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Ostasien
Reisebericht aus Japan - Land der aufsteigenden Arbeiterbewegung PDF Drucken E-Mail
von Braun, Eisenberg und Jansen    31.08.2010 - bisherige Aufrufe: 246

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Der folgende Bericht gibt eine Übersicht über den aktuellen Stand der kämpferischen  Bewegung in Japan. Alle Organisationen, Ereignisse und Themen werden hier in zusammengefasster Form präsentiert, wohlwissend, dass sich zu jedem einzelnen Punkt jeweils eigene ausführliche Artikel schreiben ließen.

Der Bericht basiert auf Informationen aus Reden kämpferischer Japaner und aus Gesprächen mit Mitgliedern der lokalen Eisenbahner-Gewerkschaft Doro Chiba, der Japanischen Revolutionären Kommunistischen Liga (JRCL) und des Alljapanischen Allgemeinen Verbandes der studentischen Selbstverwaltungen (Zengakuren), bei denen wir im August 2010 zu Gast sein durften.  

Politische Theorie - Die drei Grundpfeiler der JRCL

Die JRCL entstand im Jahre 1957 in dem Vesuch, anstelle der KPJ eine wahrhaft revolutionaere Partei aufzubauen . Die Geschichte der japanischen Arbeiterbewegung seit dem 2. Weltkrieg war geprägt von Auflösungen, Spaltungen und Neugründungen von Gewerkschaften, Parteien und Studentenverbänden.

Der hartnäckige Kampf der japanischen Arbeiter seit den 1980er Jahren gegen die Aufteilung und Privatisierung der japanischen Staatsbahn beweisst abermals die Notwendigkeit einer revolutionären Partei, die die Arbeiterbewegung kämpferisch und damit siegreich anzuführen in der Lage ist. 

Vor allem im jahrelangen Kampf um die Wiedereinstellung der 1047 entlassen Arbeiter der japanischen Staatsbahn, in der Unterstützung der Sanrizuka-Bauern gegen die Erweiterung des Narita Flughafens und im Widerstand gegen die US-Militärbasen auf der japanischen Insel Okinawa zeigten sich v. a. die Organisationen Doro Chiba und Zengakuren als wahre kämpferische Alternative zu den systemfreundlichen Organisationen.

In ihren Flugblättern, Reden und Aktionen zeigt sich die Orientierung dieser beiden Organisationen an den drei Grundpfeilern der JRCL. Die Liga stützt sich auf die Punkte Epochenerkenntnis, politische Linie und Danketsu.

Letzte Aktualisierung ( 01.09.2010 )
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Kaschmir-Intifada: Solidarität mit dem Kampf um nationale Selbstbestimmung PDF Drucken E-Mail
von Michael Gatter - www.arbeitermacht.de    16.08.2010 - bisherige Aufrufe: 329

intifada.jpgEs war der Grausamkeiten zuviel. Am 6. Juni 2010 machte die Nachricht die Runde, dass die indische Armee Ende April 3 junge Männer Schachsad Achmad, Rijas Achmad und Mohammed Schafi hingerichtet hatte, weil sie angeblich als militante Elemente aus Pakistan eingesickert wären. Das war eine Lüge, die nicht einmal die Polizei selber glaubt.

Am 11.6. feuerten paramilitärische Einsatzkräfte der zentralen Reservepolizeitruppen Tränengas aus kürzester Entfernung  auf Demonstranten und traf dabei den 17jährigen Tufail Achmad Mattu tödlich am Kopf. Tausende nahmen am folgenden Tag an dem Trauermarsch teil.

Diese Ereignisse entfachten einen Ausbruch von Unruhe unter der Bevölkerung des Kaschmir, die in Unterdrückung und Furcht vor der Besatzung der indischen Armee lebt. Mehrtägige Streiks und Massendemonstrationen wurden ausgerufen, zuletzt am 13.7., dem historische Märtyrertag, da 1931 21 Muslime aus dem Kaschmir in einer Erhebung gegen den damaligen hinduistischen Herrscher Maharadscha Hari Singh getötet worden waren.

Die Asia Times Online behauptet, dass 2 islamistische Organisationen Al Badr unter Führung von Bakt Samin Khan und Laschkar-e-Taiba führend in dem Konflikt seien, es handelt sich jedoch klar um eine spontane Massenerhebung.

Junge Kaschmiris stehen in vorderster Linie in den Straßenkämpfen, werfen mit Steinen nach den Sicherheitskräften, errichten Straßensperren mit brennenden Reifen, um die indische Polizei aufzuhalten. Der Staat antwortet mit Tod bringendem Feuer. Viele Tote, im Juni mindestens 15, und Verwundete sind zu beklagen.  Die meisten Zusammenstöße ereignen sich in Srinagar, der Hauptstadt der zu Indien gehörenden Provinzen Dschammu und Kaschmir.
Letzte Aktualisierung ( 16.08.2010 )
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US-Seemanöver vor Nordkoreas Küste PDF Drucken E-Mail
von Eugen Hardt    28.07.2010 - bisherige Aufrufe: 608

georgewashington.jpgAm Sonntag begann ein groß angelegtes Seemanöver der USA und Südkoreas vor der nordkoreanischen Küste, an dem auch der atomgetriebene Flugzeugträger George Washington teilnimmt, trotz der Drohung Nordkoreas mit einem Atomschlag. Am Seemanöver sind 20 Kriegsschiffe beteiligt, 200 Kampfflugzeuge und 8000 Soldaten.

US-Kriegsminister Gates erklärte, das Manöver verfolge die Absicht, „Nordkorea eine klare Botschaft zu schicken, sein aggressives Verhalten zu beenden. Erneut beschuldigte er Nordkorea, im März ein südkoreanisches Kriegsschiff torpediert zu haben.

Weiter sagte er, man habe unter Berücksichtigung chinesischer Proteste das ursprünglich im gelben Meer vor der Westküste Nordkoreas geplante Manöver ins japanische Meer vor dessen Ostküste verlegt. Zukünftige Manöver würden aber in beiden Gebieten stattfinden. Währenddessen kündigt US-Außenministerin Clinton neue weit reichende Sanktionen gegen Nordkorea an.

„Heiliger nuklearer Krieg"

Nordkorea kündigte als Reaktion auf das Manöver eine nukleare Antwort an. Man sei bereit zu einem „heiligen Krieg der Vergeltung", wie die „Nationale Verteidigungskommission" unter ihrem Vorsitzenden Kim erklärte. „All diese Manöver sind nichts anderes als militärische Provokationen gegen die Volksrepublik Korea" heißt es weiter. „Armee und Volk der DPRK werden völlig legitim mit ihrer nuklearen Verteidigungsmacht diese bislang größten Kriegsübungen der USA und ihrer südkoreanischen Marionetten beantworten. Das Manöver ist ebenso sinnvoll wie das Wecken eines schlafenden Tigers".

Letzte Aktualisierung ( 28.07.2010 )
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China: Ein neuer Imperialismus PDF Drucken E-Mail
von Frederik Haber - www.arbeitermacht.de    26.07.2010 - bisherige Aufrufe: 429

diktatur.jpgLokomotive der Weltwirtschaft" wird China genannt, momentan wird dieser Begriff oft mit „nachlassender Dynamik" kombiniert. Genauso locker reden bürgerliche Politiker vom „kommunistischen Regime". Ein „kommunistisches Regime" als „Lokomotive" der kapitalistischen Weltwirtschaft?

Dieser Widerspruch macht den wenigsten Politikern und Wissenschaftlern zu schaffen, ist es doch ihre Hauptaufgabe, Ideologie zu produzieren, mit der die Interessen der kleinen Minderheit der Ausbeuter kaschiert wird. Da steht die Logik hintenan. MarxistInnen brauchen eine saubere Analyse: Was ist das für ein Staat? Welche Klasse herrscht? Was für Produktions- und Eigentumsverhältnisse bestehen? Wo steht dieses Land? Ist es Freund oder Feind im großen Krieg der Klassen? Wie sollen wir mit ihm umgehen?

Degenerierter Arbeiterstaat

Ein „kommunistisches" Regime wäre ein Land, wo die Bourgeosie, wo Privateigentum und Marktkonkurrenz nicht mehr existieren. Die Arbeiterklasse hätte eigene Machtorgane: die Räte. Selbst dieser Staat würde absterben, weil die Gesellschaft dank fehlender Ausbeutung und schwindender Unterdrückung immer weitere Bereiche des Lebens selbst regeln würde. Es wäre ein Stützpunkt der Weltrevolution, der anderen Ländern hilft, das Joch des Kapitalismus und des Imperialismus abzuschütteln.

Die Revolution von 1949 brachte nicht die Arbeiterklasse an die politische Macht, sondern die Partei, die sich auf eine erprobte Armee stützte und die radikalisierte Landbevölkerung. Eine Koalitionsregierung mit bürgerlichen Kräften wurde gebildet, die im Laufe der nächsten zwei Jahre allerdings ebenso ins Exil gedrängt wurden, wie der Großteil der chinesischen Bourgeoisie zuvor. Eine Landreform, die die schauerlichen feudalen Ausbeutungsverhältnisse auf dem Land abschaffte, sicherte der Partei die Unterstützung der armen Bauern.
Letzte Aktualisierung ( 26.07.2010 )
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Der andauernde Bürgerkrieg in Indien PDF Drucken E-Mail
von Jan Myrdal - www.tlaxcala.es    09.07.2010 - bisherige Aufrufe: 396

http://futurrouge.files.wordpress.com/2010/02/ganapati.jpgEs herrscht Bürgerkrieg in Indien. Kein Wunder. Während das Bruttonationalprodukt mit 8% steigt, leben 77% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Auf der globalen Hungerliste nimmt Indien einen Platz hinter den sub-Sahara-Ländern Afrikas ein. Am meisten unterdrückt sind die Unberührbaren - die Dalits - in der von Kasten geplagten indischen Gesellschaft. Zusammen mit den Adivasis - der Urbevölkerung machen sie ein Viertel der Bevölkerung Indiens aus.

Für die herrschende Klasse sind sie nur eine überflüssige Gruppe. Sie sind genauso unterdrückt und am Verhungern, wie damals, als ich vor 52 Jahren zum ersten Mal nach Indien kam und total geschockt war. Die hungrigen 50% werden immer hungriger. Die Reichen werden immmer reicher. 36 Milliardäre stellern ein Drittel von Indiens Nationalprodukt dar. Sie sind widerwärig reich und benehmen sich so, wie andere herrschende Klassen sich immer benommen haben. Sie sind moralisch empört, wenn die Unterdrückten und Verhungernden ihr Recht verlangen. Sie sprechen voller Entsetzen in ihrem Parlament und ihrer Presse, wenn die Opfer sich selbst verteidigen, wenn private Goondas [von den Reichen bewaffnete Gangster. D.Ü.] oder reguläre Truppen der herrschenden Klasse - Salwa Judum und Green Hunt - morden, vergewaltigen und niederbrennen, um Gesetz und Ordnung herzustellen.
 
Indien ist niemals 'gewaltlos' gewesen. Weder seitens der Herrscher oder der Beherrschten. Als eine Bewegung gegen die Herrscher hat Gewaltlosigkeit Anlaß zu einer Bibliothek voller Bücher gegeben, aber es war nicht durch Gewaltlosigkeit, dass die Briten zum (teilweisen) Abzug gezwungen wurden. Die unterdrückten Massen haben immer gekämpft. Das weiß jeder, der eine unzensierte Geschichte Südasiens liest. Aber die politische Zensur in Bezug auf Indien war so gründlich, dass selbst offiziell unpolitische Bücher für junge Menschen, wie etwa die englische Standardversion von Jules Vernes „Die geheimnisvolle Insel", gereinigt wurden. Jules Vernes Originaltext über Kapitän Nemo und 1857 [das Jahr des großen indischen Aufstandes gegen die britische Herrschaft. D.Ü.] wurde als subversiv angesehen und umgeschrieben, um den imperialen Interessen Englands zu .

Letzte Aktualisierung ( 09.07.2010 )
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