| „Welt“ publiziert Billigung eines zionistischen atomaren Angriffskrieges gegen den Iran |
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| von Hans Andresch |
20.07.2008
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Morris meint, daß eine „Eskalation des iranisch-israelischen Konflikts bis zur nuklearen Ebene ...fast zwangsläufig (folgt), wenn ein mit konventionellen Waffen geführter Angriff Israels scheitert. „ Dies lasse „der Welt“, und mit der Welt meint er exakt Israel und die USA „nur eine Option, will sie einen atomar bewaffneten Iran verhindern: die militärische“. Doch es gibt für Morris ein Problem. Er meint, die Amerikaner könnten zwar stellvertretend für „die Welt“ mit konventionellen Waffen die iranischen Atomanlagen vernichten. Doch dazu müssten sie eine Akzeptanz im eigenen Lande haben: „Doch als Ergebnis des Wirrwarrs im Irak und zunehmend in Afghanistan ist die amerikanische Öffentlichkeit der Kriege in der islamischen Welt müde geworden“. Also scheint der antimilitaristische Widerstand in der amerikanischen Öffentlichkeit Wirkung zu zeigen. Folglich soll und muss Israel die iranischen Atomstätten angreifen: „Da Israel glaubt, dass seine schiere Existenz auf dem Spiel steht, wird es den Angriff wagen.“ freut sich Morris. Doch auch trotz aller Bereitschaft der Zionisten zu einem präventiven Angriffskrieg gegen den Iran, trotz aller Bereitschaft das Völkerrecht zu brechen sieht Morris ein weiteres Problem: „Das Problem ist, dass Israels militärische Kapazitäten bedeutend kleiner sind als die der USA. Erschwert wird die Operation dadurch, dass große Entfernungen überwunden werden müssen, dass es um eine Vielzahl geografisch weit verstreuter Anlagen geht, die häufig unterirdisch angelegt sind, und dass nur unzureichende Geheimdienstberichte vorliegen. Folglich ist es unwahrscheinlich, dass die israelischen Streitkräfte Irans Atomprojekt zerstören oder ernsthaft zurückwerfen können, selbst wenn ihnen erlaubt wird, den jordanischen und irakischen Luftraum zu durchfliegen oder – auf amerikanische Vermittlung – sogar irakische Landebahnen zu nutzen“. Etwas „Ernsthaftes“ unternehmen Da die Zionisten nach Ansicht von Morris nicht in der Lage sind, mit konventionellen militärischen Mitteln die iranischen Atomanlagen zu vernichten und „die internationale Gemeinschaft….nichts Ernsthaftes unternehmen“ wird macht er deutlich, was das wäre, etwas „Ernsthaftes“ zu unternehmen. Zumal die Iraner sich ja einen konventionellen Angriff unglücklicherweise auch nicht einfach so gefallen lassen würden und „Vergeltung üben (würden), indem sie Israels Städte mit Raketen angreifen, ihre lokalen Verbündeten, Hisbollah und Hamas, zu Angriffen anstacheln und internationale islamistische Terrornetzwerke auf israelische, jüdische und wahrscheinlich auch amerikanische Ziele ansetzen.“ Bei diesem „Ernsthaften“ handelt es sich um den präventiven Einsatz des zionistischen Atomwaffenarsenals . Morris schreibt: „Dann könnte Israel mit dem einzigen Mittel zuschlagen, das die Ausschaltung des iranischen Atomprojekts sicherstellt, nämlich seinem Nukleararsenal.“ Um verbleibende Bedenken gegen den erstmaligen Einsatz von Atomwaffen seit Hiroshima und Nagasaki auszuräumen wird wie schon bei Saddam Hussein das Schreckgespenst des Einsatzes von Massenvernichtungsmitteln beschworen: „Entweder sie erlauben den Iranern, in den Besitz der Bombe zu kommen, und hoffen das Beste (nämlich auf ein atomares Patt, bei dem die garantierte gegenseitige Zerstörung die Iraner davon abhält, die Bombe tatsächlich einzusetzen), oder sie greifen an und beantworten die iranischen Gegenschläge, die den Einsatz chemischer und biologischer Sprengköpfe enthalten könnten, mit der Eskalation des Konflikts.“ Weil in den Raketen der Hammas chemische und bakterielle Sprengköpfe sein könnten, darum muss Israel den Iran angreifen. Und da eine atomare Abschreckung bei der „fundamentalistischen, zur Selbstaufopferung bereiten Haltung der Mullahs“ wahrscheinlich nicht funktioniert, bleibt nur der präventive Atomschlag. Nach Auffassung von Morris handelt es sich auch hierbei um eine legitime reine Verteidigungsmaßnahme, denn „bleibt die israelische Präventivaktion aus, dürfte ein nuklearer Angriff des Irans auf Israel erfolgen, sei es aus ideologischen Gründen, sei es aus Angst vor einem israelischen Erstschlag“. Da also Iran - einmal irgendwann im Besitz von Atomwaffen - sowieso diese zu einem Erstschlag gegen Israel einsetzen würde, muss Israel jetzt den Iran atomar angreifen und deshalb rät Morris der iranischen Führung, sie „sollte(n) ...alles unternehmen, damit Israels konventioneller Luftangriff auf die Atomanlagen ihres Landes erfolgreich ist…..Ohne Frage wird ein solcher israelischer Militärschlag Tausende Opfer fordern und mit einer internationalen Demütigung Teherans einhergehen. Doch die Alternative besteht in einem zu atomarem Ödland reduzierten Iran.“ {moscomment}
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