"Wer
sind eigentlich die Taliban?" war das Thema meines letzten Artikels zum
Thema Afghanistan, mit dem ich die mediale Suggestion erschüttern
wollte, wonach die Bundeswehr als verachtenswertes Anhängsel einer
internationalen Verbrecherorganisation (der US-Armee) gegen einen
organisierten und zusammenhängenden Feind kämpfen würde. Tatsächlich
aber ist die Bezeichnung "Taliban" eine summarische Bezeichnung von
allen Kräften, die in irgendeiner Weise renitent gegenüber den
Besatzern sind. Was von den Medien als "Taliban" bezeichnet wird, hat
mit den historischen Taliban im Einzelfall überhaupt nichts mehr zu tun.
"Taliban" hat für die mediale Lügenmaschinerie den gleichen Stellenwert
wie "Satan" für die christliche Mythologie: es wird unterschiedlos
alles damit bezeichnet, was nicht ins Konzept passt, ausgegrenzt,
vertilgt werden soll.
In diesem Zusammenhang warf ich auch am Rande die Frage auf, wozu und wofür dieser Krieg in Afghanistan überhaupt geführt wird.
Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Sie ist doch interessant, oder?
Widmen wir uns dieser Frage nun einfach.
Ich will auch nicht lange um den entscheidenden Punkt herumreden und
Sie nicht auf die Folter spannen. Vielleicht haben Sie auch schon nach
den wahren Motiven dieser neokolonialen Invasion geforscht, da die
Erklärung, es ginge um die Rechte und die Freiheit der afghanischen
Mädchen und Frauen, beim besten Willen nur von vollkommenen Blödianen
geglaubt werden kann, die am Ende auch noch an den Weihnachtsmann
glauben und nicht wissen, dass der Weihnachtsmann eigentlich nur ein Werbegag von Coca
Cola ist (wie, das wissen sie NICHT? Dann wirds aber Zeit!).
Manche haben gewisse Bodenschätze (etwa Kupfer) für den wahren Grund
des Kolonialkrieges der "westlichen Welt" (kotz) gehalten oder etwa
irgendwelche obskuren Pipeline - Projekte, aber nichts davon scheint so
triftig zu sein wie der Anbau von Schlafmohn.
Schlafmohn?
Ja, Schlafmohn. Oh, es ist keineswegs so, dass Schlafmohn nur in
afghanischen Breitengraden gedeiht. Schlafmohn gedeiht auch in Ihrem
Schrebergarten, liebe Leser, und wenn Sie die Mohnknospen anritzen,
dann quillt auch bei Ihnen eine braune Paste, das Rohopium, hervor.
Aus Schlafmohn wird dann nach einiger Bearbeitung Heroin hergestellt.
Wie? Was? Will dieser Mazdak uns nun weismachen, dass die Bundeswehr einen Opiumkrieg in Afghanistan führt?
Gemach, ich ziehe mir dergleichen nicht aus den Fingernägeln.
Ich verweise auf den Blog steinbergrecherche.com, der den afghanischen Politikwissenschaftler Dr Matin Baraki mit folgenden Aussagen zitiert:
- Fast alle Verbrauchsgüter in Afghanistan werden importiert;
einziges Exportprodukt ist der Saft des Schlafmohns zur Produktion von
Opium und Heroin. (Soviel grundsätzlich zur "Aufbauhilfe" eines "demokratischen Afghanistan")
- Nominelle Regierung und Warlords sind Teil der Opiummafia. (Damit ist Afghanistan ein Parallelfall zu Kolumbien, das de facto auch von der dortigen Drogenmafia regiert wird).
- Die Mafia läßt in Kabul Häuser mit europäischem Standard bauen
und vermietet sie zu schwindelerregenden Preisen an die ausländischen
Mitarbeiter der Nicht-Regierungsorganisationen. (Soviel zu der
Frage, wozu die immensen Gelder, die das "Afghanistan-Engagement"
verschlingt, denn hinwandern. Sie dienen offensichtlich direkt oder
indirekt der Subventionierung des Drogenhandels).
- Die Nicht-Regierungsorganisationen beauftragen ausländische Firmen mit Aufbaumaßnahmen; die meisten Afghanen sind arbeitslos.
- Afghanische Akademiker verdingen sich bei den
Nicht-Regierungsorganisationen als Putzhilfen oder Fahrer. (Das kann
man wahre "Aufbauhilfe" nennen, das
- Für Landeigner (Bauern) lohnt nur der Anbau von Mohn.
- Nicht-Regierungsorganisationen verbitten sich militärischen Beistand: Er würde sie in Todesgefahr bringen.
(Soviel zu der Lüge, das NATO-Militär müsste die NGOs bei ihrer
"Aufbauhilfe" "schützen". Angeblich soll die Bundeswehr in Afghanistan
ja Mädchenschulen beschützen).
- Die Bundeswehr auf afghanischem Boden ist ausschließlich mit sich selbst beschäftigt (Gelegentlich schiesst sie natürlich auch - aber auf wen?).
- Eine Organisation namens Al Qaida gibt es nicht. Hunderte oder Tausende Gruppen und Grüppchen im Orient werden vom Westen so genannt. Manche nennen sich selber so.
(Das ist letztlich auch die wirkliche Antwort auf die Frage: wer sind
eigentlich die "Taliban"? "Taliban" ist offenkundig eine summarische
Bezeichnung aller Kräfte in der afganischen Bevölkerung, die gegenüber
diesem ganzen schmutzigen Spiel gegenüber renitent sind. Al Qaida gibt
es nicht, gab es nie, und die "Taliban" haben mit den historischen
Taliban wenig zu tun).
Die Aussagen von Dr. Matin Baraki stehen nicht allein.
Warum führt die Bundeswehr also eigentlich Krieg in Afghanistan. Und gegen wen? Und wozu?
Diese und viele andere Fragen, zurückgehend bis 1945, beantworten sich
auf verblüffende Weise, wenn man die Fakten kennt, die Peter Dale Scott
(früherer kanadischer Diplomat und Professor an der University of
California) auflistet:
Amerikanische Tiefenereignisse und das weltweite Drogennetzwerk der CIA
Lesen Sie diese längere Artikelserie auf hintergrund.de, das macht klug!
Sie werden es nicht bereuen!
Sind diese Fakten Ihnen wirklich neu, liebe Leser?
Dann sollten Sie auch die Artikel des Blogs mein-parteibuch.com dazu lesen:
Über das weltweite Drogennetzwerk der CIA
Der deutsche Opiumnachschub läuft wie geschmiert
Ach, erinnern Sie sich noch an den "Vietnam-Krieg"?
Damals war “das Goldene Dreieck” das wichtigste Schlafmohnanbaugebiet der Welt.
Und siehe da, was kommt Jahrzehnte später so alles zum Vorschein?
Die
CIA führte einen verdeckten Krieg nicht nur in Vietnam, sondern auch im
neutralen Laos und finanzierte die entsprechenden Söldnerheere mit
Drogengeldern.
Damals nahm das "Goldene Dreieck" die Rolle Afghanistans ein und lieferte 80-90 % des "Weltbedarfs" an Heroin.
Nochmals die Frage: kann es sein, dass die Bundeswehr nur zum Schmiere
stehen für die Heroinproduktion der CIA (und anderer Apparate) in
Afghanistan im Einsatz ist?
Ist diese These nicht zu abstrus?
Wem
kritische Blogs zu obskur erscheinen, der kann die Wahrheit ja auch in
den gängigen Medien manchmal hervorblitzen sehen, wie etwa im
unverdächtigen Tagesspiegel:
Im vergangenen Jahr sei die Opiumproduktion weltweit um mehr als 30
Prozent auf rund 8870 Tonnen gestiegen, berichtete der Chef der
EU-Beobachtungsstelle Wolfgang Götz. Fast die ganze Weltproduktion an
Opium komme aus Afghanistan, wo die Ernte 2007 ein Rekordhoch erreicht
habe.
Dass auch die Mitarbeiter der EU-Drogenbeobachtungsstelle berufsbedingt
mit Blindheit geschlagen sind, beweist folgender Nachsatz im
Tagesspiegel:
Der Drogenexperte kritisierte, dass es bisher nicht gelungen sei,
den afghanischen Bauern, die vom Schlafmohnanbau leben, eine
alternative Einnahmequelle zu erschließen.
Sehr witzig vom Herrn Drogenexperten. Er "kritisiert", dass es "nicht
gelungen sei", die afghanischen Bauern vom Schlafmohnanbau abzubringen,
kommt aber nicht auf den Gedanken, dass eigentlich niemand ein
ernsthaftes Interesse daran haben könnte, am allerwenigsten die NATO -
Besatzungstruppen.
Warum?
Nun, wir können uns sicher sein, dass diejenigen Interessengruppen, die
am wenigsten am Heroinhandel verdienen, die Schlafmohnbauern einerseits
und die kleinkriminellen Dealer in den Metropolen andererseits sind.
Der Löwenanteil des Profits wird logischerweise im Zwischenhandel
gemacht. Konkret: irgendwie kommt das Rohopium aus einem zu 100 %
militärisch besetzten Land heraus, nach Europa und USA hinein und dort
letztlich an den "Endverbraucher".
Es wäre sicherlich im einzelnen zu untersuchen, wie die Verzahnung
zwischen den um ihre Existenz kämpfenden afghanischen Schlafmohnbauern,
der afghanischen Drogenmafia (die die Regierung stellt), den NATO -
Truppen, der CIA und anderen halbstaatlichen und verdeckten Apparaten
und letztlich dem Drogenhändlermilieu in den Metropolen gestaltet ist,
aber sicher ist lediglich, dass es diese Verzahnung gibt.
Und warum beschäftigen sich Apparate wie die CIA und vergleichbare "gesellschaftlich nützliche Organisationen" mit Drogenhandel? Nun, ganz einfach:aus finanziellen Gründen. Drogengelder müssen nicht von Kongressen und Parlamentennach Prüfungen bewilligt werden.
Erstaunlich, dass trotz 100%iger Besetzung Afghanistan durch die NATO
dieser Umstand wie ein Wald vor lauter Bäumen von der imperialen Presse
kontinuierlich übersehen wird. Nein, nicht erstaunlich. Erstaunlich
nur, dass es nicht auffällt. Oder ist es Ihnen schon aufgefallen, liebe
Leser?
Glaubt man Zahlen der UN, so ist der Anbau von Mohn in
Afghanistan seit der Besetzung/Befreiung (im Herbst 2001)
kontinuierlich angestiegen. Die Taliban hatten Medienberichten zufolge
den Anbau von Schlafmohn zuvor massiv bekämpft. Hier die Hektar-Zahlen
seit 1995:
1995: 54.000 ha
1996: 57.000 ha
1997: 58.000 ha
1998: 64.000 ha
1999: 91.000 ha
2000: 82.000 ha
2001: 8.000 ha
2002: 74.000 ha
2003: 80.000 ha
2005: 104.000 ha
2006: 150.000 ha
2007: 193.000 ha
Etwa 93 Prozent der Weltproduktion von Opium stammen aus
Afghanistan. 2006 hatte die Opiumernte einen Umfang von über 7.000
Tonnen (2005: 4.100 Tonnen), 2007 soll die Erntemenge ca. 8.200 Tonnen
betragen. Der Marktwert dieser Menge in Heroin läge in New York nach
Schätzungen von Insidern bei weit über einhundert Milliarden Dollar.
Quelle
Erhebt sich natürlich die Frage, sind den Offizieren der Bundeswehr,
den Ministern im Kabinett, dem Steinmeyer und der Merkel diese
Zusammenhänge bekannt oder nicht?
Sind diese Leute so strunzdumm, diese Zusammenhänge in stupider
Blindheit zu übersehen, oder sind sie so bis auf die Knochen
korrumpiert, dass sie das alles wissen, aber aus "finanziellen Erwägungen" einfach leugnen?
Ich kann Ihnen diese Fragen nicht beantworten, liebe Leser.
Fragen Sie diese Menschen doch selbst! Sie sollten das gefragt werden.
Steht die Bundeswehr in Afghanistan Schmiere für den Drogenhandel der CIA? Ist Ihnen das bewusst?
Fragen wir sie!
<Mazdak>
|