| Pro-Israel-Kundgebung vom Sonntag, den 11. Januar, in Berlin |
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| von Bernd Jörg Kudanek |
13.01.2009
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Auszüge aus Redebeiträgen vom Sonntag, den 11. Januar, auf dem Breitscheidplatz in Berlin:Lala Süsskind, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin: "Wir werden mit den Arabern erst Frieden haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben, als sie uns hassen" und "Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten" Walter Momper (SPD), Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin: "Was hätten Sie gemacht, um den Beschuss zu stoppen?" und: Ein souveräner Staat habe das "legitime Recht", sein Territorium mit militärischen Mitteln zu schützen. http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sw&dig=2009%2F01%2F12 %2Fa0035&cHash=c2caf0f07a Klaus Lederer, Landesvorsitzender von Die Linke, Berlin: "(...) Liebe Freundinnen und Freunde, Sie sollen sich, was das anbetrifft, meiner und unserer Haltung absolut sicher sein. Nichts, aber auch gar nichts, rechtfertigt den Abschuß von Mörsergranaten und Raketen auf Wohngebiete der Zivilbevölkerung, auf Aschdod, Beer-Sheva und Aschkelon. Das ist für mich der Ausgangspunkt der Diskussion, die in unserem Land angesichts solcher Demonstrationen [i](er meint die Gaza-Soli-Demos, Einschub bjk)[/i] zu führen ist. Und deshalb sage ich auch: Diese Angriffe müssen aufhören. (...) weil die Geiselnahme der zivilen Bevölkerung zum Wesen des modernen Krieges gehört, und zwar gerade in der asymmetrischen Konfliktstrategie, wie sie die Hamas strategisch verfolgt. (...) Was ist, wenn die Raketen, die fundamentalistische Fanatiker in den Gazastreifen schaffen, einmal 50 oder 100 Kilometer Reichweite haben und waffentechnologisch zielgenauer sind als die Kassam-Raketen und Mörsergranaten von heute? (...)" http://www.jungewelt.de/2009/01-13/052.php Soweit und so schlimm der Vorspann! Weil ich am vergangenen Sonntag, den 11. Januar, bis mittags an der alljährlich stattfindenden LL-Gedächtnis-Demo teilgenommen hatte (Bericht hierzu folgt noch), schaffte ich es nicht mehr rechtzeitig zur Pro-Israel-Kundgebung auf dem Breitscheidplatz. Deshalb hab ich leider den Auftritt des Klaus Lederer verpaßt. Auszüge aus seinem enddarmkompatiblen Geschwalle mußte ich daher der heutigen "junge Welt" entnehmen. Fotos von ihm waren mir leider auch nicht möglich. Dafür ist dies Martin Suchanek von www.arbeitermacht.de in seinem Bericht unter http://www.linkezeitung.de/cms/index.phpoption=com_content&task=view&id=5985&Itemid=1 gelungen. Der erste Eindruck der Menschansammlung war: WAS FÜR EINE GRUSELIGE VERANSTALTUNG !!! - Dicht an dicht, noch dichter ging's kaum, hatten sich etwa 1.500 Personen um das Rednerpodest geschart. Nicht besonders viele also. Aber dafür wurden jede Menge Plakate und Transpis mit, milde ausgedrückt, reaktionären Parolen markig gen azurblauem Himmel gereckt. Die vielen vom Tauentzien zum Kurfürstendamm flanierenden Passanten suchten schleunigst das Weite. So blieb die trotzig zusammengerückte, ja fast zusammengepferchte Menge - analog einer Schafsherde bei Gefahr - weitgehend unter sich. Nur Journalisten und Fotografen quetschten sich auf der Suche nach Motiven durch die Menge. Positiv war, die Knipse hochgereckt. wurde auch so gut es ging, bereitwillig Platz gemacht. Sogar die Bullerei rund um's Rednerpodest!!! Allerdings ist mir auf der LL-Demo auch der rotschwarze Anarcho-Stern auf der Brusttasche des Anoraks abhanden gekommen. Wer weiß, ob ich mit ihm nicht als Linksextrem-Schlimmling oder gar Antisemit beschimpft worden wäre. So aber, als ich die enddarmkompatiblen Antideutschen-Kiddies und die gruselige BAK Shalom solid-Linksjugend knipste, wurde ich sogar von älteren TeilnehmerInnen angesprochen, die sich über die Parolen "Deutschland verrecke" und "Nie wieder Deutschland" entrüsteten. Den allermeisten KundgebungsteilnehmerInnen fehlte dafür jedes Verständnis und sie wollten mit solchen "Sympathisanten" ihres Staates Israel nichts zu tun haben. Kopfschütteln rief auch die tumbe Aggressivität der antideutschen Kiddies hervor, als einige propalästinensiche GegendemonstrantInnen am Rande der Kundgebung ihre Plakate zeigten und Transpis entrollten. Die Polizei schirmte die Gegendemonstranten ab, sodaß es zu keinen nennenswerten Handgreiflichkeiten kommen konnte. Dafür gab's viele heftige emotionale Diskussionen zwischen Kundgebungsteilnehmern und Gegendemonstranten. Als ein offensichtlich dialektisch geschulter Anfang-Dreißiger den Gegendemonstranten entgegenhielt, daß Israel doch die einzige Demokratie im Nahen Osten sei, fragte ich ihn nur, warum denn in Israel arabischstämmigen BürgerInnen nur eingeschränkte Bürgerrechte zugestanden würden, sie also definitiv Bürger zweiter Klasse wären. - Eine Antwort erhielt ich nicht, vielmehr wandte der smarte junge Mann sich schnell einer nächsten Gruppe zu. - Tja, ... ... ... Abschließend noch eine kleine Episode ziemlich gleich nach meiner Ankunft am Breitscheidplatz: als ich die ersten Gegendemonstrantin mit umgehängtem Plakat entdeckte (Fotos 5 + 6) und mit ihr ins Gespräch kam, umringten uns nach einer Weile drei, vier sich ungeheuer stark fühlende etwa Zwölf- bis Vierzehnjährige und machten Anstalten, das Plakat herunterreißen zu wollen. Bevor es zu einer Eskalation kommen konnte, ging die Gegendemonstrantin vorsorglich schnell zu ihrer Gruppe. Der etwa Vierzehnjährige zeigte mir daraufhin frech grinsend seine Backe, ich solle ihn doch endlich fotografieren. Ich griente zurück, hob die Kamera, als ob ich ihn wirklich knipsen wollte, doch da zogen ihn seine jüngeren Kumpels schnell zurück in die Menge. So gegen 15 Uhr verließ ich innerlich schaudernd diese gruselige Ansammlung von reaktionären Kriegsverherrlichern auf der Rednertribüne, die frenetisch vor allem von den antideutschen Kiddies und den BAK Shalom-Zombies beklatscht wurden. Bei vielen der meist älteren Semestern zugehörigen KundgebungsteilnehmerInnen wurde aber deutlich, daß sie ihre Informationen über ihr Israel und das Nahost-Drama einzig aus den Kriegspropaganda-Zentralen in Jerusalem und Berlin beziehen. Die meisten sind davon so indoktriniert, daß sie keinen anderen Informationsquellen zugänglich scheinen. - Hatten unsere Eltern und Großeltern nicht auch eine solch schlimme Zeit durchleben und danach von der Weltgemeinschaft zur Rechenschaft gezogen werden müssen?! Bernd Kudanek alias bjk alle 47 Fotos unter: http://www.carookee.com/forum/WISP/4/23535388.0.30115.html http://www.carookee.com/forum/freies-politikforum/8/23535395#23535395 Sämtliche Demo-Fotos dürfen übrigens gerne bei namentlicher Nennung des Knipsers und Angabe der Quelle für nichtkommerzielle Zwecke heruntergeladen, gespeichert und weiterverbreitet werden.
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| Letzte Aktualisierung ( 13.01.2009 ) | |||||||
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Auszüge aus Redebeiträgen vom Sonntag, den 11. Januar, auf dem Breitscheidplatz in Berlin:


















