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Hartz-IV-Bevölkerung als neue Unterschichtenrasse erkannt PDF Drucken E-Mail
von Werner Schulten - www.bag-hartz-iv.de    19.03.2010 - bisherige Aufrufe: 1711

faz untermenschen.jpgFaschistischer Artikel eines Universitätsprofessors in der FAZ

Der Soziologe und Ökonom Professor Dr. Dr. Gunnar Heinsohn lehrt seit 1984 an der Universität Bremen. Bereits in der Vergangenheit hatte er mit Aufsätzen und anderen Pamphleten uns glauben machen wollen, es hätte nie Ideen von Humanität und keinen Humanismus gegeben, sondern wir müssten den Fortbestand unserer Spezies durch Auslese sichern, die bei Farnen und Moosen funktioniert.

Aber was er mit seinem Gastartikel in der FAZ erbrochen hat, ist das faschistischste und rassistischste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe.

http://www.faz.net/s/Rub0B44038177824280BB9F799BC91030B0/Doc~E0AC5A2CD5A6A481EABE50FAE2
AEBA30B~ATpl~Ecommon~Scontent.html


Sein nicht neuer Vorschlag, die Sozialhilfe auf fünf Jahre zu begrenzen, also quasi in unserer Verfassung manifestierte Grundrechte umzuwandeln in Sprengstoffgürtel mit Langzeitzündern, ist hierbei noch einer der kleineren Fehltritte dieses Ignoranten.

Viel schlimmer sind seine gesamten Ausführungen und Schlussfolgerungen zu „Niedrigleistern aus dem Ausland" und deren „Nachwuchs, der die Bildungsschwäche weiterschleppt." Aber es kommt noch dicker. Dieser ganze Artikel hätte aus der Zeit des glorreichen Tausendjährigen Reiches stammen können als Werbung für den Lebensborn, hätte der Autor nicht eine neue Rasse ausgemacht. Das haben selbst die Nazis nicht geschafft.
Er spricht von einer „Hartz-IV-Bevölkerung" als eigene Rasse, deren Nachkommen „nicht in eine Hightech-Gesellschaft mit ihren hohen Qualitätsanforderungen passen." So beschreibt er das Schreckensszenario eines unkontrollierten Wachstums dieser niederen Rasse wie folgt: „Eine demographische Zukunft haben nur die Bildungsfernen. So besteht im Februar 2010 die Hartz-IV-Bevölkerung von 6,53 Millionen Menschen zu 26 Prozent aus Kindern unter 15 Jahren (1,7 Millionen). Im leistenden Bevölkerungsteil von 58 Millionen Bürgern unter 65 Jahren dagegen gibt es nur 16 Prozent Kinder (9,5 Millionen). Doch selbst der 26-Prozent-Kinderanteil in Hartz IV ist nur ein Anfang. Er wird weiter wachsen, weil er bei den Kleinsten schon sehr viel höher liegt. So hatte Bremerhaven vergangenes Jahr zwar „nur" 33 Prozent der Kinder von 7 bis 15 Jahren auf Hartz IV. Bei den 0- bis 3-Jährigen aber waren es 45 Prozent."

Bildungsferne liegt also nach seiner Meinung nicht am fehlenden Zugang zu Bildung, sondern an den genetischen Voraussetzungen dieser Rasse. Aber nicht nur Bildungsunfähigkeit, sondern auch kriminelle Veranlagung sind unverwechselbare Merkmale, wie der Vertreter der guten nordischen Rasse messerscharf schlussfolgert:

„Die Zahl der ausschließlich von Sozialhilfe lebenden Kinder unter 15 Jahren sprang von rund 130.000 im Jahre 1965 (nur Westdeutschland) über 630.000 im Jahre 1991 auf 1,7 Millionen im Februar 2010. Nicht nur 10 Prozent aller Babys wie damals in Amerika, sondern schon 20 Prozent werden mit Steuergeld finanziert. Während deutsche Frauen außerhalb von Hartz IV im Durchschnitt nur ein Kind haben und leistungsstarke Migrantinnen sich diesem Reproduktionsmuster nähern, vermehrt sich die vom Sozialstaat unterstützte Unterschicht stärker - mit allen Folgeproblemen. So sind in der Hartz-IV-Musterkommune Bremerhaven die Jungen in Sozialhilfe mit einem Anteil von rund 40 Prozent an der männlichen Jugend für mehr als 90 Prozent der Gewaltkriminalität verantwortlich."

Und genauso messerscharf fordert er ein Ende der Finanzierung dieser ungebildeten Gebärmaschinen:
„Solange die Regierung das Recht auf Kinder als Recht auf beliebig viel öffentlich zu finanzierenden Nachwuchs auslegt, werden Frauen der Unterschicht ihre Schwangerschaften als Kapital ansehen."

Nur wenn man ihnen die Existenzgrundlage entzieht, hören sie auf, sich wie die Karnickel zu vermehren.

http://www.bag-hartz-iv.de/index.php/component/content/article/1159
Kommentare
Neuer Kommentar Suche
inqonue   |2010-03-19 13:53:34
Also ich finde prinzipiell diese Diskussion, in welchem Zustand sich die Gesellschaft befindet, gut.
Auch wenn der Herr Heinsohn leider polemisch wird, versucht er die Zahlen nach seinem Weltbild zu deuten. Das ist mir schon mal lieber, als wenn man dieses Thema gar nicht diskutiert oder verschönt.
Die Antwort auf seinen Beitrag, wäre doch eine Deutung der Zahlen aus einem "Linken" Weltbild.
Danach müssten beide Argumente geprüft werden und ein Konsens gefunden werden.
Meine Meinung ist nämlich, der Hauptgrund für solche geistigen Verwirrungen, wie die des Herr Heinsohn, liegt darin, dass dieser sein Gehalt Monat für Monat vom Staat erhält und sich der realen Verhältnisse des Arbeiters gar nicht mehr bewusst ist oder sie absichtlich leugnet.
Und leider gibt es von diesen Staatsdienern immer mehr, ja schon lange viel zu viele. Für die arbeiten zu gehen, wer hat denn dazu noch Lust?
Axel  - Hartz-IV-Bevölkerung   |2010-03-20 09:53:54
Es gibt also immer noch Menschen wie diesen Professor, die frei von der Leber wie der letzte Nazi schreiben dürfen und dabei noch ihren Job behalten dürfen ?? Dieser Mensch ist meiner Meinung nach schlimmer als Koch, Westerwelle und Sarrazin zusammen.
Solche faschistischen Aussagen gehören gar nicht erst gedruckt werden.

Für mich stellt sich hier ernsthaft die Frage ob nicht er der Untermensch ist und nicht die Rasse der HartzIV Empfänger (wie der gute Mann die Opfer dieser Fehlwirtschaft nennt)
desperado   |2010-03-20 10:35:19
Wer den Lebensweg von Herrn Heinsohn kennt, wird erkennen wie man zu solch faschistischem Gedankengut kommt:
Er hat Zeit seines Lebens studiert. Kündigungen und die Angst in die Armut sbzurutschen? Für ihn als Beamter ein Fremdwort!
Herr Heinsohn ist und war ein privilegierter Theoretiker der nie in seinem Leben hart arbeiten mußte. Ganz im Gegenteil. Er flog für die Uni auf die Galapagosinseln - auf Steuerzahlerkosten! Einen Grund für solche Reisen konnte er nie nennen.
Martin  - Gefängnisinsassen   |2010-03-20 11:38:58
Klar, dass hier das amerikanische Beispiel bemüht wird. Vergessen wird nur, dass gleichzeitig die Zahl der Gefängnisinsassen explodierte. 1975 saßen da fast 400.000, 2000 schon 1,9 Mio.

Wollen wir wirklich die Sozialhilfe begrenzen? Dann müssen wir uns demnächst Forderungen nach dem Ausbau unserer JVAs anhören.
Hartmut Holz  - Herr Heinsohn und die Neonazis   |2010-03-22 14:14:01
Es ist schon, dass der Herr Professor Heinsohn dieses menschenverachtende Pamphlet veröffentlichen konnte.

Wie kann man Kinder, nur weil sie zu der Gruppe der Hartz IV Familie gehören, als lebensunwertes Leben bezeichnen.

Es zeigt sich, in Deutschland, doch schon wieder, dass sich das rechte Gedankengut ausbreitet.

Daher müssen wir uns gegen dieses wehren. Und Herr Professor Heinsohn ist, meiner Meinung nach, ein Fall für den Staatsanwalt.
Werner Schulten  - Strafanzeige wegen Volksverhetzung     |2010-03-24 12:00:43
Strafanzeige ist gestellt. Viele sind meinem Beispiel bereits gefolgt.
http://www.bag-hartz-iv.de/index.php/component/content/article/1160
U. Nterschicht  - Professor Dr. DiplIng und dadurch "Experte"   |2010-06-10 19:18:13
Mh, bei soviel geistigem Dünnschiss, mit dem der Herr Professor unsere geistige Umwelt kontaminiert, könnte man die Idee von Bücherverbrennungen fast schon gutheissen.
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