| Interview mit einem Streikenden Kollegen bei der Telekom |
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07.05.2007
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Jens F. arbeitet bei der Telekom im Raum Koblenz.
Jens, was ist im Moment los bei der Telekom, warum gibt es diese Konfrontation? Die T-Com unter René Obermann plant ca. 50 000 Stellen auszugliedern und in die T-Service GmbH reinzupressen. Das Ergebnis davon wären längere Arbeitszeiten (38 Stunden statt bisher 34 für Vollzeitkräfte) für weniger Geld. Man denkt an Lohnkürzungen bis zu 30 %. Die Weggefallenen 30 % sollen die Kolleginnen und Kollegen im Vertrieb durch mehr Verkäufe wieder reinholen. Dadurch entsteht natürlich ein höherer Druck auf die Leute, insbesondere im Vertrieb, wo ich arbeite. René Obermann versucht ebenso mit weniger Personal, Lohndumping und längeren Arbeitszeiten besseren Kundenservice zu garantieren, was eine Farce ist. Aktuell unterstellt man den Kollegen, dass sie sich nicht genügend reinhängen und sich ausruhen. Laut T-Com-Vorstand soll damit Schluß sein. Man möchte insgesamt den Druck auf die Mitarbeiter erhöhen. Wie reagieren die Kolleginnen und Kollegen an der Basis? Die Stimmung wird zunehmend gereizter und es setzt großer Argwohn gegenüber den Plänen des T-Com-Vorstandes ein. Die Mehrheit der Kollegen ist für einen Streik und hat die Warnstreiks der vergangenen Tage aktiv unterstützt. Unter den Betroffenen herrscht großer Zusammenhalt. Die Beamten der T-Com, welche leider nicht streiken dürfen, erklärten sich mehrheitlich solidarisch mit dem Streik der Angestellten. Nur wenige Leute beteiligten sich nicht an den Warnstreiks. Was ist Eure Strategie? Es wird erstmal leider nur tageweise gestreikt. Das nächste mal soll wieder am 03.05. sein. Letzte Woche gab es einen Ausflug nach Mayschoß, wo die Verhandlungen zwischen Verdi und der Arbeitgeberseite stattfanden. Wie es jetzt weitergeht kann ich noch nicht so genau sagen, jedoch könnte, wenn die Verhandlungen nicht in unserem Sinne sind, daraus ein wochenlanger Streik entstehen, den die Mehrheit der Kolegen unterstützen würde. Wie können wir Linke Euch im Kampf unterstützen? Unterstützen kann man uns natürlich mit Demos, Solidaritätskundgebungen und ebenso mit dem Verteilen von Flugblättern, in denen die Lage den Mitarbeitern vor Augen geführt wird, insbesondere denen, die sich bisher geweigert haben zu streiken. Denn es geht um unser aller Arbeitsplätze.
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Jens F. arbeitet bei der Telekom im Raum Koblenz.



















