| Hungeraufstände in Afrika |
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| von Norbert Nelte |
05.03.2008
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Leider kann man deren Inflationsrate nicht untersuchen, da die offizielle Statistik stark nach dem Lustprinzip zusammengelogen ist. Also nehmen wir die Geldmenge M3 mit Krediten. Die Geldmenge M3 wuchs in Amerika schon seit den Anfängen der Bush-Regierung stärker die Wertschöpfung, weil es jeden Tag 2 Milliarden Dollar mit den Staatsanleihen oder dem Rohstoffhandel geliehen bekommen hat. Auf die Inflationsrate hat sich das aber nicht ausgewirkt, da der höheren Nachfrage auch ein höheres Warenangebot, z.B. aus China gegenüberstand. Nachdem man scheinbar die Hoffnung auf einen stabilen Dollar aufgeben hat, wurde ab Oktober 06 der Turbo in die Dollardruckmaschine eingebaut und der Anstieg der Geldmenge beschleunigte sich noch einmal um 25%. Die Inflation in Amerika steigerte sich in den Galopp, auf über 10% (18,2% Geldmengenerhöhung minus 6% Leistungsbilanzerhöhung minus 1,0% Wirtschaftswachstum) Die Inflation der USA riss die ganze Weltwirtschaft mit.
Im Artikel von Esme Chonaara hat sie klar ausgeführt dass Lebensmittel wie alle Waren der allgemeinen Inflationsrate unterliegen, nur verstärkt durch dien Biosprit. Sie schreibt: „Grundnahrungsmittel unterstehen genauso wie andere Waren den Fluktuationen und den Panikkäufen des globalen Marktes. Steigende Preise erzeugen weitere Ankaufswellen, was die Preise weiter in die Höhe treiben kann. Dies führte dazu, dass die Weizenpreise an einem Tag Ende Februar um 25 Prozent anstiegen." Die gewundene Erklärung mit der Dollar-Geldmenge soll nur zusätzlich zwei Zusammenhänge aufzeigen 1. Die Ursache für die afrikanischen Hungeraufstände haben die Bankvorstände in Washington zu verantworten, z.B. die Rothschilds, denen 53% der amerikanischen Zentralbank Fed gehört. Die Akkumulation ihres Kapitals, ihre Geldsucht, hat sie dazu getrieben, den Beschäftigten Häuser- und Kundenkredite anzudrehen, die diese nie zurückzahlen konnten. Die Verschuldung der USA betrug zum Schluss 42 Billionen Dollar und alle haben gedacht, das würde ewig so weiter gehen. 2. Die Übertragung der Inflation wird nicht nur in Afrika und etwas weniger in Lateinamerika stehen bleiben. In China stiegen die Nahrungsmittel um 18%, in Indien 11%, bei Chonaara betrug der durchschnittliche weltweite Preisanstieg bei Nahrungsmitteln 75% seit 2005. In der 3. Welt drückt sich das zuerst aus. Protest in Afrika In Afrika entwickeln sich von Ägypten bis Südafrika Massendemonstrationen. Oft entwickelt sich die Forderung gegen die Teuerung der Nahrung spontan, häufig aus anderen Forderungen. Zu Kamerun wird bei labournet geschrieben. „8 Tote bei heftigen Protesten gegen die Teuerung: Am Anfang stand der Streik der Taxifahrer am vergangenen Montag - als Protest gegen die steigende Treibstoffpreise. Im Laufe des Tages wurde es zu einem allgemeinen Protest gegen die rasante Teuerung der Lebenshaltung mit jeweils mehreren Demonstrationen in zahlreichen Städten. In den Armenvierteln von Yaoundé [Hautstadt] und der Wirtschaftsmetropole Douala [Hafenstadt] wurden Barrikaden gebaut, öffentliche Einrichtungen attackiert, brannten Reifen und wurde Selbstbedienung in vielen Läden praktiziert. Die Forderungen waren so zahlreich und unterschiedlich wie die Demonstrationen, auch politische Oppositionsparteien waren aktiv mit ihrer Kampagne gegen die geplante Verfassungsreform. Überall verbreitete sich die Forderung nach der Wiedereröffnung der von Behörden geschlossenen Radiostationen. Die Polizei eröffnete das Feuer - sechs Todesopfer. Am Dienstag gingen in allen größeren Städten die Proteste weiter - die Innenstädte ohne Autos und nahezu alle Läden geschlossen. Erneut schoss die Polizei: zwei weitere Todesopfer. Die Taxifahrer beschlossen ihren Streik zumindest so lange fortzusetzen, bis alle festgenommenen vom Montag (deren Zahl niemand genau kennt) wieder frei sind." In der Wiener Zeitung wird gar von 20 Toten geschrieben. Die Sicherheitskräfte bekommen die Lage nicht in den Griff „Nairobi/Yaoundé. Dramatische Szenen spielen sich derzeit in Kamerun ab: Die Erhöhung der Preise für Benzin und Petroleum haben für eine Eskalation der Gewalt gesorgt, nach letzten Informationen sind bei Ausschreitungen mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. .. In der Stadt Douala stürzten 20 Menschen von einer Brücke in einen Fluss, als Sicherheitskräfte etwa 2.000 Menschen auseinandertrieben. In der Hauptstadt Yaoundé herrscht Medienberichten zufolge eine angespannte Lage. Auf den Straßen befänden sich Militär und Sicherheitskräfte, die die Lage aber nicht in den Griff bekämen. Die BBC berichtete von Plünderungen in der Stadt Douala. Arbeitslose Jugendliche hinterließen hier eine Spur der Zerstörung." Die Linke Zeitung hatte schon am 14.2. über heftige Unruhen in Guinea mit 70 von der Polizei Getöteten geschrieben. Hier ging es zwar um den Diktator Conte und seinen Nachfolger. Guinea ist das 20. bis 30. ärmste land der Welt und dann kommen schnell viele Probleme zusammen. Bei einem vollen Magen ist man auch eher bereit, einen Diktator hinzunehmen. Bei Labournet noch einmal zu Burkina Faso: "Ganz unmoderne Forderungen tauchen auf: Preiskontrollen: Nach Senegal und Mauretanien und noch während die Polizei und Armee in Kamerun auf Demonstranten schießen, nun auch heftige Proteste in Burkina Faso. Speziell in den westafrikanischen Ländern treibt die massive Teuerung (in BF bis zu 65%) bei Grundnahrungsmitteln wie vor allem Speiseöl und Zucker die Menschen zum Protest - und die Regierungen reagieren neben Terror mit Zugeständnissen, etwa indem die Besteuerung solcher Waren vermindert oder gar ausgesetzt wird. Die massenhaften Protestbewegungen, sehr oft getragen von ganz jungen Menschen, oft gar aus den Schulen kommend, setzen sich nicht nur militant zur Wehr: sie vertreten auch Forderungen, die sich weder um politische Theoreme irgendwelcher Art kümmern, noch darum, ob sie mit der Marktwirtschaft kompatibel sind: Preiskontrollen zum Beispiel. Über Guinea-Bissao berichtet Irin über Demonstranten am 28.2.08 gegen die hohen Preise für Lebensmittel und Benzin. Wir sehen deutlich, es geht meist um Benzin und Brot, in Mexiko rufen die Demonstranten gegen die Tortilla-Preissteigerung und die Umwandlung von Mais in Biosprit: „Bush, friss doch das Öl selber". Afrika wird nicht mehr zur Ruhe kommen, die Preise, besonders für Benzin und Brot, werden weiter steigen. Als ein Land, z.B. die Türkei, von der Hyperinflation befallen wurde und die türkischen Kollegen mit großen Millionen-Lira-Scheinen, die nicht in das Portemonaie passten, bekam die Türkei das noch in den Griff, da die Welt um sie herum noch stabil war. In Deutschland 1923 das gleiche, das war dessen spezielles Problem mit dem Versailler Vertrag. Dieses Mal geht das aber von dem Wirtschaftsmotor der Welt aus. 10% Inflation, Marktkenner gehen da oft in diesem Jahr noch von der Hyperinflation aus, das fängt bei 50% an. Der Spiegel schreibt: „Die USA schlittern in die Rezession, landesweit machen Geschäfte dicht." Das muss Rezessflation heißen, Wirtschaftsrückgang und Inflation. Peter Scholl-Latour sagt in dem Phönix-Film über ihn: „Amerika muss realisieren, und hat es auch schon, dass die Vereinigten Staaten nicht mehr die globale Hegemonie besitzen." China hat ihnen schon den Finanzmarkt von Afrika und Lateinamerika weggeschnappt. Krisengewinnler bei den Geschäftsschließungen ist Walmart. Es verkauft nur chinesische Produkte. China exportiert schon 5mal mehr in die USA als umgekehrt. Wirtschaftlich, kulturell und seit der chinesischen U-Bootgeschichte auch militärisch ist Amerika schon auf der Looserstraße. Nachdem Russland seinen Rüstungsverfall der 90er Jahre beendet hatte, drohte es jetzt auch noch mit dem Einsatz der Atombombe, wenn man seine Bündnispartner (Shanghai-Bündnis) angreife, und das hat dann Bush endgültig die Bombenstimmung versaut. Seither wird erst recht um die Wette gerüstet. Amerika schoss zu Testzwecken wie China einen eigenen Spionagesatelliten ab und Russland beschwerte sich umgehend gegen diese „Krieg im Weltall"-Übungen. Nachdem die Russen und die USA beide eine herkömmliche Superbombe testeten und das US-Militär mit Mini-Kernfusionen experimentiert, entwickelt nun auch die USA eine Kanone, die mit 9facher Schallgeschwindigkeit feuert. Noch ist die Kanone nicht einsatzbereit und ein neues GPS-Sytem schon mal gar nicht. So, wie es jetzt aussieht, kann Amerika sich schon mal auf einen Lebensstandard der 3. Welt einrichten und die Chefsessel der UNO, Weltbank und IWF den Chinesen so langsam übergeben. Ob die Rockefeller, Dupont und Rothschilds da nicht lieber zu Selbstmordattentätern werden, bleibt die Frage. Wer will noch den Zusammenhang zwischen der USA und Afrika bezweifeln und der Nahrungsmittelteuerung hier von 7,7%, China 18% (Verbraucherpreise 7,0%), Indien 11%. Die europäischen Machthaber gehen auch von Hungeraufständen in Europa aus, da wollen sie sich die Möglichkeit mit den Todesschüssen auf Demonstrationen für die Sicherheitskräfte auch offen halten und haben das verschämt in den Lissabonner EU-Grundlagenvertrag mit eingearbeitet. Die europäische Kapitalelite hat aber lange nicht mehr so viel Vitalität wie die Amerikaner, die glauben doch selber noch an ihre Mission. Die Weltherrschaftspläne sind nach Griechenland, Rom. Spanien und dem Britischen Empire schon längst erloschen. Die europäische Arbeiterklasse dagegen ist so gut organisiert, dass sie nicht lange fackeln werden, wenn hier die Kapitalbeauftragten ihre Perversion durchziehen. Die wesentlichste Lehre aus den Anfängen der Kämpfe in Afrika gegen die Teuerungen ist die Frage nach der Produktionsweise. Die, die nichts mehr zu verkaufen haben, außer ihre Arbeitskraft, zeigen bereits in einem embryonalen Zustand die alternative Wirtschaftsweise zum Neoliberalismus des Kapitals auf. „sie vertreten auch Forderungen, die sich weder um politische Theoreme irgendwelcher Art kümmern, noch darum, ob sie mit der Marktwirtschaft kompatibel sind: Preiskontrollen zum Beispiel." (siehe oben, Burkina Faso) Wenn man solche Fragen nach Preis- oder Kapitalkontrolle in der WASG ansprach, oje, dann kamen solche Antworten, dass da das internationale Recht entgegensteht. Ganz unbefangen fordern die afrikanischen Jugendlichen aus Arbeiterfamilien Preisstopp und heben damit schon mal den Warencharakter der Lebensmittel auf, egal, ob dann das Lebensmittelproduktionskapital nach China geht, na und, sollen sie doch, wir wünschen eine gute Reise. Die Traktoren und Verpackungsmaschinen bleiben da, die werden vor ihrer Flucht ins Pepperland beschlagnahmt und der 3. Schritt ist dann die kollektive Produktion nach festen Preisen und solidarischer Verteilung nach dem Bedarf. Wir halten fest: Afrika weist zum Sozialismus. Internationale Sozialisten im Netzwerk Linke Opposition
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| Letzte Aktualisierung ( 06.03.2008 ) | |||||||
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Die Nahrungsmittelpreise sind in Deutschland im Januar 08 nach dem Statistischen Bundesamt um



















