| Bolivien:Evo Morales gewinnt Abwahlreferendum |
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| von http://de.indymedia.org |
13.08.2008
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Nach ersten Hochrechnungen hat der sozialistische und indigene
Präsident Boliviens, Evo Morales, das Abwahlreferendum gewonnen. Bei
hoher Wahlbeteiligung erreichte er mindestens 60 Prozent der Stimmen.
Auch bei der Amtsbestätigung der Gouverneure konnte die bolivianische
Linke leichte Vorteile erzielen.
Weitere
Hochrechungen bestätigen den Sieg von Präsident Evo Morales im
Abwahlreferendum. Nach jetzigem Stand der Auszählung erhielt er 60
Prozent der Stimmen, sein Vizepräsident Álvaro García Linera 56
Prozent. Von den acht Präfekten wurden bisher fünf im Amt bestätigt.
Vier davon gehören der Opposition an. Sie regieren die Departements
Santa Cruz, Beni, Pando und Tarija. Ebenfalls im Amt bleibt Morales
Mann in Potosí. Abgewählt wurden aber sein Parteigenosse in Oruro sowie
seine oppositionellen Amtskollegen in Cochabamba und La Paz. Laut
Verfassung muss die Regierung in Kürze kommissarische Vertreter für die
drei Posten ernennen. Zwei von sieben rechten Gouverneuren sind abgewählt. Aber auch ein Gouverneur der MAS (Movimiento al Socialismo) muss wahrscheinlich zurücktreten. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben des Vorsitzenden des Nationalen Wahlrats CNE, José Luis Exeni, bei 80 Prozent. Dies sei eine „beachtlich hohe Zahl angesichts der vielen Angriffe, denen die Wahlbehörden vor dem Referendum ausgesetzt waren“. Morales feiert Bestätigung Boliviens Präsident Morales hat vor tausenden Sympathisanten in La Paz die Bestätigung seiner Regierung beim Abwahlreferendum gefeiert. Die Politik der Nationalisierungen werde nun fortgesetzt und die reformierte Verfassung in Kraft gesetzt, sagte der indigene Staatschef bei seiner ersten Ansprache vom Balkon des Regierungssitzes Palacio Quemado aus. „Wir sind hier, um unsere Ressourcen und unsere Staatsunternehmen weiter zurückzuerobern“, so Morales. Das Referendum sei „ein Sieg der demokratischen und kulturellen Revolution“. Chávez: "Sieg über die Kampagnen des Imperiums" Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat seinem bolivianischen Amtskollegen Evo Morales zum Sieg gratuliert. Die Regierung in Caracas unterstütze auch weiterhin die demokratische und kulturelle Revolution in Bolivien, sagte Chávez laut einer Regierungserklärung, die im Internet verbreitet wurde. "Mit diesem Wahlprozess hat sich einmal mehr die Wahrheit über die Kampagnen des Imperiums durchgesetzt", heißt es darin in Anspielung auf die Gegnerschaft der US-amerikanischen Regierung gegen den sozialen Reformprozess in Bolivien. "Die Linke" gratuliert Morales Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden der Partei "Die Linke" Lothar Bisky, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine haben dem Präsidenten Boliviens, Evo Morales, zu seinem Erfolg beglückwünscht. "Euer Sieg ist eine Ermutigung für alle in der Welt, die für eine demokratische und sozialistische Gesellschaft kämpfen", schreiben die drei Gratulanten. Auslandsbolivianer für Morales Bei einer symbolischen Abstimmung bolivianischer Staatsbürger in Argentinien hat die Regierung in La Paz massiven Zuspruch erhalten. Nach Auswertung von 23 der insgesamt 60 Wahlzentren in dem südamerikanischen Land hätten sich 92 Prozent für die Regierung von Evo Morales ausgesprochen, erklärte der Organisator der Aktion, Carlos Jiménez, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings fließen die Stimmen nicht in das offizielle Ergebnis ein. Zwar hat die Abgeordnetenkammer Boliviens ein Gesetz verabschiedet, das es auch im Ausland lebenden Bolivianern ermöglicht, ihre Stimme abzugeben. Doch der oppositionell beherrschte Senat hat das Vorhaben bislang blockiert. http://de.indymedia.org/2008/08/224327.shtml
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