| USA: Killen für die Währungsstabilität? |
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03.08.2007
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Ende Juli 2007 fiel der
Dollar um Cent auf 1,38 €uro, weil einerseits China
200 Milliarden US-Staatsanleihen verkaufte, die es für die Kredite an Afrika
etc. benötigte, und weil andererseits Iran den Ölhandel von Dollar auf €uro-
bzw. Rial/Tuman-Basis umgestellt hatte. Bei 1,40 wird es kein Halten für den
Dollar mehr geben. Was war geschehen?
Bush hatte den Staat mit bald 9 Billionen Dollar verschuldet, mit Kommunen, Staaten, Firmen und Private waren das gar 42 Billionen. Jeden Tag muss das Ausland 2 Milliarden der USA leihen, andernfalls würde dort der Lebenstandard um mindestens 30% fallen. Die Amerikaner kommen mit 125.000 $ Schulden im Schnitt zur Welt und leben weiter auf Kosten hauptsächlich der Asiaten. China und Japan haben ihre Währungen mit jeweils 1 Billionen US-Staatsanleihen gestützt. Der Staat druckt eifrig Dollar und konnte somit im Jahr 2006 396 Mrd. Dollar für Rüstung ausgeben, lt. SIPRI 42% der gesamten Weltrüstung. Der Afghanistankrieg hat bisher 157 Mrd. und der Irak-Krieg 567 Mrd. Dollar verschlungen und 142 Mrd. sind für den Irak-Krieg 2008 geplant. Hat da jemand was von Kriegsende gesagt? http://www.jungewelt.de/2007/07-31/018.php http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,497558,00.html
Die Industrie wurde
besonders
Die Leitzinsen werden
von der National-Bank erhöht, damit die Kredite nicht ins Unermessliche steigen
und damit die Inflation angetrieben wird. Das hat aber eine Grenze dann, wenn
wiederum das Wirtschaftswachstum abgewürgt werden sollte. Die Zinsen stiegen und
stiegen, bis dem Endverbraucher die Kred Die spanische Immobilienblase und die osteuropäische sind kurz vor dem Platzen. In Deutschland hat die platzende Immobilienblase schon die IKB erfasst, Tochter der halbstaatlichen KfW erfasst und leicht die Deutsche Bank gestreift, die an einem strauchelnden australischen Private-Equiti-Haus beteiligt ist. Autobranche und Einzelhandel schwächeln. http://www.n-tv.de/833621.html Der DAX-Aktienkurs ist von seinem Höchstkurs von 8.100 auf 7.400 Punkte gefallen. Der Dollar wird im Ausland weniger gefragt, der €uro hat ihn schon mit der Geldmenge M3 eingeholt. Bei Krediten werden mehr Sicherheiten gefragt. Der Höllenhund Cerberus hat Schwierigkeiten, das Geld für Chrysler zusammenzubekommen. Viele Private-Equiti-Häuser kommen schon schwieriger an Geld, Blachstone, KKR, TPG usw., sie kriegen Probleme. „In Finanzkreisen ist derzeit von mindestens 20 großen Deals die Rede, deren Abschluss wegen der Überhitzung des Kreditmarktes gefährdet seien, berichtet die International Herald Tribune." Aber was kommt nach dem „Masters of the Universe"-Kapitalismus? Vielleicht die 1€-Jobber-Sklavengesellschaft? „Servus, existenzsichernde Erwerbsarbeit: Erfolgsmodell Niedriglohnbranche" titelt die Junge Welt. http://www.jungewelt.de/2007/07-30/014.php Ein sehr dramatisches anschauliches Beispiel erzählen die Kieler Nachrichten, http://www.kn-online.de/news/archiv/?id=2191883 die Zukunft der Billig-Arbeiter liegt in den Arbeitskasernen, Wohnung wird Luxus, Familien werden sich nur noch die Doppelverdiener leisten können, aber wehe, einer wird arbeitslos. Will uns aufgrund der Billiglöhner aus China für 50 Cent die Bourgeoisie in die 50er Jahre zurückschicken und halten wie die Hunde, die haben es ja oft noch besser. Den Widerstand gegen den Sozialraub werden die Herrschenden mit allen Mitteln zu unterdrücken versuchen. Gestern wurde die Linke Zeitung Junge Welt wegen § 129a „Gründung einer terroristischen Vereinigung" durchsucht. Schäuble begründete die Handhabung des Paragraphen wegen des angeblichen islamischen Terrorismus, aber angewendet worden ist er zwei mal in Hamburg während der G8-Tage und jetzt gegen eine Linke Zeitung. Die Linke muss sich gegen die Kriminalisierung enger zusammenschließen In den USA haben die platzenden Blasen der Finanzwelt einen bösen Schock verpasst. Dick Cheneys Finanzberater ortet die "erste wirklich globale Blase" und ruft die nächste "Bubble-Time" aus http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25206/1.html Laut "Dr. Doom" Marc Faber ist ein weltweiter Börsencrash unvermeidbar. Eine Blase nach der anderen werde platzen. Fragt sich nur: Wann? http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25809/1.html Wallstreet-online: „Der weltbekannte, und renormierte multi Milliardär, Julian Robertson, dem sogar Wikipedia eine eigene Seite widmet http://en.wikipedia.org/wiki/Julian_Robertson , soll heute beim US Fernsehsender CNBC die Prognose gestellt haben, dass die ganze Welt in einer totalen Wirtschafts-Katastrophe enden wird." http://www.wallstreet-online.de/community/thread/985436-1.html
Waffenaufträge sind ein beliebtes Mittel, um die Währung zu stabilisieren, die Wall Street sprach gleich vom sich aufhellendem Geschäftsklima. Die Wirtschaft geht im Kapitalismus nur noch aufwärts, wenn Blut fließt. Blut für Boom, fordert das Akkumulationsgesetz. Der Irak-Krieg hat allein für den Wirtschaftsaufschwung 2% gebracht. Man stelle sich nur den fürchterlichen Fall vor, dass auf der Welt Frieden herrscht und alle Kinder der Welt nur noch sich freuen und Lachen würden, die kapitalistische „Markt"wirtschaft würde nur noch fallen, käme zum Stillstand, und wir würden das Ackermännche nicht mehr mit dem Siegerlächeln in die Kamera blicken sehen. Aber am 29.7. sah man nicht nur den Dollar wieder nach oben steigen, sondern auch, dass die Russen den Iranern 250 Jagdflugzeuge des Typs Su-30 MK liefern werden. Also muss doch Bush noch mal 3 Flugzeugträger in den Persischen Golf abkommandieren und eine weitere halbe Billion beim Kongress beantragen. Noch mehr Blut muss fließen. Letztlich wird nur noch die Waffenindustrie funktionieren und es Arbeitsplätze bei der Navy geben. Wer will dann noch dem Ölsauger nur einen Cent leihen, doch nicht China, das sind doch die Rivalen. Der Waffendeal ist nicht nur eine weitere Vorbereitung des Krieges gegen den Iran, sondern auch die Neuaufteilungspläne des Nahen Ostens durch das Pentagon werden damit vorbereitet. (Vgl. meinen Artikel: Kriege, Diktatur, Inflation, Wirtschaftszusammenbruch Es bleibt Bush nur die Dollardruckmaschine und letztlich der Notdollar und bewaffnete Banden ziehen plündernd über die Lande. Alle bürgerlichen Staaten der Welt lösen sich auf. Wer will dann noch wie in Somalia das bürgerliche Kasperltheater der Parlamente ernst nehmen. Die 100 besetzten Betriebe in Argentinien, die Rätebewegung in Oaxaca und die Basisbewegung in Venezuela wissen sich gegen die Vandalen zu wehren. Das werden die Kollegen in Europa ganz schnell nachmachen müssen. Die massive Bewaffnung des Nahen Ostens sollte nur eine Antwort kennen: Deutsche Truppen raus aus dem Ausland, Raus aus der NATO und Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit den USA, statt dessen Beziehungen mit der amerikanischen Friedensbewegung. Bushs Diktatur wird Proteste in der ganzen Welt heraufbeschwören müssen. Asyl für amerikanische Deserteure und Flüchtlinge!
Norbert Nelte Internationale Sozialisten im Netzwerk Linke Opposition
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| Letzte Aktualisierung ( 03.08.2007 ) | |||||||
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Ende Juli 2007 fiel der
Dollar um Cent auf 1,38 €uro, weil einerseits China
200 Milliarden US-Staatsanleihen verkaufte, die es für die Kredite an Afrika
etc. benötigte, und weil andererseits Iran den Ölhandel von Dollar auf €uro-
bzw. Rial/Tuman-Basis umgestellt hatte. Bei 1,40 wird es kein Halten für den
Dollar mehr geben. Was war geschehen?
dann, wenn sie in
Schwierigkeiten steckt, vom Staat unterstützt, beispielsweise wurden die Jeeps,
die 24 Liter verbrauchen, mit 33.000 $ unterstützt, oder das mittelständische
Wählerklientel erhielt Wahlgeschenke in Form von niedrigen Zinskrediten für ihre
Häuser und in den USA schoss die Wirtschaft jedes Jahr um gut 6% in die Höhe.
Europäisch gerechnet, ohne hedonisch die Produktivitätssteigerung mit
einzurechnen wären das zwar nur 4%, aber immerhin. Man dachte, um Öl auf
Dollar-Ebene zu kaufen, müsste die Welt sich erst mal Dollars leihen und die
Chinesen müssten ihnen immer das Geld leihen, damit sie weiter an ihre
Wal-Mart-Kette exportieren konnten. Das nennt man das gegenseitige
Gefangenen-Dilemma zwischen China und den USA. Das geliehene Wirtschaftswunder
wird ewig halten, war man überzeugt. Alle haben sich bis über die Ohren
verschuldet und der Staat druckt im Gottvertrauen eifrig Dollarnoten. Wie viel,
wird nicht mehr wie vor dem schwarzen Freitag
veröffentlicht.
ite zu teuer wurden und
er nicht mehr auf Pump konsumieren konnte. Nun ist 2007 das Wirtschaftswachstum
von durchschnittlich 6 auf 2% gefallen und der Leitzins wurde bei 6,25%
angehalten. Aber zu spät. Die Amerikaner hatten sich heillos überschuldet und
konnten ihr Häuschen nicht mehr abbezahlen. Der Mittelstand muss seine Häuser in
den Speckgürteln der Städte verkaufen. Die Banken, die an den Endverbraucher
ohne große Sicherheitsprüfung die Kredite vergeben hatten und die Hedgefonds,
die den ganzen Schneeball finanziert hatten, wurden in den Strudel mit
hineingerissen. Schon 3 Hedgefonds und 50 Banken des Subprime-Marktes (bei uns
sog. ABC-Banken) sind davon betroffen. Von den ganzen platzenden Blasen ist der
Zusammenbruch der Verbraucherbank „New Century" bezeichnend für die ganze
Illusion des „Projektes für ein neues amerikanische Jahrhundert" (PNAC), New
Century ist geplatzt, einfach bumm gemacht.
Jedenfalls vertraut der
Dollar oder die Amis zwar noch dem lieben Gott, aber die Welt nicht aber so ganz
mehr dem Dollar, und wenn China schon mal 200 Milliarden für seine Investitionen
und Waffenlieferungen für Afrika braucht, bietet es die US-Staatsanleihen an.
Der Dollar fiel um 2 Cents auf 1,38 €. Am 28.7.2007 bot Bush den Widersachern
vom Iran Israel (35), Ägypten (10) und den Arabern (20) für 65 Milliarden Waffen
an und klick, ging der Dollar wieder auf 1,36 € hoch. In der Tageschau
bezeichnete der Verkünder diese als die „gemäßigten" und „moderaten" Staaten. In
Saudi-Arabien werden die Frauen nur ganz gemäßigt gesteinigt und Israel killt
mal so ganz moderat 1.500 Libanesen



















