| Oskars Vakuumsauger, den Arbeitern aber die ganze Backstub! |
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| von Norbert Nelte |
08.11.2008
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Seit einiger Zeit versucht der Vordenker der Linken Oskar Lafontaine der Nation zu erklären, was Sozialismus ist. Also, die erste Maschine, die die Arbeiter erwirtschaften, gehört dem Boss, und die zweite Maschine gehört den Arbeitern. Fifty-Fifty, Super, nun müssen die Arbeiter auch so wie das Kapital denken und rationalisieren sich nach den Anforderungen des Weltmarktes einfach selber weg, sonst lohnt sich ja die Maschine nicht, wie der Vakuumsauger in Yellow Submarine - schlürf - schwuppdiwupp, weg hat er sich selber weggesaugt Das Problem ist dann nur, wovon sollen die Arbeiter dann noch leben? Karl Marx und Friedrich Engels hatten solche Überlegungen im Kommunistischen Manifest Bourgeois-Sozialismus genannt. Das Wesentliche am Sozialismus ist doch die andere Wirtschaftsweise. Wir wollen nicht wie die Bourgeoisie für einen blinden Markt produzieren, sondern nach einem Plan für die Bedürfnisse aller Kollegen. Wie wir besonders heute sehen, ist das Kapital überhaupt nicht in der Lage, vernünftig zu wirtschaften. Sie produzieren erst auf Halde und dann streiten sie sich mit dem Konkurrenten um den Absatzmarkt, womöglich mit Krieg. Nein, so eine irrsinnige Produktionsweise können die Arbeiter wirklich nicht mitmachen. Um planvoll produzieren zu können, müssen wir aber deshalb alle Maschinen kontrollieren. Im Manifest heißt es dann weiter (S. 25): „Unter Veränderung der materiellen Lebensverhältnisse versteht dieser Sozialismus aber keineswegs Abschaffung der bürgerlichen Produktionsverhältnisse, die nur auf revolutionärem Wege möglich ist, sondern administrative Verbesserungen, die auf dem Boden dieser Produktionsverhältnisse vor sich gehen, also an dem Verhältnis von Kapital und Lohnarbeit nichts ändern, sondern im besten Fall der Bourgeoisie die Kosten ihrer Herrschaft vermindern und ihren Staatshaushalt vereinfachen."
Dieser Vorschlag von Herrn Lafontaine ist nichts anderes als auch schon der ebenfalls gefährliche, aber ernst gemeinte Vorschlag von Herrn Köhler, den Arbeitern Aktien zu geben, nur bei Lafontaine handelt es sich um etwas mehr, 50% des Neuwertes, nur das war ja kein ernst gemeinter Vorschlag, er hatte ja uns nicht verraten, wie so etwas durchzusetzen sei, ob mit einer Revolution oder mit einem Antrag der Linkspartei im Bundestag auf der Grundlage der bürgerlichen Grundordnung. Revolution wird der etablierte Herr sicher nicht meinen, also meint er von in seinen Vorstands- und Aufsichtsratsesseln aus.
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| Letzte Aktualisierung ( 08.11.2008 ) | |||||||
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