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Antimilitaristische Aktionsgruppe stoppt Militärtransport PDF Drucken E-Mail
von http://husuma.punk-am-ring.de    10.02.2008 - bisherige Aufrufe: 1402

anketten.jpgEine Gruppe junger AktivistInnen hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen Zug der Bundeswehr gestoppt, um gegen Militarismus zu protestieren. Die AktivistInnen wenden sich  sowohl gegen die kriegerischen Einsätze der Bundeswehr im Ausland, als auch gegen den Einsatz der Bundeswehr im Innern wie momentan in München zur Nato-Sicherheitskonferenz. „Für mich ist die Existenz  von Einrichtungen, die Menschen zum Töten abrichten, einfach unerträglich!" kommentierte die Aktivisten Hanna Poddig ihre Aktion.

Die 22-jährige Aktivistin hatte sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag an der Bahnstrecke zwischen Husum und Kiel an die Gleisegekettet und so die Weiterfahrt des Transportes aufgehalten.

Über einen Zeitraum von einer Woche verlegt die Bundeswehr täglich Kriegsmaterial und Fahrzeuge zum Truppenübungsplatz Jägerbrück. Dort finden Manöver statt, mit dem die Bundeswehr ihre Tauglichkeit für die NATO-Response-Force trainieren. Diese Truppen haben die Aufgabe, im Bedarfsfall schnell weltweit einsetzbar zu sein, um unter anderem den Zugang der NATO-Staaten zu Rohstoffen zu erzwingen. „Heute heißt so ein Vorgehen „Krisenintervention. Früher hieß es Krieg!" entrüstet sich Poddig. 

Entgegen aller Beteuerungen, es handle sich bei den Einsätzen der Bundeswehr lediglich um humanitäre Aktivitäten, sind die norddeutschen Streitkräfte immer wieder in kriegerische Handlungen verwickelt. So sind die Tornados aus Jagel seit 1995 immer wieder als Aufklärer an NATO-Bombardements beteiligt. Die in Husum stationierten Luftwaffensicherungseinheiten beteiligten u.a. sich am „Krieg gegen den Terror".

„Das Gerede von „humanitären Einsätzen"  ist reine Propaganda." Es gehe dabei schlicht um das Aufzeigen militärischer  Handlungsfähigkeit, und den Ausbau von wirtschaftlichen Einflussgebieten, analysiert Hanna Poddig.

Zudem kämpft die Bundeswehr bereits im Innern. In München schützen bewaffnete Soldaten der Bundeswehr die NATO-Sicherheitskonferenz.Die Bundeswehr ist an der Unterdrückung von Protesten der Bevölkerung maßgeblich beteiligt. „Heute trifft es DemonstrantInnen,und morgen vielleicht Flüchtlinge oder GewerkschaftlerInnen!"

„Mir kann niemand erklären, wie ein Panzer Frieden bringen soll, und Gewehre Kinder füttern können. Erst Kriegsmaterial in Krisengebietezu verkaufen, um bei Bedarf wiederum mit eigenen Soldaten zu intervenieren, löst keine Probleme. W ir fordern die sofortige Auflösung der Bundeswehr!" sagte die Aktivistin Hanna Poddig.

Bilder von der Aktion
http://husuma.punk-am-ring.de/cms.php?aktion=eintrag_
anzeigen&menue_id=32&eintrag_id=196


Mehr zu Nato Response Force und den Kriegseinsätzen der Einheiten
aus Nordfriesland
http://husuma.punk-am-ring.de/cms.php?aktion=eintrag_
anzeigen&menue_id=32&eintrag_id=234

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