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In Spiegel-Online durfte heute „dirty Henryk" Broder wieder hetzen und lügen. Er bezeichnet die gewählte palästinensiche Hammasregierung als „eine Gang, die sich vor einem halben Jahr mit Waffengewalt an die Macht geputscht hat". Dabei war es Abbas, der die gewählte Regierung wegputschte durch die Verhängung eines unbegrenzten Ausnahmezustandes.
Hingegen genießt diese „Gang" Hammas die überwältigende Zustimmung der Menschen in Palästina und insbesondere in Gaza.
Zynisch wirft Broder der palästinensichen Regierung vor, die Bevölkerung nicht mit dem Nötigsten versorgen zu können und verliert kein Wort über die zionistische Belagerung, die eben dies verunmöglicht. In gewohnt gehässiger Weise verhöhnt er die Menschen in Gaza indem er behauptet, die Menschen in Darfur würden sich nach einem Leben wie in Gaza sehnen.
Hinter aller Häme des zionistischen Hasspredigers wird die politische Defensive deutlich, in die die israelische Regierung durch den Massenausbruch gedrängt worden ist.
Nach dem Bushbesuch in Nahost sollte die Abriegerung des Gazastreifens die Vorbereitung sein für eine großangelegte Militäraktion in Gaza mit dem Ziel die Hammasregierung zu entmachten.
Bilderserie: Die Grenze nach Ägypten wird gesprengt und durchbrochen
Dies Vorhaben beantworteten die Palästinenser mit einer massenweisen
Erstürmung und Beseitigung der Gefängnismauer im Westen. De fakto gibt
es aktuell keine Grenze zu Ägypten mehr. Die Belagerung von Gaza wurde
mit dem größten Gefängnisausbruch der Geschichte durchbrochen.
Zwar
versuchte auf Anweisung von Rice die Mubarakregierung, die Grenze mit
Gewalt wieder zu schließen, doch mußten sich die Polizeitruppen
angesichts von mehr als 500000 anstürmenden Menschen zurückziehen.
Mubarak kann sich kein Massaker an den Palästinensern leisten ohne
einen Aufstand im eigenen Lande zu riskieren.
Die Bilder der friedlichen Menschen, die nichts anderes taten als ihre
Verwandten zu besuchen und sich mit allem einzudecken, was sie durch
die Belagerung entbehren mußten, erzeugte weltweit eine Welle der
Sympathie und Solidarität.
Die Menschen in Palästina und in der Welt erlebten, was eine
Massenbewegung zu erreichen in der Lage ist selbst gegenüber einem bis
an die Zähne bewaffneten kolonialistischen Regime. Wirkungslos verpufft
die verzweifelt vorgetragene zionistische Propaganda von den
Raketen auf Sderot.
(Wie die Mörder von Gaza davonkommen )
Hingegen sah die Welt in bewegten Bildern, wie aus dem „Zaun", in den
„Löcher" geschnitten wurden eine meterhohe Beton- und Stahlmauer wurde,
die zum größten Teil inzwischen mit Bulldozern geschleift wurde und erinnerte sich an den
Fall der Berliner Mauer. Die zionistischen Kolonisten standen als das
da was sie sind: als ein terroristisches Apartheidregime.
Zu den Verlierern gehört auch der Kollaborateur Abbas. Mit einem Schlag wurde seine Politik mit
vernichtender Ignoranz gestraft und selbst Selbstherrscher Mubarak
werden die Grenzen seiner Macht vor Augen geführt.
Zwar wird in Spiegel-Online krampfhaft versucht, diese Niederlage der
Zionisten in einen Erfolg umzumünzen, indem man „analysiert", durch den
Ausbruch trage nun Ägypten „die Verantwortung" für Gaza, doch
mitnichten zieht sich Mubarak diesen Schuh an, hat er doch genug damit
zu tun, die eigene Arbeiterklasse mit 1 Million Bewaffneten
niederzuhalten.
Broder sieht in einer solchen Beschwichtigungspolitik keinen Sinn. Für
ihn steht es „3:0" für die „Gang" der Hammas, die aus
unerfindlichen Gründen in der Lage ist „eine halbe Million Menschen
aufmarschieren zu lassen". So bleibt ihm am Ende nur ein Stoßgebet an
den „Allmächtigen", daß sein Alptraum nicht Wahrheit werde:
„Wahrscheinlicher ist ein anderes Szenario: Der Durchmarsch nach
Ägypten war nur der Probelauf für ein größeres Vorhaben. Was passiert,
wenn die Hamas eine halbe Million Gaza-Palästinenser an der Grenze zu
Israel aufmarschieren lässt, die leichter zu überwinden ist? Ein
Alptraum, den der Allmächtige verhindern möge."
Fällt als nächstes die Mauer in der Westbank ?
Broders Alptraum kommt nicht von ungefähr. Gestern erklärte ein
Führungsmitglied der Hammas, der nächste Ausbruch aus dem Gazastreifen
könne nach Israel erfolgen, wenn sich 500000 Menschen in Bewegung
setzten, um zu den Städten und Dörfern zurückzukehren, aus denen sie
oder ihre Eltern von den israelischen Kolonisten vertrieben wurden
„Die ist kein imaginäres Szenario und viele Palästinenser sind darauf
vorbereitet ihr Leben aufs Spiel zu setzen" erklärte Ahmed Youssef, ein
politischer Berater von Ministerpräsident Haniya.
Der israelische Minister Ze‘ ev Boim sagte, diese Bedrohung müsse Ernst
enommen werden angesichts des erfolgreichen Durchbruchs auf ägyptisches
Territorium und fügte hinzu „Wir müssen lernen von dem was gerade
vorgefallen ist".
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