| Gentechnik: Schwerpunkt „Sicherheitsforschung" |
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| von www.gentech.projektwerkstatt.de |
16.08.2009
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Unter dem Deckmantel der „Sicherheitsforschung" formieren sich die Gentechnik-Seilschaften neu! Tappen Umwelt- und Ökolandbauverbände in die Propaganda- und Geldfalle? Trotz millionenschwerer Werbeetats der Konzerne und intensiver Propaganda staatlicher Seite bleibt die Skepsis gegenüber gentechnisch veränderten Nahrungs- und Futtermitteln ungebrochen. Geholfen haben auch Mythen und platte Lügen nichts, zum Beispiel das Märchen vom Hunger auf der Welt, der Folge von Lebensmittelknappheit sein soll, oder das der besonderen Umweltfreundlichkeit von gentechnisch veränderten Pflanzen. Nur eine Legende aus den PR-Abteilungen der GentechnikerInnen konnte zumindest den Zugang zu Steuergeldern in Millionenhöhe sichern: Der Ruf nach mehr Sicherheitsforschung. Fast jedes Versuchsfeld der deutschen Gentechnik läuft propagandistisch oder finanziell unter diesem Begriff. Wer näher hinsieht, stellt aber schnell fest, dass fast alle Felder anderen Zielen dienen. Die vermeintlich zu untersuchenden Fragestellungen haben die GentechnikerInnen in Interviews und Texten längst beantwortet - und zwar ideologisch: Gentechnik ist besser für die Umwelt, besser für Landwirten und Verbraucher und einfach sicher. Alle, die zur Zeit vermeintlich die Sicherheit von gv-Pflanzen erforschen, haben solche Positionen bereits bezogen und bedürfen keiner Forschung, um ihre politisch verfassten Meinungen zu überprüfen. Ihnen geht es vielmehr um die hohen Fördersummen, die Firmen und ForscherInnen kassieren, wenn sie ihre Felder als Sicherheitsforschung tarnen. Da Geldvergabestellen, Ministerien und Genehmigungsbehörden das tatsächliche Geschehen nicht überprüfen, stellt die Umdeklarierung eines Versuchsfeldes in Sicherheitsforschung schnell verdientes Geld dar.
Schon bei oberflächlicher Betrachtung fallen die Fälschungen auf. So
ist Voraussetzung für die Mittelvergabe aus dem Förderprogramm zur
Biosicherheit, dass die untersuchten Pflanzen für eine Marktzulassung
vorgesehen sind. Auf der Internetseite des AgroBioTechnikums bei
Rostock, dem Wirkungsorts der wichtigsten Empfänger dieser Zuschüsse,
ist zu lesen, dass die untersuchten Pflanzen überwiegend nicht für den
Markt zugelassen sind. Damit aber wären die Förderrichtlinien nicht
eingehalten. „Es wird Zeit, die Sicherheitsforschung als Propagandatrick zu entlarven und der auf Profit und Saatgutkontrolle ausgerichteten Forschung und Entwicklung das Handwerk zu legen", fordert Jörg Bergstedt, der in einer aktuellen Schrift die Seilschaften zwischen den Behörden, Konzernen, Forschung und Geldvergabe in der grünen Gentechnik offengelegt hat. Die Chance zur Demaskierung der Lügen bietet ausgerechnet ein Strafprozess gegen den Gentechnikkritiker. Jörg Bergstedt hofft, mit seinen Enthüllungen zur Sicherheitsforschungslüge auch die Spitzenfunktionäre von Umwelt- und Ökolandbauverbänden wieder zu einer kritischen Haltung zur Gentechnik zu bewegen. Die hatten angesichts einiger Lockangebote für eine Beteiligung an einflusslosen Gesprächsrunden und den Geldtöpfen ausgerechnet der Sicherheitsforschung selbst für den Ausbau der Versuchsfelder unter ihrer Beteiligung geworben. „Unglaublich: Umwelt- und Ökolandbauverbände fordern mehr Agro-Gentechnik. Sind die auch korrupt?" fragt deshalb nicht nur Bergstedt.
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