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Der konsequente Kollege - Gewerkschaft und Marxisten PDF Drucken E-Mail
von Norbert Nelte    16.12.2008 - bisherige Aufrufe: 2786

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Teil I. Von den Anfängen bis zur Gründung der Gewerkschaften und zur Taktik im DGB

Teil 2. Die Gewerkschaft nach 1945 und Die Doppelstrategie der "neuen" Linken im DGB, Ende

Einleitung

Marxisten gehen bei der Gewerkschaf tsarbeit von dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft aus. Sie ist das Organisationsinstrument der gesamten Arbeiterklasse. Um stark gegen das Kapital zu sein, brauchen die Arbeiter unbedingt die Einheit im Kampf. Getrennt marschieren wir bei den politischen, langfristigen Fragen. Hier müssen wir uns unabhängig organisieren. Nur im Kampf zählt die Einheit, und die heißt bei den Arbeitern Einheitsgewerkschaft.

Manche "Linke" wie der IKS, die FAU, Wildcat oder die PSG wollen aber auch eine getrennte Gewerkschaftsorganisation. Hierfür haben sie auch auf den ersten Blick gute Argumente. Schon immer haben die SPD-Gewerkschaftsführer die Basis verraten. Sie gaukeln ihnen ständig die Abschlüsse höherer Tarife vor aber handeln in Wirklichkeit nur Reallohnverluste aus. Sie handeln sogar Lohnkürzungen gegen scheinbaren Arbeitsplatzerhalt aus, was sich immer später als Windei herausstellt. Ja, sie machen bei den Zockerei noch mit, indem sie die Pensionsgelder ihrer Angestellten bei der übelsten Heuschrecke Blackstone anlegen. Die Reformisten sehen jeden Kampf nur als Unterstützung für ihre Verhandlungen an, nicht als einen selbsttätigen Kampf der Massen, um die Sache in ihre eigene Hand zu nehmen. Weil man über Verhandlungen nicht konsequent gegen die Kapitallogik angehen kann, kettet die Sozialdemokratie somit die Arbeiter an die Marktgesetze des Kapitals.

 

Wir linken Arbeiterinnen und Arbeiter sind aber nicht wegen den korrupten Bonzen in der Gewerkschaft, sondern wegen der Basis. Es waren die Vertrauensleute der IGM bei Opel Bochum, die den wilden Streik 2004 organisiert hatten. Bei der IGM haben sie lange gemeinsam gearbeitet, gekämpft und Vertrauen zueinander aufbauen können und so können wir bei einer Ausweitung der Kämpfe dann auch die reformistischen durch revolutionäre Arbeiterführer auswechseln. Unabhängige Gewerkschaften können nur für einzelne wenige Berufsgruppen erfolgreich sein und Pilotabschlüsse tätigen, aber für die Masse der Kollegen geht nur die Einheitsgewerkschaft.

Aus ihrer Kritik heraus aber an der ganzen Gewerkschaft versuchten und versuchen manche Ultralinken, eine gesonderte revolutionäre Gewerkschaft aufzubauen und sich gegen die allgemeine Gewerkschaft zu stellen.[1] Als Marxist muss man aber gerade die ansprechen, die von einem revolutionären Schritt der Arbeiterklasse noch nicht überzeugt sind.

Jede erkämpfte Mark wird uns wieder bei der nächsten Krise weggenommen. Was aber bleibt vom Kampf, ist das Bewusstsein, das, was wir aus dem Kampf gelernt haben. Luxemburg weist auf diese Dialektik hin:

»Die große sozialistische Bedeutung des gewerkschaftlichen und politischen Kampfes besteht darin, dass sie die Erkenntnis, das Bewusstsein des Proletariats sozialisieren, es als Klasse organisieren.«[1]

Aus diesem Grunde müssen wir auch reformistische Kämpfe unterstützen. Mit den bereits bewussten Kollegen können wir uns schon vorher politisch zusammenschließen.

Jegliche Taktik in Kämpfen, die wir machen, machen wir für die noch nicht bewussten Kollegen - für die revolutionären Kollegen benötigen wir keine Taktik, sie stehen schon auf unserer Seite. Wären alle 100% bewusst, bräuchte ich überhaupt keine Gewerkschaft, sondern würde gleich die Weltrevolution machen. Gewerkschaftsarbeit mache ich deshalb gerade nur wegen der noch unbewussten Kollegen; der Nachzügler im revolutionären Kampf - und diese kann ich nur in der Einheitsgewerkschaft finden. Nur dort treffe ich auf die Nachzügler.

Für Marx, Luxemburg, Lenin und Trotzki waren dies Selbstverständlichkeiten. Weil manchen Linken ein Kurs innerhalb der Einheitsgewerkschaft nicht gefällt, greifen sie zu einem Trick. Sie sagen, die Welt seit Marx habe sich grundsätzlich geändert. Die PSG stellt z.B. fest: »Was die Gewerkschaften betrifft, so haben sie sich aus einer Interessenvertretung der Arbeiter in eine Betriebspolizei der Unternehmer verwandelt.«[2]

Erstens kann die PSG nicht unterscheiden zwischen Führung und Basis (die Gewerkschaft sind auch die Arbeiter in den Betrieben und keine Betriebspolizei der Unternehmer.) und zweitens und was wichtiger ist, die Führung selber hat schon immer im Interesse des Kapitals gehandelt. Es gab bei der Führung nur 1878 wegen der „Sozialistengesetze", die Bismarck wegen der Attentate auf den Kaiser erließ, mit denen die SPD aber nichts zu tun hatte, einen kurzen scheinbaren Linksschwenk. Warum scheinbar, dazu unten (S. 6) mehr. Die Gründung der SPD 1875 wurde zugelassen, weil sich Bismarck mit ihr einen Ordnungsfaktor (S.4) schaffen wollte und auch schuf. »Vor 1870 haben die Mobilmachungen [Aufgebote zum Krieg] an nicht wenigen Orten oft nur mit Gewalt durchgesetzt werden können«[3] Somit wurde der Ordnungsfaktor innerhalb der Arbeiterklasse für den Kaiser notwendig und man fand ihn in der SPD

Der Glaube, dass die Führung des ADGB's früher radikaler gewesen sei und mit der Zeit korrumpiert ist, führt bei anderen rechteren Organisationen innerhalb der Radikalen wieder zu einer umgekehrten Haltung, nämlich den Illusionen, dass sich die Gewerkschaftsführung immer dann radikalisieren würde, wenn sie kämpferische Reden hält. Nur, darin war sie schon immer Meister, wenn es von der Basis Druck gibt, verbalradikal zu tönen, um in der Praxis jeden Kampf auszubremsen. Die Konsequenz aus dem Irrglauben, dass die Gewerkschaftsführung nach rechts gegangen sei, führt zu der anderen Seite der Medaille, dass sie dann auch wieder nach links gehen könnte.

Dabei hat die Führung immer die gleiche Stellung im Produktionsprozess, nämlich die der Bürokratie der Gewerkschaft. Ihr Interesse ist es immer, innerhalb des Kapitalismus eine feste Arbeitsstelle zu haben, aber bezahlt von den Arbeitern. Sie muss jedoch auch manchmal unter dem Druck der Arbeiterbasis zu Streiks aufrufen. Sie ist dadurch natürlich einerseits ein integrierender Bestandteil des kapitalistischen Systems, andererseits aber auch der Stachel im Fleisch. Die Gewerkschaftsführung ist kein direkter Befehlsempfänger des Kapitals. Wäre sie es, würden nicht die Millionen Arbeiter in die Gewerkschaft eintreten:

»Eine sich nicht nur in den bürgerlichen Staatsapparat, sondern sogar in die tägliche Betriebsführung des Kapitalismus integrierende Gewerkschaft wäre keine "systemkonforme" Gewerkschaft, sie würde rasch aufhören, überhaupt noch eine wirkliche Gewerkschaft zu sein. Die Lohnabhängigen werden keinerlei Grund mehr erkennen, solchen Arbeitskontrolleuren und Arbeitsdirektoren noch Teile des schwer erarbeiteten Lohnes in Form von freiwilligen Beiträgen zuzuschanzen ... «[4]

Wenn die Mitgliederzahl sinkt, wenn die Gewerkschaft in ihren Grundfesten bedroht ist, dann muss auch die Bürokratie sich regen. Weil speziell in Deutschland die reformistische Bürokratie eine herausragende Stellung hat, konnte sie lange die Basis still halten, aber sie ist auch nicht so leicht mundtot zu machen wie in den USA oder Britannien. Wenn es zu einem Frontalangriff kommt, wie bei Maggie Thatcher, dann kann sie leicht 400.000 Demonstranten mobilisieren und die Attacke abwehren, wenn die Gewerkschaftsorganisation bedroht ist.

Von den Anfängen bis zur Gründung der Gewerkschaften

Die Gewerkschaften an der Basis und ein konsequenter Kampf sind keine Erfindung der Kommunisten. Marx hatte sich an den Kämpfen der Lyoner Textilarbeiter und der Chartistenbewegung im England der 1830er Jahre orientiert, als er seine Theorie von der Arbeiterklasse als revolutionäres Subjekt entwickelte.

Die Vereinigung der Arbeiter wurde in dieser Zeit noch in der Tradition des Feudalismus verboten. Die Widersprüche eines sich entwickelnden Kapitalismus zwangen aber dennoch die Arbeiter dazu, für ihre Interessen mit dem Ziel zu kämpfen, sie letztlich auch durchzusetzen. Abendroth[5] beschreibt die Anfänge:

»... Zudem war in Deutschland das Verbot der Gesellenbünde durch die Reichszunftordnung von 1731 (...) in die Gesetzgebung des territorialstaatlichen Absolutismus übernommen worden. Die monarchistischen deutschen Staaten der Restaurationsperiode mussten um so mehr an diesem Verbot festhalten, als hinter jedem Zusammenschluss der unteren Gesellschaftsgruppen das Gespenst der demokratischen Revolution zu lauern schien...

1845 forderten die Leipziger Buchdrucker von ihren Arbeitergebern Verhandlungen über einen Tarifvertragsentwurf..

Im gleichen Jahr legten die Maurergesellen der Hansestädte und Schleswig-Holsteins gemeinschaftlich die Arbeit nieder, um bessere Löhne zu erstreiten ...

Die Niederlage der [1848-]Revolution und der Sieg der Reaktion - durch die Unentschlossenheit des Bürgertums gegenüber dem preußischen monarchistischen System verschuldet - setzten allen diesen hoffnungsvollen Anfängen ein Ende«[6]

Bis zur bürgerlichen Revolution verliefen die Streiks noch recht spontan, die Vereine entwickelten sich aus diesen Kämpfen nur sporadisch und waren von kurzer Lebensdauer:

»Die Gewerkschaftsbewegung begann in der frühkapitalistischen Wirtschaft mit impulsiven Revolten der Lohnarbeiter gegen ihre Unternehmer wegen Herabsetzung der Löhne und der Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Waren es zunächst spontane Arbeitsverweigerungen, örtlich und zeitlich begrenzt, so waren es später planmäßige Arbeitsniederlegungen (Streiks), die zu zeitweiligen Vereinsbildungen führten. Aus diesen örtlichen Vereinsbildungen entstanden mit der Zeit dauernde und feste Lohnarbeiter-Vereinigungen (Koalitionen), die planmäßige Aktionen zur Erkämpfung besserer Löhne und Arbeitsbedingungen durchführten.«[7]

»So verliefen diese sozialen Bewegungen unter Arbeitern und Handwerkern in dieser Phase durchweg noch sporadisch, lokal gebunden und fast gar nicht organisiert. Die Landbevölkerung wurde von all dem kaum berührt. Dennoch bedeutete die Koalitionsfreiheit, die diese Revolution gebracht hatte, eine Chance für solche Organisationen. In Berlin hatte Stefan Born und andere die Parole der französischen Frühsozialisten um Louis Blanc's "Organisation der Arbeit" aufgenommen und wollten zentral von Berlin aus eine "Organisation der Arbeit" vorantreiben. Sie hatten im April 1848 in Berlin ein "Zentralkomitee für die deutschen Arbeiter" begründet und ein Programm aufgestellt, das die politischen und ökonomischen Vorstellungen des politisch aktiv gewordenen Teils der Arbeiterschaft artikulierte ... In diesen Zeiten entstanden an vielen Orten ähnliche Vereine und "Assoziationen von Arbeitern".

Im September des Jahres 1848 kam es auf Einladung der Berliner "Arbeiterverbrüderung" zu einem ersten übergreifenden Arbeiterkongreß, auf dem 35 örtliche Arbeitervereine vertreten waren.«[8]

Diesen ersten Versuchen von Arbeiterorganisationen war ein schnelles Ende beschieden.

»Die spätestens 1850 mit aller Härte einsetzende Zeit der Reaktion traf gerade die Arbeiterschaft besonders massiv. Obwohl sich schon 1848/49 ein wirtschaftlicher Aufschwung angekündigt hatte, dem zu Beginn der 50er Jahre eine Hochkonjunktur folgte, die es sicherlich dem Bürgertum auch leichter gemacht hat, sich mit der politischen Rechten abzufinden, wurden die in der Revolutionszeit errungenen Lohnerhöhungen und Arbeitszeitverkürzungen wieder abgebaut, die Arbeitervereine aufgelöst, ihre Zeitungen verboten und auch alle gewerkschaftlichen Bestrebungen unterdrückt.«[9]

Die bürgerliche 48er-Revolution hat die Organisations- und Versammlungsfreiheit für die Arbeiter mitgebracht. Die Niederschlagung der Revolution bedeutete aber auch die Niederschlagung der Errungenschaften für die Arbeiter. Aber mit dem Kapitalismus wuchs auch die Arbeiterklasse an und verschaffte ihren Forderungen immer mehr Geltung:

»Im Jahre 1864 war die Arbeiterbewegung stark angewachsen, blieb aber in Bezug auf die Entwicklung des Klassenbewusstseins hinter der kleinen revolutionären Avantgarde von 1848 zurück.«[10]

Unter dem Druck der Bourgeoisie hatte bereits der letzte Kaiser Wilhelm die Interessen des Kapitals weitgehend berücksichtigt, und in diesem Maße konnte auch die Arbeiterklasse sich reorganisieren.

Die Nach-48er-Vereine, die direkten Vorläufer der DGB-Gewerkschaften, wurden nie von den Arbeitern selber als Kampforganisationen gegründet, sondern sind von den Kleinbürgern, die in Vorgängerorganisationen der SPD organisiert waren, als Arbeiterbildungsvereine gegründet worden. Die Erfahrungen von 1848 hatten den Intellektuellen den Weg aufgezeigt, wie sie sich als "Retter" der Armen aufspielen konnten.

»Die Entwicklung von Gewerkschaften in Deutschland muss zum einen im Zusammenhang der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung der industriell-kapitalistischen Gesellschaft, zum anderen aber unter den besonderen deutschen politischen Bedingungen, so vor allem dem "Primat der Politik", dem Vorrang der Entwicklung politischer Organisationen der Arbeiterschaft, gesehen werden. Dieser, von der englischen, aber auch französischen Entwicklung sich abhebende Prozeß der Herausbildung einer deutschen Arbeiterbewegung verleiht ihr eine besondere Stellung in der internationalen Arbeiterbewegung. «[11]

Die Arbeitervereine wurden also von Anfang an von den Reformisten kontrolliert. Lasalle schwärmte vom deutschen Kaiser, der als Diktator einen guten Führer der deutschen Arbeiterklasse abgäbe:

»... wie wahr es ist, das sich der Arbeiterstand instinktmäßig zur Diktatur geneigt fühlt ... und wie sehr er daher ... geneigt sein würde ... in der Krone den natürlichen Träger der sozialen Diktatur, im Gegensatz zu dem Egoismus der bürgerlichen Gesellschaft zu sehen, wenn die Krone ihrerseits sich jemals zu dem - freilich sehr unwahrscheinlichen - Schritt entschließen könnte, eine wahrhaft revolutionäre und nationale Richtung einzuschlagen und sich aus dem Königstum der bevorrechteten Stände in ein soziales und revolutionäres Volkskönigstum umzuwandeln.«[12]

Die Eisenacher sahen ihren Bündnispartner nicht im König von Gottes Gnaden, sondern in der liberalen Bourgeoisie. »Bebel und Liebknecht waren erbitterte Gegner des preußischen Führungsanspruchs... Anders als Lasalle hielten sie auch ein Zusammengehen mit liberal-demokratischen Teilen des Bürgertums für möglich.«[13]

Der Historiker Klönne kommt bei der Betrachtung der beiden Gründungsgruppen zu einem ähnlichen Schluß wie schon Marx zuvor: »An eine "revolutionäre" Lösung im Sinne des späteren kommunistischen Konzepts der "Diktatur des Proletariats" dachten weder Lasalle noch Bebel und Liebknecht.«[14]

»Die ersten Ansätze einer besonderen politischen oder sozialen Organisation von Arbeitern und Verbesserung der Lage der Arbeiterschaft um 1860 in Deutschland waren durchweg integriert in das aufblühende Vereinswesen der verschiedenen Richtungen des Liberalismus. Liberale Politiker förderten die Gründung von Arbeiterbildungsvereinen oder Arbeiterunterstützungsassoziationen im Rahmen der liberalen Bewegung.«[15]

Die Überzeugung dieser Liberalen war weit davon entfernt, marxistisch zu sein. Es war der Typ aufgeklärter Kleinbürger, die den Menschen das Paradies schenken wollen. Ein Paradies, wie es der romantische Zeichner Ludwig Richter verklärt darstellt: Liebe pausbäckige Kinder spielen vor den sich umarmenden Eltern auf der Bank unter dem Apfelbaum vor dem blitzblanken Häuschen. Der Utopist Moses Hess beschreibt, was der Liberale damals fühlte und dachte:

»Keine Jahrhunderte ... werden mehr vergehen ... und die hundertfältig gesteigerten Produktivkräfte werden die große Mehrzahl derer, die von ihrer Hände Arbeit leben müssen, ins tiefste Elend gestürzt haben, weil ihre Hände wertlos geworden sind: während einige Wenige, die sich mit der Anhäufung der Kapitalien beschäftigen, im Überfluss schwelgen und in ekler Genusssucht untergehen werden, wenn sie nicht vorher schon der Stimme der Liebe und Vernunft Gehör gegeben oder der Gewalt nachgegeben haben.«[16]

Also, bei den Liberalen war nicht die Emanzipation der Massen angesagt, sondern das Motiv des Handelns war scheinbar die Liebe. »Diese Intelligenz hält sich für den bedeutendsten Akteur des Geschehens. Sie hat das nötige Wissen für die Aufklärung; sie überredet die Herrschenden oder trägt Bewusstsein in das Proletariat, um es für die Revolution zu befähigen.«[17] Das aufgeklärte Bürgertum, die Gründerväter des Reformismus, ist von einer Weltanschauung geprägt, der man bei der "radikalen" 68er Studentenbewegung wieder begegnet ist.

Die Führung der Arbeitervereine änderte sich auch weiterhin nicht, wie von vielen Linken später angenommen.

»Die SPD wurde in der Zeit des Sozialistengesetzes [1878] keineswegs, wie vielfach behauptet, radikalisiert. Das Ausnahmegesetz zeitigte auch gegenteilige Wirkungen. Die Unterdrückung aller anderen politischen Betätigungsformen führte zur Konzentrierung aller Bemühungen auf die Wahlkämpfe und verschaffte der Reichstagsfraktion eine starke Position gegenüber den anderen Parteiführern, die sie auch nach Aufhebung des Gesetzes nicht wieder verlor, genauso, wie die parlamentarische Praxis die einzige parteioffiziell idealisierte Form des politischen Machtkampfes blieb. Und die damals noch nicht durch Diäten saturierten sozialdemokratischen Abgeordneten einigermaßen der wirtschaftlichen Alltagsnöte zu entheben, hatte ihnen die Partei zur Schaffung kleinbürgerlicher Existenzen als Gastwirte, selbständige Kaufleute, Redakteure u.ä. verholfen, was mit der Zeit der Fraktion und darüber hinaus auch der ja stark von ihr beeinflussten Partei jene philiströsen Züge verlieh, von denen Eleonor Marx an Friedrich Engels vom Parteitag in Halle 1890 berichtete.«[18]

Die SPD gab sich 1891, nachdem die Zeit der Sozialistengesetze vorbei war und die ganz Rechten wie Lasalle ausstarben, ein neues Programm, das Erfurter Programm, das nur unter dem Druck von Engels die Passagen zum Parlamentarismus neutralisierte (In Deutschland war es noch verboten, von einer Revolution zu sprechen, man musste aber zumindest darauf hinweisen, dass man keine Illusionen in das Parlament hat.) Aber Programme sind immer geduldig. Wichtiger war dann die Frage nach den konkreten Forderungen, und dazu sagte Engels: »Die praktischen Forderungen haben allerlei Haken, manche sehn - auf heutige Verhältnisse angewandt - spießbürgerlich aus ... «[19]

Dennoch entwickelten sich die Vereine unter dem Druck der Arbeiter zu Kampforganisationen. Es passierte also schon in den Anfängen das, was das Wesen des Reformismus ausmacht. Die reformistischen Kleinbürger unterhalten nur die Arbeiterorganisationen, um den Arbeitermassen von oben alle Wohltaten zu geben, um selber sich dabei einen goldenen Bürokratensessel zu verdienen. Wenn es den Massen schlecht geht, machen diese Druck von unten. Die Bürokratie gibt diesem Druck nach, um "ihre" Mitglieder zu behalten, und versucht zum Schluss, ihn auszubremsen.

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, wenn man glaubt, dass die SPD früher marxistischer war. Sie war immer reformistisch und im entscheidenden Augenblick immer auf der Seite des Kapitals. Sie kontrollierte von Anfang an die Gewerkschaftsbewegung. Trotzdem und gerade deshalb betonten alle klassischen Marxisten von Marx bis Lenin, in diesen Gewerkschaften arbeiten zu müssen.

Sicher gab es hier oder da einmal Illusionen über den revolutionären Charakter der Sozialdemokratie. Diese Illusionen müssen wir klar beim Namen nennen, dürfen sie aber auch nicht überbewerten. Allen Klassikern war gemein, kritisch in diesen Gewerkschaften zu arbeiten. Die Kommunisten müssen um die Führung kämpfen und dazu politisch sich von der SPD getrennt organisieren.

SPD und DGB haben sich im Spektrum der kapitalistischen Weltanschauungen nie geändert. Deshalb gilt es auch, heute die gleiche Taktik zum DGB anzuwenden wie die Gründer des Kommunismus: Kritische Unterstützung! Wenn die Führung heute, wenn sie Druck von unten bekommt, "kämpferische" Reden hält, müssen wir sie nach den Taten bewerten und nicht von ihrer Radikalität schwärmen. Andererseits dürfen wir auch nicht abseits stehen und die ganze Arbeiterklasse mit unserer Gegnerschaft bestrafen, nur weil sie noch nicht genug Bewusstsein hat, um sich eine revolutionäre Führung zu geben.

Zur Taktik im DGB

Wir wollen untersuchen, welche Taktik die Gründerväter des Kommunismus eingeschlagen haben.

Die Bedeutung der Gewerkschaftsarbeit für klassenkämpferische Marxisten wurde schon in den Anfängen festgestellt. Eine konsequente Schrift haben wir mit dem "Roten Gewerkschaftsbuch". Da es 1932 erst geschrieben wurde, waren die in der Praxis arbeitenden Autoren zu der Zeit bereits Mitglieder der SAP (Sozialistische Arbeiter Partei). Die KPD selber war schon stalinisiert, also nicht mehr marxistisch.

»Demgegenüber muss revolutionäre Gewerkschaftstätigkeit immer darauf gerichtet sein, dass das Hauptgewicht auf den Kampfcharakter der gewerkschaftlichen Einrichtungen gelegt wird.«[20]

Rosa Luxemburg weist auf den Unterschied zu der Sozialdemokratie hin, den wir den Arbeiterkämpfen beimessen.

»Der sozialistische Charakter des gewerkschaftlichen und parlamentarischen Kampfes liegt also bei der Bernsteinschen Auffassung in dem Glauben an dessen stufenweise sozialisierende Einwirkung auf die kapitalistische Wirtschaft. Eine solche Einwirkung ist aber tatsächlich - wie wir darzutun suchten - bloße Einbildung. Die kapitalistischen Eigentums- und Staatseinrichtungen entwickeln sich nach einer entgegengesetzten Richtung. Damit aber verliert der praktische Tageskampf der Sozialdemokratie in letzter Linie überhaupt jede Beziehung zum Sozialismus. Die große sozialistische Bedeutung des gewerkschaftlichen und politischen Kampfes besteht darin, dass sie die Erkenntnis, das Bewusstsein des Proletariats sozialisieren, es als Klasse organisieren. Indem man sie als Mittel der unmittelbaren Sozialisierung der kapitalistischen Wirtschaft auffasst, versagen sie nicht nur diese ihnen angedichtete Wirkung, sondern büßen zugleich auch die andere Bedeutung ein: sie hören auf, Erziehungsmittel der Arbeiterklasse zur proletarischen Machtergreifung zu sein.«[21]

Durch den gewerkschaftlichen Kampf, der mit Erfolgen endet, werden wir uns also nicht Stück für Stück dem Sozialismus nähern. Jede Tariferrungenschaft bekommen wir wieder bei der nächsten Preiserhöhung weggenommen. Was aber bleibt, ist das Bewusstsein, das, was der Kollege im Kampf gelernt hat. Bleibt der Kollege nach dem Kampf nur unter den Zurückgebliebenen, wird er diese Erfahrungen wieder vergessen. Der graue Alltag des Kapitalismus wird ihm wieder seinen Stempel aufdrücken. Daher muss er sich mit Gleichbewussten zusammenschließen und gemeinsam mit ihnen, dem kollektiven Gedächtnis, die nächste Generation von Kämpfenden beeinflussen und organisieren. Nichts anderes ist eine Partei; nicht ein Club von Oberintelligenzlern, sondern nur der Zusammenschluss der bereits erwachten Kollegen.

Klassenbewusstsein wird nur die Basis der Arbeiterklasse bekommen, diejenigen, die ihr ureigenes Interesse nur im konsequenten Kampf erreichen können. Deshalb ist es notwendig, sich immer auf die Basis im Betrieb zu stützen, auch nicht auf eine "linke" Bürokratie. Diese ordnete sich immer der rechten Bürokratie unter. Es galt, auch keinen ultralinken Kurs gegen die Arbeitermassen zu fahren wie die KABD, die 1923 die Arbeitslosen zu Betriebsbesetzungen aufrief. Die Arbeitslosen wurden von den Arbeitern verprügelt, was dann zur Auflösung des KABD führte.

Für den Träger der revolutionären Position muss man eine unabhängige Partei haben:

»Eine Parteispaltung kann unter Umständen für die weitere Entwicklung des Kampfes der Arbeiterklasse um ihre Befreiung notwendig und nützlich sein... Ganz anders liegen die Verhältnisse in der Gewerkschaftsbewegung. Auf gewerkschaftlichen Gebiet ist jede Spaltung prinzipiell abzulehnen. Sie schwächt die Widerstandskraft der beteiligten Arbeiter und steht daher unter allen Umständen im Widerspruch mit den Interessen der Arbeiterbewegung.«[22]

Für die Taktik in den Gewerkschaften selber kommen die konsequenten Marxisten immer zu dem Schluss der Einheitsgewerkschaft:

»Die Gewerkschaften verneinen, sie gar bekämpfen und ihnen neue "bessere" entgegenstellen zu wollen, weil sie sich so, wie oben geschildert, teilweise "fehlentwickelt" haben, wäre daher grundfalsch. Ganz abgesehen davon, dass alle Erfahrung bei den vielen Neugründungen die Erfolglosigkeit dieser Bemühungen beweist. Unsere Aufgabe und die aller revolutionär-oppositionell eingestellten Gewerkschafter ist es vielmehr, die Bonzokratisierung zu verhindern und zu beseitigen, indem wir unablässig kämpfen gegen den ganzen reformistischen Kurs, für die Revolutionierung der Gewerkschaften.

Die gegenwärtige "Tolerierungspolitik" der Mitglieder gegenüber den reformistischen Gewerkschaftsführern wird im tagtäglichen proletarischen Anschauungsunterricht schon bald zu Ende gehen. Die Mitglieder werden und müssen dann die in ihren Verbänden eingetretene Apparatisierung, Autokratisierung, Bürokratisierung, und Bonzokratisierung radikal überwinden, um die Kampfformen der Gewerkschaft wieder aktionsfähig zu machen und die Verwaltungsformen entsprechend reorganisieren zu können. Denn die Gewerkschaften sind "trotz der katastrophalen Auswirkungen des reformistischen Gewerkschaftskurses heute noch das letzte Bollwerk der Arbeiterklasse. Ihre Erhaltung, Aktivisierung und Kräftigung ist die entscheidende Vorbedingung eines erfolgreichen Abwehr- und Angriffskampfes gegen die Sozialreaktion und den Faschismus!"«[23] ("-" = Gewerkschaftsresolution der SAP.)

Manche Scheinlinke gehen sogar so weit, die Gewerkschaft mit irgendwelchen kapitalistischen Organisationen gleichzusetzen. Aber trotz der konservativen, kleinbürgerlichen Führung gibt es einen wesentlichen Unterschied zu kapitalistischen Standesorganisationen. Die DGB-Führung wird von ihrer Basis immer wieder unter Druck gesetzt und muss deshalb immer wieder den Kampf aufnehmen. Das Interesse der Bürokratie ist ihr Posten. Sie werden diese aber verlieren, sollten die Mitglieder weggehen. Deshalb müssen sie von Fall zu Fall zum Kampf aufrufen, aber nur, um diesen wieder zu verraten.

Dies unterscheidet sie fundamental von den klassischen Kleinbürgern, die zum Faschismus neigen. Die Bürokraten müssen zum Klassenkampf von unten aufrufen, die Faschisten rufen aber immer nur zum Frontalangriff gegen die Arbeiterklasse auf.

Wenn natürlich eine Gewerkschaft in eine faschistische Standesorganisation verwandelt wird, dann wird es eine Organisation des Gegners, und keine Taktik wird uns die Massen näherbringen. Solange aber auch nur formale Demokratie in der Gewerkschaft herrscht, wird unser Platz dort an der Seite der Arbeiter sein.

Die Kleinbürger stehen zwischen den Klassen. Die Gewerkschaftsbürokratie kann aber in der Regel nicht zum Faschismus, wie die kleinen Ladenbesitzer, neigen, weil sie von den Arbeitern nach links gedrückt werden.[24] Wir dürfen uns aber nicht auf die linken Bürokraten stützen, weil diese sich in Auseinandersetzungen immer wieder den rechten unterordnen werden, Wir können uns nur auf die Basis stützen. Trotz der Gewerkschaftsführung ist es für Revolutionäre notwendig, in den reaktionären Gewerkschaften zu arbeiten:

»Der Kapitalismus hinterlässt dem Sozialismus unvermeidlich einerseits die alten, in Jahrhunderten herausgebildeten beruflichen und gewerblichen Unterschiede zwischen den Arbeitern und andrerseits die Gewerkschaften. Diese können und werden sich nur sehr langsam, im Laufe vieler Jahre zu breiteren, weniger zünftlerischen Produktionsverbänden (die ganze Produktionszweige und nicht nur einzelne Branchen, Gewerbe und Berufe umfassen) entwickeln[25] und erst dann dazu übergehen, vermittels dieser Produktionsverbände die Arbeitsteilung unter den Menschen aufzuheben und allseitig entwickelte und allseitig geschulte Menschen, die alles machen können, zu erziehen, zu unterweisen und heranzubilden. Dahin steuert der Kommunismus, dahin muss und wird er gelangen, aber erst nach einer langen Reihe von Jahren. Der Versuch, heute dieses künftige Ergebnis des vollkommen entwickelten, vollkommen gefestigten und herausgebildeten, vollkommen entfalteten und reifen Kommunismus praktisch vorwegzunehmen, wäre gleichbedeutend damit, einem vierjährigen Kind höhere Mathematik beibringen zu wollen.

Wir können (und müssen) beginnen, den Sozialismus aufzubauen, und zwar nicht aus einem phantastischen und nicht aus einem von uns speziell geschaffenen Menschenmaterial, sondern aus dem Material, das uns der Kapitalismus als Erbteil hinterlassen hat. Das ist sehr "schwer", wer will es leugnen, aber jedes andere Herangehen an diese Aufgabe ist so wenig ernst, dass es gar nicht lohnt, davon zu reden.

Zu Beginn der Entwicklung des Kapitalismus bedeuteten die Gewerkschaften als Übergang von der Zersplitterung und Hilflosigkeit der Arbeiter zu den Anfängen einer Klassenvereinigung einen riesigen Fortschritt der Arbeiterklasse. Als die höchste Form der Klassenvereinigung der Proletarier, die revolutionäre Partei des Proletariats (die ihren Namen nicht verdient, solange sie es nicht gelernt hat, die Führer mit der Klasse und mit den Massen zu einem Ganzen, zu etwas Untrennbarem zu verbinden), sich herauszubilden anfing, da begannen die Gewerkschaften unvermeidlich gewisse reaktionäre Züge zu offenbaren, eine gewisse zünftlerische Beschränktheit, eine gewisse Neigung zur politischen Indifferenz, eine gewisse Stagnation usw. Aber anders als vermittels der Gewerkschaften, anders als durch ihr Zusammenwirken mit der Partei der Arbeiterklasse ging die Entwicklung des Proletariats nirgendwo in der Welt vor sich und konnte auch nicht vor sich gehen. Die Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat bedeutet für das Proletariat als Klasse einen riesigen Schritt vorwärts, und die Partei muss noch mehr und auf neue, nicht nur auf alte Art die Gewerkschaften erziehen und leiten, darf aber gleichzeitig nicht vergessen, dasx sie eine unentbehrliche "Schule des Kommunismus" sind und noch lange bleiben werden, eine Vorbereitungsschule für die Proletarier zur Verwirklichung ihrer Diktatur, eine unentbehrliche Vereinigung der Arbeiter für den allmählichen Übergang der Verwaltung der gesamten Wirtschaft des Landes in die Hände der Arbeiterklasse (aber nicht einzelner Berufszweige) und sodann aller Werktätigen.«[26]

Teil 2: Die Gewerkschaft nach 1945 und

Die Doppelstrategie der "neuen" Linken im DGB

Norbert Nelte

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Internationale Sozialisten im Netzwerk Linke Opposition

[1] Rosa Luxemburg: "Sozialreform oder Revolution", IS-Broschüre, S.23

[2] PSG: Partei für soziale Gerechtigkeit, Ex-BSA: "Eine politische Antwort auf Arbeitslosigkeit und Sozialabbau", Flugblatt Juni 1996

[3] Prof. Dellbrück in den Preußischen Jahrbüchern , September 1914 (nach KK, Nr. 65, Seite 12)

[4] Ernest Mandel: "Die moderne Gewerkschaftsbewegung", 'Gewerkschaftliche Monatshefte', Juni 1970, Heft 6

[5] Professor für "Wissenschaftliche Politik" von 1951 bis 1972 in Marburg

[6] Wolfgang Abendroth: "Die deutschen Gewerkschaften", Kollektiv-Verlag, Seite 6 u. 7

[7] Enderle, Schreiner ... : "Das rote Gewerkschaftsbuch", 1932, Seite 67

[8]  Klönne, Reese: "Die deutsche Gewerkschaftsbewegung", Hamburg 1984, Seite 16

[9] Ebenda, Seite 19

[10] SAG: "Die Wurzeln der deutschen Arbeiterbewegung", Seite 8, IS-Broschüre

[11] Klönne, Reese: "Die deutsche Gewerkschaftsbewegung", Hamburg 1984. Seite 11

[12] Lasalle: Brief an Bismarck, nach Klönne: "Die deutsche Arbeiterbewegung". S.46

[13] Klönne, S.47

[14] Ebda., S.48

[15] Klönne: "Die deutsche Arbeiterbewegung", Seite 44

[16] Moses Heß: "Zwei Reden über Kommunismus", nach Rabehl: "Geschichte und Klassenkampf", Berlin, 1973, S. 14

[17] Bernd Rabehl: "Geschichte und Klassenkampf", Berlin, 1973, Seite 15

[18] Conert: "Die politischen Grundrichtungen innerhalb der deutschen Sozialdemokratie vor dem ersten Weltkrieg.", Offenbach. 1973. Seite 16

[19] Engels: "Brief an Kautsky. 31.12.1891". MEW, Bd.38. S.234

[20] Enderle ... : "Das rote Gewerkschaftsbuch", 1932, Seite 73

[21] Rosa Luxemburg; "Sozialreform oder Revolution", IS-Broschüre, S.23

[22] Enderle ... : "Das rote Gewerkschaftsbuch", 1932, Seite 97

[23] Ebenda, S.95

[24] Vgl. Molyneux: "Was ist die wirklich marxistische Tradition", IS-Broschüre, Seite 24 unten: Die Gewerkschaftsführer (rechter als SPD) waren gegen Massenstreik, griffen aber dann doch zum politischen Massenstreik in Sachen Wahlrecht.

[25] Im "Roten Gewerkschaftsbuch" wird der Schritt der Ausführung Lenins Vorschlag in Deutschland beschrieben: »Auf dem Leipziger Gewerkschaftskongress 1922 wurde zum ersten Male als besonderer Tagesordnungspunkt und in bestimmt formulierten Anträgen die Umwandlung der Berufsverbände in Industrieorganisationen zur Debatte gestellt.«, S.69

[26] W.I. Lenin: "Der 'linke Radikalismus', die Kinderkrankeit im Kommunismus", April 1920. Seite 20, IS-Broschüre

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