| Guantanamo US-Unteroffizier: Morde an Gefangenen als Selbstmorde vertuscht |
|
|
|
|
03.02.2010
- bisherige Aufrufe: 1228 |
|||||||
|
Die im Alpha Block (speziell für wichtige und renitente Gefangene vorbehalten) festgehaltenen Gefangenen Salah Ahmed Al-Salami (37) aus dem Jemen, Mani Shaman Al-Utaybi (30) und Yasser Talal Al-Zahrani (22 aber seit seinem 17 Lebensjahr im Lager gefangen) beide aus Saudi Arabien, hatten einen Hungerstreik gegen ihre Haftbedingungen geführt. Am späten Abend des 9.6.2006 starben sie eines plötzlichen und gewaltsamen Todes. Der Lagerkommandant Harry Harris deklarierte diese Morde schnell zu Selbstmorden, um sie zu vertuschen. Ganz zynisch sagte er: "Ich glaube nicht, dass sie sich aus Verzweiflung das Leben genommen haben. Dies war ein Akt der asymmetrischen Kriegsführung gegen uns." Journalisten und Anwälte glaubten diesen Aussagen. Nur die Angehörigen bezweifelten diese Version. In einem lange zurückgehaltenen 1700-seitigen Bericht kommt die Kriminalinspektion der Navy, das "U.S. Naval Criminal Investigative Service" zu einem anderen Ergebnis. Hätten die Toten sich selbst getötet, dann hätte der Verlauf der vermeintlichen Selbstmorde wie folgt vonstatten gehen müssen: die in Einzelhaft gehaltenen Gefangenen hätten sich selbst die Hände gefesselt, teilweise auch die Füße, danach Stoffreste und Lappen in den Schlund gewürgt und wären dann auf das Spülbecken geklettert. Dort hätten sie dann ihren Kopf durch eine vorgefertigte Schlinge gezogen und wären vom Spülbecken gesprungen und wären erdrosselt. Die Navy-Inspektoren gehen davon aus, dass dies den in Einzelzellen inhaftierten nicht möglich gewesen sei und gehen von Mord aus. Der zu der Zeit in Guantanamo stationierte Army Staff Sergeant Joseph Hickman sowie vier weitere US-Soldaten berichten nun von einem der Weltöffentlichkeit bisher unbekannten "schwarzen Lager" auf Guantanamo. Hickman geht davon aus, dass im Sommer 2006 etwa 80 Menschen dort festgehalten wurden. Am Abend der Morde beobachtete Sgt. Hickman ungewöhnliche Gefangenentransporte hin und zurück aus dem geheimgehaltenen Lager (bei den Soldaten auf Guantanamo wird es "Camp No" genannt.) und aufgeregtes Treiben im Camp Delta, berichtet er dem Harper's Magazine. Er berichtet weiter, dass eine Unteroffizierin ihm und einem Mitsoldaten Penvose berichtete, dass drei Gefangene gestorben sind, weil man ihnen Lumpen in den Schlund gedrängt hat. Später am Abend des 9.6.2006, genau um 23.45 Uhr wurden dann die drei toten "Selbstmörder" in ihren Zellen aufgefunden. Ist das "schwarze Camp, Camp No" auf Guantanamo und die offensichtlich dort stattfinden kriminellen und unwürdigen Verbrechen und Morde einer der Gründe, weshalb Präsident Obama das Lager bis jetzt noch nicht aufgelöst hat? Obamas Versprechen scheinen nur kosmetischer Natur zu sein. Wird die bürgerliche Presse über diese Mordfälle berichten? Werden die Morde an Salah Ahmed Al-Salami, Mani Shaman Al-Utaybi und Yasser Talal Al-Zahrani gesühnt werden und der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden? Hier der komplette Artikel von Harpers auf Englisch: The Guantánamo "Suicides": A Camp Delta sergeant blows the whistle Weiterer Artikel von Socialist Worker USA: Murder at Guantánamo Bay?
Powered by !JoomlaComment 3.26
3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved." |
|||||||
| Letzte Aktualisierung ( 03.02.2010 ) | |||||||
| < Zurück | Weiter > |
|---|
































Das renommierte US-Journal Harpers berichtet von einem brisanten Skandal aus dem völkerrechtswiderigen US-Straflager Guantanamo. Berichten einer US-Navy Investigation zufolge wurde der Mord an drei Gefangenen im Lager als Selbstmord vertuscht. Zudem berichten US-Soldaten von einem, der Weltöffentlichkeit bisher vorborgenen "schwarzen Lager" auf Guantanamo.



















