| Ex-Bundeswehr-Chef ruft nach präventivem NATO-Atomschlag |
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| von Daniel Neun - www.radio-utopie.de |
24.01.2008
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Brüssel: Der ehemalige Generalinspekteur der
Bundeswehr und höchstdekorierte deutsche Soldat seit dem 2.Weltkrieg,
Klaus Naumann, hat vor 2 Tagen zusammen mit 4 ehemaligen
Militäroberbefehlshabern der USA, Grossbritannien, Frankreich und den
Niederlanden in einem Manifest den präventiven Angriff der NATO mit
Atomwaffen gegen Länder gefordert, die der Verbreitung von Atomwaffen
verdächtigt werden könnten. Das mit Lobbyisten aus Politik und Militär
abgesprochene Manifest soll im April auf dem NATO-Gipfel in Bukarest
beschlossen werden.
"Es droht das Risiko von weiterer Verbreitung von Atomwaffen ("nuclear proliferation") und mit ihr das Risiko, dass nukleare Kampfführung, obgleich begrenzt in der Reichweite, vielleicht möglich werden könnte," so Naumann, John Shalikashvili (USA), Henk van den Breemen (Niederl.), Jacques Lanxade (F), Lord Inge (GB) in ihrer Vorlage für die neue NATO-Doktrin. (1) DAS PAPIER
U.a. sei das Mittel des präventiven Atomkrieges notwendig, weil "die
westliche Lebensweise bedroht" sei und es am Willen fehle diesen zu
verteidigen. Elementare Bedrohungen seien:
Die Militärs und die Kräfte im Hintergrund dieses Papiers fordern als Antwort:
Der Träger des grossen Bundesverdienstkreuzes Klaus Naumann wandte
sich ganz speziell gegen Einsatzbeschränkungen der Bundeswehr in
Afghanistan und griff die deutsche Regierung scharf an. Der deutsche Think Tank (Denk-Panzer) "Marshall Fund" nannte das Papier einen "Weckruf".
"Dieser Bericht besagt, dass der Kern des NATO-Establishments sagt,
dass wir in Schwierigkeiten sind, dass der Westen auseinanderdriftet
und sich nicht den Herausforderungen stellt", so Ron Asmus aus der
mittlerweile 36 Jahre alten "Atlantik-Wache" ("Die Zeit" über den
"Marshall Fund", 2). Naumann gilt als der höchstdekorierte deutsche Soldat seit dem Zweiten Weltkrieg. Seine Orden und Ehrenzeichen umfassen u.a.: das Große Bundesverdienstkreuz, das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold, Großoffizier der französischen Ehrenlegion, das spanische Gran Cruz de la Orden del Mérito Militar con Distintivo Blanco, Knight Commander of the Order of the British Empire, Grootofficier in de Kroonorde (Belgien), das Legion of Merit der Vereinigten Staaten in der Kommandeursstufe, die österreichische Große Tapferkeitsmedaille Zweiter Klasse, Kommandor m/Stjerne av den Kongelige Norske Fortjenstorden (Norwegen), Verteidigungsmedaille Erster Klasse (Ungarn), Grand officier de l'Ordre de Leopold (Belgien), Grootofficier in de orde van Oranje-Nassau (Niederlande), Commander's Grand Cross of the order of the Lion of Finnland. Am 1. Oktober 1991 als Generalinspekteur der Bundeswehr von Bundespräsident Richard von Weizsäcker auf Vorschlag des damaligen Bundesverteidigungsministers Gerhard Stoltenberg ernannt, war er bis 1996 damit der ranghöchste General der Bundeswehr - der Generalsstabschef, der in Deutschland nicht so genannt werden darf.
Naumann war entscheidende Figur beim Umbau der Bundeswehr zur
weltweit einsatzbaren Angriffsstreitmacht und formte die Komponenten
Hauptverteidigungskräfte (HVK), Krisenreaktionskräfte (KRK) und
Militärische Grundorganisation (MGO). 1996-1999 war er Vorsitzender vom
NATO-Militärausschuss und wesentlicher Organisator des Angriffs auf
Yugoslawien und des Kosovo-Krieges. Ende 2005 wurden dann "Vorwürfe laut", wie es so schön heisst, der saubere Herr hätte eventuell, unter Umständen, vielleicht die Annahme dieser ehrenwerten Geschäfte nach seiner Pensionierung gegen seine Dienstpflichten verstoßen. Aber, so steht´s bei Wikipedia, "diese Vorwürfe konnten nicht erhärtet werden".
Das hindert General Klaus Naumann a.D. nicht daran, auch heute noch
seinen Dienst am Vaterland zu tun, ganz im Sinne unserer Soldaten in
Afghanistan und weltweit: in der "Deutsche Atlantische Gesellschaft
e.V.". Wer was auf sich hält als "Verteidigungsexperte" ist Mitglieder
dieser Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen and -women. Undenkbar, dass sich General a.D. Naumann vielleicht mit seinen Kollegen in der Atlantischen Gesellschaft bei seinen Vorstellungen eines präventiven Atomkrieges irgendwie abgesprochen hätte, obwohl die "Atlantiker" das NATO-Emblem direkt auf ihrer Webseite prangen haben. Die Konsequenzen so direkt vor den Landtagswahlen wären undenkbar.
Beisitzer bei "Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V." sind übrigens u.a.:
und, man höre und staune, der Leiter des Ressort Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung: Stefan Kornelius. Das Papier bedroht ganz unzweifelhaft direkt Iran, da es vor dem Einsetzen von Atomwaffen keinerlei Rücksichtnahme auf Völkerrecht, UN oder sonst irgendetwas ausser die NATO-Gremien und die US-Regierung vorsieht. Die eigene Behauptung irgendeines Umstandes reicht vollkommen aus. Diesbezüglich bleibt der Hinweis, dass sogar die US-Geheimdienste - welche eindeutig verlautbarten, der Iran habe weder Atomwaffen noch ein Atomprogramm - keine Rolle mehr für den militärisch-industriellen Komplex in den USA und der NATO spielen.
Vor 5 Tagen, drei Tage vor Veröffentlichung des Papiers im
"Guardian", drohte der russische Generalsstabschef Juri Balujewski
ebenfalls mit präventiven Atomschlägen, u.a. auch im Falle eines
Angriffs auf einen Verbündeten. "Um die Souveränität und die
territoriale Integrität Russland und die seiner Verbündeten zu
verteidigen, wird militärische Gewalt eingesetzt, was den präventiven
Einsatz von Atomwaffen einschließt," so Balujewski.(2) Von diesem Luftangriff der Israelis auf Syrien war die US-Regierung vorher informiert und unterstützte ihn. (Fast) niemand fragte öffentlich die deutsche Marine, die nach eigenen Angaben die Grenzen von Syrien mit Fernmeldegeräten überwacht, nach entsprechenden Daten über den Luftangriff auf ein souveränes Land, was niemanden vorher angegriffen oder provoziert hatte (5). Zuvor war Folgendes passiert:
DIE SPANNUNG DES 11.SEPTEMBERS
Um den 22.August: Durchgeführt wird diese Operation nach der Plan "Garten Verschwörung" ("Garden Plot"). Dieser wurde durch die US Army und die Nationalgarde als Reaktion auf die Unruhen in den 60er Jahren entwickelt und dient explezit der Niederschlagung von inneren Unruhen und Beherrschung von Menschenansammlungen. "Garden Plot" wurde nach offiziellen Angaben am 11.September aktiviert. "Die Aufsicht über diese Missionen zur Sicherung des Heimatlandes soll durch das Büro der Nationalgarde, basierend auf dem lang existierenden `Garden Plot` durchgeführt werden, in welchem die Einheiten der Nationalgarde trainiert und ausgerüstet werden um die zivilen Behörden in der Kontrolle von Menschenmassen und Missionen zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung zu unterstützen", so Major General Richard C. Alexander, ANGUS (Ret.), Executive Director, National Guard Association of the United States, bei einer Anhörung im Haushaltsausschuss am 11.April 2002. Der Luftraum über Washington wird regulär über die Basis des Air Combat Commands (ACC) bewacht.
30. August: 4. September: Die USA, Indien, Japan, Deutschland, Kanada, Australien, Südafrika Portugal, Dänemark, die Niederlande und Singapur beginnen zwei gleichzeitig stattfindende und über das CENTRIX-System der NATO vernetzte Flottenmanöver ab, die grössten dieser Art seit dem 2. Weltkrieg. Im Golf von Bengalen startet die "Operation Malabar" mit ca. 27 Kriegsschiffe, darunter 3 Flugzeugträger und 160 Kampfflugzeuge. Auch ein "ursprünglich aus Deutschland stammendes" U-Boot kommt zum Einsatz. Admiral William Crowder, Kommandeur der 7.US-Flotte, verlautbart gegen über Reportern auf der USS Nimitz, es handele sich nicht um eine Machtdemonstration gegen China oder Iran. Gleichzeitig hält die "Nato's Maritime Group One" SNMG-1 ein Manöver vor Südafrika ab, bevor sie im Indischen Ozean an Manövern im Rahmen des OEF-Mandates ("Operation Enduring Freedom") teilnimmt und dann ins Mittelmeer fährt um die "Operation Active Endeavor" weiter zu führen, deren Teil die SNMG-1 ist. Mindestens ein deutsches Schiff nimmt Teil an dieser umfangreichen Operation der SNMG-1, die schon vor der Küste Nigerias begonnen hatte.
05. September:
06.September:
07.September: 8.September: Das ACC (Air Combat Command), zuständig auch für die Luftüberwachung über Washington, ordnet eine landesweiten "Sicherheitstag" am 14.September an, an welchem sämtliche Sicherheitsprozeduren und Checklisten des Luftkommandos überprüft werden sollten. Es ist das erste Mal in der Geschichte der US-Luftwaffe, dass eine derartige Anweisung offiziell erfolgt. Geplant ist, die gesamte Luftabwehr der USA unten zu lassen. 100.000 Angehörige des "Air Combat Command" sollen in sämtlichen Basen, öffentlich angekündigt, alle routinemässigen Operationen zur Sicherung des Luftraumes einstellen. Weltweit erscheinen Warnungen und Berichte über die Vorkommnisse rund um diese Sonderübung. In den darauffolgenden Tagen kommt es zu Luft-Zwischenfällen vor England und Norwegen, als Jagdflugzeuge russische Bomber begleiten. Schliesslich verlaubart der Kommandeur der Atombomberflotte Russlands, Pavel Androsov, man habe bei den strategischen Flügen gar keine scharfen Atomwaffen an Bord.
14.September: Am 6.Januar brachte die "Times" eine Story, die bis heute in der deutschen Papier- und TV-Presse vertuscht und verheimlicht wird. Nur der "ORF" brachte vor 2 Tagen einen kurzen Bericht (6). Laut den Unterlagen der "Times" haben hochrangige US-Regierungsbeamte brisante Atomtechnologie jahrelang auf dem Schwarzen Markt verkauft, an Saudi-Arabien, nach Israel, über türkische Geheimdienstler an den pakistanischen ISI - und über den offenbar auch an Bin Laden und terroristische Gruppen. Die ex-Agentin Sibel Edmonds, jahrelang im FBI als Dolmetscherin tätig, packte gegenüber der alten Zeitung Englands aus. Ihre umfangreichen Aussagen gab sie deswegen nun der Öffentlichkeit preis, weil jahrelang Edmonds` eigene Vorgesetzten, sowie sämtliche US-Behörden, ihre Berichte ignorierten oder systematisch vertuschten. Sie entschloss sich laut "Times" letzten Monat zu diesem Schritt, als sie von einem "Al Kaida"-Terroristen las, der mehrere der angeblichen Attentäter vom 11.September in der Türkei trainiert hatte.
Edmonds beschreibt in ihren Aussagen - die mehrere Quellen im FBI
und CIA bestätigen - wie ausländische Agenten, vornehmlich türkische
und israelische, ungehindert in den USA ein ganzes Netzwerk von
Maulwürfen in atomaren Technologiezentren wie Los Alamos installierten
und dort Beamte in Schlüsselpositionen bestachen. Laut Edmonds gehört
dazu mindestens ein hochrangiges Mitglied des US-Aussenministeriums: Laut Edmonds ermittelte das FBI auch gegen auch gegen die höchste Leitungsebene des Pentagon. "Wenn all die Informationen publik werden, die das FBI in dieser Sache hat, werden Sie erleben, dass sehr hochrangige Leute als Kriminelle vor Gericht gestellt werden", so die ehemalige US-Beamtin. Sie berichtete, dass sowohl das Britain's Revenue & Customs, als auch das FBI jahrelang untätig den Atomschmuggel beobachteten, aber nicht eingriffen - aus "diplomatischen" Gründen, wie es hiess.
Vor 4 Tagen legte die "Times" nach: die Extistenz eines Dokuments
mit dem Vermerk 203A-WF-210023, welches Edmonds als Dokumentation von
Vorgängen zwischen 1996 und 2002 dentifiziert hatte, wurde vom FBI erst
bestritten und dann zugegeben. Ex-FBI-Dolmetscherin Sibel Edmonds
bezeichnete das Leugnen des FBI als "glatte Lüge". (7)
12,Januar:
16.Januar:
22.Januar: - am gleichen Tag starten die ex-Militärchefs der NATO-Staaten (unter ihnen Klaus Naumann) ihren Aufruf zur Änderung der NATO-Doktrin für einen präventiven Atomschlag ohne UN-Beschluss auch gegen nicht atomar bewaffnete Staaten.
23.Januar:
KOMBINIERE..
Genau diese Aussichtslosigkeit der Lage aber, in der die NATO-Lobby
und westliche Elite steckt, macht die Lage insofern spannend als das
die alte Politik der verbrannten Erde als Kalkulation eingeplant wird -
nur diesmal auf sehr viel höherem Niveau. Gerade die Lage im
Grenzgebiet von Afghanistan und Pakistan gilt es im Auge zu behalten.
Während ständig und lautstark gegen den Iran gedroht wird, ist auch von
einem möglichen Einmarsch der NATO in den Atomstaat Pakistan
auszugehen, der wahrscheinlich über entsprechend finanzierte Milizen
und Spezialeinheiten längst begonnen hat. Pervez Musharraf hat vor
wenigen Tagen erneut die NATO vor einer Invasion gewarnt (17), auch
heute starben nach offiziellen Angaben in der pakistanischen Region
Waziristan 40 Menschen. (18)
Währenddessen zeigt das bedingungslose Schlucken der Umdeutung des
ISAF-Mandates in ein Kriegsmandat durch "SPD", "CDU", "Bündnis 90/Die
Grünen" und "FDP" den vollständigen Zerfall des Parlamentarismus in der
Republik. Ein Parlament existiert oder es existiert nicht. Wenn es
existiert, hat es was zu sagen und deren Beschlüsse im schriftlichen
Sinne auch. Dies ist nicht der Fall. "Linke", "SPD" und "Grüne" zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht mehr mit der Bevölkerung reden, sondern nur noch mit Journalisten die nicht mehr mit der Bevölkerung reden. Machen wir es anders und bauen wir Unabhängige Medien, Informationsnetzwerke, und neue Organisationen wie Gewerkschaften und letztendlich eine Partei auf.
Dabei ist nur, ausschliesslich nur das Grundgesetz auf unserer
Seite. Verteidigen wir es, ob gegen militärische, ministeriale oder
andere totalitäre Exekutiv-Träume, Putsch- und Anschlagsversuche. Die Zukunft liegt in unseren Händen. - update 17.15 Uhr: man schaue sich mal bitte diese armselige Reaktion der SPD-Bundestagsfraktion auf das Naumann-Papier an. Es ist einfach unbeschreiblich. update 17.22 Uhr: und gucke da, auf einmal heisst es durch das Pentagon, es gibt gar keine "Frühlingsoffensive" der Taliban in Afghanistan - WEIL SIE SICH ALLE AUF PAKISTAN KONZENTRIEREN. Ja warum kommt dann wohl diese NATO-Anforderung nach einer Eingreiftruppe" unserer Soldaten für den Kriegseinsatz, samt der Umdefinierung des ISAF-Mandates? Ausgerechnet jetzt? Wie ich es hasse, immer Recht zu behalten...
weitere Artikel:
Quellen:
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Bundeswehr und höchstdekorierte deutsche Soldat seit dem 2.Weltkrieg,
Klaus Naumann, hat vor 2 Tagen zusammen mit 4 ehemaligen
Militäroberbefehlshabern der USA, Grossbritannien, Frankreich und den
Niederlanden in einem Manifest den präventiven Angriff der NATO mit
Atomwaffen gegen Länder gefordert, die der Verbreitung von Atomwaffen
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