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Lohnkürzungen bei Opel retten keine Arbeitsplätze sondern nur Betriebsbesetzung und Vollstreik! PDF Drucken E-Mail
von Internationale Sozialisten    28.03.2009 - bisherige Aufrufe: 1337

sozialraub_stop_-_weg_mit_hartz_-_250.jpg

Flugblatt für den 28.3.09

Der Gesamtbetriebsrat Klaus Franz flüstert den Kollegen bei Opel ein, sie sollten zweistellig auf ihren Lohn verzichten, dann fände sich schon ein Investor und die meisten Arbeitsplätze seien gerettet. Das ist absoluter Quatsch, es gibt in der deutschen Autoindustrie Überkapazitäten von 50%. Die Strategie Lohnverzicht für Arbeitsplätze haben schon viele Betriebe durchgespielt und zum Schluss war doch Feierabend.

Z.B. bei der Handy-Produktion von Siemens in Kamp-Linfort verzichteten die Kollegen auf 27% Lohn und 2 Jahre später ging das Werk mit BenQ doch nach Taiwan.GM will sowieso das Werk in Bochum 2016 schließen und wird weitere Einschnitte vornehmen, auch  wenn Obama den Konzern halten solle.

Jetzt müsen die Opel-Werke mit einem unbefristeten Streik besetzt und die Regierung unter Druck gesetzt werden, dass sie die Abermilliarden, die sie für die Banken spendet, einer Kooperative der Opel-Kollegen zur Verfügung stellt, das für die Elektroauto-, Wasserstoffmotorforschung oder Straßenbahnbau benutzt werden kann.

Wir müssen jetzt revolutionär denken. Die Industrieproduktion und der Export sind allein im Januar um 20% gefallen. Alle Länder in der Welt sind von der Schrumpfung befallen, besonders das produzierende Gewerbe. In Japan ging der Autoabsatz um die Hälfte zurück, der Export der Gesamtwaren auch. Vom produzierenden Gewerbe hängen doch wiederum mehrfache Arbeitsplätze in der Zuliefererindustrie und im Konsummittelsektor ab. Was kommt da noch auf uns zu? Die herrschende Kasse ist überhaupt nicht mehr in der Lage vernünftig zu produzieren. Weltweit gibt es große unbefriedigte Bedürfnisse und Milliarden von Erwerbslosen, aber das Kapital kriegt das nicht zusammen. Sie lassen in Konkurrenz für einen blinden Markt produzieren und das führt inzwischen zu einer für das Kapital selber nicht mehr lukrativen Produktion und nach China zu einem Ende des Marktes.

Es kann nur noch weltweit solidarisch planvoll produziert werden, und das kann nur die Arbeiterklasse selber und nur sie und keine stellvertretenden Bürokraten für sie, weil nur die Arbeiter darunter leiden, wenn die Bänder schneller gestellt oder die Löhne gekürzt werden. Und eine solidarisch planvolle Produktion ist schon möglich. Die Internationalen Sozialisten kritisieren, dass die Linke Arzt am Krankenbett des siechen Kapitals spielen will. Stattdessen muss die Arbeiterschaft das Heft selber in die Hand nehmen und in allen Betrieben für ein Ende der Kürzungsorgie, richtige Löhne statt Kurzarbeiterkürzung, keine Entlassungen und feste Übernahmen aller Zeitarbeiter ohne der SPD-abhängigen faust_copy.gifDGB-Führung streiken. Lernt Französisch, Englisch und Griechisch. Organisiert unten an der Basis Netzwerke in den Betrieben, im Stadtteil, den Unis und den Schulen, wählt Streikkomitees und jagt die ratlosen Ausbeuter auf den Müllhaufen der Geschichte.

Keinen Cent mehr für die Vorstände und Bankgeier, alles Geld den Kollegen für selbstverwaltete Kooperativen!

Internationale Sozialisten

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Letzte Aktualisierung ( 28.03.2009 )
 
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