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Erste Niederlage für Pro-Köln-Nazis: Köln ist bunt – nicht braun! PDF Drucken E-Mail
von Linkezeitung Köln    19.09.2008 - bisherige Aufrufe: 3258

hetzestopnet.jpgErster Tag des Nazi-Kongresses brachte der braunen Pest die erste Niederlage

Morgen: zeitnahe Berichte auf www.linkezeitung.de über die große Demonstration gegen Pro-Köln.

Der groß angekündigte europäische Anti-Islamisierungs-Kongress der Faschisten um Pro-Köln brachte den Nazis um Beisicht und Rouhs eine herbe Niederlage ein. Ziel der braunen Hetzer war es, eine Pressekonferenz abzuhalten und danach mit dem Bus durch Kölner Arbeiterviertel zu fahren, um diese zu besichtigen - was für eine Provokation! Viele europäische Freunde der braunen Hetzer werden gar nicht erst nach Köln kommen. Massenhaft wurde gegen sie mobilisiert. Strache, der Chef der österreichischen FPÖ hatte wegen anderer Termine kurzfristig abgesagt, LePen aus Frankreich bezichtigt Pro-Braun sogar der Lüge. Er habe nie vorgehabt zu kommen. Wir können nur allen braunen Sympathisanten raten, in ihren Löchern zu bleiben und nicht nach Köln zu reisen. Hier gibt es nur Wut und Verachtung für sie! Hetze gegen unsere Kolleginnen und Kollegen wird nicht geduldet!

Eine bunte Mischung von Gruppen und Bündnissen hatte schon am heutigen ersten Tag des Kongresses mobilisiert: SPD, DGB mitsamt der Jugendorganisation, Bündnis gegen Pro Köln, Ditib, die Grünen, die Linke, SAV, Bündnis Stoppt die Hetze, Antifa-Gruppen, die Falken, andere Gruppen und auch viele Kneipen waren gegen die Braunen aktiv.

kettenet.jpgEs glich einem Rennen zwischen Hase und Igel. Schon heute waren die Gegendemonstranten so zahlreich, dass sie sich aufteilen konnten und den Nazis in den verschiedenen Stadtteilen einen entsprechenden Empfang bereiten konnten. An den zentralen Punkten waren Gegenaktionen schon ab dem frühen Morgen vorbereitet. Ab 9 Uhr wurde - auf Wunsch des lokalen Bürgermeisters - ein Teil des Rathauses im Stadtteil Nippes besetzt, in dem die Nazis eine Pressekonferenz abhalten wollten. Diese wurde nach Köln-Rodenkirchen verlegt, wo die Nazis aber auch von wütenden Gegendemonstranten empfangen wurden. Etwa zeitgleich trafen sich an die 50 Braune in Leverkusen - auch gegen sie Proteste.

Ein klägliches Häuflein Faschisten veranstaltete dann eine Pressekonferenz auf einem Rheindampfer. Sehr erfreulich ist, dass die Berichterstattung über den heutigen Tag nicht die braune Hetze aufgriff, sondern dass der Fokus der Berichte auf der Gegenwehr lag. Nach dem Pressekonferenz wurde das Schiff von wütenden Antifaschisten angegriffen. Die Nazis konnten den Dampfer nicht verlassen. Zu gefährlich wäre es für sie gewesen, wieder in die Stadt zu ziehen. So schipperten sie etwa zwei Stunden lang auf dem Rhein herum. Der Kapitän des Dampfers sagte später im Fernsehen, dass er sein Schiff nie wieder für eine solche Veranstaltung hergeben würde. Das Schiff war, genau wie die Busse unter Vortäuschung falscher Tatsachen (man sei eine Tagung von Rechtsanwälten) angemietet worden. Als die Nazis dann an der Zoobrücke anlegten - auch dort waren Gegendemonstranten vor Ort - waren ihre Busse bereits abgezogen.

klnnazifreinet.jpgDie geplante Busrundfahrt wäre für die Nazis zu einem Spiessrutenlaufen geworden. Überall wären die strammen Kamerrraden von Gegendemonstranten erwartet worden: Kalk, Mülheim und Ehrenfeld.

Besonders attraktiv wäre Ehrenfeld für die Nazis gewesen. Dort steht an zentraler Stelle ein alter, schon etwas abgerockter Industriebau, der von der türkischen DITIB (Türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion e.V) als Moschee genutzt wird. Dieses Gebäude soll abgerissen werden. Dann soll auf dem Gelände eine moderne Moschee gebaut werden. Hier der Link zur neuen Moschee: www.zentralmoschee-koeln.de

Seit 12 Uhr am Mittag folgten bis zu 500 Menschen dem Aufruf der DGB-Jugend und stellten sich schützend an und vor das Moscheegebäude. Nach verschiedenen Ansprachen von türkischen Gemeindemitgliedern, SPD-Funktionären und anderen, wurden von der DITIB an alle Anwesenden bunte Luftballons als Symbol für ein fröhliches, buntes und friedliches Zusammenleben im Arbeiterstadtteil Ehrenfeld verteilt. Anschließend hakten sich alle Menschen unter, bildeten eine Kette an der Moschee, um zu zeigen: „Wenn die Nazis kommen, dann schützen wir die Moschee vor Angriffen!"

Anschließend zogen sich die muslimischen Männer und Frauen zum Freitagsgebet zurück. Nach dem Gebet wurden alle anwesenden Demonstranten zum helmausshitnet.jpgFastenbrechen am Abend in der Moschee zum Essen und zum Tee eingeladen. „Alle sind willkommen," sagte einer der türkischen Kollegen, „nur die Braunen nicht."

Die Demonstranten harrten noch eine Weile aus, bis die Nachricht kam, dass die Busrundreise abgesagt worden war. Die Busunternehmen wollten ihre Busse nicht mehr der Gefahr von Gegenaktionen aussetzen.

Zur Stunde gibt es eine Demonstration gegen die Rechten in der Kölner Innenstadt.

Morgen geht es weiter. Möglicherweise werden mehrere Zehntausend Menschen gegen die braune Pest demonstrieren. Möglicherweise wird es gelingen, den Kundgebungsort abzuriegeln. Es wäre beschämend, wenn die Polizei versuchen würde, diesem kläglichen und verhassten Haufen brauner Soße mit nackter Gewalt auf den Platz zu verhelfen. Dieser Tag hat gezeigt, das bunte, frohliche, lebendige und kämpferische Köln will die Nazis nicht dulden!

Soeben berichtet der WDR, dass die Nazis nun auch aus ihrem Hotel geflogen sind. Keine Betten für Faschisten! 

Keinen Fußbreit den Faschisten! Keine Handbreit für Pro-Köln! Nicht in Köln und anderswo!

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