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Agent Provocateur - Welche Glatze passt unter welche Kaputze? PDF Drucken E-Mail
09.06.2007 - bisherige Aufrufe: 3559

heizer.jpgBereits bei den simultan erfolgten Ausschreitungen in Rostock hat Journalismus - Nachrichten von Heute, link„geheime Staatsbedienstete" im schwarzen Block ausgemacht. Wir haben Hunderte von Fotos und Filmbeiträge anaylisiert und unsere dieselben Personen, die sich deutlich von den Demonstranten unterschieden, obwohl sich zivil gekleidet waren, immer wieder an verschiedenen Orten entdeckt. Am Mittwoch gegen 19:00 Uhr wurde vor der Kontrollestelle Galoppenrennbahn in der Nähe von Heiligendamm ein Agent Provocateur linkenttarnt. In seinem Team war jener, den wir seit den „Bränden" von Rostock beobachteten.

Das zeigen Videos und Fotos: Sie operieren im Team von fünf „Undercover Agenten" - ähnlich wie die GSG9, mischen sich unter den leicht zu infiltrierenden schwarzen Block, heizen tüchtig ein und sorgen mutmaßlich dafür, dass die Gewalt ausbricht. Aufmerksam wurden wir auf das Team über die Bildserie eines Fotografen der dpa - vermummte, mit Steinen bewaffnete Chaoten, vor den Flammen purer Gewalt.
Auffällig war, dass sie nicht einfach mit Steinen warfen, sondern eine klare Hierarchie inklusive Befehlsausgabe erkenntlich ist. Die Befehlsausgabe ist militärisch, wie sie auch in Militärschulen gelehrt wird: Disziplin; ein Phänomen, das man freilich von der Autonomen-Szene nicht gewohnt ist, vor allem wenn es um den Befehlsempfang geht.

wawe
Wiederentdeckt? Der Greifer im Wasserwerfer
© Foto: onlineredaktion jnvh

Außerordentlich eindrücklich ist die Befehlsausgabe auf dem Foto des Fotografen der dpa dokumentiert, das in den Nachrichtensendungen von SPIEGEL und anderen Nachrichtenmagazinen als Schreckensbild von dem Terror in Rostock berichtete. Das Foto wurde laut telefonischer Rücksprache mit dem Fotografen der dpa ziemlich genau um 16:00 Uhr geschossen. Um diese Zeit war der Mob bereits in unzählige Schlachten mit der Polizei verwickelt. Ein klassisches Katz- und Maus-Spiel, auf dem relativ eng begrenztem Raum des Stadthafens.

Festnahme
Undercover bei einer fingierten Verhaftung?

Kurz vor 15:00 Uhr bot die Demonstration noch ein heiteres und farbenfrohes Bild. Die Polizisten, welche den Demonstrationszug begleiteten, zeigten sich begeistert. Plötzlich, wie auf Kommando, zogen sich die Prügelknaben im Westsektor des Stadthafens die Sturmhauben über die Gesichter und setzen Helme auf. Knappe zwei Minuten später operierte offensichtlich ein Fünferteam: einer von ihnen überwältigte einen vermeintlichen Autonomen, während sein „Bodyguard" einen anderen zu Hilfe eilenden Mitstreiter mit Elektroschocks zu Boden streckte. Zählen wir den „Verhafteten" zum Team, kommen wir - inklusive der Begleiter des „Verhafteten", die ein Dreierteam waren - auf fünf Personen. Ein GSG9-Team? Oder ein Team der Sektion II des Verfassungsschutzes?

Wie SPIEGEL-TV berichtete, explodierte zur gleichen Zeit die Stimmung im „Ostsektor", ebenfalls kurz bevor dieser Demonstrationszug um 15:00 auf den Abschlußplatz kam. Ein einsam stehender Polizeiwagen wurde angegriffen, Steine flogen, die Schlacht begann. Nachdem der Showeffekt erreicht worden war, konnten eigenartigerweise drei vermummte Chaoten den zerstörungswütigen Mob mit wenig Aufwand von dem Polizeiwagen weiterleiten. Auch hier hatte die Schlacht begonnen, die medienwirksam vom eigentlichen Thema - dem G8 Gipfel - ablenkte und den enormen Sicherheitsaufwand und seine monströsen Kosten rechtfertigte.

Eine Stunde später, um 16:00 Uhr, schoß der dpa Fotoreporter die erschreckende Serie zweier vermummter Gewalttätiger, die - vor brennendem Hintergrund und Steinen in den Händen - eine Lagebesprechung, respektive eine Befehlsausgabe zeigen. War der eine Chaot nicht eine Stunde zuvor im 270 Meter entfernten Westsektor bei der fingierten Verhaftung anwesend? Wie ist das möglich? Die Stadt Rostock berichtete uns auf Anfrage:
„Die Eskalation kam für uns relativ überraschend, rasend schnell, quasi aus dem Hinterhalt. Autonome haben sich wohl unter die normale Demonstration gemischt (auch völlig normal aussehend), sich dann blitzschnell umgezogen (vermummt) und dann zugeschlagen. Ebenso schnell haben sie sich dann wieder umgezogen und in friedliche Demonstranten zurückverwandelt, alles in Sekunden bzw. einigen Minuten."
Wir wußten, wir haben „Agents Provocateurs" vor uns aufgereiht. Jene Undercover-Agenten die wir zweifelsfrei identifizieren konnten, haben wir wiederentdeckt: Eventuell im Rückspiegel eines Wasserwerfers - vielleicht gerade beim sekundenschnellen Umziehen vom Chaoten zum Staatsbediensten?

nase1
Der "Nasenmann"

handyman
"Handyman" & "Nasenmann"

Sie alle haben während unserer Recherche Namen bekommen: Der "Glatzenkopf", die "Baseballkappe", der "Lockvogel", die "Mumie", die "Schirmmütze" - ein exzellenter Kämpfer übrigens, der "Koloss", der "Handyman" und der "Nasenmann". Jener und sein Team wurde am 6. Juni . gegen 19:00 Uhr von aufmerksamen Demonstranten erkannt und den Kollegen von der Polizei übergeben. Ob der Glatzenkopf, von dem wir vermuten, er sei anwesend gewesen an diesem Abend, ebenfalls zu seinen Kollegen von der Polizei gewechselt hat, das wissen wir noch nicht. Was uns aber erstaunt hat ist, dass unser Glatzenkopf einen anderen Arbeitsnamen haben müsste, denn sie alle haben Glatzen. Neonazis?

muetze
Ein exzellenter Kämpfer: Die "Mütze" attackiert einen Demonstranten.

Vermutlich nicht. den deren Bekleidung erinnert sehr an Kleidungsstücke wie man sie in der Kleiderkammer von staatlichen Mitarbeitern findet, immer salopp, aber altmodisch geworden und gut gepflegt.

Aber beschäftigt sich die Sektion II des Verfassungsschutzes nicht mit dem deutschen Rechtsextremismus und -terrorismus sowie dem deutschen Linksextremismus und -terrorismus? Eben! Vielleicht haben die Verantwortlichen des Verfassungsschutzes Teams eingesetzt, die, ihren Glatzen entsprechend, im „normalen Leben" die Neonazi Szene infiltriert haben.

Sämtliche Fotos wurden ausschließlich zu analytischen, nicht kommerziellen Zwecken verwendet

http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/3817377/
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