vom Zeitlupentempo zur Rumsfeld’schen Tandem-Strategie?
Zitat der israelischen staatstreuen Zeitung Ha’aretz von 1951:
„Die feudalen Regime des Nahen Ostens mussten den nationalistischen Bewegungen solche Zugeständnisse machen, ... dass sie immer weniger willens sind, Großbritannien und den Vereinigten Staaten ihre natürlichen Ressourcen und Militärbasen zur Verfügung zu stellen ... Die Stärkung Israels hilft den Westmächten bei der Aufrechterhaltung des politischen Gleichgewichts ... im Nahen Osten.
Israel muss der Wachhund werden. Es braucht nicht befürchtet zu werden, dass Israel eine aggressive Politik gegen die arabischen Staaten ins Werk setzen wird, wenn dies ausdrücklich den Wünschen der USA und Großbritanniens widerspricht. Aber wenn es die Westmächte einmal aus dem einen oder anderen Grunde vorziehen sollten, ein Auge zuzudrücken, dann könnte man gewiss sein, dass Israel in der Lage wäre, einen oder mehrere Nachbarstaaten zu bestrafen, sollte deren Unhöflichkeit gegenüber dem Westen die Grenzen des Erlaubten überschreiten.“ (1)
Diese erstaunlich offene Zurechtweisung passt haargenau auf die
heutige Situation, aber das schrieb Ha’aretz schon 1951, als der
gewählte Präsident des Iran Dr. Mossadegh die Ölquellen der
Anglo-Persian Oil Company (heute BP) nationalisierte. Er wurde 1953 vom
CIA weggeputscht und an seiner Stelle der Henker-Schah Reza Pawhlevi
auf den Pfauenthron gehievt. Nun hatte Washington das Sagen in Teheran.
Wie
aber konnte es zu einer derartigen militaristischen und
menschenverachtenden Haltung des israelischen Staates kommen? Seit 1909
beuten die Briten das Öl im Iran aus. Im 1. Weltkrieg lernten die
Kriegsbeteiligten die Bedeutung des Erdöls kennen, denn Kriege konnte
man hinfort nur gewinnen, wenn man auch genug spritfressende Panzer,
Flugzeuge, Kriegsschiffe und Versorgungskraftwagen und den dazugehörigen
Sprit besaß. Ab 1928 kam dann der Irak dazu, dessen Öl sich jetzt aber
Großbritannien mit den USA teilen musste. Die Geschäfte ab 1945 mit
Saudi-Arabien liefen dann schon unter amerikanischer Kontrolle und sie
entdeckten auch die Ölwaffe als Erpressungs- und Bestechungsinstrument.
Als die Japaner Ende der 90er drohten, ihren Autoexport in die USA zu
steigern, drohten die USA damit, Japan den Ölhahn abzudrehen. Und damals
konnten sie sich noch durchsetzen, sie kontrollierten noch über 60% der
Ölvorräte. Japan unterließ die Exporterhöhungen. Als 2002 die USA aber
2002 bei Nordkorea wegen ihrer Atomforschung den gleichen Trick
versuchen wollten, klappte er nicht mehr, weil jetzt China mit den
Öllieferungen eingesprungen ist.
Die Westmächte
benötigten 1945 einen permanenten Militärstützpunkt im Nahen Osten, um
die Ölländer ständig unter Kontrolle zu halten und gegebenenfalls
bedrohen zu können, da ja die Briten sich von ihrer Besetzung des
Vorderen Orients zurückziehen mussten. Nichts Besseres konnte den
Mächtigen der Welt sich da anbieten als die zionistische Bewegung. Sie
lebte in der europäischen Tradition und in der Denklogik des
Imperialismus.
Aber erst als die Westmächte die
Polizeiwache in der ölreichen Region benötigten, setzten sie den Plan
der Zionisten um, nicht als Theodor Herzl die Herrschaften nach seinen
Plänen ab 1900 darum bat. Es lebten nämlich nur 5% Juden in dieser
Gegend. Erst nach Herzls Plänen stieg die Zahl auf 20%. Damit die UNO
die US-Pläne schneller durchsetzte, half man noch ein wenig nach. Die
seit 1920 unter britischer Mandatsverwaltung entstehende zionistische
Untergrundorganisation Haganah verbreitete mit Unterstützung des CIA
Angst und Schrecken unter den Palästinensern.
1940 sprengte sie im
Kampf gegen das Weißbuch der Briten von
1939, das die
Einwanderungsbeschränkungen für Juden festschrieb, die MS Patria mit
250 Toten. 1946 jagte sie das Ben-Gurion-Hotel in die Luft, 80 Tote,
auch Juden. Da war Arabiens Albtraum Scharon schon mit bei den
Meuchelmördern dabei. Der moderne Terrorismus war geboren. Aber dennoch
stimmten trotz Druck Washingtons nur 3 afrikanische und asiatische
Staaten der Grüdung Israels zu. Die jüdischen Auswanderer wurden, kaum
in Israel angekommen, von der Haganah und dem CIA, der nach dem Abzug
der Briten im Mai 1948 die Kontrolle übernahmen, von der Rolle des
Opfers in die Rolle des Täters gedrückt.
1948 dann
erhielten die 20% Juden von der UNO 78% des Landes, die 80%
Palästinenser nur 22%. Damit Israel auch dem Zionismus entsprach,
nachdem Israel ja ein mehrheitlich jüdisches Land werden sollte, wurden
650.000 Palästinenser vertrieben. John Rose schreibt über die blutige
Staatsgründung:
„Am 9. April 1948 zogen Soldaten der
Irgun, einer besonders fanatischen zionistischen Milizorganisation
unter dem Kommando von Menachem Begin, israelischer Premierminister zur
Zeit der Libanoninvasion von 1982, in das palästinensische Dorf Deir
Yassin ein. Die Soldaten teilten den Einwohnern mit, dass sie 15
Minuten Zeit hätten, ihre Häuser zu verlassen. Dann griffen sie an.
Innerhalb weniger Stunden ermordete die Irgun kaltblütig zwei- bis
dreihundert Männer, Frauen und Kinder. Es waren die gleichen Szenen,
die sich 24 Jahre später in den Beiruter Flüchtlingslagern von Shatila
und Sabra wiederholen sollten. Jacques de Reynier vom Intemationalen
Roten Kreuz besuchte das Dorf kurze Zeit danach:
‚Das
erste Zimmer war dunkel, dort war alles durcheinander, aber es war
niemand da. Im zweiten Raum entdeckte ich inmitten aufgeschlitzter
Möbelstücke und allerart Trümmer einige Leichen. Hier hatte man die
„Säuberungsaktion" mit Maschinengewehren, dann mit Handgranaten
durchgeführt. Die wurde dann mit Messern zu Ende gebracht, das konnte
jeder sehen. Das gleiche im nächsten Raum. A1s ich gerade gehen wollte,
hörte ich so etwas wie ein Seufzen. Ich suchte überall, drehte alle
Leichen um, und fand schließlich einen kleinen Fuß, der noch warm war.
Es war ein kleines Mädchen von zehn Jahren. Sie war durch eine
Handgranate verstümmelt worden, war aber noch am Leben. Überall war es
der gleiche schreckliche Anblick... das Dorf hatte 400 Einwohner
gezählt, etwa fünfzig waren entkommen. Alle übrigen waren planmäßig
und kaltblütig abgeschlachtet worden, denn das hatte ich selbst
beobachten können - diese Bande war hervorragend diszipliniert und
handelte nur nach Anweisung’“. (2)
Uri Shani legt
gleichlautende Dokumente vor (übrigens ein jüdischer Freund – Für alle
die, die hinter unseren Erklärungen eine antisemitische Propaganda
vermuten. Zu dieser Anschauung noch eine Vielzahl weitere jüdischer
Stimmen, die ebenfalls den zionistischen Staat kritisieren (3).)
Uri
beschreibt in seinem Palästina Portal über „Die Vertreibung der
Palästinenser“ ähnliche sadistische Szenen:
“’…
zwischen 80 und 100 Araber wurden ermordet. Um die Kinder zu ermorden,
wurden die Schädel mit Stöcken durchbohrt. Es blieb kein Haus ohne
Todesopfer übrig. Männer und Frauen wurden in Häuser gesperrt, ohne
Ernährung und ohne Wasser, und dann kamen die Spezialisten, die die
Häuser sprengten. Ein Offizier befahl einem Soldat, zwei Frauen in ein
Haus zu sperren, das anschließend gesprengt wurde. Ein Soldat prahlte
damit, dass er eine arabische Frau vergewaltigte, bevor er sie
erschoss. Eine andere arabische Frau wurde gezwungen, den Ort während
einiger Tage zu reinigen, bevor sie zusammen mit ihrem Baby, das nur
ein paar Tage alt war, erschossen wurde. Ein Offizier, der als gebildet
und als “ein guter Kerl” galt, wurde zum Befehlshaber des ganzen
Mordens, und dies geschah nicht in der Hitze des Gefechtes, sondern als
System von Deportation und Völkermord: je kleiner die Zahl der Araber,
desto besser.’
Dies ist die Zeugenaussage eines israelischen
Soldaten, der am Massaker von Al-Duahima, am 29.10.48, also am Ende des
Krieges, beteiligt war, zitiert nach “Davar” vom 9.6.1979.“ (4)
Der
Staat Israel ist auf einem Strom von Blut aufgebaut, der wie die von
Chile, Vietnam, Irak, Afghanistan, Panama, Hiroshima, und, und und alle
im Weißen Haus mündet. Dieser Strom aber braucht immer neues Blut; so
lang das Öl fließt, wird in der Profitmaximierungsgesellschaft
arabisches Blut fließen. Und so folgte nach 1948 ein Krieg nach dem anderen, weitere1956 und 1967.
1970 erzielten die
US-Ölmultis eine Rendite von 79%. Davon wollten die OPEC-Staaten unter
der Führung Libyens, der die reaktionären amerikafreundlichen und die
radikalen Staaten zusammenbrachte, einen Teil davon abhaben und sie
verabredeten einen Liefer-Boykott 1970 und dann 1973, um die
Rohölpreise zu erhöhen. Dies führte 1973 hier zu Sonntagsfahrverboten.
Damit
wurden wieder „die Grenzen des Erlaubten überschritten“ und es folgte
eine neue „Strafaktion“, dem israelisch-arabischen Krieg 1973.
Der
ehemalige US-Außenminister und damalige US-Nahostberater Henry
Kissinger: „Was war unsere Strategie 1973? An vorderster Stelle stand
die Zerschlagung der arabischen Einheitsfront“
Also,
„Was war unsere Strategie 1973“, die amerikanische Strategie. Kissinger
bestätigt mit seiner Aussage die anfänglichen Worte von Ha’aretz. Die
Vereinigten Staaten entscheiden über die Abschlachtungen Israels und
stellen sich dann ganz unschuldig hin. Israel ist nur eine Armeeeinheit
der USA, ihr Wachhund. Und so zahlen die USA auch reichlich, 2006
geschätzt über 5 Mrd. Militärhilfe und 5 Mrd. Wirtschaftshilfe,
jedenfalls würde der israelische Staat sofort zusammenbrechen, wenn aus
Amerika kein Geld mehr fließen würde. Wenn heute das Öl im Nahen Osten
versiegen würde, gäbe es morgen keinen Staat Israel mehr, denn dann
wäre die ganze Region nur auf Sand gebaut.
Aber noch
fließt das Öl, und so haben die USA auch bei dem jetzigen Waffengang 2006
im Libanon ihre vergünstigten Waffenlieferungen wieder erhöht. Und es
ging darum, die Öleinheit der reaktionären amerikafreundlichen und die
radikalen Opec-Staaten zu zerschlagen.
Der folgende
Krieg nach 1973 war 1982 gegen Libanon. Hier ließ Scharon in den
Flüchtlingslagern Sabra und Shatila zwischen 1.200 und 3.500
palästinensische Kinder, Mütter und Väter von den christlichen
Falangisten ermorden. Die genaue Zahl der Toten ließ sich nicht
ermitteln, weil viele Leichen aus den Lagern mit unbekanntem Ziel
abtransportiert wurden. (5)
Ein permanenter Krieg wird
von Israel gegen die Palästinenser in Palästina geführt. Sie werden
stellvertretend für alle Araber in Geiselhaft gehalten. Wenn die USA im
Irak nur 2/3 der alten Ölförderung wegen ständiger Pipelinebrände
erreicht, müssen in Palästina wieder 5 Kinder sterben und einige
Familien ihre Wohnhäuser verlieren. Es werden gezielt Kinder getötet,
damit die Palästinenser immer weniger werden und die Polizeiwache der
USA, immer mehr sich ausbreiten kann, es werden gleich 2 Fliegen mit
einer Klappe erschlagen. Wer das für ein für übertrieben hält, der möge
nur den Alltag im besetzten Palästina sich anschauen:
Israel
hält sich nicht an die UNO-Resolution von 1967, nach der die restlichen
22% von Palästina inklusive Ostjerusalem den Palästinensern zusteht.
Stattdessen baut es seine - der Resolution nach illegalen - Siedlungen
immer weiter aus.
Die arabischen Jugendlichen dort
haben keinerlei Perspektiven. Sie können keinen Beruf erlernen, sie
bekommen keine Arbeit, können keine Familie gründen, und ihre Häuser
werden dem Erdboden gleichgemacht. Israel beansprucht das ganze Wasser
Palästinas. Während die israelischen Siedler auf palästinensischem
Boden 300 Liter Wasser am Tag verbrauchen, steht den Palästinensern nur
eine Ration von 20 Litern täglich zu. Und für einen Kubikmeter ihres
eigenen Wassers müssen die Palästinenser 4,60 Schekel bezahlen, die
Israelis auf israelischem Gebiet 0,80 Schekel und in den Siedlungen auf
besetztem Gebiet nur 0,30 Schekel (1998) - das ist nichts anderes als
eine direkte Aufforderung des israelischen Staates zur weiteren
illegalen Besiedelung Palästinas.
Bei den so genannten
Vergeltungsaktion stellt das israelische Militär den Palästinensern oft
Strom und Wasser ab und gestattet den Familien zu selten, einkaufen zu
gehen. Sharons Soldaten haben eine halbe Million Olivenbäume mit den
Wurzeln ausgerissen, in einer Mulde bei Beit Lahia 50.000 Tonnen
Chemie- und Militärabfälle in 30 Metern Tiefe versenkt - die den
unterirdischen Wasservorrat Gazas vergiften - und Trink- und
Abwasserleitungen miteinander verbunden, was zu Seuchen führen wird. So
soll das palästinensische Volk also vertrieben oder ausgelöscht werden,
damit die Israelis genug Raum im Osten bekommen.
Die
israelische Armee hat bereits Trinkwasser verseucht, Kindern die Arme
gebrochen, die Bevölkerung mit Lärmbeschallung malträtiert und
terrorisiert die arabischen Familien ständig mit Ausgangssperren.
Hilferuf vom 29. Juni 2002 aus Nablus:
„Seit
zehn Tagen und länger unterstehen alle palästinensischen Städte, Dörfer
und Lager einer Ausgangssperre. Letztens gesellte Hebron sich zum Rest
der palästinensischen Gemeinden und wurde die letzten vier Tage unter
Ausgangssperre gestellt. Die israelischen Streitkräfte besetzten erneut
die palästinensischen Gebiete oder dringen wieder in sie ein, wobei sie
unterschiedlichste Munition verwenden - von Panzern über
Soldatenpatrouillen bis zu Hubschraubern.
Hinsichtlich
Strom-, Wasser- und Telefonleitungen ist die Infrastruktur komplett
zerstört worden. Die israelischen Besatzer haben viele Straßen
unbrauchbar gemacht und sie mit Sandbarrieren blockiert. Häuser, zivile
Einrichtungen und Läden sind zerstört und demoliert worden, was
Tausende verletzt hat, von den zig Märtyrern ganz zu schweigen. Die
Israelis brachen in Häuser ein und durchsuchten sie unter dem Vorwand,
es befinde sich Munition in ihnen; viele Hausarreste wurden über
Zivilisten verhängt.
Eine weitere beschämende Tat der
israelischen Streitkräfte war der ziellose Beschuss von Häusern und
Bürgern. Viele Bombenexplosionen und Gewehrschüsse werden bloß
abgefeuert, um die Bürger zu erschrecken und zu schikanieren. Die
schändlichen Handlungen der Israelis und ihr Verhalten von
Schließungen, Blockaden, Ausgangssperren, der Vorenthaltung ärztlicher
Versorgung, der Verhaftung unbewaffneter Zivilisten bis hin zu den
Massakern werden täglich begangen. Vor kurzem wurden sechs Kinder im
Kreis Jenin getötet, von denen das älteste 13 Jahre alt war.
All
das und noch mehr zeigt die Absicht der Israelis, unseren Willen zu
brechen, uns zu demütigen und uns zu entmutigen, um zu verhindern, dass
wir unser legitimes Recht auf einen unabhängigen Staat behaupten, wie
viele Völker in der Welt ihn haben. Unser Ziel ist Freiheit,
Unabhängigkeit und der Besitz eines Staates, in dem wir friedlich mit
unseren Kindern leben können. Seit wir uns in der Ära der
Globalisierung und im 21. Jahrhundert befinden, sehen wir, dass nur
Palästina mit seinem Volk von einer Militärkraft besetzt ist, und das
muss schnell ein Ende haben.
Wir rufen euch auf, uns in
unserer Haltung zu unterstützen, unsere legitimen Rechte zu bekommen
und unseren medizinischen Einrichtungen gerade heute bei der
Aufrechterhaltung ihrer Dienste für die Menschen zu helfen, wo es zu
Schließungen, Blockaden und Ausgangssperren kommt, die eine schlimme
wirtschaftliche Lage verursacht haben, die zur Zunahme der
Arbeitslosenzahlen geführt hat. Die Zahl der Verletzungen,
Behinderungen, Krankheiten nahm zu unter den Patienten, und es kam zu
einem hohen Anteil psychologischer Schäden, die sich bei den Kindern
verbreitet haben, an der die tragische Stimmung schuld ist, die sie
durchmachen.
Wir danken allen, die an unsere Sache
glauben und an unser Recht, wie andere Menschen in der Welt in Würde zu
leben. Wir sind uns voll bewusst, dass die Freiheit viele Freunde hat
und dass friedliebende Menschen mit unserem Kampf für Freiheit und
Unabhängigkeit sympathisieren. Am meisten danken wir euch für euren
Wunsch nach Zusammenarbeit mit uns, um das Leiden unserer Kinder und
Verwundeten zu lindern, ob es psychologische oder physische Grundlagen
hat.
Union of Health Care Committees
Fax: 00972 9 23 72 432
E-mail:
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,
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Postfach: Nablus 796”
Israels
hat ein Existenzrecht. Die ungerechtfertige Landwegnahme von 1948
gehört jetzt schon zur Geschichte. Aber genauso hat Palästina ein
Existenzrecht. Das sind keine Tiere auf zwei Beinen. Das sind Menschen
mit Herz, Seele und Verstand. Letztlich werden nur die jüdischen und
palästinensischen Arbeiter gemeinsam die Sache lösen können. Die
Profitmaximierer haben kein Interesse mehr daran. ein Volk, das andere
Völker unterdrückt, kann selbst nicht frei sein.
Und
2006 steht die israelische Armee wieder im Libanon und man fragt sich,
warum massakrieren sie jetzt wieder tausende Araber? Der Westen ist
sich einig, weil die Hisbollah zwei israelische Soldaten gefangen
genommen hat. Aber vorher wurden grundlos zwei libanesische Zivilisten
von Israel entführt. Die Provokation ging von Israel aus, warum und
welches Interesse hat die USA? Auffällig ist, dass dies kurz nach dem
G8-Gipfel vom 15.-17. Juli in St. Petersburg geschah, wo von allen ein
letztmaliges Ultimatum bis zum 31.8. an den Iran gestellt wurde. Und
jetzt diese Terror-Show (6), wo sie nichts haben außer einer
Gruselgeschichte und den CIA-Agenten Ramzi Yousseff, „der auch den
Anschlag auf das WTC 1993 anführte“. Aber das sind wir ja gewöhnt. In
diesen Horrorgeschichten treten immer CIA-Agenten wie Bin Laden oder
sein Kassenwart im Drehbuch, der in Pakistan verhaftete Ramzi
Benalship,auf. Da wollen wir dem CIA Respekt zollen. Er hat
ausgezeichnete Drehbuchschreiber in der PR-Abteilung, die die
Geschichten als Realität darstellen können. Da sind doch die Gebrüder
Grimm Laien dagegen.
Das wichtigste ist nur, dass die
Leute dran glauben, und das hat doch diesmal wieder wunderbar geklappt.
Die Bäckerverkäuferin: „Oh, ich hab richtig Angst vor den Moslems. Die
sind ja so aggressiv.“. Der Nachbar: „Ja, die haben eine Abreibung
verdient. Aus Washington tönt es „Diese islamischen Faschisten“. In
England hat eine Umfrage ergeben, dass über 60% der Moslems in den
westlichen Staaten kein Vorbild sehen. Ich sage Bravo, die 60% Moslems
blicken durch, jedenfalls was die westlichen Staaten anbetrifft.
Die
Kulturen werden von diesen nur aufeinander gehetzt. Nach einer solchen
Hetze folgte immer nur ein Ölkrieg. Jetzt haben sie einen
Waffenstillstand beschlossen, obwohl die israelische Armee ihren Job
nicht erledigt hat und die Hisbollah noch 6.000 Raketen hat. Das ist
doch sonst nicht die Art der Zionisten. Der Ruf nach Neuwahlen wird in
Israel immer lauter. Warum riskiert Olmert das, da muss doch ein
größerer Schurkenplan dahinter stecken? Jetzt soll die UNO 15.000
Soldaten mit einem „robusten“ Mandat im Südlibanon stationiert werden.
Und die Deutschen wollen auch dabei sein. Werden sie da in eine Falle
gelockt? Sollen sie in den Waffengang mit Iran, wie er nach mehrfachen
Berichten der Linken Zeitung (7) schon lange geplant ist, mit
hineingezogen werden? Und nicht nur das?
Der Verdacht
liegt nahe. China wird schon 2012 die USA mit dem BSP eingeholt haben.
Dann wird es ein größeres Militär haben als die USA und alles wird nach
ihrer Pfeife tanzen müssen. Das werden die Cowboys und -girls nicht
abwartend hinnehmen, aber dafür brauchen sie Öl und müssen den Chinesen
den Ölhahn abdrehen.
Richard Clarke hat deshalb in
seinem Buch „Scorpion's Gate" den atomaren Zusammenknall der USA mit
China schon in 6 Jahren ausgemacht. Und er muß es ja wissen. Er „war
länger als drei Jahrzehnte lang im Weißen Haus und Pentagon als Berater
tätig. In den Stunden nach dem September 2001 leitete Clarke für
George W Bush den Krisenstab; im März 2003 schied der
Antiterrorismusexperte auf eigenen Wunsch aus - und wurde zu einem der
schärfsten Kritiker des amtierenden Chefs im Weißen Haus und der
Präventivkriegsideologen Cheney und Rumsfeld.“ (8)
Rumfeld
vertritt die Tandem-Taktik. Man sollte nach einem Krieg gleich in den
nächsten ziehen, sonst fällt man um wie ein Fahrrad, das ohne Ständer
stehen bleibt. Jetzt haben die Kriegstreiber eine neue Waffe mit
direkter Energie entwickelt, Mikrowellen. Du wirst wie in der
Mikrowelle gebrutzelt und schrumpfst dabei Es ist eine unbekannte Waffe
und wurde jetzt im Libanon getestet. Die Linke Zeitung berichtet
darüber in dem Artikel von Prof. Paola Manduca/Peter Weinfurth „Israel
setzte neue tödliche Waffen im Libanon ein“ Paola Manduca (Prof. für
Genetik Uni Genua) (10). Und da will uns Report und sein Hilfsprof
tatsächlich verniedlichen weismachen, es handele sich nur um Ru8.
Den
Vorteil werden sie ausnutzen, bis der „Rivale“ China, wie Bush es
bezeichnet, diese Waffe auch entwickelt hat und seine Öllieferländer
damit beliefert.
Die Anti-Kriegs-Bewegung darf jetzt nicht stehen bleiben und muss seinen Kampf mit dem sozialen Kampf verbinden.
Israel raus aus Libanon und Palästina,
Raus, Raus, Raus!
Sofortige Einstellung aller Zahlungen und der Militärhilfe an Israel!
Stoppt alle Waffenlieferungen an Israel.
Sofortige Ausrufung des palästinensischen Staates und die umgehende Anerkennung durch Europa!
Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Israel und den USA sowie Handelsboykott.
Aufnahme
von Kontakten zu Peace Now, Not in our name und aller befreundeten
Organisationen und von Handelsbeziehungen mit diesen.
Lasst die libanesischen und palästinensischen Freunde nicht allein!
Ich
weiß, das sind fasst alles Übergangsforderungen zum Sozialismus, aber
die Forderung nach Frieden im Nahen Osten ist auch schon eine
Übergangsforderung. Sollen wir deshalb auf diese Forderung vielleicht
verzichten? Um dies zu verschleiern, reden sie ja auch bei jedem
ermordeten Palästinenser vom Friedensprozess.
Und was machen wir
mit dem 3. Weltkrieg. Wollen wir uns noch immer von Bush’s
Märchenstunde in den Schlaf der Gerechten wiegen lassen?
Hoch die intrnatinale Solidarität!
Aufstehn!
von Norbert Nelte
1
Ha’aretz vom 30.9.51, Nach Rose, S. 21
2 John
Rose: „Israel und seine Rolle in Nahost“, S.
50
http://www.edition-aurora.de/index2.htm?palaestina/index.htm
(Diese
Lektüre ist jedem zu empfehlen, der sich mehr Klarheit über die Hintergründe
Israelischer Kriege verschaffen möchte.)
3 http://www.juedische-stimme.de/index.htm
http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/809/35/
4
Uri Shani: Palästina
Portal über „Die
Vertreibung der Palästinenser“
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_Israel_
juedische/Uri_Shani_vertreibung-der-palaestinenser.htm
5 http://www.pallast-publisher.com/massaker.htm
6 http://www.zweitausendeins.de/writersblog/broeckers/index.cfm?CT=1
7 http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/398/35/
http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/345/35/
http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/267/35/
8
Spiegel Spezial: “Kampf um Rohstoffe”, S. 17
9 http://www.mikrowellenterror.de/artikel/munzert2.htm
10 http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/898/35/
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