| D-Day im Schanzenviertel |
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22.12.2009
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Sonntag, der 13.12.2009 war ein glorreicher Tag - für die Aufklärung und ihre Nation gewordenen Statthalter: Israel und die Vereinigten Staaten von Amerika. Rund 850 Israelsymptomatische Genossinnen und Genossen zeigten Flagge gegen die Linksnazis von NSolDAP und SAT.A.N. Nun ist kein deutschnationales Herumwinden um die Feststellung mehr möglich: Das einzig legitime Symbol der Antisemitismusbekämpfung ist das Star-Spangled Banner of Enlightenment. Amerika erledigt überall die Nazis, die noch froh sein können, dass sie es nicht mit uns zu tun bekommen: die Hitlers in Südamerika, Irak, Iran und Afghanistan werden schlussendlich an der von Genosse Rumsfeld ins Leben gerufenen antifaschistischen Aktion zu Grunde gehen. Gegen Antisemitismus! - Und alle so »Yeeahh!«
»Sie wissen das nicht, aber sie tun es«
(Marx): Israel, die USA und das Plenum der Roten Flora sind die
wirkliche Bewegung, die den jetzigen Zustand aufhebt und die
Minimalbedingungen für den Verein islamfreier Menschen freiballert, in
dem man »ohne Angst die Polizei rufen kann« (Adorno) - und gegen den Rest bomben-fest absichert. Mit Parolen wie »Antiimps, Nazipack - wir haben euch zum Kotzen satt« oder »IDF - USA - auf die Fresse - Antifa« wurde deutlich gemacht: Die Maximierung der Kritik besteht in einem - sagen wir mal - pragmatisch-minimalen Zugang zur Realität im Nahen Osten ebenso wie zum Verständnis geopolitischer Hegemonien weltweit. »Wir kapieren das nicht, aber wir tun es!« (Cosmoproletarian Solidarity) Danken möchten wir für die Anmeldung des Marschs der Gerechten hiermit noch einmal Andreas Blechschmidt, dem Sprecher der Roten Flora und großen neutralen antideutschen Vermittler, jemandem, der sich nicht durch Abwesenheit schon auf die Seite der Barbarei gestellt hat, der erkannt hat, dass young urban professionals mit stars and stripes heute die rot-weiß-und-blaue Flora repräsentieren, St. Paulis Lichtgestalt der Antisemitismuskritik, dem Heilsbringer Israels, der nun endgültig, live and uncut mit seiner palituch-umhüllten Linksnazi-Vergangenheit abgerechnet hat. Einige Genossinnen und Genossen sagten jedoch, es sei ein bisschen so gewesen, wie sie es von zu Hause kennen: In langer Vorbereitung, im ständigen Auf- und Abarbeiten am eigenen Kritikmaßstab, den Phantasien über ein bombastisches Ende erlegen, wenigstens schon im Kopfe kraftstrotzend, erfolgsgekrönt und beglückt ... sei dann am Ende, nach dem mickrigen Zulauf aus den kleinen, verschrumpelten Grüppchen, nur äußerst dürftig etwas herausgekommen - und daneben gegangen - und man bemerkte, dass man nur unter sich war und sich selbst mit dem eigenen Elaborat vollgeschmiert hatte - und andere hatten sogar noch dabei zugeschaut. Jetzt weiß man wieder, man ist allein und eigentlich war's doch nicht so geil. Das aber liegt an den anderen. Alle die nicht da waren: Antisemiten! Wer an einem Sonntag Nachmittag etwas Besseres zu tun hat, als gegen die migrantofaschistischen Braunbolschewiki von B5 und Co. gehaltvolle, an Marx und Adorno geschulte, der Frage nach der deutschen Vergangenheit kritisch entgegenschreiende Israelfahnen zu schwenken, macht sich nolens volens gemein mit dem internationalsozialistischen Mob. Wer zu Hause bleibt und liest, während Freunde Israels auf der Straße ausgelacht und gedemütigt werden, hat den ersten Rückschritt in Richtung vormoderne Barbarei schon vollzogen. Wer für das Aufgehen in der Fankurven-Volksgemeinschaft lieber dem protofaschistischen Erweckungsruf des Millerntorstadions nachzukommen gedenkt, wo es doch ein paar Meter weiter darum geht, Israel am Neuen Pferdemarkt zu verteidigen, hat den Adorno'schen Imperativ schon längst gegen den des runden Leders eingetauscht. »Ultra Sankt Pauli« ist die bengalofackeltragende Hitlerjugend der B5 - da ändern auch ein paar kritische Stimmen nichts. Wer lieber mit den Kraft-durch-Freude-Jugendverbänden der Bauwagen-Lebensreformer und Gorleben-Volksfreunde zum Klimagipfel der Holocaustrelativierer nach Kopenhagen fährt und im volksduselig-ökofaschistischen Taumel die Naturfrage aufwirft - also Heimatschutz betreiben will -, zeitigt die regressive Sehnsucht nach modriger Erde und einer vom Denken befreiten Welt. Wer zu Hause bleibt, während der gellende Judenhass der Internationalisten, Exilanten und Migrantofaschisten aus der Trutzburg gewordenen Gegenaufklärung unseren Bahamas-Freunden die Wiedergutmachung für die ihnen gezogenen Schellen versagt, ist Antizionist, also Nazi, also links. Born in the FAU Ein Gegenbeispiel zur IDF- und USA-Abstinenz der restlinken Hamburger antisemitischen Antifa bilden die Anarchosyndikalisten der FAU-IAA. Sie haben sich durch die Wogen des anarchistischen Dumpfsinns vor dem Ertrinken im linken Judenhass bewahren und auf die Insel der - jetzt sei's eingestanden - antideutschen Kritik retten können. Unseren Genossen ist durch das gleißend-helle Bewußtsein der bedingungslosen Israelsolidarität der Schatten ihrer international-proletarischen Tradition entschwunden und einem im Lichte antideutscher Aufklärung vom Kopf auf die Füße gestellten Klassenkampf gewichen, der selbstverständlich das Star-Spangled Banner für die proletarische Sache ohne Klassenbegriff hochhält. Selbiges gilt für unsere Fürsprecher in der Hamburger LINKEN, die mit den Megahits der 70er und 80er maoistischer Debattenkultur auch parteiintern zwischen sich und dem Feind einen klaren Trennungsstrich gezogen haben. »Niemand hat die Absicht, die Kritik an antideutschen Positionen mundtot zu machen.« (C. Schneider) Mao hat's gewusst: »Man kann den Krieg nur durch den Krieg abschaffen; wer die Zensur von Linken nicht will, der muß zur Zensur von Linken greifen.« Der beständige Verweis darauf, dass man in der Debatte ja inhaltlich außen vor stehe und nur die Form der Auseinandersetzung kritisiere hat uns ebenfalls große Dienste erwiesen! In Sachen partikularer Neutralität kann sich der Lehrling Blechschmidt bei den Meistern aus dem linksparteilichen Betrieb noch eine gehörige Scheibe abschneiden. Basisanalitäten - Das Unbehagen in der Szene Das größte Dankwort gilt natürlich uns selbst. Ohne das diagnostische Know-How, die saubere psychopathologische Recherche und Akribie bei der Suche nach dem Judenhass an allen linken Strassenecken wäre der antiimperialistische Nationalsozialismus nicht derart bloßgestellt worden. »Kein Antisemit, dem es nicht im Blute läge, nachzuahmen, was ihm Jude heißt«, schreiben Horkheimer und Adorno in der »Dialektik der Aufklärung«. Die B5-Nazis schmücken sich zwar nicht mit Israelfahnen und Militäraccessoires der »Israel Defense Forces«, geben sich selbst keine jüdischen Pseudonyme, reden nicht den ganzen Tag von Israel und Juden und wähnen nicht überall dort, wo sie selbst kritisiert werden, eigentliche Judenaversion - aber sie spielen für ihr Leben gerne »israelischer Checkpoint«. Ach, es ist wie stets, wenn diese Leute sich ausdrücken wollen: Aufgehalten werden an israelischen Checkpoints üblicherweise Palästinenser. Am 25.10. aber waren wir es, zufällig Zusammengekommene, dem ganz persönlichen Geschmack Gefolgte, ganz harmlose Burschen, in denen die Linksnazis das unbewußt gehaßte Objekt wähnten. Freunde wurden von durchs offene Ressentiment erheiterten und geschmacklos witzelnden Volxgenossen unter Ansagen wie: »Hey, du bist doch Araber, du kommst hier nicht rein« (1) wieder nach Hause geschickt - rassistische Verachtung, in der sich das wahre Gesicht der Palästina-Bambi-Moral zeigt. Gleichzeitig war es aber eine verspätete Aktion der SA. Wer den Wiederspruch: Nachahmung des gehassten Objekts vs. wahnhafte Verwechslung von Juden mit Antideutschen vs. Verachtung der vorgeblich Beschützten nicht versteht, hat einfach keine Ahnung von Psychoanlayse, ist Antisemit, darf aber gern nochmal Andreas Benl von der Hamburger Studienbibliothek fragen. Ferner gilt: Die B5-Hamas-Nazis verleugnen beständig die Distanz zum Objekt des Hasses - und rücken stattdessen Israel so dicht an sich heran, dass sie den »Zionisten« schließlich in ihrem Hinterhof entgegentreten können (2). Was der Antizionist, mit anderen Worten, beständig tun muss, ist, sein leeres und nichtiges Ich so aufzuplustern und aufzublasen, bis es von Hamburg direkt nach Haifa reicht. Er sieht nicht, dass wir gerade versucht haben, die SA in der Hamburger Linken politisch zu isolieren und dass unsere communistische Kritik erst der Treibstoff ist, der die Merkavas Richtung befreite Gesellschaft rollen lässt. Wer kein leeres und nichtiges Ich hat, hätte am 13.12. Israel gegen die B5-Schutzstaffel verteidigen, ihr den bodenständig-antineurotischen Gehalt der Amerikafahne in Erstemesterhand beibringen und zeigen sollen, mit welchem Credo psychische Gesundheit allein sich auszudrücken vermag: »Wir tragen Gucci - wir tragen Prada - Tod der Intifada!« (3) ...und alle Fragen offen. Liebe Musels und Ummasozialisten, vergesst nicht - wir haben sie: Die lange antideutsche Kanone, unsere Selbstschussanlage »Israel«, die immer dann anspringt, wenn sich die Frage »Was ist mit der Vergangenheit?« unzumutbarerweise auf dem Gebiet der »anti-« deutschen Psyche zutritt verschaffen will. Sie schießt communistische Salven der Kritik auf die Palästinenser, die uns Deutschen die verlängerte Geschichte von Auschwitz nicht vergeben wollen. Wir bedanken uns für ein paar Wochen Ruhm und das Gefühl, auf einer Welle von Empörung und Aufmerksamkeit durch die Feuilletons von links bis rechts surfen zu können - und sagen: Bis zur nächsten Mal, wenn wir uns wieder unser wohlverdientes Backengewitter fangen und international klarstellen müssen: Gemeint waren die Juden - wie immer!
BÜNDNIS GEGEN HAMBURGER UNZUMUTBARKEITEN 1) Stimmt wirklich, war lustig, haben wir aber nicht verstanden.2) Natürlich handelt es sich dabei gar nicht um Zionisten! Siehe z.B.: http://www.prozion.de/ oder http://www.prozionnrw.wordpress.com/ 3) Leider keine Satire. Am 13.12. wurde diese Parole von Leipzigern, Hamburgern und Nordrheinwestphalen skandiert. http://b-g-h-u.blog.de/2009/12/22/d-day-schanzenviertel-7621295/
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| Letzte Aktualisierung ( 22.12.2009 ) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die
B5 hat Hamburgs Antideutschen im Stande ihrer Unterlegenheit einen
neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen: Denken und Handeln so
einzurichten, daß die Blockade unserer Veranstaltungen nicht sich
wiederhole, nichts Ähnliches geschehe.«



















