| Protest stärkt Opposition gegen den Futenma-Plan |
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| von Hana Kusumoto - www.stripes.com - www.luftpost-kl.de |
25.11.2009
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Die Bürgermeister der Städte Ginowan und Naha und Yonekichi Shinzato, ein Abgeordneter des Parlaments der Präfektur Okinawa, haben im (japanischen) Verteidigungsministerium und in der US-Botschaft eine bei der Demonstration verabschiedete Resolution übergeben; das teilten sie nach den Besuchen auf einer Pressekonferenz in Tokio mit.
Unter Berufung auf die Resolution verlangten sie die Annullierung eines 2006 geschlossenen beiderseitigen Abkommens, das eine Umgruppierung der US-Truppen in Japan vorsieht, und die sofortige Schließung der Futenma Air Station, die das US-Marine Corps mitten in der Stadt Ginowan betreibt. Gleichzeitig lehnten sie Pläne ab, die vorsehen, Einheiten und Einrichtungen von Futenma auf einen neuen Flugplatz zu verlegen, der im Camp Schwab (ebenfalls auf Okinawa) gebaut werden soll; in der Resolution wird auch der Abzug der Marines von der Insel Okinawa und sogar aus ganz Japan gefordert.
Mit der Resolution wird Premierminister Yukio Hatoyama gedrängt, sein
Versprechen zu halten und das Abkommen aus dem Jahr 2006 - wie
angekündigt - nochmals zu überprüfen; er wird auch dafür gelobt, dass er nicht schwankte oder
nachgab, als US-Verteidigungsminister
Robert Gates bei seinem Besuch darauf bestand, dass Japan die geplanten Veränderungen
umsetzen müsse. "Die neue (japanische) Regierung muss öffentlich bekennen, dass sie auf die Wünsche der Einwohner Okinawas hört und dem Druck der Vereinigten Staaten nicht nachgibt; beim Besuch des Präsidenten Obama am 13. November muss zwischen Japan und den Vereinigten erneut auf gleicher Augenhöhe verhandelt werden," heißt es in der Resolution. Die Pressekonferenz der führenden Kommunalpolitiker fand drei Tage vor Obamas erstem Besuch in Japan statt. "Wenn Premierminister Hatoyama die Beziehungen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten wirklich neu gestalten will, muss die Lösung des Okinawa-Problems der Eckpfeiler einer veränderten Beziehung werden," sagte Yoichi Iha, der Bürgermeister von Ginowan. Iha erklärte, wenn Hatoyama die mit der Vorgänger-Regierung ausgehandelten Pläne umsetze, begehe er politischen Selbstmord. Obama: Komitee soll das Futenma-Problem lösen
STARS AND
STRIPES. 15.11.09 Präsident Barack Obama erklärte, die Vereinigten Staaten und Japan müssten im Streit um die US-Militärbasen auf Okinawa, den Washington vor drei Jahren schon für beendet hielt, schnell zu einer Lösung kommen. Das wird aber nicht sofort geschehen. Noch vor der Ankunft Obamas (in Japan) hatten sich Offizielle aus Washington und Tokio darauf verständigt, dass er und (der japanische Premierminister) Hatoyama sich nicht detailliert mit dem Problem befassen könnten; das soll nach einer Mel-dung der WASHINGTON POST ein Komitee tun, das von der Außenministerin Hillary Clinton und dem japanischen Außenminister Katsuya Okada einberufen wird. Der japanische Premierminister Yukio Hatoyama hatte vorher angekündigt, dass er die Lösung der Probleme um die Futenma Air Base des Marine Corps am liebsten auf das kommende Jahr verschieben möchte. Er hatte (während des Wahlkampfs) versprochen, diesen Flugplatz auf der Insel Okinawa ganz zu schließen, während ihn die Vereinigten Staaten - wie es 2006 in einem Abkommen vereinbart worden war - an einen etwas abgelegeneren Standort auf der Insel verlegen wollen; das Abkommen sah im Rahmen einer Umgruppierung der etwa 50.000 US-Soldaten in Japan auch die Verlegung von 8.000 Marineinfanteristen auf die Insel Guam vor. Die Vereinigten Staaten haben sich bisher allen Versuchen zu einer Veränderung des ausgehandelten Abkommens widersetzt; diese Position hatte US-Verteidigungsmi nister Robert Gates bei seinem jüngsten Japan-Besuch sehr deutlich gemacht. Hatoyama erklärte jetzt, das Problem müsse schnell gelöst werden, weil es sich durch eine Verzögerung nur verschlimmern werde. Diese Bemerkung scheint darauf hinzudeuten, dass er sich der US-Position annähert. Der Streit ist entstanden, weil Hotoyama vor seiner Wahl versprochen hatte, selbstbewusster gegenüber den Vereinigten Staaten aufzutreten; deshalb hat er im August mit seiner links der Mitte angesiedelten Demokratischen Partei / DP einen erdrutschartigen Wahlsieg errungen. (Wir haben die beiden Artikel komplett übersetzt und mit Anmerkungen in Klammern und Hervorhebungen versehen.)
Seit Jahren versuchen sich die Anwohner der Futenma Air Station in einer gerichtlichen Auseinandersetzung gegen die von diesem mitten in der Stadt Ginowan gelegenen USFlugplatz ausgehende Lärm- und Schadstoffbelastung zu wehren. Über ihren Kampf ha-ben wir u.a. in folgenden LUFTPOST-Ausgaben berichtet: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_07/LP09807_030507.pdf , http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP 07/LP12207 140607.pdf , http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_07/LP13107_280607.pdf und http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP 09/LP09609 280409.pdf . Ihrem anhaltenden Widerstand ist es zu verdanken, dass der Flugplatz jetzt aus ihrer Stadt verschwinden soll. Das 2006 zwischen den Regierungen Japans und der USA vereinbarte Abkommen, diesen Flugplatz nach Camp Schwab im Norden Okinawas zu verlegen, soll nun aber auch revidiert werden. Die beiden Start- und Landebahnen des geplanten Flugplatzes wollte man in einer Meeresbucht aufschütten, die als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, weil es dort wertvolle Korallenriffe und seltene Seekühe (Dugongs) gibt. Nachdem sich Bürger der in der Nähe der US-Basis Camp Schwab liegenden Stadt Nago mit fantasievollen Aktionen gegen den Bau dieses Flugplatzes zur Wehr gesetzt haben (s. http://www.japanfocus.org/-Makishi-Yoshikazu/1819 ), peilt die neue japanische Regierung eine Zwischenlösung an. Sie hat der US-Regierung vorgeschlagen, die Marines von Funtenma zunächst auf die Kadena Air Baseumzusiedeln (s. http://www.stripes.com/article.asp? section= 1 04&article= 66150 ), die eben falls auf Okinawa liegt und von der US-Air Force betrieben wird (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Kadena Air Base ). Auch in Kadena klagen die Anwohner bereits gegen die Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität und fordern Beschränkungen des Flugbetriebs und höhere Entschädigungszahlungen. Darüber hat die LUFTPOST eben falls berichtet:
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP 07/LP02507 310107.pdf und http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_07/LP06507_180307.pdf . Der wachsende, koordinierte Widerstand der Bewohner Okinawas gegen die fortschreitende Zerstörung ihrer Insel durch das US-Militär ist bewunderswert. Der hohe Wahlsieg der Demokratischen Partei beweist, dass die Mehrheit der Japaner die "US-Beschützer" eigentlich loswerden möchte. Das Lavieren der neuen Regierung lässt allerdings vermuten, dass auch Premierminister Yukio Hatoyama die in ihn gesetzten großen Hoffnungen enttäuschen und vor den Wünschen der US-Militärs einknicken wird. Das kleine Häuflein der Friedensbewegten, das in der Bundesrepublik Deutschland gegen die völkerrechts-und verfassungswidrige Nutzung unseres Luftraums und der US-Basen in unserem Land kämpft und sich für einen Abzug aller ausländischen Truppen einsetzt, sollte sich von den japanischen Friedensfreunden ermutigen lassen. Wenn das weiche Wasser in Fluss käme, könnte es auch bei uns die härtesten Steine brechen. http://www.stripes.com/article.asp?section=104&article=66024http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_09/LP26209_251109.pdf
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Führende
Kommunalpolitiker der japanischen Insel Okinawa drängten am Dienstag Vertreter
der Regierungen der USA und Japans, Pläne zum Bau eines neuen Flugplatzes für
das US-Marine Corps auf Okinawa aufzugeben; mit einer Demonstration am Sonntag davor hatten Tausende
gegen das Vorhabern protestiert.















