| Raucher aller Länder - vereinigt euch ! |
|
|
|
|
08.03.2007
- bisherige Aufrufe: 4197 |
|||||||
Es kann eins schon in 's Nachdenken kommen, wenn ein kleines Laster wie das Rauchen von sämtlichen Parteien zum Menschheitsproblem hochstilisiert wird. Auf jeden Fall gibt es keine Partei, ja kaum einen Politiker, der sich traut diesem Terror der Tugend entschieden entgegenzutreten. Als kämen die Menschen dem Paradies ein entschiedenes Stück näher, wenn bloß diese unverbesserliche Minderheit der Raucher sich ein bisschen zusammenreißen tät'. Als gestandener Raucher könnte ich auch mit einem umfassenden Rauchverbot leben, bzw. sterben. Pistole oder Strick sind ohnehin sicherer als Gauloises ohne. Ich wüsste, wirklich verhindern ließe sich die Tabakinhalation nicht - bei allem maßlosen Bemühen unserer Mäßigkeitsstifter. Man denke an die Zeit der Prohibition und gegenwärtig an das Problem des Kiffens (komischerweise ist sie hier ganz lässig, unser Grüne Partei, obwohl die Gefährlichkeit psychogener Stoffe nicht unterschätzt werden sollte) bis hin zu wirklich heftigen, nämlich hirnzerknallenden Drogen. Aber bedenklich stimmt sie schon, diese Hexenjagd gegen den Rauchgenuss. Und eine Hexenjagd ist sie. Wo doch jeder weiß, die Rücksichtnahme gegenüber Nichtrauchern hat ein ganz anderes Niveau, verglichen mit Zeiten vor gerade mal einigen Jahrzehnten. Da war es, von Kirchen, Krankenzimmern und Gerichtssälen mal abgesehen, geradezu selbstverständlich, sich immer und überall eine zu dampfen. Und heute? Außer im Freien und in der Kneipe ist es - mit Recht - gehört es zum guten Ton, Anwesende zu fragen, ob die Zigarette stört.
Dahinter steht, Rauchen wird als überflüssig, als "sinnlos" angesehen. Mag sein, aber was ist daran so schlimm? Es ist so sinnlos wie das Ondulieren von Haaren mittels bestimmter Chemikalien oder die Herstellung und Verwendung von Kosmetika. Oder das Bodybuilding. Oder das Rumgurken mit einem Auto als Sport. Oder das Rumvögeln ohne Kinderwunsch. Oder das Lutschen von Süßigkeiten ohne Nährwert. Oder das Essen über die Sättigungsgrenze hinaus, rein aus Appetit und Lust. Das Spielen um Geld.
Um dem gleich
den Zahn zu ziehen. Es ist durchaus nicht so, dass all diese Tätigkeiten,
Verrichtungen und Verwendungen nur den unmittelbaren Ge/Nutznießer betreffen
bzw. gefährden. Der Alkoholgenuss führt statistisch gesehen - dazu braucht es
keine Heidelberger Wissenschaftler -
Der Mensch, ja
das höhere Tier unterscheidet sich vom Einzeller gerade dadurch, dass sein Leben
nicht reduziert ist auf Selbsterhaltung und Fortpflanzung, sondern reichhaltig
sein kann, spielerisch, über das Naturnotwendige hinausgehend.
Sport gerne, aber bitte nicht mehr und anders, als er der „Solidargemeinschaft" an Kosten spart. Bildung ja, aber bitte nur so viel, wie sie "dem Fortschritt" zuträglich ist. Und auch Vergnügen, aber keines, was eventuell die Arbeits- und Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen könnte. Schöne, neue Welt. Abschließend, ein Takt zu den Grünen. Sie stilisieren sich (immer noch) gern als Erbe der 68er. Diese aber - der Autor hatte das Glück dazu zu gehören - setzten durch, dass in Hörsälen geraucht werden konnte. Rauchen war ein Zeichen der Rebellion, das Selbstverständliche des privaten Genusses auch in der Öffentlichkeit.
Also, aus der gar nicht so unsympathischen, herrschaftskritischen Bewegung ist eine Partei geworden, für die das Rauchverbot bei humanitären Menschenrechtskriegen das ist, was realistischerweise den Leuten an äußerstem Glück zugemutet werden kann. Da sach ich mal: Die Grünen brauchen uns. Wir können gut oder besser ohne die Grünen (und einige andere Parteien auch) leben. Und jetzt ne schöne Pfeife mit schwarzem Latakia und ein 12-Jahre alter Irischer. Alles Gute, liebe Asis. --------- P.S. Eigentlich versteht es sich von selbst. Aber unsere Gesundheitsapostel greifen ja bekanntlich mit Begeisterung nach jedem Brett, das sie sich irgendwie vor den Kopf nageln können. Gesundheit ist ein Wert. Aber eben nur ein Wert. Mancher ist von Geburt an behindert oder kränkelnd. Und der kann nichtsdestotrotz ein glückliches und erfülltes Leben führen, wenn er Gesundheit nicht zum Fetisch macht. Manch anderer hingegen, der sein Trachten und Sehnen auf eine gesunde Lebensweise gerichtet hat, fällt vom Glauben ab, wenn er - spätestens im Alter - zur Kenntnis nehmen muss, dass auch er kein Gott ist und sich durch was auch immer kein ewiges, von Krankheiten freies Leben schaffen kann. Dann zermartern sich nicht wenige die Birne: "Was habe ich bloß falsch gemacht. Was meine Eltern?" Wer die Gesundheit über alles stellt, ist - bei aller Zurückhaltung meinerseits - nahe beim Faschismus. Denn der Grundtenor dieser fanatischen Knallköppe ist, auf einem hohen Stand der Zivilisation und des möglichen Luxus, den "Kampf um 's Dasein", die Reduzierung auf das absolut Notwendige als des Menschen höchstes Gut zu predigen. Also Vorsicht, liebe Grüne, in wessen Gesellschaft ihr ungewollt geraten könnt! Anhang: Rauchverbot im Auto Wieder mal ein gelungener Vorschlag, zeitlich passend - Karneval, um die Eigenverantwortung des mündigen Bürgers zu stärken. Zwar sind mir in meinem fortgeschrittenen Alter noch keine Eltern vorgekommen, die bei der Mitnahme von Kleinkindern im Auto eine nach der anderen qualmen. Aber es mag ja welche geben, und wegen denen braucht Deutschland wegen der Deregulierung dringend ein Gesetz. So gut gemeint der Vorschlag von Tante Bätzing ist, so ist er doch unzureichend. Verbote, die kaum durchgesetzt werden, werden nicht beachtet und stellen unseren Rechtsstaat in Frage. Es kann nicht genügen, wenn unsere Polizei systematisch Raucherkontrollen durchführt und ihrem Beruf als Schnüffler gerecht wird. Auch nicht dass der verantwortungsvolle Mitbürger als informeller Mitarbeiter der Raucherstaatssicherheit auf verdächtige Fahrzeuge achtet, sie gegebenenfalls stoppt, auf jeden Fall die Staatsgewalt anruft. Sondern, jedes Fahrzeug ist mit Sensoren auszustatten, die die Gleichzeitigkeit von Rauch, und etwa Kindergebrabbel, Geruch von Windeln oder Penatencreme der nächsten Polizeistation melden. Weitere Vorschläge an unsere Regierung: Eltern ist es bei Strafe zu verbieten, ihren Kindern Müsliriegel und Junkfood zu verabreichen. Das Mitnehmen von Kindern in Autos auf Vergnügungsfahrten wird untersagt. Begründung: Jährlich sterben 300 Kinder als Passivautofahrer auf Fahrten, die ausschließlich aus Jux und Dollerei unternommen werden. Dies hat eine Studie der Heidelberger Universität bewiesen. Müttern und Vätern von Kleinkindern ist der Beruf als Verkäufer verboten.
Alle Fernsehsendungen, in denen Politiker, Wirtschaftsbosse und allwissende Mediziner auftreten, sind zu verschlüsseln, damit sie von Jugendlichen und vor allem Kindern nicht konsumiert werden können. Begründung: Diese Sendungen tragen zum Werteverfall bei. Minderjährigen wird hier vorgemacht, dass man in unserer Gesellschaft durchaus über Dinge reden, ja sogar entscheiden kann, ohne das Mindeste davon zu verstehen. Und dafür noch bestens bezahlt und hoch angesehen wird. Sicherlich Eingriffe in die persönliche Freiheit. Aber der Schutz unserer Kinder sollte uns das wert sein. Gesundheit ist der oberste Wert, nichts geht über ein langes, krankheits- konfliktfreies und ebenso ereignisarmes und langweiliges Leben. Zudem: Die Tugend kann nur durch den Terror herrschen. Ach, was man nicht noch alles verbieten könnte, Alkohol, Musik in geschlossenen Räumen, auf jeden Fall die so genannte eines Wolf Biermann! "Ehre wem Ehre gebührt, jetzt endlich eine für Herrn Biermann!" http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/2062/37/ Können das unsere Ministerien so nebenbei überhaupt schaffen? Brauchen wir nicht ein eigenes Verbietungsministerium!? Letzte Meldung: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg umbenannt in Ottilie Hoffmann Universität Oldenburg Friedenstaube vom Dach entferntOldenburg (dada) Wie kürzlich gemeldet, ist in den Räumlichkeiten der Universität Oldenburg ein umfassendes Rauchverbot verhängt worden. Überraschend ist jetzt auch der Name Carl von Ossietzky Universität geändert worden, einst nach langen Auseinandersetzungen von den Universitätsangehörigen gegen die Politik und große Teile der Oldenburger Bevölkerung durchgesetzt. Dazu ein Sprecher der Universität zu unserem Korrespondenten Klaus Priesucha: >>Es hat sich leider herausgestellt, dass Carl von Ossietzky, ungeachtet dessen dass er im Nationalsozialismus zu Unrecht schwer gelitten hat, nicht die Lichtgestalt war, wie zum Zeitpunkt der Namengebung angenommen. Bei aller berechtigten Kritik, die Ossietzky an der Weimarer Republik geübt hat, ist er doch nach seit neuerem gültigen Maßstäben zu weit gegangen. Wie Hans-Ulrich Wehler zutreffend anmerkte „auch radikale publizistische Kritik muß jede Demokratie vertragen können. Aber die Verantwortungsethik demokratischer Journalisten darf sie die Grenze zur prinzipiellen Staatsfeindlichkeit nicht überschreiten lassen." Kurzum, jede noch so scharfe Kritik muss enden damit, dass die Demokratie die beste aller Staatsformen ist und die Kritiker - verdammt noch mal - gefälligst die SPD, heute auch die Grünen und wenn `s nicht anders geht, die Linkspartei als kleineres Übel zu wählen haben. Anderenfalls leistet der Kritiker - wenn auch ungewollt - Hilfe, schlimme Herrscher wie Adolf Hitler an die Macht zu bringen. Diesen wiederum muss die Öffentlichkeit differenzierter als bisher sehen. Hat er auch vieles in Rauch aufgehen lassen, Hitler war entschiedener Nichtraucher! Nach Ansicht Hitlers war der Tabak die Rache des „roten Mannes" (Indianer) an der „weißen Rasse" für den Alkohol. Unter seiner Ägide wurden erstmalig in Deutschland mit den gesundheitlichen Gefahren begründete Rauchverbote erlassen. Das Dritte Reich führte eine umfassende Kampagne gegen das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln und am Arbeitsplatz. Auch die Werbung für Tabak und der Anbau wurden starken Auflagen unterworfen. Im Mittelpunkt standen gesundheitliche Folgen und die Minderung der Arbeitskraft, bedauerlicherweise vermengt mit rassistischer Propaganda gegen Juden und Schwarze. Zu den Neuerungen dieser Epoche zählen auch der Begriff des Passivrauchens und das Einführen von Nichtraucher-Abteilen in Zügen." (Wikipedia "Tabak")
Weiter der Sprecher: >>Auch wurde überfälligerweise Picassos Friedenstaube vom Dach des Hörsaalgebäudes in einer gemeinsamen Aktion von Wissenschaftlern, Verwaltungskräften und kritischen Studenten entfernt und durch eine Müslischale ersetzt. Zum einen hat sich herausgestellt, dass Picasso Kommunist war, zum anderen auch Bilder gemalt hat, die der Jugend ein denkbar schlechtes Beispiel geben. Mit dem umfassenden Rauchverbot wahrt die Universität Oldenburg ihren Ruf, gegen den gesellschaftlichen Mainstream sowie die herrschende Politik Freiräume nicht nur der Wissenschaft, sondern auch des praktischen Lebens durchzusetzen. Ihre Studenten, von denen nicht wenige die Chance haben, Dauerkunden des Arbeitslosenamtes zu werden, haben so frühzeitig Gelegenheit, sich an das Warten in rauchfreien Räumen zu gewöhnen. Außerdem ist so eher gesichert, dass sie bis zum Renteneintritt mit vorraussichtlich 87 pumperlgesund mit Hartz IV auskommen.<<
Powered by !JoomlaComment 3.26
3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved." |
|||||||
| Letzte Aktualisierung ( 26.03.2007 ) | |||||||
| < Zurück | Weiter > |
|---|
































Es wird so getan, als sei Tabakrauch so ziemlich das einzige, was
einen anderen gefährdet. Da erzählen uns Leute, die als Wissenschaftler ernst
genommen werden wollen, dass ein Nanogramm Tabakrauch Unbeteiligte mit
Sicherheit ins Grab bringt. Anders als unzählige andere Emissionen, von
Kraftfahrzeugen, Heizungsanlagen, industriellen Verbrennungsaggregaten, kosmetischen
Chemikalien u. s. w.
mit einiger Sicherheit zu einer höheren
Zahl von schweren Verletzungen und (Verkehrs)toten als das Rauchen. Und zur
Zerstörung vom Familien und Beziehungen. Die Verwendung von chemischen
Backzutaten, ja die Verwendung von Mehl als solchem verursacht Allergien bei
Bäckern, die von Chemikalien zu welchen bei Friseuren. Wenn jede Familie sich
ihr Brot eigenhändig backte, die Leute sich wechselseitig die Haare machten,
wären diese Probleme erledigt. Da das meiste im sozialen Raum stattfindet ist
zwangsläufig "dem eenen sin Nachtigall, dem annern sin Uhl". Will
sagen, was für den einen als Ausdruck der Lebensfreude unverzichtbar ist, ist
für den anderen widerwärtiger Lärm.
Die ironische Pointe nun
ist: Unsere Mäßigkeitsstifter, die in der Regel auch Eigenverantwortungsprediger
sind, geben (damit) an, sie würden "das Leben" schützen. Aber was
denn für ein Leben! Eines, das von allen Schrägheiten und Ungereimtheiten, auch
Fehlsamkeiten gereinigt ist. Es liegt dem ein Bild des Menschen zu Grunde, das
menschenfeindlicher kaum sein kann. Der Mensch soll zu jeder Zeit so lange wie
möglich der Arbeit zur Verfügung stehen, soll seinen Kinderwunsch danach
ausrichten, ob, wie viel und von wem "die Gesellschaft" Nachwuchs gerade
benötigt, jeder Zeit die Gelegenheit haben, seine sauer verdienten Kröten
wieder in den Wirtschaftsablauf einzuspeisen. Und im übrigen seine freie Zeit
darauf zu verwenden, sich für diese blödsinnige Tretmühle fit zu machen und zu
halten.
Was ist aus den
Grünen geworden? Eine Partei, die alle Werte und Unwerte der bürgerlichen Gesellschaft alternativ aufbläst. Wo
früher das vertrocknete Tante Klärchen naserümpfend meinte "das macht man
doch nicht, wenn das jeder täte, das hat doch keinen Sinn und was das an Geld
kostet" motzen die Grünen solch moralinsaures Gebrabbel zu Überlebensfragen
auf. Wer raucht oder nicht
gesundheitsbewusst isst, wer Autofahren nicht auf das absolut Unvermeidliche beschränkt,
gefährdet das Überleben der gesamten Hundheit, äh Tierheit, äh Menschheit - so
heißt dat doch, oder?
Begründung: Infolge der erweiterten Ladenöffnungszeiten ist eine
umfassende Betreuung von Verkäuferkindern nicht mehr gewährleistet, so
dass zunehmend psychische Störungen
schon in früher Jugend festzustellen sind. Die anschließenden Therapiekosten belasten
die öffentlichen Haushalte. Auch das wurde von den Heidelbergern Forschern
nachgewiesen.
Carl von Ossietzky
hingegen war nicht nur ein zersetzender Kritiker der Weimarer Republik, sondern
auch „zurückhaltend und schweigsam, die Zigarette in der leise zitternden
Hand," ein Raucher! Die Universität Oldenburg kann daher unmöglich weiter
seinen Namen tragen und benennt sich hiermit nach der Bremer
Mäßigkeitsstifterin Ottilie Hoffmann, die so dem unverdienten Vergessen
entrissen wird.<<



















