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Westliche Werte: Frauenmärkte in Afghanistan PDF Drucken E-Mail
von Eugen Hardt    07.02.2010 - bisherige Aufrufe: 1366

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shinwarikollaborateure.jpgBesatzer kaufen Stammesältesten für 2 Mio $ ein

Seit Jahren wird der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan mit humanitären Zielen begründet. Es heißt, man wolle die „Demokratie" einführen, für „westliche Werte" streiten sowie insbesondere für die Befreiung der afghanischen Frauen kämpfen.

Hier nun ein Blick auf die Realität: In der Stadt Shinwar in der Nähe der pakistanischen Grenze im Osten Afghanistans, gibt es zwei Märkte namens Shadal und Pikheh. Zwei von zahllosen im Lande, doch hier gibt es eine besondere Ware zu kaufen: Frauen.

Wie die „Afghanistan Independent Human Rights Commission" meldet, werden auf diesen Märkten Frauen zum Kauf angeboten, teilweise mit ihren Kindern. Eine Frau wurde fünfmal hintereinander weiterverkauft und landete am Ende bei ihrem ursprünglichen Besitzer, der sie dann umbrachte.

Diese Frauen werden von ihren Käufern eingesperrt, nach Belieben vergewaltigt und dann weiterverkauft in andere Landesteile.

Auch im Einsatzbereich der Bundeswehr kidnappen Warlords, auf die unsere humanitären Krieger ihre Macht stützen und die sie finanzieren, Töchter von Bauern, die sie dann auf den Märkten verkaufen: http://www.youtube.com/watch?v=-15gkcxBhQM

Aber auch aus purer Armut heraus sehen sich viele Familien zum Verkauf ihrer Töchter gezwungen. „Für neun Schafe habe ich meine Tochter abgegeben" erklärte Nazir Ahmad, ein verschuldeter Bauer.

Kauf von korruptem Stammesführer


Aber unter der Herrschaft des Westens sind nicht nur Frauen gegen Geld zu erhalten. Shinwari ist die Hauptstadt des Shinwaristammes. Hier versuchen die imperialistischen Besatzer ihre bereits im Irak erfolgreich angewandte Strategie umzusetzen, Stammesführer mit hohen Summen einzukaufen, damit sie gegen die „Taliban" kämpfen.

In der letzten Woche ließ´sich der Stammesälteste Hajji Malik Osman auf einen Deal mit den Besatzern ein, der vorsieht, die Widerstandskämpfer aus sechs Bezirken der Provinz Nangarhar zu vertreiben. „Jeder der einen Taliban unterstützt muss 10500 $ zahlen und wir werden sein Haus niederbrennen" sagte Osman. Dafür erhält Osman 1,2 Millionen Dollar von dem USA, die nun versuchen wollen, weitere Stammesführer zur Kollaboration zu bestechen. „Die Koalition wird ihm in den nächsten Tagen 200.000 $ geben" sagte der Provinzgouverneur Ahmad Zia Abdulzai. „Auf längere Sicht wird er 2 Millionen  erhalten, wenn der die Kabuler Regierung unterstützt".

Es handelt sich um einen seltenen Erfolg, der erzielt wurde wegen eines länger währenden Streits zwischen den Taliban und Osman. Diese verlangten die Auslieferung seines Sohnes, weil dieser sich der Kabuler Marionettenarmee angeschlossen hatte.

In der Vergangenheit wurden kollaborierende Stammesführer zu bevorzugten Zielen der Widerstandskämpfer. Diese stützen sich auf die verarmte Bevölkerung, deren Bindung an die überkommenen Stammesstrukturen erodiert ist. Die Kabuler Regierung versucht seit Jahren, sich auf Stammesführer zu stützen, denen man im Gegenzug den Anbau von Mohn und die Ausübung einer kriminellen Herrschaft gestattet, wozu auch der Handel mit den Frauen der armen Bauern gehört.

Auf diese Weise führt die Besatzung der NATO zur Herrschaft reaktionärster krimineller Warlords, die unter dem Banner des Kampfes für Demokratie und Menschenrechte ganz offen Rauschgift- und Menschenhandel in großem Stil betreiben. Daran gemessen erscheinen der Bevölkerung die frauenfeindlichen Zustände unter der Herrschaft der Taliban geradezu als fortschrittlich.






 

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