| Afghanistan: SPIEGEL unwissend wie üblich |
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| von http://nemetico.myblog.de |
14.04.2008
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SPIEGEL ONLINE will sich mal wieder informiert geben:
Gewalt im Bundeswehr-Gebiet nimmt drastisch zuSechs tote Entwicklungshelfer, drei Anschläge auf die Bundeswehr innerhalb von vier Wochen: Eine "beunruhigende Entwicklung" attestiert der Generalinspekteur der Bundeswehr für Nordafghanistan. Der einst sicher geglaubte Einsatzstandort entwickelt sich zum Pulverfass.Ach, das ist neu? In welcher Welt lebt der SPIEGEL eigentlich? Gefällig wird über verschiedene Anschläge gegen die Bundeswehr berichtet, und zwar in der von dieser „betreuten" Nordzone. Details zeugen von der ruchlosen Gewalt der Täter. Ach. Und natürlich sollen es wieder „Taliban" sein, die dort im usbekischen Norden ihr Unwesen treiben. Reine Desinformation. Da stellt es auch keine Entschuldigung dar, daß SPIEGEL - Autoren leider oft von der Materie, über die sie schreiben, nicht die geringste Ahnung haben. Werte SPIEGEL - Autoren, die Sie ausformulieren, was Ihnen als Richtlinie vorgegeben wird, merken Sie sich bitte folgendes: - die „Taliban", und zwar sowohl die „alten" von ISI und CIA gesponsorten, als auch die heutigen „neuen" Taliban, sind eindeutig eine pashtunische Bewegung. - Im Norden Afghanistans, wo die Bundeswehr - aus meiner Sicht und nach meiner Meinung - Schmiere bei der Opiumproduktion steht, leben aber im wesentlichen Tadschiken und Usbeken. Soviel sollte eigentlich jeder halbwegs geographisch gebildete Mensch wissen. Mehr in die Feinheiten dagegen geht sehr wohl, dass es in den Nordprovinzen Afghanistans seit längerer Zeit schon gärt, weil die einheimische Bevölkerung gegen die von der Karzai - Marionettenregierung eingesetzten Statthalter - meist korrupte Drogenbarone - immer wieder aufbegehren. Damit Sie sich davon überzeugen können, liebe Leser, dass der SPIEGEL entweder keine Ahnung hat oder keine Ahnung haben will, möchte ich Sie bitten, folgenden Artikel zu lesen, den ich vor fast einem Jahr für den politblog geschrieben hatte: PSSST - nicht weitersagen: Ende des relativen Friedens in Nordafghanistan - Deutsche Presse schweigt total darüberBitte lesen Sie diesen Artikel, ich möchte mich nicht wiederholen. Aber ein Fazit möchte ich ziehen: - die Besatzungsmächte in Afghanistan haben nicht nur die Pashtunen gegen sich aufgebracht, sondern seit einiger Zeit offensichtlich auch die Usbeken. - Deren Partei Junbesh-e-Milli begehrt gegen die Karzai - Marionettenregierung auf; da das mit friedlichen Mitteln nicht möglich ist, gehen deren Militante offensichtlich zum bewaffneten Kampf über. - Der Desinformation und der Vernebelung halber wird aber jeder Widerstand in Afghanistan dreist als „Taliban" bezeichnet, selbst wenn die oppositionelle usbekische Junbesh-e-Milli unter ihrem Führer Dostum schon immer geschworene Feinde der tatsächlichen Taliban waren. - Und all das passiert in der Bundeswehrzone. - Aber unsere "Nachrichtenmagazine" (wieher) wissen von nichts. Details zeugen von der ruchlosen Gewalt der Täter (SPIEGEL). Wollen Sie was davon sehen? Eine Reportage des türkischen Fernsehens, das sich aus nationalistischen Gründen mit der Sache der Usbeken verbunden sieht, zeigt das Massaker von Karzai - Repressionskräften an usbekischen Demonstranten : http://www.youtube.com/watch?v=v0az_volLMY Vielleicht noch ein Blick auf die eingesetzten Polizeiwaffen? http://www.youtube.com/watch?v=1ne_KKTjK3k Und über all das wacht die Bundeswehr. Hat mit all dem nichts zu tun. Steht Schmiere vor Mädchenschulen, oder was? Mann o Mann, SPIEGEL. Sogar zum Lügen zu schlecht informiert.
http://nemetico.myblog.de/nemetico/art/5554070/Afghanistan
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