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Hetzkampagne und Blockade wie früher von der SA PDF Drucken E-Mail
von LZ    11.10.2009 - bisherige Aufrufe: 1483

davidson.jpgArbeiterfotografie führt geplante Veranstaltung im Club Voltaire durch

Zu der Veranstaltung der Arbeiterfotografie im Frankfurter Club Voltaire erreichten uns folgende zwei Berichte:

"Ein Antideutscher sagte mir u.a., wir wollen dich hier in Frankfurt nicht, das nächste mal könnten wir dich auch umbringen. Ähnlich erging es auch dem Sänger der "Bandbreite". Die Stimmung war äusserst aufgeladen und gereizt." (Stephan Steins)

„Ich hatt vorher Euren Artikel gelesen, aber ich bin noch immer ganz entsetzt, was da am Freitag in Frankfurt passiert ist! Ich war im Club Voltaire, wollte die Arbeiterfotografie sehen. Da stand echt ne Truppe vor dem Club, die wollten mich nicht reinlassen. So fiese Typen, den einen hab ich erkannt: Andreas Waibel, ich dachte immer, der wäre bei der Linken. Aber da hatte ich echt Angst, dass die zuschlagen, so wie die vor dem Club randaliert haben. Der Abraham Melzer wollte noch vermitteln - aber der Waibel und seine Truppe haben den armen Juden niedergeschrien. So wie früher die SA mit "kauft nicht bei Juden!" die Läden blockiert hat! Und der Waibel trägt ja auch so ne Skinhead-Frisur!

Ich war heilfroh, dass ich irgendwie reingekommen bin. Aber dann haben die Faschos doch glatt auf die Frau an der Kasse eingeschlagen! Und haben die Kasse geklaut! Ich find das echt SA-Methoden, wie der Andreas Waibel und seine Truppe sich da aufgeführt haben! Im linken Club Voltaire, ich kann's nicht fassen! Drei Leute haben dann drinnen die Bühne gestürmt und randaliert. So ein kleiner Giftzwerg, der heisst wohl Jörg, hat total hohle Sprüche geklopft, wie von 'ner Werbeagentur. Der Elias Davidson wollte noch mit ihm reden - aber die wollten den Juden nicht zu Wort kommen lassen. Ich bin echt entsetzt über so viel Antisemitismus!

Der Waibel ist doch bei der Linken - darf der sowas? Kann man den nicht wegen Antisemitismus ausschließen? Also, wenn da solche Leute mitmachen, Leute, die arme Juden niederbrüllen, dann hab ich die zum letzten Mal gewählt! Was kann man denn da tun? Könnt Ihr was dazu schreiben?

Noch immer entsetzt, Claudia"

Ebenfalls auf der Veranstaltung anwesend war Stephan Steins, Herausgeber von http://die-rote-fahne.eu. Er schreibt:

„Gestern Abend fand in Frankfurt/Main, im traditionsreichen linken Club Voltaire eine Veranstaltung statt, unter dem Motto: „Ausstellungseröffnung Licht und Schatten des Alltags der Gruppe Arbeiterfotografie" und einem „Gesprächsabend zum Thema Medien zwischen Realität und Scheinwelt".

Zu der Ausstellung der Arbeiterphotographie trat die Polit-Pop Gruppe "Die Bandbreite" auf und hielt der jüdische Menschenrechtler Elias Davidson einen Vortrag zu den Hintergründen von 9/11 und der Verurteilung von Mounir El Motassadeq. Die Veranstaltung fand vor vollem Haus statt und wurde von den meisten Teilnehmern als sehr interessant und voller Erfolg gewertet. Einige Besucher hatten das erste mal darüber etwas erfahren, dass es überhaupt Zweifel an der offiziellen Darstellung von 9/11 und bereits zahlreiches, durch Fachleute publiziertes Material dazu gibt.

Allerdings fand sich - wie angekündigt - vor dem Club Voltaire eine höchst aggressive Truppe von ca. 30 Personen zusammen, mit dem Ziel die Veranstaltung

zu verhindern, siehe:

>> Club Voltaire - Laufburschen der imperialen Rechten hetzen gegen Antifaschisten und jüdischen Intellektuellen

Bemerkenswert an dem Vorgang ist u.a., dass hier eine linke Veranstaltung angegriffen wurde - und zwar auf besonders aggressive Art und Weise. Diffamierungen, Einschüchterungen bis hin zu Gewaltandrohungen und Nötigungen mussten die Besucher des Club Voltaire über sich ergehen lassen. Das Auftreten dieser "Antideutschen Sturmabteilung" erinnerte an übelste faschistische Vorbilder.

Wer derart eine linke Veranstaltung und deren Besucher auch körperlich angreift, kann evidenter Weise selbst nicht links sein - die Definition des Begriffs schliesst dies aus. Angeführt wurde der Mob jedoch von einem Mitglied der SED/PDS/Linken, Herrn Andreas Waibel.

Der gestrige Vorgang in Frankfurt/Main markiert eine Zäsur in der politischen Auseinandersetzung, namentlich mit diesen zionistischen/antideutschen Faschisten. Sie bilden heute so etwas wie die Sturmabteilung (SA) der imperialen Rechten. Ihr Ziel ist die Einschüchterung von Demokraten und die Verhinderung linker Aktionen und Veranstaltungen und die "Eroberung der Strasse" nach historischem Vorbild.

Auch schrecken diese Gewalttäter nicht vor schriftlichen Drohungen gegen linke Künstler und Intellektuelle zurück.

Wer nicht weiss, was "Antideutsche" sind, siehe:

>> Mit der "neuen (linken) Rechten" schnurstracks in die EU-Diktatur?

Es gilt zu verstehen, warum die sog. "Antideutschen", als Laufburschen der imperialen Rechten auf der Strasse und in Veranstaltungssälen, gerade jetzt ihren Kampf gegen links und gegen bürgerliche Demokraten eskalieren.

Der Grund liegt in dem oben Geschilderten; Der Widerstand gegen das Imperium, gegen NATO und antidemokratische EU-Verfassung (Vertrag von Lissabon) gewinnt an Schwung. Dabei verlassen die Beteiligten alte Sekten-Muster (die dem System nie gefährlich werden konnten), schmieden neue Bündnisse und beginnen sich zu vernetzen.

Auch wenn dies alles noch diffus ist, so birgt diese politische, gesellschaftliche Emanzipation doch erhebliches Potenzial für den Aufbau eines erfolgreichen Widerstands gegen die imperiale Globalisierung.

Klärt über diese Antideutschen auf, über deren Propagierung des Zionismus und Verteidigung des imperialen Kriegs. Dieser Mob hat in keinem linken Zusammenhang mehr etwas zu suchen
Wehret den Anfängen!"

www.steinbergrecherche.com kommentiert:

„Sich links dünkende Antideutsche, in Wahrheit deutsche Anti-Linke, und Zionisten verbreiten seit Längerem Schrecken unter den Gegnern der israelischen Staats- und Regierungspolitik. Von der Propaganda-Abteilung (Hasbara-Abteilung) des israelischen Außenministeriums finanziert, überschwemmen sie Foren und Blogs meist anonym mit Unflat und Drohungen und greifen auch zu Gewalt. Sie setzen Zionisten mit Juden gleich - ein klassisches judäophobes Muster -  und beschimpfen antizionistische Juden als Selbsthasser (1). Im gleichen Atemzug diffamieren sie die Zweifler an der hahnebüchenen Bush-Version über die Attentate vom 11. September 2001 mit dem zum Schimpfwort pervertierten Begriff Verschwörungstheoretiker, grenzen Muslime aus und preisen im übrigen, links bemäntelt, angebliche Freiheit und Demokratie in den USA und Israel.

Liebe Freunde, auch kleine Gruppen können für die ganze Gesellschaft mordsgefährlich werden. Die da unter Führung von Andreas Waibel in Frankfurt am Main randaliert haben, gilt es zu bekämpfen. Es wird Winter in Frankfurt am Main, Berlin und Hamburg. Wir müssen uns warm anziehen, die Nachbarn wecken, Handys mitnehmen, ordentliche Fotoapparate und Aufnahmegeräte - und uns wehren. Es drohen israelische Zustände: Überwachung und Einschüchterung, gewalttätige Banden, Rassismus, Apartheid und Unterdrückung.

http://www.steinbergrecherche.com/08zionismus.htm#gegenJuden

Demgegenüber verbreitet Andreas Waibel im Netz nachfolgende Erklärung. Man hat den Eindruck er sei auf einer ganz anderen Veranstaltung gewesen:

„Es kamen tatsächlich ca 100 meist junge ziemlich friedliche Leute zu den Protesten. "Antideutsche" (was immer dies ist) waren wohl nur eine Handvoll darunter, die meisten waren Leute aus der undogmatischen Linken, aus verschiedenen Antifagruppen. Auch einige ältere Besucher des Club und einzelne Mitglieder der Linken, die schon früher gegen verzerrten Antiimperialismus protestiert waren, schlossen sich den Protesten an.

Die Stimmung war offen und diskussionsfreudig. Redebeiträge wurden gehalten, eifrig untereinander und auch mit Mitgliedern von Arbeiterfotografie und Club Voltaire diskutiert. Auch Marcel W. von der Bandbreite traute sich kurz raus; das führte zu einem heftigen Wortgefecht mit mehreren wütenden Antifafrauen aber auch nicht zu mehr. Niemand wurde blöd angemacht oder gar verprügelt; auch als ein Besucher der Veranstaltung immer wieder "Zionismus ist Faschismus" in die Menge brüllte, kam es nur zu verbalen Auseinandersetzungen.

Die meisten Mitglieder der CV hatten sich jedoch innen verbarrikadiert und kamen nicht raus. Die hatten sich derart in eine Paranoia hineingesteigert, dass sie wohl wirklich daran glaubten, dass da draußen die "neue SA" steht. Vor der Tür standen aber nur lauter nette freundliche Antifaschisten, die so gar nicht dem bösen Bild entsprachen. Ja, eine kleine Rangelei gab es noch ganz zum Schluß als die Bandbreite angefangen hatte zu spielen und einige Leute versuchten in den Club hineinzudrängen. Die Barmannschaft hatte den Eingang jedoch gut unter Kontrolle und schließlich siegt die Vernunft. Zwei Leute durften rein, einen Redebeitrag halten, der jedoch sofort niedergebrüllt wurde. Diskussionsbereitschaft war an diesem Abend außen vorhanden, innen aber offensichtlich nicht."

http://de.indymedia.org/2009/10/263008.shtml

Inzwischen hat Stephan Steins Andreas Waibel öffentlich bei indymedia zu einer Distanzierung aufgefordert:

Aufforderung zur Distanzierung

"Sehr geehrter Herr Waibel,
Ihre Darstellung der Ereignisse ist gelogen.Die ca. 30 aktiven Personen vor dem Club Voltaire waren weder friedlich noch diskussionsbereit.

- Der Zugang zum Club Voltaire wurde immer dann gewaltsam blockiert (durch Personen und robuste Sperrplane), wenn die physisch stärkeren Teilnehmer der Veranstaltung wieder drinnen waren

- Zahlreiche Besucher wurden am Zutritt gehindert, unter Gewaltandrohung, Wegschubsen und übelsten Diffamierungen als Antisemiten und Faschisten. Ein Teil, vor allem ältere Menschen, liess sich so vertreiben und in ihrem demokratischen Recht politischer Artikulation beschneiden

- Nur wegen der mangelnden Kräfteverhältnisse, Ihre Truppe war physisch zu schwach, kam es nicht zu Schlimmerem und konnte ein Versuch der gewaltsamen Stürmung des Clubs abgewendet werden

- Die Kassiererin am Eingang, eine ältere Genossin, wurde niedergeschlagen und ihr die Kasse geraubt

- Die Rap-Gruppe Bandbreite und der jüdische Menschenrechtler Elias Davidson wurden im Vorfeld auch schriftlich bedroht

- Der Herausgeber der Roten Fahne wurde von einem Antideutschen mit den Worten bedroht: "Wir wollen dich hier in Frankfurt nicht, das nächste mal können wir dich auch umbringen"

Falls dieser Ablauf so nicht ihrer Absicht entsprach, so fordere ich Sie hiermit auf, sich öffentlich und glaubhaft von diesen, an übelste Zeiten faschistischer Vorbilder erinnernde, Gewalttaten zu distanzieren.

Tun sie dies nicht, werden wir weiterhin davon ausgehen, dass die Vorfälle von Ihnen gewollt waren und Ihrem Verständnis von Politik entsprechen.

Gez. Stephan Steins"

 

 

 

 

 

 

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