| 4.Bundesweite Hartz-IV-Demo mit steigender Resonanz |
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15.10.2007
- bisherige Aufrufe: 1844 |
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Eine Radiosprecherin vom NDR erklärte ihren Zuhören, daß sich laut Polizeiangaben etwa 750 Menschen auf dem Alex versammelt haben. Sie bemängelte die schwache Resonaz zu diesem Thema und erklärte ihren Zuschauern das die 10.000 Demonstranten für heute ausblieben. Die Sprecherin sollte eines besseren belehrt werden, dazu aber später. Als ein Sprecher am Mikro durchsagte, dass die Linkspartei kurzfristig einen zugesagten Redebeitrag abgesagt habe, folgten Pfiffe und Buhrufe.Die Fahnenträger der Linkspartei aus anderen Städten hatten hier merklich Probleme gehabt, dies zu verdauen. Doch wer sich in Politik auskennt, der weiß eben, dass der von SPD/PDS (DIE LINKE) geführte rote Senat nach wie vor akkurat Hartz-IV umsetzt. An dem darauf folgenden Umzug hin zum Brandenburger Tor beteiligten sich überwiegend Menschen, die Erfahrungen mit FallmanagerInnen gemacht haben- und den PolitikernInnen nicht mehr trauen. Polizeiübergriffe und sonstige Provokationen sollten dieses mal vollständig ausbleiben. Der Protestzug habe gezeigt, dass Arbeitende und Arbeitslose Menschen, aus Ost und West auch weiterhin gemeinsam für ihre Rechte eintreten. So wurde die marschierende Menge sprunghaft immer mehr. Sprüche wie „wir sind das Volk", wie man sie von Montagsdemonstrationen kennt, sollten folgen. Es ging vielen jüngeren und älteren Menschen um ihre Zukunft. Zum Schluss fand sich ein großer Demonstrationszug von fast 10.000 Menschen am Brandenburger Tor ein. Hier sprachen Vertreter von Erwerbslosen Initiativen und Gewerkschaftsgruppen aus der ganzen Republik. Sie berichteten stolz, dass es die vielfach totgesagten Montagsdemonstrationen in ihren Städten noch gibt, auch wenn die Teilnehmerzahl oft nur noch im zweistelligen Bereich liegt. Auch über kleine Erfolge im Behördendschungel wurde berichtet. So wurde der Beitrag eines Vertreters des Potsdamer Montagsdemonstrationsbündnisses mit Applaus bedacht, der bekannt gab, dass es ihnen gelungen sei, Zuschüsse zum Arbeitslosengeld II für SchulanfängerInnen zu erkämpfen.
Die aktuelle Kontroverse über die Agenda 2010 bei der SPD wurde von DemonstrationsteilnehmerInnen auch als Erfolg ihrer Proteste gesehen. „Wenn wir nicht immer noch auf die Straße gingen, würde bei der SPD schon längst über neue soziale Grausamkeiten diskutiert und nicht darüber, wie Sozialabbau sozial bemäntelt den Wählern verkauft werden kann", sagte eine Frau mit einem Banner der Gewerkschaft Ver.di. Alles in allem eine gelungene Demonstration, die bei schönsten Wetter ihren krönenden Höhepunkt vor dem Brandenburger Tor hatte. Carsten Fiedler
NLO-MV
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| Letzte Aktualisierung ( 15.10.2007 ) | |||||||
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Am Anfang sollte die Zahl vor dem Roten Rathaus sich in Grenzen halten. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit auf einer Bühne, am Mikro ihre Erfahrungen und Protest zum Thema Hartz-IV zu Aussprache zu bringen. Die Demo selbst beinhaltete aber nicht nur Themen wie Hartz-IV sondern auch die wachsende Kinderarmut in Deutschland, Mindestlöhne für alle Berufstätigen, die Verlogenheit der amtierenden Politiker und die Umsetzung der Agenda 2010.



















