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Bundesweiter Schulstreik war ein Erfolg: über 100000 bundesweit beteiligt PDF Drucken E-Mail
von LZ    12.11.2008 - bisherige Aufrufe: 3065

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In Mecklenburg-Vorpommern demonstrierten die Schüler in Rostock(3500) und Stralsund(500).
In Schleswig-Holstein gab es Proteste in Kiel(über 4000), Lübeck (2000) und Ahrensburg (650).
In Hamburg gingen mehr als 6000 Tausend Schüler auf die Straße. (andere Quellen sprechen von erheblich mehr Beteiligten)
In Bremen und Bremerhaven beteiligten über 5000 Schülerinnen und Schüler an dem Streik. Sie kritisieren vor allem den Mangel an Lehrern und zu große Klassen. In Bremen wird zudem das geplante Zwei-Säulen-Modell mit Oberschule und Gymnasium bemängelt.

Niedersachsen

Braunschweig(8500), Wolfsburg, Göttingen(2500) und Oldenburg (4000). In Hannover waren über 8000 dabei.

Demo in Hannover eskaliert

In Hannover eskalierte die Kundgebung. Mehrere Hundert Schüler zogen vom Opernplatz zum Landtag und durchbrachen dort die Bannmeile, die rund um das Parlamentsgebäude für Demonstrierende gilt. Polizisten stellten sich an den Eingang des Landtags, um den Demonstranten den Zugang zum Gebäude zu verwehren. Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU) sagte, vermummte Unbekannte hätten die Scheibe einer Zugangstür zum Landtag eingeworfen. Zuvor hatten nach Polizeiangaben rund 3.500 Schüler für bessere Bildungsangebote demonstrierten. Sie forderten mehr Mitspracherecht auf allen Ebenen der Bildungspolitik, mehr Lehrkräfte, kleinere Klassen und die Zusage für eine kostenlose Bildung für alle. In Göttingen beteiligten sich rund 2.000 Schüler an den Protesten. Auch Lehrer und Elternvertreter nahmen an den Demonstrationen teil. Die Schüler seien vom Unterricht teils freigestellt worden, teils seien sie ihm ohne Genehmigung fern geblieben, sagte ein Sprecher des Landesschülerrats."

http://www1.ndr.de/nachrichten/schuelerdemo172.html

„Etwa 5000 Schüler und Schülerinnen gingen heute Vormittag in Lüneburg auf die Straße um für eine bessere Bildungspolitik zu demonstrieren. Dazu hatten sie sich an den verschiedenen lüneburger Schulen versammelt und sind Sternenförmig in Demonstrationszügen zum Kundgebungsplatz im Clamarkpark gelaufen. Zu den heutigen Protesten haben verschiedene Initiatoren aufgerufen. Im Mittelpunkt der Proteste standen die Forderung nach kleineren Klassen,kostenlose Bildung für alle und die Abschaffung des G8-Abiturs."

http://de.indymedia.org/2008/11/232369.shtml

 

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NRW

Minden, Aachen,(800), Köln (2000), Bonn, Paderborn, Essen, Duisburg und Gütersloh

„Tausende Schüler bestreiken Unterricht"

Demonstrationen gab es etwa in Aachen, Bonn, Köln und Essen

Auch in Nordrhein-Westfalen haben sich am Mittwoch Schüler an einem bundesweiten Schulstreik beteiligt. «Mehrere tausend Schüler protestieren gegen Lehrermangel und demonstrieren für die Einführung einer Gemeinschaftsschule», sagte der Sprecher der Landesschülervertretung, Horst Wenzel, auf ddp-Anfrage. Schülerstreiks und Demonstrationen gab es etwa in Aachen, Bonn, Köln und Essen. In Bonn sprachen Veranstalter und Polizei übereinstimmend von bis zu 5000 Teilnehmern, in Aachen gingen mehrere hundert, in Köln 500 Schüler auf die Straße.

Eine bundesweite Initiative von Schülern hatte zu den Protesten aufgerufen. Demonstriert wurde auch gegen den Prüfungsstress durch das verkürzte Abitur. Nach Angaben des NRW-Schulministeriums gelten die bestreikten Schulstunden als unentschuldigtes Fehlen im Unterricht.

 http://www.b2b-deutschland.de/koeln/region/detail_ddpb2b_2265024420.php

Baden-Würthemberg

In Stuttgart streikten über  5.000 Schüler, schulaction.org gibt 8000 an

Auch in  Tübingen und Heilbronn gab es Demos.

 

Bayern

In München: 2000 und Nürnberg ca. 2000 auf Demos. Gerade auch in Bayern hat es massive Repressionsandrohungen durch Schulämter und Schulleitungen gegeben.

 

Thüringen

„In Erfurt beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren etwa 300 Schüler an der Aktion. Etwa 100 Schüler besetzten kurzzeitig das Schulamt. Sie blockierten das Treppenhaus, um einen Termin bei Amtsleiter Rigobert Krug zu erhalten. Sie forderten, der Behördenchef möge sich dafür einsetzen, dass streikende Schüler keine Bestrafung zu befürchten hätten. Krug versprach, es werde "keine nachhaltigen Konsequenzen wie Schulverweise" geben.
In Jena zogen etwa 500 Schüler und Studenten in einem Protestzug durch die Stadt. Auch in Gotha nahmen etwa 70 Schüler an der bundesweiten Aktion teil. Ein Schülersprecher des Ernestinums in Gotha sagte, teilweise säßen in den Klassen 28 und 30 Schüler. Das schaffe kein Lehrer. Notwendig seien außerdem bundesweit einheitliche Lehrpläne und Schulabschlüsse." (mdr)

 

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Berlin und Brandenburg

Demos in Berlin(8000), Potsdam und Neuruppin

„Nach Polizeiangaben sollen mehrere Schüler in die Humboldt-Universität eingedrungen sein. Sie hätten versucht, das Gebäude zu besetzen, gab ein Polizeisprecher bekannt. Nähere Einzelheiten liegen nicht vor. Die Lehrergewerkschaft GEW hatte die Schulen aufgerufen, streikende Schüler nicht zu hart zu bestrafen. Schülervertretungen hatten bundesweit zu den Protesten aufgefordert." (RBB v. 12.11.2008 )

Die Schülerinnen hatten die Humboldt-Uni gestürmt und unter anderem die Veranstaltung einer „Management-Initiative für internationales Patentrecht"  gestürmt. Wie heisst es im Spiegel-Online Film"Ein Manager musste sogar ein Schild der Demonstranten halten".  http://www.spiegel.de/video/video-40226.html


Hessen

In Kassel waren etwa 3500 Schülerinnen dem Streikaufruf gefolgt.  An einzelnen Schulen (Albert-Schweitzer-Schule z.B.) gab es massive Drohungen gegen SchülerInnen. Trotzdem nahmen sehr viele an Kundgung und Demo teil. Der Verkehr brach im Innenstadtbereich teilweise zusammen.

Weitere Zahlen aus Hessen:

Demos in Giessen (1500), Bad Hersfeld(250), Bad Wildungen, Frankenberg (600), Wetzlar und Oberursel.

Störfeuer in Frankfurt

In Frankfurt beteiligten sich etwa 1500 SchülerInnen. Der Stadtschülersrecher distanzierte sich vom Aufruf des Jugendbündnis und gab eine Presseerklärung ab, in der er von „linksextremistischer" Unterwanderung sprach.

„Die Frankfurter Schülervertretung distanzierte sich von den politisch mehrheitlich linken Organisatoren.

Die Organisationen vertreten nach Ansicht von Stadtschulsprecher Eric-Jan Krausch "nicht die nötige Mehrheit, um einen Streik auszurufen". "Wo kommt das schon vor, dass eine Minderheit die Mehrheit regiert?", heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung. Initiator des Protests in Frankfurt ist das "Jugendbündnis Frankfurt/Offenbach", das von politisch linken und teils linksextremistischen Gruppen dominiert wird.

Zu den Initiatoren gehört neben der Jugendorganisation der Linkspartei unter anderem die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ). Sie verbreitet nach Erkenntnissen der hessischen Verfassungsschützer ein "sozialistisches Klassenbewusstsein" unter Jugendlichen und pflege enge Verbindungen zur Deutschen Kommunistischen Partei (DKP).(© hr-iNFO, 12.11.2008)

Die Medien griffen die Aussagen des Stadtschulsprechers gern auf, siehe die Frankfurter Rundschau:

„... Die Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF), deren Jugendorganisation in Frankfurt ebenfalls zum "Schulstreik" aufgerufen hat, wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz als türkische linksextremistische Organisation geführt. Weitere Initiatoren sind die Jugend- und Studentenverbände der Linkspartei, "Linksjugend ¦'solidí" und "Die Linke.SDS", sowie die Gruppen "Revolution Frankfurt" und "Protest Frankfurt".

http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/1628448_Stadtschulsprecher-macht-nicht-mit.html


Weitere Infos über den Bildungsstreik:

http://www.schulaction.org/

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Letzte Aktualisierung ( 12.11.2008 )
 
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