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Amnesty international erhebt schwere Vorwürfe
Amnesty hat Israel
vorgeworfen, den Palästinensern das Recht auf ausreichende
Wasserversorgung zu verwehren. Vier Fünftel des gesamten Wassers der
Westbank wird nach Israel umgeleitet; mit dem Rest müssen die
Palästinenser auskommen.
Dies Vorgehen ist Teil der zionistischen Politik ethnischer Säuberung.
Durch die Wasserknappheit vertrocknen die Felder der Palästinenser
während die zionistischen Siedler verschwenderisch in ihren Plantagen
wasserintensive Pflanzen wie Bananen bewässern und ihre Schwimmingpools
füllen. 450.000 Siedler in der Westbank verbrauchen soviel Wasser wie
2,3 Millionen Palästinenser.
Während der palästinensische Wasserverbrauch inklusive des landwirtschaftlichen Verbrauchs bei 70 Litern pro Kopf
und Tag liegt, konsumieren die Israelis mehr als 300 Liter am Tag. Die
UNO sieht 137 Liter als notwendig an. In einigen ländlichen
palästinensischen Dörfern liegt der Wasserverbrauch bei nur 20 Litern,
was gerade den Minimalbedarf abdeckt. 200.000 Palästinenser in der
Westbank haben keinen Zugang zu fließendem Wasser und die israelische
Armee verbietet ihnen, das Regenwasser zu sammeln.
„Israel gesteht den Palästinensern nur einen begrenzten Teil der
Wasserresourcen zu, die überwiegend in der Westbank liegen, während die
ungesetzlichen israelischen Siedlungen unbegrenzt Wasser erhalten. In
Gaza hat die israelische Blockade eine ohnehin schreckliche Lage noch verschlimmert“ sagte Donatella Rovera von Amnesty International.
In ländlichen Gebieten kämpfen die palästinensischen Bauern um jeden
Tropfen Wasser, aber die israelische Armee zerstört oftmals ihre
Regenwasserzisternen und konfisziert ihre Wassertankwagen. Auf der
anderen Seite bewässern die israelischen Siedler mit Sprinklerkanonen
in der Mittagshitze ihre Plantagen, sodaß viel Wasser verdunstet bevor
es den Boden erreicht hat. In vielen palästinensischen Dörfern wurde
der Wasserverbrauch derart eingeschränkt, daß die Bauern unfähig sind,
ihr Land zu bebauen oder ihre Tiere zu ernähren. So sollen sie
gezwungen werden ihr Land zu verlassen
Im
Gazastreifen stammt 90% des Wasser aus dem Küstengrundwasser, welches
stark verschmutzt und kaum genießbar ist. Dennoch verbietet Israel
Wasserlieferungen vom Aquifer Bergreservoir in der Westbank nach Gaza.
Israels Blockade gegenüber Gaza verhindert zudem die Einfuhr von
Materialien, die für die Reparatur und Instandhaltung der Infrastruktur
in Gaza notwendig sind, was weiter die Wasserknappheit verschärft.
In einem neuen umfangreichen Bericht enthüllte AM das ganze Ausmaß der
israelischen rassistischen Wasserpolitik, die den Palästinensern
das Recht auf Zugang zu Wasser verwehrt.
Israel nutzt mehr als 80% des Wasser vom Berg Aquifer, der
hauptsächlichen Quelle zum Tiefenwasser, während die Palästinenser nur
20% erhalten. Das Wasser vom Berg Aquifer ist die einzige Möglichkeit
für die Palästinenser an Wasser zu gelangen aber für die Israelis nur
eine von mehreren. Israel nimmt sich vor allem exklusiv das gesamte
Wasseer vom Jordan.
„ 40 Jahre Besatzung und den Palästinensern auferlegte Restriktionen
beim Zugang zu Wasser haben die Errichtung einer Infrastruktur der
Wasserversorgung in den besetzten Gebieten verhindert mit der Folge,
daß hundertausenden Palästinensern das
Recht auf ein normales Leben verwehrt wird, das Recht auf angemessene
Ernährung, Wohnung, Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung“ sagte Donatella Rovera.
Videos zu den ethnischen Säuberungen:
Palästina & Israel - Blut für Wasser 1-5
http://www.youtube.com/watch?v=d7kp9vCVirU&feature=PlayList&p=7FDFE9D82F87346E&index=0
http://www.youtube.com/watch?v=l93r_EE5_Wc&feature=PlayList&p=7FDFE9D82F87346E&index=1
http://www.youtube.com/watch?v=ih8d7j6XwYs&feature=PlayList&p=7FDFE9D82F87346E&index=2
http://www.youtube.com/watch?v=z_8lxCH4464&feature=PlayList&p=7FDFE9D82F87346E&index=3
http://www.youtube.com/watch?v=0a2lJme0sA8&feature=PlayList&p=7FDFE9D82F87346E&index=4
Bericht von Amnesty international mit weiteren Videos:
http://www.amnesty.org/en/news-and-updates/report/israel-rations-palestinians-trickle-water-20091027
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