| London: Uni-Besetzung gegen Abschiebeskandal |
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| von Linkezeitung |
15.06.2009
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Am Montagmorgen wurden Teile der zur Universität London gehörenden SOAS, School of Oriental and African Studies von wütenden Studenten besetzt. Am Nachmittag gelang den Demonstranten, das Büro des Direktors zu besetzen. Mit der Besetzung der Uni-Fakultät protestieren die Studentinnen und Studenten gegen die Abschiebung von Reinigungskräften an der Universität.
Am vergangenen Freitag waren bei einer Razzia der Einwanderungsbehörden auf dem Campus neun Reinigungskräfte festgenommen und in Abschiebehaft gesteckt worden. Eine der Verhafteten befindet sich im sechsten Monat ihrer Schwangerschaft. Drei der Verhafteten wurden sofort abgeschoben. Noch am Freitagabend versammelten sich 200 Studentinnen und Studenten, um gegen die Verhaftungen zu protestieren. Sam, ein Student der SOAS berichtete der britischen Arbeiterzeitung Socialist Worker: „Stell dir mal vor, wie das ist. Du stehst morgens auf und gehst zur Arbeit. Du denkst, Du kommst später wieder nach Hause, kannst die Spülmaschine ausleeren, die Kinder von der Schule abholen und so weiter. Aber nein. Stattdessen wirst Du verhaftet und abgeschoben." Die Reinigungskräfte der SOAS kämpfen seit Monaten darum, sich gewerkschaftlich organisieren zu dürfen und den in London auf dem Papier bestehenden Mindestlohn für ihre Arbeit zu bekommen. Die unglaubliche Vermutung liegt nahe, dass die Abschiebebehörden und das Management Hand in Hand an den Abschiebungen gearbeitet haben. Sandy Nicoll, die Vertreterin der Gewerkschaft UNISON sagte Socialist Worker: „Das ist kein Zufall, dass die Razzien an den Arbeitsplätzen stattfanden, wo Reinigungskräfte sich organisierten und versuchten, besseren Lohn und bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen." Gleichzeitig mit den Protesten gegen die Abschiebung der Reinigungskräfte gibt es Demonstrationen zur Unterstützung eines Arbeiters mit dem Namen Josef Stalin. Er war wegen gewerkschaftlicher Tätigkeiten entlassen worden. Auf Demonstrationen wird seine Wiedereinstellung gefordert. Die Besetzter der Uni fordern unter anderem, dass die SOAS-Direktion sich bei den Behörden umgehend dafür einsetzt, keine weiteren Abschiebungen durchzuführen und die Rückholung der bereits abgeschobenen Menschen zu fordern. Bitte richtet Mail der Unterstützung an: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können und Protestmails an den Direktor von SOAS:
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| Letzte Aktualisierung ( 15.06.2009 ) | |||||||
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Am Montagmorgen wurden Teile der zur Universität London gehörenden SOAS, School of Oriental and African Studies von wütenden Studenten besetzt. Am Nachmittag gelang den Demonstranten, das Büro des Direktors zu besetzen. Mit der Besetzung der Uni-Fakultät protestieren die Studentinnen und Studenten gegen die Abschiebung von Reinigungskräften an der Universität.















