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Eisenbahngewerkschaft Doro - Chiba ruft zum Kampf PDF Drucken E-Mail
von Bartholomaus Ibrahim Bronsteyn    01.02.2010 - bisherige Aufrufe: 761

Doro-Chiba Versammlung 2.Januar 2010Abbau der Stammbelegschaften der Großbetriebe, Verramschen öffentlicher Dienstleistungen von der Medizin bis zur Eisenbahn, Aufteilen komplexer Industrie- und Dienstleistungsorganisationen in hunderte von Kontraktoren und Subkontraktoren (jede von ihnen mehr oder weniger große Zitronen, die zu Lasten ihrer Beschäftigten vom jeweiligen Kapital ausgepresst werden), dramatischer Zerfall der Produkt- und Servicequalität  zugunsten des Prinzips des sozialdarwinistischen Prinzips des „Überlebens des Fittesten" (in der Praxis Überleben der Skrupellosesten und Rücksichtslosesten in Sachen Ausbeutung der Mitmenschen) - das ist mitnichten ein Wahn des vergangenen 19. Jahrhunderts, das ist die Realität für uns alle, weltweit.

Auch im in deutschen Landen bisweilen als Musterland disziplinierten Arbeitervolkes gepriesenen Japan trifft die neoliberale Offensive mit harten Schlägen eben genau die Arbeiterschaft, deren hohes Berufsethos Legende ist: die japanischen Eisenbahner.

Für den Februar ruft die traditionsreiche und kämpferische Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba gemeinsam mit anderen Zusammenschlüssen kämpferischer Gewerkschafter zu Kampfmaßnahmen gegen die neoliberale Offensive auf. (Wir berichteten mehrere Male).

Doro-Chiba-Versammlung am 2.Januar 2010Vor 23 Jahren wurde die JNR (Japan National Railway) in die 7 Teilgesellschaften (JR-Companies) geteilt und diese 7 Gesellschaften werden nach einem Plan dieser JR-Companies  nun (von April dieses Jahres an) in mehr als hunderte „subcontractors" und „sub-subcontractors" aufgeteilt.

Es geht es um ein Gesamt - Outsoucing von Streckenkontrolle, Inspektion und Wartung.

Unsere japanischen Kontakte teilten uns mit:

Die Zeit eines Entscheidungs - Kampfes ist gekommen! Wenn Doro-Chiba in diesem Kampf verliert, wird sie wesentlich geschwächt. Aber wenn Doro- Chiba diese reaktionäre und verzweifelte Offensive des Staates stoppen kann, wird sie sich vergrössern und ihr Einfluss bedeutendermassen japan-weit grösser werden. Wir sehen Krise und Chance gleichzeitig.

 

 


Lasst uns der Arbeitslosigkeit entgegentreten und eine Gegenoffensive der Arbeit beginnen!
Die Zukunft aller Arbeiter hängt vom Kampf um die Wiedereinstellung der 1047 entlassenen Arbeitern der Nationalen Eisenbahn ab!

Wir führen im Februar die 13. nationale Arbeiterkampagne für die Rücknahme der Entlassung von 1047 Arbeitern der Nationalen Eisenbahn gegen das Outsourcing von Inspektion, Reparatur und Streckenkontrolle. Schließt euch uns an!

Diskriminierung am Arbeitsplatz letztlich enthüllt

Am 16. Februar 1987 kündigte die JNR (Japan National Railways) an, dass 7628 Eissenbahnarbeiter nicht in die neuen Companies übernommen werden sollten, den privatisierten Eisenbahnunternehmen. Es war eine flagrant ungerechte Arbeitspraxis des Ausschlusses von genau solchen Arbeitern, die zu Gewerkschaften gehören, die gegen die Aufteilung und Privatisierung der Nationalen Eisenbahn opponierten. (Anm. der Redaktion: In Japan gibt es in vielen Bereichen mehrere Gewerkschaftsverbände und insgesamt auch verschiedene Dachverbände. Das hier angewendete Verfahren nennt man auch „Union Bashing", d.h. gezielte Zerschlagung von renitenten Gewerkschaften). 1047 Arbeiter von diesen, die Ziel dieser Attacke waren, kämpfen seitdem konstant für die Rücknahme der Entlassungen und für die Wiedereinstellung bis heute.
23 Jahre nach alldem wurde nun die ganze geheime Geschichte dieser unfairen Arbeitspraxis letztlich enthüllt. Letztes Jahr am 16. Dezember machte ein früheres Führungsmitglied der JNR das Geständnis, dass die Liste der betreffenden Beschäftigten der privatisierten neuen JR Companies in der Periode von Ende Januar bis Anfang Februa noch die Namen von 12 Eisenbahnarbeitern enthielt, die zu Doro-Chiba gehörten (Anm. der Redaktion: Doro-Chiba ist eine sehr traditionsreiche regionale Lokführergewerkschaft, die vehement gegen die Aufteilung und Privatisierung der Japanischen Staatsbahn eintrat). Es sollte hier daran erinnert werden, dass am 7.Februar 1987 ein „Establishment Commitee" von JR letztlich über die Liste der „neuen Beschäftigten" entschied. Das heisst, das in einem kurzen Moment von wenigen Tagen diese 12 der Doro-Chiba angehörenden Eisenbahnarbeiter abrupt von der Kandidatenliste gestrichen wurden, und zwar unter Leitung von KASAI, dem damaligen Vizechef des Personalbüros von JNR, dem heutigen Präsidenten von JR-Tokai.

Was ereignet sich momentan und aktuell auf der Szene der Japan National Railway? Da gab es einen Personalabbau der neuen JR Companien in Honshu (Japans Hauptinsel), weil eine sehr grosse Anzahl von nationalen Eisenbahnarbeitern „freiwillig" ihren Arbeitsplatz preisgaben, unter dem Druck ernster diskriminierender Selektion der Kandidaten mit dem Ziel des „Union busting".

Angesichts dieser alarmierenden Entwicklung traf JNR die Entscheidung, dass alle JNR-Beschäftigten in die neuen JR Companies übernommen werden sollten, seit bekannt geworden war, dass die festgesetzte Anzahl (von Beschäftigten), wie sie vom Kabinett entschieden worden war, nicht erfüllt werden konnte.

Dies wurde in einer dringenden Pressekonferenz öffentlich gemacht.

What was actually happening on the scene of Japan National Railway at that moment? There was a shortage of personnel for the new JR companies in Honshu (Japan mainland) because a large number of national railway workers "voluntarily" left the job under the pressure of severe discriminative selection of candidates for new companies with the aim of union busting. In face of this alarming development, the JNR once made a decision that all the JNR employees were to be hired in the new JR companies since it had become obvious that the fixed numbers of the new employees decided by the cabinet meeting could not be filled. It was made public in an urgent press conference.

Diese unerwartete Entwicklung schockierte Tetsudo-Roren (die Föderation der Eisenbahngewerkschaften), die Vorläufergewerkschaft der heutigen JR-Soren (Japan Confederation of Railway Workers Unions, JRU) hatte gegenüber der Offensive der Privatisierung aufgegeben um des eigenen Überlebens willen und hatte eine aktive und gewalttätige Rolle als Instrument des JNR Managements bei der Austreibung von 200000 nationaler Eisenbahnarbeiter aus ihren Jobs gespielt.

Die Führung von Tetsudo-Roren beschwor das JNR Management und die Regierung vehement, diese Entscheidung zu überdenken. Auf der Zusammenkunft von Tetsudo-Roren wurde eine ausserordentliche Resolution verabschiedet, die erklärte, dass es niemals eine neue Politik vereinbart gewesen wäre alle Beschäftigten zu übernehmen, und forderte, dass „Aktivisten von Doro-Chiba und Kokuro (National Railway Workers' Union, NRU) ausgeschlossen sein müssen von den neuen JR-Companien".

Die Diskriminierung bei der Beschäftigung durch die JR Companien war eine also unfaire Arbeitspraxis, ausgeführt durch die Komplizenschaft zwischen JR Management und JR-Soren. Es ist nun bewiesen, dass Teilung und Privatisierung der JNR / Japan National Railways eine Serie der jüngsten kapitalistischen Offensiven eröffnete, die die fürchterliche Situation von heute geschaffen hat, in der mehr als zehn Millionen Arbeiter in irreguläre Beschäftigungen geworfen wurden und Armut sich ausbreitet. Jetzt wurde letztlich aufgedeckt, bezüglich der diskriminierenden Beschäftigungspolitik der JR-Comapnies, wer die Hauptakteure waren was hinter den Kulissen sich abspielte und wie sich die ganze Geschichte entwickelte.

Jetzt ist die Zeit eine Gegenoffensive der Arbeit zu beginnen. Die Zukunft aller Arbeiter hängt vom Kampf für die Wiedereinstellung der entlassenen 1047 nationalen Eisenbahnarbeiter ab. Wir sind diametral im Widerspruch zur defätistischen Linie der „vier Parteien und vier Organisationen" der Aufgabe der Forderung der Rücknahme der Entlassungen und der Bitte an politische Parteien wie der Liberal-Demokratischen Partei und Dmokratischen Partei um „humanitäre Lösungen". Wir stehen fest dafür, aufzustehen zum kompromisslosen Kampf.

Stopp dem Outsourcing! Kein weiteres Amagasaki Eisenbahnunglück mehr!

JR-East Company is intent on waging total outsourcing of the inspection and repair work of trains from April 1st. In many workplaces, maintenance works of tracks and other installations have already been totally outsourced and station personnel and conductors have been replaced by irregularly employed workers who are low paid and have no right. As a result, severely damaged tracks are left without being repaired and defects in cars are frequently discovered.

Die Outsourcing Offensive ist exakt die "zweite Version der Teilung und Privatisiserung der JNR".

Vor 23 Jahren wurde JNR in sieben Japan Railway - Unternehmen aufgeteilt und nun werden diese sieben Companies geteilt in mehr als hundert Subkontraktoren und Sub-Sub-Kontraktoren. Wenn es in dieser Weise weiter geht, wird die Sicherheit völlig kollabieren und ein neues Amagasaki oder Uetsu Eisenbahnunglück werden unvermeidbar sein.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten alle Korporationen und Unternehmen folgten so dem Weg der absoluten Priorität auf das Prinzip der gnadenlosen Konkurrenz. Was das gebracht hat ist Zerstörung der Beschäftigung, Schläge gegen die verplanten Arbeiter, eine wachsende Anzahl von „working poor", sich ausbreitender Armut, Abbau von Erziehung, medizinischer und sozialer Sicherheitssysteme. Die Struktur der gesamten Gesellschaft ist im Begriff zusammenzubrechen. Es war die Teilung und Privatisierung des JNR die alle diese Entwicklungen begann. Und nun ist die JR-Ost Company im Begriff essentielle Arbeiten outzusourcen und Operationen zum Wohl des Profits und zum Nachteil der Sicherheit der Eisenbahn vorzunehmen. So werden zahlreiche Arbeiter in irreguläre Beschäftigungen gestossen.

Die meisten Gewerkschaften haben sich hilflos dieser Offensive ergeben und sind degeneriert zu Instrumenten, um die Arbeiter zu zwingen irreguläre Beschäftigungen zu akzeptieren. Wir müssen dringend das stoppen. Die Zukunft aller Arbeiter steht auf dem Spiel. Wir sind dazu bestimmt einen Kampf gegen Rationalisierung, für die Sicherheit der Eisenbahn und für die Wiederbelebung der militanten Arbeiterbewegung.

Nieder mit der Demokratischen Partei und der Rengo Administration

Die globale Wirtschaftskrise rast überall in der Welt. Die Arbeiter werden mit einer fürchterlichen kapitalistischen kapitalistischen Offensive konfrontiert. Die Demokratische Partei - Rengo - Regierung beabsichtigt Verfassungsrevisionen, eine Privatisierungsoffensive und die Zerstörung der Beschäftigung durchzuführen. Diese Attacke ist fokussiert auf die Arbeiter im öffentlichen Dienst. Durch die Einführung des Doshu-sei (Anm. der Redaktion: Wider Area Local Government System, eine Art „Strukturreform", die das relativ dezentrale Prefekturensystem durch Bundesländer abschaffen soll) werden 3,6 Millionen Arbeiter im öffentlichen Dienst freigesetzt. Die Implementierung des Gesetzes über ein Referendum zur Verfassungsrevision kommenden Mai wird die Bewegung zur Verfassungsänderung anstossen (Anm. der Redaktion: insbesondere wollen die neoliberalen Parteien die Verfassungsparagraphen streichen, die Japan den Verzicht auf eine Armee auferlegt).

Die Regierung von DPJ und Rengo verfolgt eine Politik der Bildung einer Ostasiatischen Staatengemeinschaft zugunsten des Überlebens des japanischen Imperialismus und unternimmt einen entschiedenen Kurs für eine große Militärmacht, welche einen unvermeidlichen Zusammenstoss mit US-Interessen verursachen wird.

So hat sich der grundlegende Charakter dieser Regierung, die die Verfassungsrevision proklamiert, nach und nach herausgestellt.

Die Gegenoffensive der Arbeiter hat bereits begonnen: 525 Arbeiter, die mit dem Angriff der Sozialversicherungsagentur konfrontiert sind, anläßlich ihrer Privatisierung eintausend Beschäftigte zu entlassen, erheben sich zum Kampf gegen diesen Angriff, lehnen alle Versetzungen unter entwürdigenden Bedingungen ab.

Die Genossen von Doro-Mito (eine Schwestergewerkschaft von Doro-Chiba) haben einen Sieg errungen vor dem Obersten Gerichtshof in ihrem Kampf für die Wiedereinstellung und die Rückgewinnung der Steuerung in ihre Hände nach 23 Jahren (Anmerkung der Redaktion: gemeint ist wohl die Rückkehr in die Führerhäuser der Triebwagen). Die dissidenten nationalen Eisenbahnarbeiter (Anmerkung der Redaktion: gemeint sind die 1047 um ihre Wiedereinstellung kämpfenden Ex-JR-Angestellten), oder die Verteidiger der in Sachen „Ausserordentliche Konferenz von Kukuro 27. Mai" waren erfolgreich dabei, den verzweifelten Versuch zurückzuweisen sie durch die Anwendung des Law Concerning Punishment of Physical Violence and Others zu bestrafen (für ihre Aktivitäten in Kritik an der Politik der Kokuro - Führung, den Kampf um die Wiedereinstellung der 1047 entlassenen Bahnarbeiter aufzugeben).

Unser Kampf entwickelt sich über nationale Grenzen hinweg und internationale Solidarität hat sich entwickelt mit koreanischen, brasilianischen, deutschen, türkischen und philippinischen Arbeitern.

Bei uns zu Hause erheben sich zornige Stimmen in Sanrizuka und Okinawa.

* Rücknahme der Entlassung der 1047 nationalen Eisenbahnarbeiter!

* Absolutes Nein zum Outsourcing der Arbeit! Niemals darf ein weiteres Amagasaki Eisenbahnunglück erlaubt werden!

* Aufhebung des Worker Dispatch Gesetzes! Gewinnen wir die Arbeiter-Früjahrsoffensive 2010!

* Schlagt die Hatoyama Regierung mit ihrem Plan einer Verfassungsrevision durch die Macht der nationalen Eisenbahnarbeiter, der Sanrizuka Bauern und dem Volk von Okinawa!

* Erhebt eure zornigen Stimmen und wiederbelebt die militanten Gewerkschaften jetzt!

* Regulär (fest) angestellte Arbeiter, irreguläre Arbeiter und Zeitarbeiter, vereinigt euch!

Wir rufen alle auf sich uns zur 13. nationalen Februar-Arbeiterkampagne anzuschliessen! Bitte unterstützt unsere Initiative und kommt zusammen.

Unterstützer:

  • Doro-Chiba
  • Doro-Mito
  • Solidaritätsunion der Kraftwerksarbeiter von Takasaki
  • Westjapanische Union der Kraftwerksarbeiter
  • Doro-Chiba Unterstützungskomitee

------------------------

13.Februar - Arbeiterkampagne/Kundgebung

Beginn: 13. Februar 13:00

Ort: Treppenabgang Yoyogi Park B Section, Tokyo

(Protestdemonstration nach der Kundgebung vor dem Hauptquartier von JR-Ost)


 Doro – Chiba nimmt seine Aufgabe, internationale Solidarität kämpferischer Gewerkschaftler zu schaffen, sehr ernst und gehört zu den Mitveranstaltern der aljährlichen Internationalen Arbeiterversammlung jeweils am 1.Novemver in Tokio.
Die Kollegen von Doro-Chiba sind sehr an Kontakten zu Gewerkschaftern in Deutschland interessiert, etwa zu Aktiven bei der GDL oder bei Transnet.

Webseite von Doro-Chiba: www.doro-chiba.org
Englischer Blog von Doro-Chiba: http://www.doro-chiba.org/english/english.htm
Mailadresse von Doro-Chiba: doro-chiba[at]doro-chiba.org

Es gibt eine ausführliche englischsprachige Broschüre zur Geschichte von Doro-Chiba, mit zahlreichen Hintergrundmaterialien zur japanischen Arbeiterbewegung seit dem Ende des 2. Weltkrieges.
Railway struggle against Privatization – history of Doro-Chiba and Japanese Labor Movement.

Zu bestellen über


Workers Education Center
DC-Kaikan, Doro-Chiba Union Hall
2-8 Kaname-cho, Chuo-ku
Chiba-City
Japan
FAX 043-224-7197
Doro-chiba[at]doro-chiba.org

 


Videos

Film über den Streik von Doro-Chiba gegen die Privatisierung der japanischen Staatsbahnen

Demo von Doro Chiba 2007 zur Situation der Zeitarbeiter in Japan

Videos zur von Doro-Chiba und anderen kämpferischen Gewerkschaftsverbänden durchgeführten Arbeiterversammlung am 1.11.2009 in Tokio

Video von B. Bronsteyn
Video von Zenshinsokuhou

 


 

[*1] Am 1. April 1987 wurde 7628 Eisenbahnern der damalieb Japanischen Staatsbahn (JNR) angekündigt, nicht in die neuen JR Companien (privater Natur, aber noch in staatlichem Besitz) übernommen zu werden. Meist waren das Beschäftigte aus Hokkaido und Kyushu. Ihnen wurde mitgeteilt, dass Ihnen bis März 1990 Gelegenheit zum (lokal verstanden) Arbeitsplatzwechsel gegeben werde. Tausend dieser Arbeiter erhoben sich in einem Kampf, in dem sie die Rücknahme ihrer Entlassungen und Wiedereinstellung in ihren ursprünglichen Arbeitsplätzen forderten. Doro-Chiba kämpfte in einem 84-Stunden-Streik im März 1990. Am 1. April 1990 entliess die JNR Settlement Corporation 1047 nationale Eisenbahnarbeiter, die temporär dort "eingestellt" worden waren. Das stiess den Kampf der 1047 Arbeiter an. Der Kampf der 1047 entlassenen nationalen Eisenbahnarbeitern ist der größte Kampf gegen Entlassungen in der Nachkriegsära der japanischen Arbeiterbewegung, der sich der Offensive der Teilung und Privatisierung der Staatsbahn in der aktuellen Situation entgegenstellt.

 


Fotostrecke: Die Privatisierung der japanischen Staatsbahnen ist seit den spektakulären Eisenbahn-Katastrophen von Amagasaki und Uetsu gründlich diskreditiert. Nicht nur, dass das allgemeine Service-Niveau der Eisenbahngesellschaften sich empfindlich absenkte, Arbeitshetze und Outsourcing höhlen - wie diese Ereignisse beweisen - auch die essentielle Sicherheit der Eisenbahnen aus.

 

Eisenbahnunglück von Amagasaki 2005

Amagasaki

Amagasaki 2005

Amagasaki

Uetsu

Uetsu

Uetsu

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