| China errichtet Militärbasis im persischen Golf |
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| von Peter Weinfurth |
31.01.2008
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Wer die Straße von Hormus kontrolliert, kontrolliert das wichtigste
Nadelöhr der Ölhandelswege, durch das 80% der weltweiten
Energietransporte abgewickelt werden, ihre Sperrung ließe den Ölpreis
sofort um mehrere 100% steigen und damit die chinesische Ökonomie ( und
nicht nur sie) kollabieren.
Der Hafen von Gwadar Bisher war der vorderste Posten im Rahmen der chinesischen Strategie die Investition in den Hafen von Gwadar an der südwestlichen Küste von Pakistan. 1,2 Mrd Dollar investiert China in den Ausbau Gwadars zu einem der bedeutendsten Tiefseehäfen Asiens. Inklusive ist der Bau einer Autobahn nach Karatchi und nach Kandahar und Jalalabad in Afghanistan. Hier wird die zentrale geostrategische Bedeutung Afghanistans deutlich als unverzichtbare Verbindung zwischen Zentralasien und dem indischen Ozean. Geplant ist parallel die Anbindung des Hafens über den Karakorum Highway an die chinesische Provinz Xinjiang, um auf diese Weise die Verwundbarkeit des Seewegs nach China durch das Nadelöhr der Meerenge der Straße von Malaka zu beenden. ![]() Im Gegenzug für den Bau des Tiefseehafens hat Pakistan zum Missvergnügen der US-Imperialisten und Indiens China den Status eines bevorzugten Handelspartners eingeräumt und es wurde eine bilaterale Freihandelszone installiert, die dazu führte, daß die Erhöhung des Handelsvolumens mit Pakistan im letzten Jahr 20% des Gesamtvolumens des chinesischen Handels mit Südasien ausmacht. Die chinesischen Direktinvestitionen in Pakistan nahmen im letzten Jahr um 30% zu. Dabei ist der sogenannte „informelle Handel", ein Euphemismus für Schmuggel, um ein vielfaches höher. Die chinesische Basis und ihr Preis Mit der Militärbasis direkt an der Straße von Hormus besitzt China wie Frankreich zunächst nur eine symbolische Präsenz. Bedeutsamer ist die sich vertiefende strategische Partnerschaft Chinas mit Iran. Iran hat seit geraumer Zeit die Vollmitgliedschaft im Shanghaipakt beantragt, eine Bitte, der bislang noch nicht entsprochen wurde angesichts ungeklärter Fragen hinsichtlich seines Atomprogramms. Eine verstärkte Einbindung Irans in den Shanghaipakt ist auf Grund seiner geostrategischen Lage und geoökonomischen Bedeutung absehbar. Genau dies rückt die direkte Konfrontation der Blöcke im Falle eines Angriffs der westlichen Imperialisten auf den Iran in größere Nähe. China hat Deutschland inzwischen von der Rolle des größten Handelspartners Irans verdrängt. Sinopec, Chinas größte Ölfirma, hat mit Iran die Erschließung der gigantischen Ölfelder von Yadavaran mit Milliardeninvestitionen vereinbart. Gleichzeitig wurde der „Jahrhundertvertrag" unterzeichnet über die Ausbeutung der immensen Gasfelder von Nord-Pars. Chinesische Firmen errichten zudem Ölterminals für Iran am kaspischen Meer, bauen die Metro von Teheran und Flughäfen. Schließlich stieg der Export chinesischer Waffen an den iran drastisch an und schloß die Lieferung von sensiblen Waffensystemen wie ballistischen Raketen und modernstem Luftabwehrradar ein. Diese Lieferungen verhinderten im letzten Jahr den geplanten Angriff der US-Imperialisten auf den Iran, weil dieser mit den Seidenwurmraketen Chancen gehabt hätte die US-Flugzeugträger zu treffen. Zum Preis für die Errichtung einer Militärbasis im persischen Golf gehört sicherlich auch die Verhinderung einer aggressiven Resolution im „Sicherheitsrat" der UN durch China. Mit der neuen französischen Militärbasis hat sich nun auch der EU-Imperialismus einen Stützpunkt in der Straße von Hormus gesichert, was Iran als weitere unmittelbare Bedrohung ansieht. Man muss sich durchaus einmal vor Augen führen welcher Aufschrei durch Frankreich gehen würde, wenn auf einer Kanalinsel eine iranische Militärbasis errichtet würde. (wobei Frankreich im Gegensatz zum Iran eine Atommacht ist).
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Nach dem letzten Besuch von Bush in Golfscheichtümern hat sich die iranische Sicherheitsstrategie geändert. Dazu trug auch der Besuch des französischen Präsidenten Sarkozy bei, der die vereinigten arabischen Emirate (UAR) besucht hatte und dabei eine Vereinbarung unterzeichnete, die die Errichtung einer französischen Militärbasis vorsieht.
















