| Die Argentinische Wirtschaft während der weltweiten Wirtschaftskrise |
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| von www.argenpress.info - Übersetzungsteam LZ |
01.06.2009
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Mit Härte kamen die Jahre der strukturellen Anpassung, wie im Rest von Lateinamerika und der Karibik in ähnlicher Form, um den Konsequenzen der Hypotheken- und Bankenkrise 2007/08 entgegenzuwirken. Im Gegensatz zur Situation im entwickelten Kapitalismus, ist Argentinien ein Land, welches praktisch keine Rücklagen hat. Die Kreditbeschränkungen der Banken, Corralito und Corralón [kleiner und großer Stall, umgangssprachlich für ein System zur Beschränkung des Bargeldumlaufs], haben den Nutzen der Bank beseitigt und diese zu Aufseherunternehmen gemacht um unternehmerische Risiken zu definieren. In der Internationalen Bankenkrise scheint das argentinische System gefestigt, im Wachstum und Profit übersteigt es den Durchschnitt des lokalen Kapitalismus. Im Laufe des Jahres 2008 beginnen einige Probleme sich zu manifestieren, welche das Wachstum, das zwischen 2002 und 2007 erreicht würde, begrenzen. Die internationalen Preise der wichtigsten argentinischen Exportgüter fallen; Es gibt ein entscheidendes Finanzloch in der Größenordung von 23 Milliarden Dollar und es entstehen finanzielle Probleme in den Provinzen und im Land. Es werden politische Aktivitäten gestartet um der Krise entgegenzuwirken: die Verstaatlichung von AA und der AFJP, um zu versuchen die Beschäftigtenzahlen aufrecht zu erhalten. Der Erfolg ist noch prekär, aber verdeutlicht die Probleme und zeigt die politischen Bemühungen, noch immer wird ein asymmetrisches Produktionsmodell und die asymmetrische Verteilung der Einnahmen aufrecht erhalten, was die Schere zwischen arm und reich weiter festigt. Während des ersten Quartals 2009 wurde die Wirtschaft offensichtlich geschwächt, es gibt verschiedene Prognosen die ein begrenztes Wachstum voraussagen. Von der eigenen Regierung wurde Erwartungen für das ganze Geschäftsjahr auf unter 3% gesenkt; der Weltwirtschaftsbericht der FMI sagt einen Wert von -1,5% voraus und die Zeitschrift The Economist -3% für dieses Jahr. Jede dieser Varianten hebt das Ende der Erhöhung des BIP der letzten Jahre hervor. Es beginnen sich Probleme mit der Beschäftigung zu festigen und damit wachsen auch die Arbeits- und Sozialkonflikte. Es wird ein ähnliches Kapitalloch geben wie 2008, schon erreichen wir 30 Milliarden Dollar, die aus der Not der Weltwirtschaftkrise ausgegeben wurden. Es gibt Änderungen in der Zusammenstellung der Bankendepots, die wachsende Bedeutung des Dollars und es festigt sich eine Korrektur im Wechselkurs, 3,72 Pesos für einen Dollar und die kurz- und mittelfristig angekündigten Entwertungen. Es ist sicher, dass der Anstieg der Preise (in der Konjunktur) von Soja und anderen Primärmaterialien die Finanzsituation verbessert und den Devisenpreisen ein Limit setzt.
Es ist offensichtlich, dass die weltweite Wirtschaftskrise
Argentinien schon erreicht hat und es werden Maßnahmen der öffentlichen Politik
getroffen um zu versuchen den Aufprall der Krise auf das Produktionsniveau und
die Arbeit einzudämmen, unverändert ist auch klar, dass die Arbeitgeber von
Produktion und Konsum bisher nur eine Erhöhung der Einnahmen fördern. Das
Vorziehen der Wahlen der Legislative ende Juni ist ein Zeichen der
wirtschaftlichen Probleme, die mit Sicherheit im zweiten Quartal auftauchen werden
und sicherlich wird die Art der makroökonomischen Antwort stark vom Ergebnis
der Wahl abhängen, diese wird seinerseits entscheidend sein, welche Kapazität
ein sozialer Konflikt beinhaltet oder nicht. Der Kommentar ist Teil der Debatte
im Disput um die Wahl und soziale Zustimmung.
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| Letzte Aktualisierung ( 01.06.2009 ) | |||||||
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Es wird viel über die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise
auf die Arbeitsentwicklung in Argentinien diskutiert. Dafür ist es wichtig sich
daran zu erinnern, dass Argentinien schon die vorherige Krise 2001/02 und
weiterhin die lange Rezession von 1998 bis 2002 erlitten hat.



















