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Erwartungen an Prozess zum Mord an Marwa al-Sherbini werden enttäuscht PDF Drucken E-Mail
von Francis Byrne    02.11.2009 - bisherige Aufrufe: 1272

stopislamhass.jpgMit großer Aufmerksamkeit wird in Ägypten der Prozess um den Mord an Marwa al-Sherbini beobachtet. Auch in Deutschland wird der Prozess von Muslimen, Migranten, Antirassisten und Antifaschisten sehr genau verfolgt. Marwa al-Sherbini war am 1. Juli diesen Jahres im Gerichtssaal des Dresdener Landgerichts vor den Augen ihres Mannes, ihres Sohnes, des Richters und vieler Zeugen mit sechzehn Messerstichen von Alex W. erstochen worden. Ihr Ehemann wurde bei dem Versuch, das Leben seiner Frau zu retten, von einem Polizisten angeschossen und sehr schwer verletzt.

Die Bild-Zeitung berichtet, dass dem Gericht Monate vor dem Mord ein Brief des Angeklagten vorlag, der von Marwa al-Sherbini wegen Beleidigung angezeigt worden war. Zum Prozessauftakt las die Richterin Birgit Wiegand Teile des Briefes vor: „Jeder weiß, dass der Islam eine gefährliche Religion ist", schrieb er. „Es ist durchaus verständlich, dass ich sie (Muslime, die Red.) für Feinde halte." Und weiter: „Das Kopftuch ist eine Unterwerfung vor den Männern und vor Satan. Damit hat sie mich beleidigt." Die Prozesskosten wolle er auf keinen Fall bezahlen, ebenso wenig gehe er stattdessen in den Knast - „lieber sterbe ich." (1)

Die antiislamische Hetze muss gesellschaftlich thematisiert werden

Viele an den Prozess und die dazugehörige Berichterstattung geknüpften Hoffnungen werden allerdings enttäuscht. Die muslimische Gemeinschaft in Deutschland ist verunsichert. Frauen mit Kopftuch und erkennbar muslimisch gekleidete Männer erleben täglich Ausgrenzung. Alex W. mag zwar nur ein unorganisierter Einzeltäter sein, doch die Stimmung in Deutschland ist durch eine allgemeine mediale Hetze gegen Muslime stark aufgeheizt. Unverzichtbar ist in dieser Situation die Aufarbeitung der Frage, wie es zu diesem giftigen Hass kommen konnte. Enttäuschend ist allerdings, dass die allgemeine Atmosphäre der Hetze und Aggression gegen Muslime in Deutschland in den Medien so gut wie nicht thematisiert wird. Gegenüber Linkezeitung.de kritisiert der muslimische Prediger und Bürgerrechtler Pierre Vogel, Abu Hamsa:
„Es geht nicht um die Frage, ob der Angreifer die Höchststrafe bekommt. Ganz sicher hat der Angreifer selbst mit der Höchststrafe gerechnet, denn wer vor so vielen Zeugen einen so brutalen Mord begeht, rechnet damit. Doch wir werden durch eine hohe Strafe Marwa nicht wieder zurückbekommen. Es geht doch jetzt darum, zukünftige Morde zu verhindern. Um weitere solcher Taten zu verhindern, muss die Hetze gegen die Muslime thematisiert werden."

Karsten Schmitz vom Anti-Kriegs-Komitee Kein Blut für Öl beleuchtete in einem Gespräch mit Linkezeitung.de einen anderen Punkt kritisch: „Es ist ein Skandal, dass die deutsche Justiz nicht gegen den schießwütigen Einsatzbeamten ermittelt und die Medien seine Tat verschweigen. Dass der Mörder eine Waffe ins Gericht bringen konnte, ist ebenfalls skandalös. Das riecht nicht mehr nach Pannen, sondern nach vorsätzlicher Provokation der islamischen Welt."

Auch Dr. Sabine Schiffer vom Institut für Medienforschung äußerte sich kritisch gegenüber Linkezeitung.de. „ ... anknüpfend an den skandalösen Text des Koalitionsvertrages, der Rechts- und Linksextremismus, Antisemitismus und Islamismus problematisiert, wird deutlich, dass das Potenzial der Islamfeindlichkeit weiterhin geleugnet wird - unsere Medien, die an dem Feindbild Islam fleißig mitbasteln, werden sich hüten, das Thema selbstkritisch aufzubringen."

In ihrer Kolumne GeSpiegelte Ente schreibt Frau Dr. Schiffer über den Arbeitskreis Sicherheit bei der Deutschen Islamkonferenz:: „Es ging ausschließlich um die Sicherheit VOR Muslimen, nicht VON Muslimen - und auch nicht von Menschen, die von Muslimhassern bedroht werden. Es kann durchaus damit zusammen hängen, dass ein Fehlen der Vorstellung, dass Muslime bedroht sein könnten, dazu geführt hat, dass die verbalen und schriftlichen Drohungen eines Alexander Wiens keinerlei Schutzmaßnahmen für Frau El-Sherbini und ihre Familie nach sich zogen." (2)

Wem nutzt die Hetze gegen die Muslime?

Spätestens seit den Attentaten in den USA am 11.9.2001 gibt es zumindest in den westlichen Ländern eine massive - medial unterstützte - antimuslimische Kampagne. Die Folge: Moscheen werden angegriffen und geschändet, muslimische Kolleginnen und Kollegen werden ausgegrenzt, bespuckt und stehen unter Generalverdacht.

Warum ist das so? Der Kapitalismus steht in einer sehr tiefen Krise, viele Analysten gehen davon aus, dass die gegenwärtige Krise des Kapitalismus noch stärker ist, als die Krise von 1929, die zu Holocaust und 2. Weltkrieg führte. In dieser Situation wird die antimuslimische Kampagne von den Herrschenden aus zwei Gründen dringend benötigt.

Erstens: Für die Misere, Auswegs- und Hoffnungslosigkeit des kapitalistischen Systems wird dringend ein Sündenbock gesucht. Dringend sollen die Unterdrückten gespalten werden, damit sie nicht auf die Idee kommen, gemeinsam gegen Entlassungen und Sozialabbau zu kämpfen.

Zweitens: In der Krise setzt der Westen verstärkt auf völkerrechtswidrige Angriffskriege. Von besonderer Wichtigkeit für den Westen sind die muslimischen Ölländer in der Golfregion, die Schauplatz dieser Angriffskriege sind. Ohne die massive Hetzkampagne würden sich nur wenige Soldaten finden, die am Hindukusch die Interessen des deutschen Kapitals verteidigen würden.

Stoppt die Hetze

In den bürgerlichen Medien wird jeden Tag ein klischeehaftes Bild des Islam und der Muslime in Deutschland präsentiert. Jeden Tag wird der Islam gleichgesetzt mit Gewalt, Hass, Unterdrückung, Irrationalität und vieles mehr. Nur wenige Medien und Autoren scheren aus dieser Hetze aus. Schon längst ist die Hetze in der Mitte der Gesellschaft angekommen, wie die Äußerungen des SPD (!) Mitglieds Thilo Sarrazin gegen Türken und Araber zeigen.

Auf vielen Homepages wie Politically Incorrect und in Foren wie Grüne Pest wird der Hass gegen den Islam und gegen Muslime allerdings auf die Spitze getrieben.

Jeden Tag gibt es auf diesen Internet-Seiten Dutzende und Hunderte Artikel und Kommentare, die recht eindeutig volksverhetzenden Charakter haben. Jeden Tag wird dort mit Gift und Galle gegen Muslime gehetzt. Das geht bis zu offenen Morddrohungen. In einem Kommentar auf PI wurde beispielsweise über einen muslimischen Aktivisten geschrieben: „Diese Kakaerlake gehört auf's Schafott!"

Eine seriöse Berichterstattung über den Prozesses müsste also die Frage beinhalten, wie der Angreifer Alex W. so stark und brutalisiert gegen Muslime aufgehetzt werden konnte, und welche Rolle die Medien selbst bei dieser Hetze spielen.

Eine seriöse Prozessführung müsste die übelsten Gift- und Mord-Hetzseiten im Internet thematisieren. Die Staatsanwaltschaft müsste selbständig aktiv werden und öffentlich prüfen, ob diese Hass-Propaganda nicht den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt.

Allerdings können wir nicht darauf hoffen, dass die Gerichte oder andere Institutionen gegen die Islamophobie am grünen Tisch kämpfen werden. Zu stark benötigt das System in der tiefen Krise die Spaltung der Menschen. Wir müssen selbst aktiv werden gegen die Hetze und gemeinsam auf Demos gegen Pro-Köln und andere Hetzer Stellung beziehen. „Wehret den Anfängen" ist unser Ruf gegen die Rassistien. Erschreckenderweise sind die Anfänge des offenen und staatlichen Rassismus gegen die Muslime in Deutschland mehr als deutlich erkennbar. Wir müssen jetzt aktiv werden!

Pastor Niemöller, selbst Betroffener von KZ-Haft unter den Nazis, hat uns ein wichtiges Vermächtnis hinterlassen:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Sozialisten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialist.
Als sie die Juden einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte."

Kontakt: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können

Internationale Sozialisten

Weitere wichtige Artikel, Interviews und Vorträge zu diesem Thema:

Wikipedia: Marwa El-Sherbini

„Thema Islamfeindlichkeit muss auf die Tagesordnung." Linkezeitung-Interview mit Dr. Sabine Schiffer  

"Islamophobie in der Mitte der Gesellschaft angekommen" LZ-Interview mit Evelyn Hecht-Galinski  

„Deutscher Fitna" Film: Antimuslimische Brandhetze im Stil des Nazi-Films "Der ewige Jude"  

Youtube:

 Rede von Francis Byrne auf der Protestdemo in Düsseldorf am 11.7.09

Kopftuch und Klassenkampf, 1. Befreiung von oben geht nicht, Karsten Schmitz Internationale Sozialisten 

Kopftuch und Klassenkampf, 2 Selbstbefreiung von unten 

Quellen:

 (1) - http://www.bild.de/BILD/news/2009/10/27/prozess-marwa-richterin-liest-hass-brief/darum-musste-die-schoene-aegypterin-sterben.htm

(2) - http://www.medienverantwortung.de/wp-content/uploads/2009/10/20091102_Mordaufruf-von-einem-Unbekannten.pdf

 

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