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Iran „total ausradieren" PDF Drucken E-Mail
Ausland
Geschrieben von: Eugen Hardt   
Sonntag, den 08. April 2012 um 01:00 Uhr

http://i.huffpost.com/gen/19431/thumbs/s-IRANANDCLINTON-large.jpgHillary Clinton: „Die Iraner sollen wissen, dass wir den Iran angreifen werden. Sollten sie Israel angreifen sind wir dazu in der Lage sie total auszuradieren".

Die überaus heftige wutschäumende Reaktion von Politikern aller Parteien, zionistischer Lobby sowie der herrschenden Presse auf das Gedicht von Grass hat einen Grund: Er hat mit seinem „lyrischen Erstschlag" ins Ziel getroffen

Der zionistische Erstschlag auf den Iran steht möglicherweise bald bevor und bei diesem wird es nicht um die Zerstörung iranischer Atomanlagen mit Bunker brechenden Bomben gehen, sondern um den präventiven Einsatz von Nuklearwaffen, deren Auswirkungen durchaus in der Lage sind, grosse Teile des iranischen Volkes auszulöschen.

Die Wut der Kriegstreiber ist so groß, weil Grass etwas als realistische Option benennt, was selbst den Aktivisten der Friedensbewegung bislang undenkbar erschien. Mit den U-Booten liefert die deutsche Regierung die Waffen für den Einsatz von nuklearen Massenvernichtungswaffen. Grass stellt die Regierung Merkel mit seiner Warnung auf die gleiche Stufe mit Hitlers faschistischem Kriegstreiberregime. Er möchte laut „sagen, was gesagt werden muss", damit später niemand sagen könne, er habe von nichts gewusst.

Nur Nuklearwaffen wirksames Mittel gegen iranische Atomanlagen

Israel hat, in Person der israelischen Botschafterin in Moskau, Dorit Golender, offiziell erklärt, Israel werde "alle Mittel" beziehungsweise "alle Wege" dazu einsetzen, um das iranische Nuklearprogramm zu stoppen. "Alle Mittel" bedeutet in der Diplomatensprache, dass auch kriegerische Mittel, und zwar alle kriegerischen Mittel in die Drohung einbezogen sind.  Shimon Peres, hat laut  "Times of Israel" zum Thema eines möglichen Angriffskrieges gegen den Iran gesagt: "Wenn wir sagen, alle Optionen sind auf dem Tisch, dann meinen wir das auch so."

Um das zionistische Kriegsziel: „Zerstörung des iranischen Nuklearprogramms" zu erreichen, gibt es aber nur eine - die nukleare - Option. Israel verfügt nicht über die militärische Fähigkeit, mit konventionellen Waffen die tief im Felsen befindlichen iranischen Anlagen zu erreichen. Das gilt auch für den Fall der Lieferung neuester Bunker brechender Superbomben durch das Obamaregime, denn auch diese können 60 Meter Granit nicht durchdringen.

Zudem wird es so gut wie unmöglich sein, diese Superbomben sicher über 1500 km ins Ziel zu bringen, ohne zuvor die iranische Luftabwehr ausgeschaltet zu haben, die sich natürlich auf genau dies Kriegsszenario seit Jahren intensivst vorbereitet hat. Das einzige Mittel, was Israel hat, das tatsächlich eine realistische Chance auf die Zerstörung des iranischen Nuklearprogrammes verspricht, sind seine mehr als 200 Nuklearsprengköpfe. Und genau das ist die Bedeutung der von Deutschland gelieferten Atomraketen tauglichen U-Boote. Deren mit nuklearen Sprengköpfen bestückten Cruise Missiles sind vom persischen Golf aus abgeschossen dazu in der Lage, die iranische Luftabwehr ´mit minimaler Vorwarnzeit zu überwinden.

Natürlich würde man den Ersteinsatz dieser Massenvernichtungswaffen  als  „Zweitschlag" ausgeben, indem man in Israel einen nuklearen Terroranschlag z.B. mit einer schmutzigen Bombe inszeniert, für den man den Iran verantwortlich macht

Iran kann Israel nicht angreifen

Umgekehrt ist der Iran militärisch völlig außerstande Israel anzugreifen. Er verfügt nicht nur über keine Atomwaffen sondern auch weder über nuklearwaffentaugliche U-Boote noch über eine Luftwaffe, die in der Lage wäre in 1500km Entfernung die israelische Luftverteidigung auszuschalten - vom Einsatz von Bodentruppen einmal ganz zu schweigen. Das israelische Militär rechnet selber im Falle eines eigenen Überfalls auf den Iran mit maximal 300 eigenen Toten.

Der Iran könnte jedoch die Straße von Hormus effektiv sperren und dadurch den Ölpreis in unabsehbare Höhe treiben, eine Bedrohung, die das Obamaregime durchaus ernst nimmt und im Wahljahr nach Möglichkeit zu vermeiden sucht. Die Imperialisten könnten zwar durch monatelanges Bombardement wie ehedem in Jugoslawien die iranische Infrastruktur zerschlagen, jedoch auf keinen Fall angesichts der Größe Irans den Einsatz von Bodentruppen planen.

Vor allem aber birgt dieses Vorgehen unkalkulierbare politische Risiken für die Statthalter der imperialistischen Herrschaft im ganzen nahen und mittleren Osten. China und Russland könnten nur die Schlussfolgerung ziehen, dass allein nukleare Abschreckung die Sprache ist, die die NATO-Imperialisten verstehen und massiv entsprechend aufrüsten.

Deal oder Überfall

Am wahrscheinlichsten erscheint somit ein Deal mit dem iranischen Regime; zumindest entspräche ein solcher gegenwärtig eher den Interessen der Imperialisten als ein zionistischer Überfall.

Allerdings ist die Gefahr für den Weltfrieden durch einen nuklearen Erstschlag durch das zionistische Gebilde und die sich daraus ergebenden zwangsläufigen Folgen nach wie vor sehr akut. Netanyahu und Barak könnten gerade die eingeschränkte Handlungsfähigkeit Obamas im Wahljahr ausnutzen

Genau davor hat Grass eindringlich warnen wollen

 

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