wir es gleich am Anfang zu: der Begriff
der „Chancengerechtigkeit", der so zukunftsoffen und menschenfreundlich klingt,
scheint eine durch und durch positive Vokabel zu sein, haushoch überlegen zum
Beispiel dem kühleren Begriff der „Chancengleichheit". Wieso also Mißtrauen
gegenüber diesem Begriff? Wieso Mißtrauen gegenüber der Tatsache, daß vor allem
die CDU, neben der FDP, die altvertraute „Chancengleichheit" auszuwechseln
versucht gegen die neue „Chancengerechtigkeit"?
Klar ist: wo „Chancengleichheit" -
vergleichsweise nüchtern - mit dem Ton einer objektiven Tatsachenfeststellung
daherkommt, da setzt der Begriff der „Chancengerechtigkeit" von Beginn an ganz
subjektiv auch auf einen Wärmeton. „Gerechtigkeit", dieser Begriff ist
assoziativ verbunden mit „Recht", „Rechtlichkeit", „Rechtsstaat"; für
denjenigen, der christlich erzogen worden ist, mit einem gütigen Gott; und für die anderen, die eher an unsere
Verfassung denken und deren Grundrechtekatalog, mit einem lauteren
Staat.
Doch in Wahrheit täuscht dieser Begriff der
„Chancengerechtigkeit" nur ein Mehr an Wärme, Güte und Rechtlichkeit vor. In
Wahrheit stellt er einen erheblichen Rückschritt gegenüber dem Begriff der
„Chancengleichheit" dar. Und: in Wahrheit verbergen sich hinter beiden Begriffen
- dem alten wie dem neuen - hochproblematische Propagandavokabeln. Wieso?
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Letzte Aktualisierung ( 03.08.2010 )
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von http://gis.blogsport.de
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01.08.2010
- bisherige Aufrufe: 383
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Wer heute die Frage sozialer Emanzipation aufwirft, kommt um eine
Auseinandersetzung mit dem Stalinismus nicht herum. Auch nach dem
Zusammenbruch der UdSSR lasten die traumatischen Erfahrungen mit dem
Stalinismus nach wie vor „wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden".
Es
vergeht kein Tag, an dem nicht versucht wird, den Stalinismus als „real
existierenden Sozialismus" darzustellen, um die Botschaft in die Köpfe
zu hämmern, dass der Kapitalismus bei all seinem Nachteilen nicht nur
das beste, sondern das einzig mögliche Gesellschaftssystem sei. Nach wie
vor gibt es noch immer eine beträchtliche Anzahl vorgeblich "linker"
Organisationen und Strömungen, die sich positiv auf den Stalinismus
beziehen. Und auch wenn der Stalinismus zuweilen kritisch gesehen und
reflektiert wird, hält sich in weiten Teilen der Restlinken die
Vorstellung, dass die stalinistischen Regime in irgendeiner Form
„sozialistisch" oder zumindest „antikapitalistisch" waren. Derweil
lässt die kapitalistische Propagandamaschine nichts unversucht, um den
Terror des stalinistischen Systems als logische Folge der
Oktoberrevolution dazustellen.
Bevor wir auf den Stalinismus und die Degeneration der Russischen
Revolution im Detail eingehen, ist es notwendig sich den analytischen
Rahmen zu veranschaulichen, in dem diese Ereignisse eingeordnet werden
müssen. Dieser Analyserahmen wurde in seinen Grundzügen von Marx
entworfen und von der linkskommunistischen Opposition sowohl innerhalb
wie außerhalb der bolschewistischen Partei in den 20er-Jahren in
Russland weiterentwickelt. Karl Marx hatte bereits aufgezeigt, dass der
Sozialismus ohne die Entwicklung der Produktivkräfte und ohne eine
entwickelte Arbeiterklasse unmöglich ist.
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Letzte Aktualisierung ( 01.08.2010 )
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