| Religion und Marxismus |
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| von Norbert Nelte |
23.11.2007
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http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,437201,00.html sagt der Kaiser nach dem 4. Kreuzzug der Christen. Das muss man sich reinziehen. Die Christen fallen blutig über die Moslems her und beschweren sich über die angebliche Gewalt der Moslems.
Und der jetzige Oberpharisäer stöß noch einmal in's Gleiche Horn, nur, um bei der Hetze gegen die Moslems auch nicht außen vor zu sein. Bei einer Fernsehdiskussion erklärte der Pressesprecher von der evangelischen Kirche, dass alle kopftuchtragende Moslemas für die Scharia seien. Das erklärt er in dem Moment, wo seine Sippschaft ein moslemisches Land nach dem anderen überfällt. Nicht vergessen wollen wir die Komplizenschaft Pius XII mit dem Nationalsozialismus und die Duldung des Holocaust, die Forderung von Pius X nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges, http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=11751 die Inquisition, de Hexenverbrennung, der Völkermord an den Inkas und den Azteken oder die Missionierung der Sachsen mit dem Schwert. Man könnte zu dem Schluss kommen, wie die Blanquisten nach den Kommune-Ereignissen nach ihrer Flucht nach London die Religion als erstes zu bekämpfen. Marx und Engels hatten es immer abgelehnt, wie die Junghegelianer, die Frühsozialisten oder wie Feuerbach, den Hauptkampf gegen die Religion zu führen, denn sie ist nicht Ursache, sondern nur Auswirkung anderer Mechanismen. Die Religion ist der »Seufzer der bedrängten Kreatur«, wie Marx es ausdrückt. Erst, wenn man die Bedrängung des Menschen zurückdrängt, wird man die Massen auch von ihrem "Seufzer" befreien können, nicht umgekehrt. Erst den Seufzer und dann die Bedrängung zurückdrängen zu wollen, das wäre elitärer Idealismus. Die Götterwelt ist nichts anderes als eine Widerspiegelung der realen Welt. Keiner kommt auf die Idee, einen Mörder zu bekämpfen, indem man den Spiegel zerschlägt, in dem er sich spiegelt. So lange die Menschen ihre Welt nicht wissenschaftlich erklären konnten, machten sie sich mystische Abbilder der realen Welt, um so bildliche Darstellungen zum besseren Verständnis bei der Kommunikation zu haben. Angefangen hat das ganze mit dem Ahnenkult, wie wir es heute noch auf den Malediven kennen. Dort werden in den Häusern die Totenköpfe der Ahnen aufbewahrt. Das spielte sich etwa vor 100.000 Jahren ab, von dieser Zeit fand man in Palästina die ersten Gräber, übrigens vom modernen Menschen und auch vom Neandertaler. Sie haben schon in der Nachbarschaft gelebt, ohne sich ständig verprügeln zu müssen. Der Ahnenkult hatte den Sinn gemacht, dass der Einzelne sich in eine Kultur stellen konnte, in eine Tradition, damit er auf die Erfahrung aufbauen konnte. Heute haben wir die Bücher und die Wissenschaft. Ein Urahne hat das Dorf aufgebaut und wurde verehrt erst als der Erbauer. Nachdem die Person des Ahnen in der Erinnerung verblasste, wurde er als Beschützer des Dorfes verehrt und es entspannen sich Mythen um ihn. Er konnte den Stammesmitgliedern so helfen, dass er gleichzeitig 2 Dinge auf einmal machen konnte. Später kamen in der Phantasie noch mehr Hände dazu. Der erste Fischer wurde z.B. zum Gott der Fischer. Bei den klassenlosen Naturgesellschaften gab es deshalb keinen zentralen Gott, sondern viele gleichberechtigte Götter - Sonnengott, Mondgott, Götter in jedem Baum, Dorfgott, Regengott usw. Die Pharaonen der 4. Dynastie (2639-2504 v. Chr. war eine Blütezeit Ägyptens) nannten sich alle Sohn des Re, das war sicher ein Urahn, der die vielleicht die Bedeutung der Sonne für das Pflanzenwachstum erkannte. Dabei fällt auf, dass einerseits noch Überreste von dem Ahnenkult bestanden, aber andererseits schon das Vaterrecht sich durchgesetzt hatte. In den Naturgesellschaften überall herrschte noch das Mutterrecht. Da die Kinder der Mutter mehrere Väter hatten oder den Vater gar nicht kannten, war die männliche Bezugsperson stärker der Mutterbruder (Mittelstufe der Barbarei). (siehe Einteilung der Kulturstufen nach Engels, S 4/5) http://www.marktende.de/BUECHER/NORBERT10.PDF Das alte Reich Ägyptens war noch ein Land aus der Oberstufe der Barbarei, der Übergangsgesellschaft zur Sklaverei, der 1. Herrschaftsgesellschaft. Es gab noch keine Klasse der Sklavenhalter, es war also noch keine reine Herrschaftsgesellschaft. Es wurde aber schon ein Mehrprodukt hergestellt, mehr, als man zum Überleben benötigte. In der Naturgesellschaft wurde das aber noch an alle Clanmitglieder gerecht verteil, die es jeweils verkonsumierten. Die Produktivkräfte konnten sich trotz Mehrprodukt nicht weiter entwickeln. Nun wurde die Naturgesellschaft rückschrittlich. Das ist dialektischer Materialismus. Alle Gesellchaftssysteme, was vorangeschritten war, wird am Ende rückschrittlich, wenn die Produktionsverhältnisse stehen bleiben. Im alten Ägypten aber entwickelten sich auch die Produktionsverhältnisse weiter. Es setzte sich ein Pharao durch mit den Priestern. Jeder Priester vertrat einen Stamm und war für dessen Gott zuständig. Das Mehrprodukt wurde beim Pharao und den Priestern zusammengefasst. Somit konnten Menschen bezahlt werden, die nur mit Mathematik sich beschäftigten, Ingenieure, Kanalbauer, Astronomen, Architekten, Generäle oder Beamte. Der Ackerbau, der Städtebau und der Bau von Monumenten erlebten ihre Blütezeit. Die Produktivkräfte wurden nach vorne geschleudert.
Um die Priester zu entmachten, musste Echnaton deren Götter verbieten. Übrig blieb nur sein Gott, Aton, der neue Name des Sonnengottes. Die erste monotheistische Religion ist entstanden, gleich so zentralistisch, dass das Volk nur Echnaton anbeten musste, und nur Echnaton Aton für das gesamte Volk und seine Frau Nofretete anbeten konnte. Nach Echnaton wurden die Priester und ihre Götter wieder eingesetzt. Mose, der etwa im 8. vorchristlichen Jahrhundert ein Findelkind im pharaonischen Haushalt und Anhänger von Echnaton war, brachte den Israelis die Idee von dem Eingott (Du sollst keine anderen Götter haben neben mir). Die Idee des einen Gott wurde dann auch von den Religionsgründern Jesus und Mohammed übernommen. So, wie die Religionen über den Ahnenkult nur entstanden sind, um sich selber in eine Tradition stellen zu können, so sind die monotheistischen Religionen nur entstanden, weil ein Mann alleine die Macht haben wollte, Echnaton. Bei den klassischen Griechen gab es einen Kampf zwischen den alten Naturgesellschaften und der entstehenden sklavenhaltenden Herrschaftsgesellschaft mit dem Zentrum Athen. Dieser Kampf drückte sich dann auch als Kampf in der Götterwelt der Griechen aus. Es setzte sich Zeus, der oberste Gott, Vertreter von Athen, gegen Aphrodite durch, die noch die alten Stämme mit ihren Mutterecht präsentierte. Es gab auch einen realen Krieg der alten Stammesgesellschaft der Heroenzeit gegen Athen Mit dem Entstehen der hierarchischen, autoritären Herrschaftsgesellschaft mit dem König allein an der Spitze ist auch der oberste Gott vom Menschen erfunden worden, der später keinerlei Götter mehr neben sich hatte. Engels beschreibt diesen Vorgang, daß sich der Mensch mystische Abbilder seiner eigenen Welt schafft, so: » Nun ist alle Religion nichts andres als die phantastische Widerspiegelung, in den Köpfen der Menschen, derjenigen äußern Mächte, die ihr alltägliches Dasein beherrschen, eine Widerspiegelung, in der die irdischen Mächte die Form von überirdischen annehmen. In den Anfängen der Geschichte sind es zuerst die Mächte der Natur, die diese Rückspiegelung erfahren und in der weitern Entwicklung bei den verschiednen Völkern die mannigfachsten und buntesten Personifikationen durchmachten ... Aber bald treten neben den Naturmächten auch gesellschaftliche Mächte in Wirksamkeit, Mächte, die den Menschen ebenso fremd und im Anfang ebenso unerklärlich gegenüberstehn, sie mit derselben scheinbaren Naturnotwendigkeit beherrschen wie die Naturmächte selbst. Die Phantasiegestalten, in denen sich anfangs nur die geheimnisvollen Kräfte der Natur widerspiegelten, erhalten damit gesellschaftliche Attribute, werden Repräsentanten geschichtlicher Mächte.«(Friedrich Engels: Anti-Dühring, 3. Abschnitt, Geschichtliches., Werke, Bd 20, S. 294)http://www.mlwerke.de/me/me20/me20_239.htm#Kap_I Im Kapitalismus wurde die Gottesschöpfung nicht überflüssig für die herrschende Gesellschaft. Die englische bürgerliche Revolution im 17. Jahrhundert unter Cromwell wurde noch unter dem Deckmantel der Religion geführt. Bei der französischen Revolution 1793 aber wurde die Religion von der Bourgeoisie nicht mehr als Deckmantel benutzt. Die Rolle der Religion als Ideologie der herrschenden Klasse übernahm jetzt der Nationalismus. Die Religion übernahm therapeutische Aufgaben, sie spielte den Therapeut für die „Seelen", die er verbog, verrohte und in die Irre trieb. »Nun möchte man meinen, gerade in einer Industriegesellschaft, die auf nüchternen Zahlen beruht, verschwinde der Glaube an Gott oder übernatürliche Wesen wieder. Aber genau im Kapitalismus stößt ein Glaube an übersinnliche Kräfte auf hohe Resonanz. Im Kapitalismus stellen die Arbeiter einen unerschöpflichen Reichtum an Produkten her, auf den sie keinen Einfluss haben. Im Gegenteil, ihre Produkte - ob Waschmittel, Autos, Häuser, Straßen, Weltraumraketen - werden als Waren auf den Markt geworfen und beherrschen sie. Der Preis, den die Waren auf dem Markt erzielen, entscheidet darüber, wie viel Lohn sie bekommen und ob sie ihre Stelle überhaupt behalten können usw. Marx nannte diesen Zustand Entfremdung - sie beherrscht die Menschen so sehr, dass sie selber zur bloßen Ware verkommen, sich selbst auf dem Arbeitsmarkt verkaufen müssen, und sie prägt auch alle zwischenmenschlichen Beziehungen.Das findet seinen Niederschlag in Horrorfilmen, wo von Menschen hergestellte Produkte plötzlich ein Eigenleben entwickeln, Puppen mit Messern auf Kinder losgehen oder die Menschheit auf andere Weise bedrohen. Die Entfremdung treibt die Menschen in die Arme der Kirche oder einer anderen Art irrationaler Glaubenssekte, weil sie der Konkurrenzlogik entfliehen wollen. Auf diese Art und Weise werden die Menschen verdummt - sie können sich aussöhnen mit dem kapitalistischen System, das sie Schritt für Schritt zugrunde richtet. Religion - das Opium des Volkes.«(Paul N. Siegel: "Der Fromme und der Militante", London, SWP)Der Kapitalismus hat der Kirche eine "aufgeklärte" moderne Form gegeben, damit die Religion noch als Herrschaftsinstrument zu gebrauchen ist. Religion wird es also solange geben, solange es Kapitalismus gibt. Der Kapitalismus wird nicht deshalb sterben, weil die Religion ausgerottet wurde, sondern umgekehrt, wenn der Kapitalismus bekämpf ist, wird die Gläubigkeit sterben. » Keine Aufklärungsschrift wird die Religion aus den Massen austreiben, die, niedergedrückt durch die kapitalistische Zwangsarbeit, von den blind waltenden, zerstörerischen Kräften des Kapitalismus abhängig bleiben, solange diese Massen nicht selbst gelernt haben werden, diese Wurzel der Religion, die Herrschaft des Kapitals in all ihren Formen vereint, organisiert, planmäßig, bewusst zu bekämpfen.« Wenn man nun Christen fragt, woher sie denn wissen, dass es den Gott, und zwar ihren einen Gott gibt, dann murmeln sie etwas von Eingebung, Erleuchtung oder so ähnlich. Die spannende Frage ist nur, warum es diese Eingebungen nicht in den 2 Millionen Jahren vor der Entwicklung hin zu den Klassengesellschaften gab? Warum waren die Eingebungen in der Wildheit und Barbarei von vielen Göttern inspiriert, wenn es auch damals schon nur einen einzigen ewigen Gott geben sollte? Und warum wurde dieser oberste geistige Eingott erst nach der Einführung des Privateigentums und einer obersten weltlichen Instanz, einem Cäsar, Kaiser oder Bundeskanzler entdeckt? Die Christen führen wie Thomas von Aquino als ihren Beweis an, dass man ja nicht erklären könne, wie aus dem Nichts die ersten Atome im Universum entstanden seien. Die könne nur eine ewige oberste göttliche Instanz geschaffen haben. Dabei machen sie natürlich geltend, dass sie in ihrer Eingebung erfahren haben, dass ihr Gott natürlich auch ewig sei, und alles Profane nur endlich. Jetzt hat die katholische Kirche es endlich geschafft, die Erkenntnisse der Bewegung von Galilei anzuerkennen. Die Anerkennung von Albert Einstein und seinem Gesetz der Unendlichkeit von Raum und Zeit wird wahrscheinlich von der Kirche - angenommen der abstrakte Fall, dass es sie dann noch geben sollte - auch in 500 Jahren nicht vollzogen werden, das würde sie schließlich selber in Frage stellen. Wenn man von der Unendlichkeit von Zeit und Raum ausgeht, dann gibt es auch keinen Anfang, dann gibt es auch nicht mehr die Fragestellung, wie die ersten Atome entstanden sind, sondern nur einen ewigen Raum mit einem Kommen und Gehen des Geschehens der Atome, von Energie und Materie; Gott braucht man nicht mehr für die Erklärung der Welt. Das menschliche Gehirn kann sich aber aufgrund seiner Beschränktheit einen unendlichen Raum nicht wirklich vorstellen und schafft sich daher zur eingängigeren Erklärung ein unbestimmtes "höheres" Wesen. Die Beschränktheit entsprach natürlich dem niedrigen Stand der Produktivkräfte, sie hatte nichts mit der Größe des Gehirns zu tun. Aufgrund seines eindimensionalen Denkens erniedrigt der Mensch sich selber. Wir sehen aber auch, dass wir, indem wir die Klassengesellschaften abschaffen und eine gleichberechtigte nach einem gemeinsamen Weltplan solidarisch produzierende klassenlose Gesellschaft aufbauen, damit auch ein Gottglaube überflüssig wird und er absterben wird. Der Mensch ist in seine eigene Geschichte getreten, er ist sein eigener Herr und braucht niemanden mehr über sich. Er ist nicht mehr entfremdet, d.h. er ist Herr über sein gesamtes Produkt und Schaffen, d.h. Herr über sich selber und kann somit mit sich selber und seinen Mitmenschen in Harmonie leben. Das bedeutet natürlich nicht ewige Seligkeit oder absolute Konfliktlosigkeit, sonst gäbe es ja keine Triebfeder mehr für weitere Entwicklungen. Es herrscht aber soviel Harmonie, dass er bei Unglück oder Krankheit nicht alleine dasteht und Trost in der Gesellschaft findet. Ein höheres Wesen braucht er dann nicht mehr. Die Religiosität der Massen wird sich dann von selber erledigen. Die Religion als erstes zu bekämpfen, wie die Junghegelianer dies taten, hieße, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Engels sagt über die Blanquisten, die vor der französischen Reaktion nach der Revolution der Pariser Kommune nach London geflüchtet sind: »Und diese Forderung, die Leute par ordre du mufti (auf Befehl des Mufti - Anweisung von oben)in Atheisten zu verwandeln, ist unterzeichnet von zwei Mitgliedern der Kommune, die doch wahrlich Gelegenheit genug hatten, zu erfahren, dass erstens man ungeheuer viel auf dem Papier befehlen kann, ohne dass es darum ausgeführt zu werden braucht, und zweitens, daß Verfolgungen das beste Mittel sind, missliebige Überzeugungen zu befördern! Soviel ist sicher: Der einzige Dienst, den man Gott heutzutage noch tun kann, ist der, den Atheismus zum zwangsmäßigen Glaubensartikel zu erklären und die Bismarckschen Kirchenkulturkampfgesetze durch ein Verbot der Religion überhaupt zu übertrumpfen.«Wir müssen jede Spaltung der Arbeiterklasse vermeiden, egal ob der eine Fußballanhänger ist, der andere Frauenhasser, die andere Feministin, der andere Krawattenträger, Tierrechtler oder gläubig: »Die wissenschaftliche Weltanschauung werden wir immer propagieren, und die Inkonsequenz irgendwelcher "Christen" müssen wir bekämpfen; das bedeutet aber durchaus nicht, dass man die religiöse Frage an die erste Stelle rücken soll, die ihr keineswegs zukommt, dass man eine Zersplitterung der Kräfte des wirklich revolutionären, des ökonomischen und politischen Kampfes um drittrangiger Meinungen oder Hirngespinste willen zulassen soll, die rasch jede politische Bedeutung verlieren und durch den ganzen Gang der ökonomischen Entwicklung bald in die Rumpelkammer geworfen werden.«(W.I. Lenin, LW Band 10, S. 74)Die religiösen fundamentalen Auswüchse müssen bekämpft werden, dabei dürfen wir aber die gewerkschaftlichen Gläubigen nicht vor den Kopf stoßen: »Dabei [bei der Auseinandersetzung mit den Religiösen] ist sorgfältig jede Verletzung der Gefühle der Gläubigen zu vermeiden, da sie lediglich zur Stärkung des religiösen Fanatismus führt.«(W.I. Lenin, LW Band 29, S. 118)Nach der sozialistischen Revolution wird nach Engels die Religion das, was sie ist, nämlich "Privatsache". Das ist auch eine wichtige Forderung von Sozialisten im Kapitalismus, nämlich die Trennung von Kirche und Staat (und kein Verbot). Wir sollten also wegen solcher "drittrangiger" Fragen unsere Reihen nicht aufspalten. Sogar christliche Aktivisten oder Pfarrer sollten wir aufnehmen. Hier helfen uns wiederum die Erfahrungen Lenins weiter: »Oft wird zum Beispiel die Frage aufgeworfen, ob ein Geistlicher Mitglied der sozialdemokratischen Partei sein kann...Kommt ein Geistlicher zu uns zwecks gemeinsamer politischer Arbeit und leistet er gewissenhaft Parteiarbeit, ohne gegen das Parteiprogramm aufzutreten, so können wir ihn in die Reihen der Sozialdemokratie aufnehmen, denn der Widerspruch zwischen dem Geist und den Grundlagen unseres Programms einerseits und der religiösen Überzeugung des Geistlichen anderseits könnte unter solchen Umständen ein nur ihn allein betreffender, persönlicher Widerspruch bleiben, und eine politische Organisation kann ihre Mitglieder nicht daraufhin examinieren, ob zwischen ihren Anschauungen und dem Parteiprogramm nicht ein Widerspruch besteht.Und träte z.B. ein Geistlicher in die sozialdemokratische Partei ein und begänne in dieser Partei als seine wichtigste und fast ausschließliche Arbeit eine aktive Propaganda religiöser Anschauungen zu betreiben, so müsste die Partei ihn unbedingt aus ihrer Mitte entfernen.Wir müssen es nicht nur allen Arbeitern, die den Glauben an Gott noch bewahrt haben, gestatten, der sozialdemokratischen Partei beizutreten, sondern müssen sie zielstrebig für sie gewinnen; wir sind unbedingt gegen die geringste Verletzung ihrer religiösen Überzeugungen, doch wir suchen sie zu gewinnen, um sie im Geiste unseres Programms zu erziehen, nicht aber, damit sie dieses Programm bekämpfen. Wir lassen innerhalb der Partei Meinungsfreiheit gelten, jedoch in gewissen, durch die Freiheit der Gruppierung bestimmten Grenzen: Wir sind nicht verpflichtet, mit solchen Leuten zusammenzugehen, die von der Mehrheit der Partei abgelehnte Anschauungen aktiv propagieren.«(W.I. Lenin, LW Band 15, S. 411) Norbert Neltewww.marktende.de Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können Internationale Sozialisten im Netzwerk Linke Opposition
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Nach der Heligsprechung von über 400 spanischen Faschisten durch Papst Benedikt stellen sich manche die Frage, sollten die Linken nicht den Kampf gegen diese Aberglaubenverbreiter aufnehmen, immerhin haben sie eine Bande von Gewalttätern verherrlicht.
Im 13. Jahrhundert vor Chr. aber wurden die Mittelmeervölker, Minoer (Kreta), Hethiter, Phönizier, Kanaaner und Ägypter von etwas bedroht, was bis heute nicht geklärt ist, was das war, Sonnenfinsternisse oder ein Seekriegervolk. Die Minoer und Phönizier wurden gar verdrängt. Echnaton (1353 - 1336) jedenfalls hatte Ägypten noch weiter zentralisiert, indem er die Priester entmachtete. Vielleicht wollte er der Bedrohung besser begegnen können. Bei Bedrohungen entwickeln die Staaten sich meist autoritär, das erleben wir ja wieder gerade in unserer Zeit, wo der Kapitalismus bedroht wird von dem Versagen der Profitratenproduktion.



















