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Beide Schichten des größten Automobilwerkes Irans sind in einen politischen Streik getreten und haben diese Erklärung verabschiedet:
„Wir erklären unsere Solidarität mit der Bewegung des iranischen Volkes.
Autoarbeiter, Kollegen:
Was wir gegenwärtig erleben ist eine Beleidigung der Intelligenz der Menschen und eine Missachtung ihres Wählerwillens, das mit den Füßen Treten der Verfassung durch die Regierung. Wir sehen es als unsere Pflicht an, uns an der Bewegung zu beteiligen.
Wir, die Arbeiter bei Iran Khodro, werden in jeder Schicht für eine halbe Stunde die Arbeit niederlegen, um gegen die Unterdrückung der Studenten, Arbeiter, Frauen und die Verfassung zu protestieren und erklären unsere Solidarität mit der Bewegung des iranischen Volkes.
Die Arbeiter von IranKhodor"
http://narcosphere.narconews.com/thefield/iran-khodro-auto-workers-begin-work-slowdown-protest-regime
Diese Erklärung zeigt, dass sich inzwischen auch Teile der Arbeiterklasse an den Protesten und dem Widerstand gegen das reaktionäre Mullahregime beteiligen. Breitet sich diese Beteiligung der Arbeiter aus, könnte dies das Regime ernsthaft in Schwierigkeiten bringen.
Bisher hatten Kreise des klerikalen Regimes um Mussawi, die in einer gewissen Opposition zur herrschenden Fraktion um Khamenei stehen, das System aber vehement verteidigen, versucht, sich an die Spitze der Massenbewegung zu setzen.
Anfangs hatte diese ihre Basis vor allem in der Mittelschicht, doch die
klerikale Oppositionsfraktion beginnt mehr und mehr die Kontrolle über
die Menschen zu verlieren, deren Forderungen radikaler werden und die
nicht bereit sind, sich von proimperialistischen Kräften
instrumentalisieren zu lassen.
Das Programm von Mussawi und der sogenannten Reformer besteht politisch aus der Forderung, den Widerstand gegen die Zionisten aufzugeben und mit den US-Imperialisten zusammenzuarbeiten. Ökonomisch sieht es massive Privatisierungen vor und eine Öffnung des iranischen Marktes für ausländische Kapitalisten und damit eine neoliberale Auslieferung der iranischen Wirtschaft an den "Westen" und seine "Investoren".
Für die Arbeiterklasse würde das eine Verschärfung ihrer Ausbeutung bedeuten, eine Streichung der sowieso nur rudimentären religiös begründeten Almosen. Die Unterdrückung der Frauen durch die Mullahs würde ersetzt werden durch ganz unverschleierte ebensolche - insbesondere auch sexuelle - Ausbeutung und Diskriminierung.
Wenn sich die Bewegung auf die Arbeiter der Ölindustrie ausbreitet
würde der ökonomische Nerv des repressiven Regimes getroffen werden.
Nur wenn es der Arbeiterklasse gelingt, die Führung der Bewegung zu übernehmen besteht Aussicht, daß sich die Entwicklung der Massenbewegung gegen den Shah nicht wiederholt. Damals wurde die sekulare
linke Bewegung von Khomeinis reaktionären Fundamentalisten
vereinamt.
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