Lautstarke und lebhafte Protestdemonstration in Düsseldorf
Israel startet Bodenoffensive - Wir müssen unsere Proteste jetzt verstärken - Aktiv werden gegen Israels Angriffskrieg
Laut Polizeiberichten protestierten in Düsseldorf am heutigen Samstag 4.000 Menschen. Tatsächlich waren es aber - nach Zählungen durch Demonstranten - etwa 10.000 Menschen, die lautstark gegen die brutalen Angriffe Israels auf Gaza protestierten.
Aus vielen Städten Nordrhein-Westfalens waren Menschen dem Aufruf der Palästinensischen Gemeinde Deutschlands gefolgt, um gegen Israels Aggression zu protestieren. Viele der Demonstranten trugen T-Shirts mit dem Aufdruck „wir sind alle Palästinenser."
Die Angst um die Freundinnen und Freunde und die Verwandten in Gaza marschierte mit. Eine Demonstrantin aus Köln berichtete: „Ich telefoniere jeden Tag mit meiner Schwester. Sie lebt in Gaza und hat schreckliche Angst."
In Sprechchören skandierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration: „George Bush: Terrorist; Ehud Olmert: Terrorist; Zipi Livni: Terrorist; Ehud Barack: Terrorist", „Schluss mit dem Massaker in Palästina", „Schluss mit der Hetze gegen Muslime", „Freiheit für Palästina", „U - S - A - Internationale Völkermordzentrale!" und andere Parolen.
Wütend waren die meisten Demonstranten auch über die Bundeskanzlerin Angela Merkel, die den Palästinensern die Schuld für die Angriffe gibt. „Das ist völlig absurd," so einer der Demonstranten. „Erst werden alle von uns vertrieben, dann werden wir auf engstem Raum wie im Gefängnis belagert - ohne Perspektive - und wenn wir uns gegen die ständigen Provokationen wehren, dann sind wir die Verbrecher. Die Welt schaut auf die Tränen unserer Kinder und tut nichts!"
Selbstverständlich waren besonders viele muslimische Kolleginnen und Kollegen nach Düsseldorf gekommen. Von der deutschen Linken waren einige Gruppen angereist: Initiativ e.V., Kein Blut für Öl, einige Antifa-Gruppen, KPD/ML, Netzwerk Linke Opposition, RSB, MLPD und Internationale Sozialisten. Viele wichtige Gruppen fehlten aber.
Am Rande der Demonstration wurden vier Störer festgenommen. Sie provozierten die vorüberziehende Demonstration mit Israel-Fahnen und machten somit Werbung für diesen Angriffskrieg, für Rassismus und ethnische Säuberungen in Palästina. Sprechchöre schallten ihnen entgegen: „Kriegstreiber!"
Bundesweit gingen viele Tausende Menschen am Freitag, den 2.1.09 und dem heutigen Samstag, den 3.1.09 auf die Straßen, um ihre Trauer und ihre Wut zu artikulieren.
Überall gab es Demos und Kundgebungen: Hunderte Menschen trafen sich in Lübeck, in Frankfurt 10.000, in Trier 100 Leute, in Koblenz 100, 7.000 Menschen in Berlin und und und. Gestern 4.000 in Hamburg.
Ungeachtet der weltweiten Proteste hat Israel unterdessen seine angekündigte Bodenoffensive begonnen. Jetzt müssen wir unsere Proteste verstärken! Werdet überall aktiv! Organisiert Proteste in Eurer Stadt. Überall kann man mit ein paar Leuten eine Aktion machen: Schule, Uni, Betrieb. Ihr werdet schnell Leute finden, die mitmachen!
Hier kann man gucken, in welcher Stadt etwas läuft: http://www.arendt-erhard.de
Besonders eindrucksvoll war die Aktion heute in London. Dort warfen Hunderte Demonstranten ihre Schuhe auf den Sitz ihrer Regierung - Downing Street. Die britische Regierung hatte zusammen mit den USA eine Resolution in der UNO gegen Israel mit ihrem Veto verhindert. Hier klicken: Foto
Es gab überall in Europa Demonstrationen aus Solidarität mit Gaza . Der Spiegel schreibt: „Die größte Demonstration gab es in Paris, wo sich am Place de la République über 20.000 Menschen versammelten. Große Protestaktionen gab es auch in Berlin, Düsseldorf, Salzburg, Madrid, im schwedischen Uppsala sowie in der türkischen Hauptstadt Ankara."
Es steht zu befürchten, dass der Angriff aus Gaza nur eine weitere Eskalationsstufe ist im Krieg des Westens gegen die muslimischen Öl-Länder. Die USA und die Weltwirtschaft steuern schnell auf eine sehr tiefe Depression - möglicherweise schlimmer noch als 1929 - zu. Es scheint, dass die Herrschenden dieser Welt wieder versuchen, ihr kapitalistisches System mit weiteren Kriegen zu retten. Wir werden uns Ihnen aber in den Weg stellen!
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