| Wirtschaftsaufschwung durch Lohnkürzung? |
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| von Internationale Sozialisten |
24.04.2009
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Flugblatt zum 1. Mai
Nun haben aber die Kapitalisten jahrzehntelang fette Gewinne mit unserer Arbeit eingefahren mit der Begründung, dass sie ja das Risiko tragen müssten. Nun ist das Risiko da und sie wollen sich verdünnisieren, sogar noch den Arbeitgeberanteil der Sozialabgaben streichen. Wir fordern den uns zustehenden Lohn ein, den sie von den alten Gewinnen zahlen sollen. Wenn sie die an der Börse oder sonst wo verzockt haben, dann nennt man das veruntreut. Wir Arbeiterinnen und Arbeiter können viel besser wirtschaften. Ein Ungleichgewicht besteht jetzt weltweit zwischen den Löhnen, das ist richtig, aber wir Arbeiter haben eine viel bessere Idee als chinesische Billiglöhne für alle. Wir sagen: Schweizer Hochlöhne für alle. Dafür muss man alle Patente und Lizenzen gratis an alle Länder abgeben, die auch hohe Löhne bezahlen. Auch dazu sind die Herrschaften nicht fähig.
Wenn Huber & Co. nicht mehr für Tariferhöhungen kämpfen will, führen die Kollegen den Streik selber und wählen sich basisdemokratisch ihren Streikrat, der jederzeit abwählbar ist und sich an die Beschlüsse der Kollegenschaft halten muss. Wenn das dann viele Betriebe bundesweit so machen, werden die Streikräte in Arbeiterräte umbenannt, die nach einer Zeit der Doppelherrschaft die gesamte Politik übernehmen. Das, was bei Dir in der Abteilungsversammlung beredet und in der Betriebsversammlung beschlossen wird, daran müssen sich die Arbeiterräte bei Dir im Betrieb dann halten, in Berlin und Deinem Ort, und das bei nicht mehr als einem Facharbeiterlohn. Was hat der VW-Kollege in Wolfsburg davon, wenn sein südafrikanischer Kollege nur 3 Dollar verdient? Nichts außer einer Dumpingkonkurrenz. Deshalb werden die demokratischen Arbeiterklassen an der Macht gleichen Lohn für gleiche Arbeit weltweit einführen. Und weil sie selber unter der Arbeitshetze leiden, werden sie die blinde Produktionsweise für einen unbekannten Markt in Konkurrenz abschaffen und eine weltweit solidarisch planvolle Produktionsweise einführen. Statt erst blind produzieren und dann verkaufen werden wir erst die Bedürfnisse aller Kollegen feststellen und danach produzieren. Dann gibt es auch keine Überproduktion auf Halde und danach braucht sich nicht mehr um einen Käufer auf dem Markt mit anderen Konkurrenten schlagen.
Darin liegt das ganze Geheimnis, solidarische planvolle basisdemokratische Produktionsweise, und schon gibt es keinen Zwang mehr zur Produktionsausweitung, Entlassungen, Lohnkürzung und Überproduktion. Aber das köannen nur Du und Deine Kollegen selber machen, keine Bosse, Bürokraten und keine Berliner Sesselfurzer. Keine Nullrunde a la Berthold Huber
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Die Wirtschaft wird in 2009 wahrscheinlich um 6% schrumpfen und die Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen mit 1 Millionen mehr Arbeitslose und das noch mit der Abwrackprämie und dem Kurzarbeitergeld von unseren Löhnen. Die Kolleginnen und Kollegen müssen die Zeche für das Versagen der Vorstände bezahlen und trotzdem hat Berthold Huber für die Metallkollegen einen Tarifvertrag zum heutigen 1.5.2009 abgeschlossen, bei dem mindestens die Hälfte aller Metallbetriebe keine Lohnerhöhung zahlen brauchen, Null. Mit 8% Forderung sind die Metaller 2008 in die Lohnrunde gegangen und jetzt das. Gerade weil die Wirtschaft so schlecht läuft, dachte die sozialdemokratische Metallführung, könnte man Entlassungen und Betriebsschließungen nur mit einer Nullrunde verhindern. Die chinesischen und osteuropäischen Arbeiter arbeiten für 2 bis 3 Euro, da sind die Ungleichgewichte so stark, da müssten wir in Deutschland den Gürtel enger schnallen.



















