| Massiver Einsatz von Polizeikräften bei den Ssangyong Motorenwerken |
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| von Bartholomäus Ibrahim Bronsteyn |
24.07.2009
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Wir berichteten bereits über den Besetzungsstreik bei den Ssangyong Motorenwerken in Poengtaek/Südkorea. Nun wurde uns gemeldet, daß starke Polizeikräfte einen Versuch unternommen haben, das vond en Arbeitern besetzte Werk zu räumen. Am 21. Juli (19 Uhr abends) drangen die Polizeikraefte massiv in die Sanyon Motorenwerke ein. Die Arbeiter, die einen Teil der Fabrik barrikadiert hatten und verteidigten, kaempften vom Dach einer großen Montagehalle gegen die Eindringlinge. Der KCTU (koreanischer Gewerkschaftsverband) hat Unterstützung angekündigt, 5000 Metallarbeiter wollen zur Unterstützung der Besetzer von Ssangyong kommen und eine Versammlung auf dem Werksgelände abhalten. Die Stimmung der Arbeiter ist sehr kämpferisch. Aktuelle Fotos sind auf einer Webseite der japanischen Lokführergewerkschaft Doro-Chiba zu finden.
Dutzende Polizisten und Streikende wurden inhandgreiflichen Auseinandersetzungen schon verletzt. Das Polizeikräfte sind etwa 3000 Mann stark und warten vorläufig ab. Die mit schwerem Gerät ausgerüstete Polizei beabsichtigt mit Gabelstablern die Barrikaden vor dem Gebäude zu räumen. Zusätzlich kommen "goons", Streikbrecher des Managements, mit Teasern zum Einsatz. Die Arbeiter wehren sich mit riesigen Schleudern auf dem Dach und Molotow-Cocktails. Die Polizisten verwenden tragbare Metallbarrikaden. Aus Hubschraubern wird Tränengas versprüht.
Laut Augenzeugenberichten sind die Menschen in der Fabrik völlig erschöpft, da ihnen Wasser und Nahrung fehlen. Ein Familienangehöriger sagte, sie leiden an Mangelerscheinungen und haben keine medizinische Versorgung und keine Medikamente. Die 600 noch in der Fabrikausharrenden Arbeiter hätten nur ein oder zwei Handvoll Reis pro Tag zu essen. Die Ssangyong-Motorenwerke gehören zu 51 % der chinesischen Shanghai Automotive Industrie Corporation (SAIC). Es wird von einem Produktionsausfall von umgerechnet ca. 135 Millionen US-Dollar gesprochen.Der kämpferische südkoreanische Gewerkschaftsverband KCTU hat Unterstützung für die Streikenden angekündigt.
Aus dem Aufruf des KCTU: KCTU’s general strike is a stern struggle to stop degradation of democracy, built upon the sweat and blood of the Korean people, and to protect the lives of all workers. The general strike must continue strongly and indefatigably, despite whatever sacrifice and pain that may come in our way, because this July battle will decide the fate of workers – will all workers continue to live as slaves of capitalists or will workers be guaranteed their livelihoods and full basic labour rights? Unsere Kontaktleute in Japan, die direkte Verbindung mit den Besetzern und dem KCTU haben, klingen auch sehr optimistisch:
Solidarität mit den Besetzern von Ssangyong und mit dem KCTU! Siehe auch:
Bisherige Artikel in der Linken Zeitung: Südkorea: Unbefristeter Besetzungs-Streik bei den Ssangyong Motorenwerken Ssangyong Motorenwerke: Streikbrecher zurückgeschlagen Korea: 1000 Arbeiter verteidigen Motorenfabrik gegen bewaffnete Streikbrecher der Kapitalisten
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| Letzte Aktualisierung ( 25.07.2009 ) | |||||||
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Wir berichteten bereits über den Besetzungsstreik bei den Ssangyong Motorenwerken in Poengtaek/Südkorea. Nun wurde uns gemeldet, daß starke Polizeikräfte einen Versuch unternommen haben, das vond en Arbeitern besetzte Werk zu räumen. Am 21. Juli (19 Uhr abends) drangen die Polizeikraefte massiv in die Sanyon Motorenwerke ein.
Die Polizei nähert sich Zug um Zug dem besetzten Gelände, auf dem hochexpolsive Materialien wie Lösungsmittel, Verdünner und andere brennbare Substanzen von den Besetzern gelagert wurden.
Die Gas-und Wasserversorgung in das besetzte Werk wurde unterbrochen und Nahrungsmittel werden nicht passieren gelassen. Mit Lautsprecherboxen, aus denen Aufforderungen plärren, das Werk zu verlassen, werden sie Besetzer durch Lärm unter Druck gesetzt.


















