| 25. Juni 1950: Beginn des Korea – Krieges und einer monströsen Geschichtslüge |
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| von Bartholomäus Ibrahim Bronsteyn |
24.06.2009
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„Am 25. Juni 1950 überschritten nordkoreanische Truppen den 38. Breitengrad“ – so oder so ähnlich kann man es bis in unsere Tage immer wieder lesen. Und überschätzen Sie auch Historiker nicht, liebe Leser, jedenfalls die meisten. Auch die schreiben oft nur ungeprüft ab, was sie irgendwo gelesen. Sie hat obiger Satz auch fast nirgendwo so etwas wie eine Quellenangabe. Das ist wahres „Wahrnehmungsmanagement“ – wiederhole etwas so oft, bis es als eherne Weisheit akzeptiert wird.
Doch es handelt sich nicht einfach nur um einen Streit um die Interpretation historischer Fakten. Die Konsequenzen einer Geschichtslüge können bis in die Gegenwart reichen. Gewiss finden besonders unverschämte und dreiste Lügen Jahrzehnte später unauffällig ihre Aufklärung, wie etwa die Legende vom „Zwischenfall im Golf von Tonking“, die Brutkastenlüge oder das Märchen vom polnischen Überfall auf den Sender Gleiwitz. Doch das ist gewissermaßen alles „Schnee von gestern“, denn der Vietnamkrieg ist längst (ruhmreich für die vietnamesische, schändlich für die US-amerikanische Seite) beendet, und dass Hitler eine üble Socke war wissen wir ja alle. Doch wenn heutzutage von „Schurkenstaaten“ die Rede ist, dann fällt doch immer und konstant der Name Nordkorea. Gewiss handelt es sich um ein sehr skurriles Regime, eine Mischung aus „fossilisiertem“ Stalinismus und Merkmalen einer asiatischen Despotie. Jedoch werden diesem Staat angesichts seiner Atombomben- und Raketentests immer wieder aggressive Angriffsabsichten unterstellt, etwa „Seoul in ein Meer aus Feuer“ verwandeln zu wollen. Das Aushängeschild der nordkoreanischen Bürokratie, Kim Yong Ill, wird als der „Verrückte von Pyöng Yang“ tituliert. Obwohl die westliche „öffentliche Meinung“ skeptischer gegenüber solchen Charakterisierungen geworden ist (wir denken an den „Irren von Bagdad“ oder den „Irren von Teheran“) scheinen solche Titulierungen dann angebracht, wenn auf die gebetsmühlenartig wiederholte Legende verwiesen wird, wonach „Pyöngyang“ ja schon 1950 das „arglose“ „demkratische“ „Südkorea“ „überraschend“ „überfallen“ hätte. Ich will Sie nicht auf die Folter spannen, liebe Leser, sondern will Ihnen gleich offenbaren, dass an dieser Legende fast nichts einer gründlichen historischen Untersuchung standhalten kann. Vielmehr werden die Umrisse einer monströsen Geschichtslüge offenbar. Dieser Artikel ist umfangreich, weil er in zusammenhängender Form im deutschen Sprachraum Fakten zur Verfügung stellen soll, die bislang hier nicht verfügbar waren. Der eigentliche Koreakrieg begann am 25.6.1950 nachweislich mit dem Überfall südkoreanischer Einheiten auf die nordkoreanische Stadt Haeju(1). Es handelt sich um das einzig durch zeitgenössische Quellen belegbare Faktum an Kriegsgeschehnissen, das DIREKT genau dem 25.Juni 1950 zuzuordnen ist. Alles andere ist ein Gemenge von Halbwahrheiten, Gerüchten, Interpretationen, vertuschten oder aus dem Zusammenhang gerissener Fakten. Doch wir werden das alles sehr genau betrachten. Nur zur Klarstellung: um der historischen Wahrheit gerecht zu werden, muss man keinesfalls Anhänger des nordkoreanischen Systems sein. Im Gegenteil offenbart der genauere Blick auf die historischen Fakten Dinge, die auch für das nordkoreanische Regime alles andere als schmeichelhaft sind. Der Umfang dieses Artikels macht eine Aufteilung in mehrere Teile erforderlich (Joomla lässt es leider nicht anders zu).
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| Letzte Aktualisierung ( 25.06.2009 ) | |||||||
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So ehern und unverrückbar wie einstmals die These von der
Scheibengestalt der Erde steht in unseren Geschichtsbüchern, dass der
Koreakrieg 1950-53 durch den “überraschenden” Überfall des
“kommunistischen” Nordkorea auf das “demokratische” Südkorea begann.















