| Kundgebung des KCTU in Seoul |
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| von Bartholomäus Ibrahim Bronsteyn |
12.11.2009
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Filmische Rückblicke auf diesen nicht nur für die koreanische, sondern auch weltweite Arbeiterbewegung sehr bedeutsamen Streik (Bestriebsbesetzung als Antwort auf Massenentlassungen):
Videos Playlist aller Videos: KCTU 7.&8.11.2099 in Seoul Volksfest-Atmosphäre bei der KCTU-Kundgebung KCTU-Veranstaltung am 7.11.2009 in Seoul (1) Kämpferische Rede eines KCTU - Gewerkschaftsführers. Die Reden und kulturellen Darbietungen auf dem Podium wurden auf große Bildschirme übertragen. KCTU-Veranstaltung am 7.11.2009 in Seoul (2) Musikalische Performance zum Besetzungsstreik bei Ssangyong Mai bis Sommer 2009. Bei den Akteuren handelt es sich um Arbeiter von Ssangyong selbst, sie tragen die typische Arbeitskleidung des Konzerns KCTU-Veranstaltung am 7.11.2009 in Seoul (3) Weitere Aufnahmen von der musikalischen Performance zum Besetzungsstreik bei Ssangyong. KCTU-Veranstaltung am 7.11.2009 in Seoul (4) Die südkoreanische Arbeiterbewegung ist sehr vielfältig und phantasievoll in ihrem kulturellen Ausdruck. Tanzperformance und kämpferische Lieder gehören dazu. KCTU-Veranstaltung am 7.11.2009 in Seoul (5)
Rote Fahnen in Seoul. Feuerspiele. Ungebrochener Optimismus auch bei dieser musikalischen Performance auf dem KCTU-Haupttreffen in Seoul, am Abend des 7.11.2009. KCTU-Veranstaltung am 7.11.2009 in Seoul (7) Ausgelassene Stimmung am Rande des großen KCTU-Treffens am 7.11.2009 in Seoul. Der Trompetenspieler ist ist Kim Wo Chol, der dieses Stück, nach Auskunft seiner charmanten Begleiterinnen, selbst komponiert hat. KCTU-Veranstaltung am 7.11.2009 in Seoul (8)
Fröhliche, ausgelassene Stimung bei den campierenden KCTU-Arbeitern am 7.11.2009 in Seoul. KCTU-Veranstaltung am 7.11.2009 in Seoul (9) Am nächsten Tag fand eine gesonderte Kundgebung des KCTU - Regionalverband Seoul an einem Bahnhof statt.Die Filmaufnahmen wurden aus dem Block der japanischen Delegation aus aufgenommen (rund 100 Aktivisten verschiedener Gewerkschaften, von Zengakuren usw). Kundgebung des KCTU - Regionalverband Seoul 8.11.2009 (1)
Kundgebung des KCTU - Regionalverband Seoul 8.11.2009 (2) Eine der vielen für KCTU-Veranstaltungen typischen Einlagen rhythmischer Tanzperformaces auf dieser Kundgebung: Kundgebung des KCTU - Regionalverband Seoul 8.11.2009 (3) Eine weitere Performance stellt offensichtlich die Kampfbereitschaft von Streikposten dar: KCTU-Versammlung am Abend des 8.11.2009 in Seoul (1)
KCTU-Versammlung am Abend des 8.11.2009 in Seoul (2) KCTU-Versammlung am Abend des 8.11.2009 in Seoul (3) Das Foto rechts zeigt eine der zahlreichen Performance-Tanzgruppen des KCTU bei der Vorbereitung auf ihren Auftritt. Obwohl die immer wieder durch Beifall unterbrochenen Reden von Gewerkschaftsführern und anderen Sprechern auch für deutsche Verhältnisse teilweise sehr lang dauerten, demonstrierten die zehntausende Zuschauer große Disziplin.
Dies liegt sicherlich auch an den sehr farbenprächtigen und Teilweise akrobatischen Darbietungen von kulturellen Aktivistengruppen wie dieser.
Bei den Bereitschaftspolizisten handele es sich zu einem großen Teil um Wehrpflichtige, sehr junge Männer, deren Bereitschaft, auf Gewerkschaftler loszuschlagen, zumindest teilweise in Zweifel zuziehen ist. Die Polizeipräsenz hatte sichtlich eher die Funktion einer Drohkulisse. Es kam zu keinen Zwischenfällen. Ein Blick von hinten auf die Polizeikolonnen der meist sehr jugendlichen "Robocops": Bereitschaftspolizei versucht, KCTU-Demonstranten einzuschüchtern
Die südkoreanische Gewerkschaftsbewegung hat harte Auseinandersetzungen hinter sich und sicherlich auch vor sich. Der Gewerkschaftsdachverband KCTU wurde erst 1999 überhaupt legalisiert (zuvor gab es nur einen "gelben" Gewerkschaftsverband), bis Anfang der 90er Jahre war Südkorea, hierzulande bisweilen als Musterdemokratie ausgegeben, eine faktische Militärdiktatur. Tatsächliche Rechte und Freiheiten wurden erst wirklich durch die Arbeiterbewegung eingefordert und auch durchgesetzt. Eine Besonderheit der südkoreanischen Arbeiterbewegung sind zahlreiche Aktivisten, die sich seit den 70er Jahren schon aus Protest gegen sozialeoder politische Verhältnisse im Land selbst getötet haben. Die japanischen Gastgeber unserer Mitarbeiter vor Ort äusserten auch ihre Verwunderung über diese massive Aktionsform im Nachbarland. Folgende Videos zeigen Transparente und Schreine für die Aktivisten, die sich aus Protest getötet haben im Laufe der Jahre 1970 bis zur Gegenwart. http://www.youtube.com/watch?v=DIkqiY7KB2I http://www.youtube.com/watch?v=c3pxUjZk9pk
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| Letzte Aktualisierung ( 12.11.2009 ) | |||||||
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Im Zuge ihres Besuches bei der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro - Chiba begleiteten Mitarbeiter der Redaktion der Linken Zeitung eine 100köpfige Delegation von Doro-Chiba bei ihrem Besuch der diesjährigen Hauptversammlung des südkoreanischen kämpferischen Gewerkschaftsverbandes KCTU in Seoul (7. und 8.11.2009).
Die Arbeiterinnen und Arbeiter der KCTU sind sehr vielfältig und
phantasievoll - auch für ostasiatische Verhältnisse - in ihren
kulturellen Ausdrucksformen. Kämpferische Reden von
Gwewrkschaftsführern wechseln sich ab mit musikalischen Einlagen,
Tanztheater-Performance und Effekten, die man ansonsten in Europa etwa
auf einem Popfestival erwarten würde. Unsere Mitarbeiter waren
überrascht von der Lebendigkeit und Dynamik dieser Bewegung.
Stimmungsbilder
Beim vorangegangenen Marsch von einem Kundgebungsort zum Hauptversammlungsort fehlte es auch nicht an martialisch wirkenden Manövern der Bereitschaftspolizei, die teilweise versuchte, die Marschlononne einzukesseln und einzuschüchtern.
Deutliche Elemente von Tae-Kwon-Do und anderen Kampfkünsten bei den Tanz - Performance - Darbietungen unterstreichen den kämpferischen Charakter der südkoreanischen Arbeiter- und Gewerkschafts- Bewegung.



















