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Massiver Einsatz von Polizeikräften bei den Ssangyong Motorenwerken PDF Drucken E-Mail
von Bartholomäus Ibrahim Bronsteyn    24.07.2009 - bisherige Aufrufe: 1633

Ssangyong StreikpostenWir berichteten bereits über den Besetzungsstreik bei den Ssangyong Motorenwerken in Poengtaek/Südkorea. Nun wurde uns gemeldet, daß starke Polizeikräfte einen Versuch unternommen haben, das vond en Arbeitern besetzte Werk zu räumen. Am 21. Juli (19 Uhr abends) drangen die Polizeikraefte massiv in die Sanyon Motorenwerke ein.

Die Arbeiter, die einen Teil der Fabrik barrikadiert hatten und verteidigten, kaempften vom Dach einer großen Montagehalle gegen die Eindringlinge. Der KCTU (koreanischer Gewerkschaftsverband) hat Unterstützung angekündigt, 5000 Metallarbeiter wollen zur Unterstützung der Besetzer von Ssangyong kommen und eine Versammlung auf dem Werksgelände abhalten.

Aktuelle Videos der Ereignisse sind hier zu sehen (upgeloaded von Aktivisten der japanischen Lokomotivführergewerkschaft Doro-Chiba).

Die Stimmung der Arbeiter ist sehr kämpferisch. Aktuelle Fotos sind auf einer Webseite der japanischen Lokführergewerkschaft Doro-Chiba zu finden.

Polizei vor der besetzten Ssangyong-HalleDie Polizei nähert sich Zug um Zug dem besetzten Gelände, auf dem hochexpolsive Materialien wie Lösungsmittel, Verdünner und andere brennbare Substanzen von den Besetzern gelagert wurden.

Dutzende Polizisten und Streikende wurden inhandgreiflichen Auseinandersetzungen schon verletzt.

Das Polizeikräfte sind etwa 3000 Mann stark und warten vorläufig ab.

Die mit schwerem Gerät ausgerüstete Polizei beabsichtigt mit Gabelstablern die Barrikaden vor dem Gebäude zu räumen. Zusätzlich kommen "goons", Streikbrecher des Managements, mit Teasern zum Einsatz.

Die Arbeiter wehren sich mit riesigen Schleudern auf dem Dach und Molotow-Cocktails.

Die Polizisten verwenden tragbare Metallbarrikaden. Aus Hubschraubern wird Tränengas versprüht.

Belagerung des besetzten WerkesDie Gas-und Wasserversorgung in das besetzte Werk wurde unterbrochen und Nahrungsmittel werden nicht passieren gelassen. Mit Lautsprecherboxen, aus denen Aufforderungen plärren, das Werk zu verlassen, werden sie Besetzer durch Lärm unter Druck gesetzt.

Laut Augenzeugenberichten sind die Menschen in der Fabrik völlig erschöpft, da ihnen Wasser und Nahrung fehlen. Ein Familienangehöriger sagte, sie leiden an Mangelerscheinungen und haben keine medizinische Versorgung und keine Medikamente. Die 600 noch in der Fabrikausharrenden Arbeiter hätten nur ein oder zwei Handvoll Reis pro Tag zu essen.

Die Ssangyong-Motorenwerke gehören zu 51 % der chinesischen Shanghai Automotive Industrie Corporation (SAIC). Es wird von einem Produktionsausfall von umgerechnet ca. 135 Millionen US-Dollar gesprochen.

 Der kämpferische südkoreanische Gewerkschaftsverband KCTU hat Unterstützung für die Streikenden angekündigt.

 

 

 

Aus dem Aufruf des KCTU:

KCTU’s general strike is a stern struggle to stop degradation of democracy, built upon the sweat and blood of the Korean people, and to protect the lives of all workers. The general strike must continue strongly and indefatigably, despite whatever sacrifice and pain that may come in our way, because this July battle will decide the fate of workers – will all workers continue to live as slaves of capitalists or will workers be guaranteed their livelihoods and full basic labour rights?
We give our final warning to the government. Workers and the people will gain our victory. This is because the demands of the workers and the people are so much more just and powerful than the greed of the Lee Myung Bak and capital, and because we will not stop our struggle until the day we win.

Unsere  Kontaktleute in Japan, die direkte Verbindung mit den Besetzern und dem KCTU haben, klingen auch sehr optimistisch:

Please click http://www.geocities.jp/dorosien28/index.html, and you could find the real spirit of workers and "The War At Home" in the era of death agony of capitalism.

In Solidarity
International Labor Solidarity Committee of Doro-Chiba

Solidarität mit den Besetzern von Ssangyong und mit dem KCTU!

Siehe auch:

 

Bisherige Artikel in der Linken Zeitung:

Südkorea: Unbefristeter Besetzungs-Streik bei den Ssangyong Motorenwerken

Ssangyong Motorenwerke: Streikbrecher zurückgeschlagen 

Korea: 1000 Arbeiter verteidigen Motorenfabrik gegen bewaffnete Streikbrecher der Kapitalisten 

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Letzte Aktualisierung ( 25.07.2009 )
 
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